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Freienbacher Appell

Verfasst: 19. Oktober 2005 09:14
von Daniela
Auf den Internetseiten der Bürgerwelle habe ich von einem Freienbacher (Ärzte) Appell gelesen.

Was hat es mit diesem Appell auf sich, weshalb liest man auf gigaherz nichts davon?

Gruss Daniela Frei

Re: Freienbacher Appell

Verfasst: 19. Oktober 2005 09:37
von Gigaherz
Hallo Daniela

Es geht nach dem Motto:
"Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger, auf Wunsch wird auch gehext."

Den Freienbacher Appell können Sie als pdf-Datei womöglich schon heute auf der Hauptseite von Gigaherz lesen und ausdrucken. Wir haben dazu einen erläuternden Vorspann geschrieben, damit alle Leser, die den Link anklicken können, informiert sind, worum es sich handelt.

Es freut uns sehr, dass das Interesse noch vor Erscheinen so gross ist und danken Ihnen dafür.

Gigaherz unterstützt den Freienbacher Appell und legt die Unterschriftenlisten auch dem in den nächsten Tagen versandten 46. Rundbrief bei.

Gigaherz

Re: Freienbacher Appell

Verfasst: 21. Oktober 2005 01:06
von Gigaherz
Der Freienbacher Appell ist jetzt auf www.gigaherz.ch/963 abrufbar.

Gigaherz

Re: Freienbacher Appell

Verfasst: 21. Oktober 2005 08:19
von mips
Welche Medien haben diesen Appell wohlwollend publiziert, wo gab es kritische Stimmen zu diesem Appell im Blätterwald? Wer etwas im Medien über den Freienbacher Appell findet oder hört, soll dies hier doch vermerken, egal ob in einer Zeitung mit Grossauflage, einer kleinen Provinzzeitung oder Regionalradio.
Ob überhaupt und in welcher Art die Meldung publiziert wird zeigt ziemlich deutlich, wie Nahe die Zeitung zu den Mobilfunkbetreibern stehen.

Re: Freienbacher Appell

Verfasst: 21. Oktober 2005 08:50
von argus
Ich habe gestern den Freienbacher Appell an 6 Ärzte versandt und an weitere 10 Bekannte per Post und E-Mail, mit der Bitte, sich für die Verbreitung einzusetzen. Statt uns über die bekannte Saumseligkeit und Passivität der Zeitungen zu ärgern, vewenden wir doch selbst unsere Energie darauf, dass dieser Appell unter die Leute kommt. Der Appell ist Spitze, gut durchdacht, hervorragend formuliert und daher gebe ich ihm eine gute Chance.

argus

Re: Freienbacher Appell

Verfasst: 21. Oktober 2005 10:38
von gesuana
Im letzten K-Tipp ist der Freienbacher - Appell erwähnt , aber nicht abgedruckt :
AERZTE-APPEL GEGEN MOBILFUNK

"Ein Risiko mit wahrscheinlich dauerhafter Belastung"
"Wir halten den weiteren Ausbau der Mobilfunknetze für bedenklich", heisst es im sogenannten *Freienbacher Appell*. Das ist ein kürzlich veröffentlichter Aufruf von rund 30 Aerztinnen und Aerzten sowie 20 weiteren Personen aus dem Gesundheitswesen.
Die Erstunterzeichner appellieren an Politiker, Wissenschaftler und Verantworliche im Gesundheitswesen, dem Schutz der Gesundheit den gebührenden Wert einzuräumen. Dazu müssten Grenzwerte und Sendeleistungen "auf ein gesundheitsverträgliches Mass " reduziert werden. Bei der Mobilfunktechnologie handle es sich um Risiken mit wahrscheinlich dauerhafter Belastung".
Im Visier haben die Initianten nicht nur den Mobilfunk, sondern auch die problematische Strahlung von Schnurlos-Telefonen (Dect, siehe K-Tipp 12/05) sowie der drahtlosen Internetverbindung mit WLAN (K-Tipp 12/05) .
Dass sich die Aerzteschaft zunehmend Sorgen macht, zeigt auch ein Umfrageresultat der Uni Bern vom September 2005 : 42 Prozent der befragten Aerzte meinen, der Staat schütze die Bevölkerung zu wenig vor den schädlichen Einflässen von elektromagnetischen Strahlen.

