Leugnungsmedizin II
Verfasst: 19. August 2008 19:05
Zur Fricks Regensburger Studie im Rahmen des DMF gab es vorgängig eine Machbarkeitsstudie, deren Titel entsprechend der ursprünglichen Forschungsvorgabe hiess: „Verifizierung der Beschwerden ‚Elektrosensibler’ vor und nach einer Sanierung.“ Mit Sanierung war eine baubiologische Reduktion der Strahlung am Aufenthaltsort der „ES“ gemeint. Quelle: http://www.erneuerbare-energien.de/file ... _rs638.pdf
Die von Frick tatsächlich für das DMF durchgeführte Studie hiess dann aber anders, nämlich „Untersuchung des Phänomens ‚Elektrosensibilität’ mittels einer epidemiologischen Studie an ‚elektrosensiblen’ Patienten einschließlich der Erfassung klinischer Parameter“. Quelle: http://www.emf-forschungsprogramm.de/fo ... 015_AB.pdf . Wie kam es zu dieser Änderung?
Auf Seite 96 der Machbarkeitsstudie wurde „begründet“ weshalb für Frick die Untersuchung der Wirksamkeit baubiologischer Massnahmen nicht in Frage kam: „Aus den hier vorgelegten Befunden lassen sich keine „Sanierungskonzepte“ im Sinne von physikalisch-technischer Umgestaltung der exponierenden Umgebung von subjektiv „elektrosensiblen “Personen vorschlagen. Das Wort „Sanierungskonzept“ inkludiert bereits, dass Expositionsbedingungen die Ursache für geäusserte Beschwerden wären.“ Für Frick (wie für alle in Bioeolectromagnetics tätigen Wissenschaftler) konnte nicht sein, was nicht sein durfte, nämlich dass elektromagnetische Felder die Ursache der geäusserten Beschwerden der „ES“ sind.
Allein aus dem Wort "Sanierung" hätte die Möglichkeit einer ursächlichen Beziehung zwischen Feldern und Beschwerden herausgelesen werden können. Wer wie Frick eine solche Ursache partout leugnen will, der kann nicht eine solche Studie durchführen. Also musste Frick, wenn er den lukrativen Forschungsauftrag nicht verpassen wollte, den Untersuchungsgegenstand ändern.
Die Leugnung eines Zusammenhangs von Feldern und Beschwerden der "ES" wurde mit verquerer „Logik“ begründet, nämlich: „Es konnte in den Expositionsversuchen hinsichtlich der im Kapitel 3 formulierten Bedingungen klar widerlegt werden, dass eine höhere Sensitivität gegenüber magnetischen Impulsen die mögliche Ursache der empfundenen Beschwerden darstellen könnte.“ Was eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber magnetischen Impulse mit den gesundheitlichen Beschwerden von „ES“ zu tun haben bleibt im Dunklen. Jedenfalls kann kein einziger vernunftbegabter Mensch auf dieser Erde einen Zusammenhang erkennen.
Man mochte also nicht bei der Ursache, nämlich den Feldern ansetzen, sondern bei der Wahrnehmung von Symptomen durch die „ES“: „Anstelle nun aber nach leicht oder stärker abgewandelten exponierenden Konstellationen von physikalischen Umweltbedingungen zu suchen, die möglicherweise doch wirksam für Beschwerden sein könnten, - eine Suche, die zweifelsohne notwendig ist, aber im Prinzip nie zu Ende gehen wird, wurde hier im weiteren Studienverlauf der Blick auf mögliche Dispositionsbedingungen gerichtet, die für die bei Elektrosensiblen vorliegende, verstärkte Wahrnehmung von körperlichen Beschwerden entscheidend sein könnten.“
Nicht die Reduktion der Feldbelastung sollte das Untersuchungsthema sein, sondern psychiatrische Intervention bei den „ES“: „Daher sollte auch für aus diesen Ergebnissen abzuleitende Konsequenzen der Terminus ‚Interventionskonzepte’ verwendet werden, da nicht eine ‚Sanierung’ der betroffenen Personen vorgeschlagen wird, sondern eher ‚Bewältigungsmöglichkeiten’ für spezielle disponierende Faktoren in Studien dieses Zuschnitts gesucht werden.“
Konkret schlug Frick vor, man solle am Ende der Studie je eine Gruppe „ES“ psychiatrisch echt und eine andere zu Schein behandeln:
- die eine Gruppe mit 20 einstündigen Sitzungen nach dem psychiatrischen Konzept der kognitiven Verhaltenstherapie, also dass die „ES“ die Welt bzw. ihre eigenen wahrgenommen Beschwerden und die Felder danach anders sehen
- mit der anderen Gruppe sollte zur Kontrolle der Wirksamkeit der ersten Methode nur informierend über elektromagnetische Felder und über die Experimente, die mit ihnen gemacht wurden, gesprochen werden.
