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Gigaherz und die Medien

Verfasst: 22. November 2005 17:33
von Denis
Bekanntlich fand ja letzten Samstag dieser Kongress in Olten statt. Bisher hat weder ein Lokal-TV-Sender noch das Oltner Tagblatt darüber berichtet. Wird einfach nichts erwähnt. Besser so als dieser himmeltraurige Bericht letztes Jahr im OT als dieser Nachwuchsjournalist regelrechten Stuss verbreitet hatte. Uebrigens: auf dem Dach des OT steht eine Mega-Handy-Antenne inklusive UMTS, welche das beste Oltner Quartier bestrahlt. Genug gesagt.

Re: Gigaherz und die Medien

Verfasst: 22. November 2005 17:50
von Gigaherz
Kann schon sein, dass die Presse die Veranstaltung boykottiert hat, da sich Gigaherz auf seiner Hauptseite nach dem letztjährigen Kongress mit einem gesalzenen Beitrag gegen solcherlei "Berichterstattung" gewehrt hat.

Es kann auch sein, dass die Industrie ihre Finger im Spiel hat. Wer sagt uns denn, dass da nicht den verschiedenen Blättern ein Inseratenboykott drohte?

Für Gigaherz ist es kein grosses Problem, denn die Seite wird täglich im Minimum 2000-2400mal national und international aufgerufen. Wir sorgen also selbst für die Verbreitung von Nachrichten, die uns wichtig erscheinen, und dies ohne Zensur eines mobilfunkgläubigen, der Industrie verpflichteten Schreiberlings.

Gigaherz

Re: Gigaherz und die Medien

Verfasst: 23. November 2005 07:09
von Sylvia
Das ist zwar wahr, aber so werdet Ihr leider nie die Masse erreichen, die es benötigen würde um die Problematik endlich 'auf der grossen Bühne' bekannt zu machen. Ich kenne Olten auch, das ist eine Swisscom- und ATEL-Stadt, dîe auf Gedeih und Verderben auf diese Arbeitsplätze angewiesen ist. Als auf dem Dach des 'Oltner-Tagblatt'-Gebäudes letztes Jahr eine UMTS-Antenne installiert und eingweiht wurde, gab es eine Apéro-Party mit Politikern, OT-Leuten und Swisscom-Leuten und man verkündete voller Stolz, dass jetzt endlich auch das beste Oltner Quartier UMTS empfangen könne. Aber: ist es Zufall, dass die Stadt Olten seit Jahren erstklassige Steuerzahler verliert, die in umliegende Gemeinden ziehen?

Ihr habt eine gute Website mit guten Leuten, es gab in letzter Zeit auch im TV eingie gute Berichte. Aber dennoch: es müsste einfach eine grössere Publicity her. Viele 'normale' Bürger haben doch keine Ahnung, was es mit Elektrosmog auf sich hat. Und in den Schulen hat wirklich bald jeder 13jährige ein Handy und hängt dank den neuen spottbilligen Easy-Card-Tarifen stundenlang am Handy - für 80 Rappen die Stunde. In 10 Jahren wird man dann wohl erst die Folgen davon spüren.

Re: Gigaherz und die Medien

Verfasst: 23. November 2005 07:44
von Denis
Schön und gut. Aber in dieses Forum gucken doch vor allem Leute, die betroffen sind oder sich für das Thema interessieren. Das ist viel zu wenig, um Ihre Interessen durchzusetzen, weil es ständig diesselben Leute sind, die sich bei Ihnen informieren. Auch vom Boulevardblatt Nr. 1 können Sie wohl kaum Hilfe erwarten. Der Chefredaktor ist Oltner, der täglich nach ZH pendelt und seine Freizeit hin und wieder in der bekanntesten Oltner Beiz verbringt. Die wiederum ist auch der favorisierte Treffpunkt einflussreicher Stadtpolitiker und Wirtschaftsleuten. Filz gibts halt nicht nur in Dörfern. Aber sicher ist auch, dass man lieber auf eine Berichterstattung im OT verzichtet als dass wieder ein derart inkompententer Schrott wie letztes Jahr abegedruckt wird. Der Hobbyjournalist von damals ist übrigens grad mal 20jährig und schreibt sonst nur lachhafte Kritiken über unbedeutende Konzerte und Theatervorführungen.