Kommentar : Eine Zusammenfassung zwar und wenig auführlich, aber immerhin. Ich habe den ganzen Appell meinem ehemaligen Homöopathen gemailt , der mich auch nie auf die Sache angesprochen hatte, als ich am meisten ( unergründlich) litt und werde auch noch andere Therapeuten anschreiben (Aerzte kenne ich kaum.) Und natürlich privat Unterschriften sammeln. Dass Zeitungen völlig befangen sind , praktisch alle, ist sowas von klar und offensichtlich, schon das allein ist skandalös. Nur Saldo, K-Tipp , "bliib gsund" und Beobachter sind offenbar autonom.
gesuana

Re: Freienbacher Appell

Verfasst: 21. Oktober 2005 12:08
von Chris
Aufklärung tut not. Erschreckend, wie wenig Mediziner wissen. So schreibt ein Dr. Thomas Häcki aus Zürich in einem Leserbrief an den KTipp Nr. 17, Handys seien gefährlicher als Antennen. Was meinen wohl dazu Betroffene, die in der Nähe solcher Antennen wohnen, nicht für ein paar Minuten für ein Gespräch, sondern dauernd?
Und wieder der Ruf nach noch mehr Studien, gerade so, als gäbe es sie noch nicht in genügender Zahl. Und dann macht der Herr Doktor auch noch einen Denkfehler. Die Latenzzeit, die ein Krebs benötigt, um sich zu entwickeln, liegt zwischen 5 und 10 Jahren. Das heisst: auch wer jetzt noch nichts spürt, kann an Krebs erkranken. Bis dahin erwischt es viele und die Lösung des Problems wird nur hinausgeschoben. Die richtige Lösung wäre, dass schon beim blossen Verdacht geeignete Massnahmen ergriffen werden müssten, statt zu warten bis die Katastrophe, ähnlich jenen, wie wir sie in anderen Fällen bereits hatten, eintritt.
Jeder Mediziner, der heute noch die Schädlichkeit der Mikrowellenstrahlung, egal ob Handy, Antenne, DECT-Telefon, drahtloses Internetsurfen, Wimax leugnet, muss sich eines unschönen Tages die Frage gefallen lassen, warum er sich nicht rechtzeitig um die relevanten Informationen bemüht, den Gedanken zu Ende gedacht und die nötigen Schlüsse gezogen hat. Tut er das nicht, so macht er sich mitschuldig am Leiden vieler Menschen, die seine Hilfe gebraucht hätten statt Beschwichtigungen oder gar Ausgelachtwerden.
Und noch ein Wort zum Leserbrief von Urs Müller, der den Salzburger Umweltmediziner Dr. Gerd Oberfeld als Mitarbeiter der Sanitätsdirektion abqualifiziert. Seine Untersuchungen beweisen hieb- und stichfest, dass sich die Hirnströme unter der elektromagnetischen Strahlung auch von Antennen verändern. Dies stuft er einfach als Meinung herunter. Studien, die kein Risiko feststellen, sind übrigens samt und sonders von der Industrie gesponsert und daher Makulatur. Ausserdem sagt die Industrie mit schöner Regelmässigkeit, dass sich das Nichtvorhandensein von Schädigung nicht beweisen lässt. Was stimmt denn nun? In Naila haben sich die Krebsfälle seit der Installation von Antennen derart gehäuft, dass sehr wohl Rückschlüsse auf einen Zusammenhang möglich sind. Wir kennen solche Häufungen auch von anderen Gebieten, z.B. von Netanya (Israel), von Valladolid (Spanien), von St. Cyr (Frankreich) und in England gibt es sogar einen Ort mit der berüchtigten Cancer-Street, weil dort so viele Menschen an Krebs gestorben sind.
Aus dem Ort Müllendorf im österreichischen Burgenland berichtet der seit 20 Jahren dort tätige Arzt Dr. Reinhold Jansidrovits, seit der Installation einer Antenne über einen markanten Anstieg von Schlafstörungen, Tinnitus, Hörstürzen und Krebsfällen. Alles nicht wahr? Ja, natürlich, wenn man es nicht wahrhaben möchte, kann man es einfach abstreiten.

Gesuana gebe ich natürlich recht: die erwähnten Zeitungen sind die weissen Raben, die anderen schielen nur nach den Inseratenaufträgen der Betreiber. Ob es was helfen würde, würde man das Abo kündigen oder zumindestens der Redaktion mitteilen, dass man dies beabsichtigt,wenn keine Änderung eintritt?

Chris

Re: Freienbacher Appell

Verfasst: 21. Oktober 2005 12:38
von charles claessens
Hallo Chris,

Sie schrieben: *Die Latenzzeit, die ein Krebs benötigt, um sich zu entwickeln, liegt zwischen 5 und 10 Jahren.*

Ich bin da andere Meinung.
Gehirntumoren kann man innerhalb eines Jahres bekommen!

Charles Claessens