So weit kam es aber dann doch nicht im Rahmen des DMF.
Fortsetzung folgt.
Die von Frick tatsächlich für das DMF durchgeführte Studie hiess dann aber anders, nämlich „Untersuchung des Phänomens ‚Elektrosensibilität’ mittels einer epidemiologischen Studie an ‚elektrosensiblen’ Patienten einschließlich der Erfassung klinischer Parameter“. Quelle: http://www.emf-forschungsprogramm.de/fo ... 015_AB.pdf . Wie kam es zu dieser Änderung?
Auf Seite 96 der Machbarkeitsstudie wurde „begründet“ weshalb für Frick die Untersuchung der Wirksamkeit baubiologischer Massnahmen nicht in Frage kam: „Aus den hier vorgelegten Befunden lassen sich keine „Sanierungskonzepte“ im Sinne von physikalisch-technischer Umgestaltung der exponierenden Umgebung von subjektiv „elektrosensiblen “Personen vorschlagen. Das Wort „Sanierungskonzept“ inkludiert bereits, dass Expositionsbedingungen die Ursache für geäusserte Beschwerden wären.“ Für Frick (wie für alle in Bioeolectromagnetics tätigen Wissenschaftler) konnte nicht sein, was nicht sein durfte, nämlich dass elektromagnetische Felder die Ursache der geäusserten Beschwerden der „ES“ sind.
Allein aus dem Wort "Sanierung" hätte die Möglichkeit einer ursächlichen Beziehung zwischen Feldern und Beschwerden herausgelesen werden können. Wer wie Frick eine solche Ursache partout leugnen will, der kann nicht eine solche Studie durchführen. Also musste Frick, wenn er den lukrativen Forschungsauftrag nicht verpassen wollte, den Untersuchungsgegenstand ändern.
Die Leugnung eines Zusammenhangs von Feldern und Beschwerden der "ES" wurde mit verquerer „Logik“ begründet, nämlich: „Es konnte in den Expositionsversuchen hinsichtlich der im Kapitel 3 formulierten Bedingungen klar widerlegt werden, dass eine höhere Sensitivität gegenüber magnetischen Impulsen die mögliche Ursache der empfundenen Beschwerden darstellen könnte.“ Was eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber magnetischen Impulse mit den gesundheitlichen Beschwerden von „ES“ zu tun haben bleibt im Dunklen. Jedenfalls kann kein einziger vernunftbegabter Mensch auf dieser Erde einen Zusammenhang erkennen.
Man mochte also nicht bei der Ursache, nämlich den Feldern ansetzen, sondern bei der Wahrnehmung von Symptomen durch die „ES“: „Anstelle nun aber nach leicht oder stärker abgewandelten exponierenden Konstellationen von physikalischen Umweltbedingungen zu suchen, die möglicherweise doch wirksam für Beschwerden sein könnten, - eine Suche, die zweifelsohne notwendig ist, aber im Prinzip nie zu Ende gehen wird, wurde hier im weiteren Studienverlauf der Blick auf mögliche Dispositionsbedingungen gerichtet, die für die bei Elektrosensiblen vorliegende, verstärkte Wahrnehmung von körperlichen Beschwerden entscheidend sein könnten.“
Nicht die Reduktion der Feldbelastung sollte das Untersuchungsthema sein, sondern psychiatrische Intervention bei den „ES“: „Daher sollte auch für aus diesen Ergebnissen abzuleitende Konsequenzen der Terminus ‚Interventionskonzepte’ verwendet werden, da nicht eine ‚Sanierung’ der betroffenen Personen vorgeschlagen wird, sondern eher ‚Bewältigungsmöglichkeiten’ für spezielle disponierende Faktoren in Studien dieses Zuschnitts gesucht werden.“
Konkret schlug Frick vor, man solle am Ende der Studie je eine Gruppe „ES“ psychiatrisch echt und eine andere zu Schein behandeln:
- die eine Gruppe mit 20 einstündigen Sitzungen nach dem psychiatrischen Konzept der kognitiven Verhaltenstherapie, also dass die „ES“ die Welt bzw. ihre eigenen wahrgenommen Beschwerden und die Felder danach anders sehen
- mit der anderen Gruppe sollte zur Kontrolle der Wirksamkeit der ersten Methode nur informierend über elektromagnetische Felder und über die Experimente, die mit ihnen gemacht wurden, gesprochen werden.
So weit kam es aber dann doch nicht im Rahmen des DMF.
Fortsetzung folgt.