Re: Gigaherz und die Medien

Verfasst: 23. November 2005 09:22
von Gigaherz-Team
Wir veranstalten nicht nur Kongresse, führen nicht nur die Webseite Gigaherz, sondern geben in regelmässigen Abständen einen sehr informativen Rundbrief heraus. Unseres Wissens nach ist Gigaherz die einzige Organisation, die dies in diesem Umfang tut. Der Rundbrief wird nicht nur von den Mitgliedern gelesen, sondern wird immer x-mal vervielfältigt und weitergegeben.

Dazu gibt es bei uns die NIS-Fachstelle, wo Betroffene oder Bedrohte sich Hilfe und Rat holen können, weil dahinter sehr kompetente Fachleute stehen.

Wir gelangen auch an die Presse, ans Fernsehen, an Politiker (bis zu den Bundesräten), an Bundesämter, Ärzte, Wissenschafter, Gemeinderäte und viele andere Institutionen, wie Krankenkassen und Umweltverbände und exponieren uns stets in hohem Mass. Dies zu Ihrer Information.

Wir können uns aber nicht auf die Strasse stellen und nach Art von Marktschreiern auf die Problematik aufmerksam machen, sondern sind auf die Mithilfe aller angewiesen, die nach ihren Möglichkeiten aufklären, wo es angebracht und nötig ist, also: bei Eltern, Jugendlichen, Lehrern, Gemeinderäten u.a. Dies setzt allerdings voraus, dass sie sich hier, auf unserer Webseite und/oder in persönlichen Gesprächen, vorinformieren.

Dass die Presse Berichte und Leserbriefe nach eigenem Ermessen bringt oder nicht bringt und/oder sie um die substanziellen Inhalte kürzt, damit müssen wir leben. Die Gründe dafür sind bekannt und müssen an dieser Stelle nicht mehr erörtert werden.

Nicht zu vergessen: Für viele Menschen ist das Handy heute zu einem beliebten Freizeitspass geworden, mit dem sie ihr Mitteilungsbedürfnis befriedigen können. Darum ist es nicht ganz leicht, diese davon zu überzeugen, was sie sich selbst und ihrer Generation und den folgenden damit antun. Die Erkenntnis hinkt, wie schon in der Vergangenheit den Folgen hinterher.

Wir hoffen daher, dass alle, die heute schon hellhörig geworden sind, mithelfen, diejenigen, die noch ahnungslos sind, zu informieren, aufzukären und zu warnen.

Dafür vielen Dank

Gigaherz-Team

Re: Gigaherz und die Medien

Verfasst: 23. November 2005 09:55
von Sylvia
Besten Dank für diese umfangreiche und informative Antwort. Keinesfalls wollte ich Ihr Licht unter den Scheffel stellen! Ihr tut wirklich sehr viel, auch wenn das nicht in der Oeffentlichkeit noch nicht so bekannt ist. Ich denke mal, dass da auch per Mund-zu-Mund-Propagande viel gehen wird, indem man z.B. diese Seiten weiterempfiehlt an Nachbarn oder Arbeitskollegen. Dass die DECT-Telefone schädlich sein können, wurde ja auch erst so richtig bekannt, nachdem Sie darüber berichtet haben und andere Medien (Saldo) darüber geschreiben haben. Es braucht wohl viel Geduld.

