Seite 1 von 1
Frage: Vögel und Mobilfunkantennen
Verfasst: 26. Oktober 2005 14:53
von Franja
Hallo!
Neu in diesem Forum mit der Frage, ob Euch eine (unabhängige) wissenschaftliche Studie bekannt ist, die die Wirkung von GSM, UMTS Mobilfunkantennen auf Vögel untersucht hat?
Grüsse Franja
Re: Frage: Vögel und Mobilfunkantennen
Verfasst: 26. Oktober 2005 22:39
von Elisabeth Buchs
Das ist eine interessante Frage, zu der ich einige Angaben gefunden habe.
Zu Kurzwellensenders-Zeiten in Schwarzenburg gibt es eine Studie der Vogelwarte Sempach, die zeigte, dass die Brieftauben versuchten dem Sendestrahl durch Tiefflug auszuweichen.
Ein Taubenzüchter hat seit der Erstellung einer nahen Mobilfunkantenne Probleme bei der Taubenaufzucht (siehe
www.gigaherz.ch/300).
Taubenzüchter berichten, dass Mobilfunk das Orientierungsvermögen der Brieftauben störe.
Professor Semm vom Zoologischen Institut der Universität Frankfurt bestrahlte Tauben mit Mobilfunkfrequenzen und stellte eine Unterdrückung der nächtlichen Melatonin-Produktion fest.
An verschiedenen Orten wurde Rückgang von Spatzen und Singvögeln festgestellt. In Israel sind an einem Ort aus Protest Mobilfunkantennen entfernt worden. Die zuvor verschwundenen Vögel seien dann wieder aufgetaucht.
Nach Bestrahlung von Hühnerembryonen seien oft, anscheinend abhängig von der Rasse, gar keine oder missgebildete Kücken geschlüpft.
In den Niederlanden soll ein Kanarienvogel, der sich in einem Käfig in der Nähe einer Mobilfunkantenne befand, Federn ausgerissen haben. Nach Abschirmung des Käfigs sei dieses Problem verschwunden. Meine Kollegin berichtet ebenfalls über Federnausreissen ihres Kanarienvogels zu Zeiten stärkerer Mobilfunkbelastung, wenn es ihr selber schlecht gehe.
Was mich erstaunt, dass Vögel auf Hochspannungsleitungen sitzen und ich schon solche auf Mobilfunkantennen gesehen habe.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
Re: Frage: Vögel und Mobilfunkantennen
Verfasst: 27. Oktober 2005 08:45
von charles claessens
Hallo,
Prof. Balmori hatte auch Vögel untersucht, und in Spanien der Spatze auf die Liste der geschütze Tiere plazieren lassen.
In die Niederlande steht der Spatze jetzt auch auf diese Liste.
Ab und zu wundere ich mich auch dass so viele Vögel zusammen auf eine Sendemast sitzen. Das ist in Belgien, wo man eine dreieckige Metallkonstruktion verwendet.
Vielleicht hat es damit zu tun, dass sie sich noch im Nahfeld befinden, wo die Strahlung noch kein Hochfrequenz geworden ist, d.h. wo das elektrische- und das magnetische Feld noch von einander getrennt sind.
Charles Claessens
Re: Frage: Vögel und Mobilfunkantennen
Verfasst: 27. Oktober 2005 09:13
von -Andi.
In meinem Ortsteil mit einer GSM/UMTS-Antenne in ca. 150 m Entfernung war es den ganzen! Sommer über verdächtig still geworden.
Kein 'wildes Sing- und Pfeiffprogramm' war mehr zu hören wie normal in den Jahren zuvor. Nur noch selten und vereinzelt.
(Auch bei den Menschen scheint die Kommunikation erschwert - jeder ist irgendwie mit sich selber beschäftigt und muss schauen, dass er über die Runden kommt)
Gruss vom -Andi.
Re: Frage: Vögel und Mobilfunkantennen
Verfasst: 27. Oktober 2005 18:09
von gesuana
@Andi
Genau das nehme ich auch intensiv wahr. Die Pfeifkonzerte , sowie fröhliches Garten geniessen und schwatzen von Leuten hab ich den ganzen Sommer in der Stadt nur mehr sehr selten gehört . Es herrscht eine etwas unheimliche Stille, oder aber Agressivität. -
Was tun wir uns da nur an ? -
gesuana
Re: Frage: Vögel und Mobilfunkantennen
Verfasst: 27. Oktober 2005 21:06
von mips
auch im Nahfeld ist es HF!
Re: Frage: Vögel und Mobilfunkantennen
Verfasst: 27. Oktober 2005 22:40
von Pegasus
Früher nisteten immer während 2 - 3 Wochen Fledermäuse in unserer Innenisolation, die sie via Storenkasten durch eine unverputzte Stelle erreichten. So drangen sie jährlich etwas vor und befinden sich nun ca. 90cm vom Eingang entfernt.
Doch je mehr Sender gekommen sind, desto weniger lang blieben sie. Nun ziehen sie nach 2 -3 Tagen weiter. Bei den Nachbarhäusern nisten sie noch, denn die liegen tiefer und sind durch die Nachbarreihe abgeschirmt.
Der nächste Sender ist 1.2km weg. Wenn es die vielen Dect rundum wären, würden die Fledermäuse auch bei den Nachbarn nicht bleiben....
Pegasus
Re: Frage: Vögel und Mobilfunkantennen
Verfasst: 1. November 2005 23:17
von sibylle gagriel
Ich habe in frankreich und in Spanien auch beobachtet, dass Vögel auf den Antennen sitzen. Ich bin sogar nah an die Antennen rangegangen, um zu sehen, ob keine toten Vögel auf dem Boden liegen, denn ich habe gelesen, das sie durch die Federn besonders empfindlich sind, weiss aber nicht mehr wo. Nun habe ich eine Frage.
Hat jemadn von euch irgendeinmal etwas von einer Vogelwarte odre von einer Tierschutzverein gehört, der sich gegen die Bestrahlung der armen Tiere einsetzt? Ich noch nie hier. Bei mir sind schon 3 katzen gestorben, Krebs und Herzinfarkt und eine Katze bei meiner Tochter hat Diabetes. Der Tierarzt will aber ncihts von Eletrosmog usw. hören, obwohl er nicht weiss, weshalb diese Katze ein solches Blutbild hat. Er hat schon mehrere Spezialisten angefragt und keine hat eine Erklärung aber etwas Neues zu lernen, kommt diesen Menschen nicht in den Sinn.
Gruss
Sibylle
Re: Frage: Vögel und Mobilfunkantennen
Verfasst: 3. November 2005 21:39
von Franja
Dank für Eure Infos und Wahrnehmungen und die Infos von Elisabeth!
@Gesuana, Andi, Pegasus: auch hier ein auffälliger Rückgang von Singvögeln, verändertes Verhalten von Tauben und Raben und allgemein zunehmende unheimliche Stille und Agressivität.
@Sibylle: mir ist kein Tierschutzverein noch Vogelwarte bekannt, die sich gegen die Bestrahlung der Tiere einsetzt.
@ Alle: also auch das Thema Vögel in die Einsprachen gegen Mobilfunkantennen integrieren?
Und natürlich den neuen Bundesgerichtsentscheid, wie in den Gigaherz-News (das Bundesgericht baut uns eine Notbremse) beschrieben. Habe,haben noch Formulierungsschwierigkeiten damit, wie ich,wir das kurz formulieren könnte. Hat jemand von Euch Rat dazu?
(Als neues Thema, wenn's nicht "mit den Vögeln vermischt" sein soll.)
Grüsse - Franja