Re: Gigaherz und die Medien

Verfasst: 23. November 2005 10:40
von Elisabeth Buchs
Nicht vergessen sollte man an dieser Stelle die inserateunabhängigen Konsumentenzeitschriften Saldo, K-Tipp, Gesundheitstipp (früher Puls-Tipp) und den Beobachter, denen die Elektrosmog-Thematik ein Anliegen ist und wo auf die Risiken aufmerksam gemacht wird. Der "Wind" bei einer Zeitung/Zeitschrift kann ganz plötzlich drehen, wenn die für unsere Seite richtigen Personen an verantwortliche Stelle kommen. Auch einzelne Journalisten können etwas bewirken, ich denke hier an das Interview eines Betroffenen, der unter einem Baldachin übernachten muss wegen Mobilfunk- und Pagerbelastung, durch das OT. Und an das Porträt von Herrn Jakob in der BZ. Wenn man sieht, wie viele Artikel "Future is black" hier ins Forum setzen kann, merkt man, dass der Elektrosmog in den Medien thematisiert wird. Eine Haupteinsprecherin gegen eine Antenne konnte einen Artikel über den Widerstand in ihrem Wohnquartier und die Anzahl gesammelter Unterschriften in die Zeitung bringen. Wer einen Journalisten oder Medienverantwortlichen kennt, sollte versuchen, ob sich ein Beitrag über die Elektrosmog-Problematik bringen lässt. Immerhin ist die "Masse" schon so weit erreicht worden, dass sich kaum mehr eine Antenne ohne zum Teil massiven Widerstand der Bevölkerung aufstellen lässt, die Gemeinden beschliessen Antennen-Moratorien auf ihren Gebäuden, Private werden dadurch ebenfalls abgeschreckt, ihre Dächer zur Verfügung zu stellen. Gerade in letzter Zeit sind sehr erfreuliche Entwicklungen für uns.

Wir bleiben dran und "nid na la gwinnt!"

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Gigaherz und die Medien

Verfasst: 23. November 2005 11:43
von gesuana
"Es braucht wohl viel Geduld." - Das tut es . Je länger ich dabei , bin je klarer wird mir das! - Und ich persönlich staune über und bewundere den Durchhaltewillen, die Unerschütterlichkeit und die Zielgerichtetheit der gigaherz-Organisation. Das tut man überhaupt nur , wenn man sich einer Sache sehr sehr sicher ist und weiss , dass der eigene Einsatz essentiell wichtig für eine ganze Gesellschaft ist . Warum sollte man sonst seine Energie unentgeltlich (wer tut heute noch etwas unentgeltlich?) in ein Projekt einsetzen , das von keiner politisch oder gesellschaftlich "bedeutungs-schweren " Gruppe unterstützt wird ??- Ich kenne (zur Zeit) keine andere Organisation die sich so mutig , clever und uneigennützig für die Probleme in ihrer unmittelbaren Umgebung engagiert und es mit Gegnern wie Mobilfunkindustrie und Oberstem Politikfilz aufzunehmen wagt . Jegliche obengenannten kritischen Erwähnungen sind zwar richtig , doch es liegt jetzt nur noch am Faktor Zeit und unserer (der Informierten) Ueberzeugungs -, resp. Informationsfähigkeit. So funktioniert diese leidige Angelegenheit nun mal , was so verlogen und verschoben in die Köpfe reingeschummelt worden ist , braucht seine Zeit , bis es durch die Wahrheit ersetzt wird.
gesuana

Re: Gigaherz und die Medien

Verfasst: 23. November 2005 22:22
von Otto Normalverbraucher
Hallo Denis
An was haben Sie gesehen, dass UMTS Antennen da oben stehen?
Es würde mich interessieren, wie gross die Auflösung Ihrer Augen sind, dass Sie sogar den Frequenzbereich an der Antenne lesen können.
Mit freundlichen Grüssen:

Otto

Re: Gigaherz und die Medien

Verfasst: 24. November 2005 09:35
von charles claessens
Hallo Otto,

das kommt auf die Auflösung der Ohren an.
Mit einem enmtsprechendes Messgerät, kann man über die Tonanalyse einfach feststellen ob es UMTS Signale sind.

Der Ton ähnelt sich wie ein schwaches rhytmisches Klingeln alsob viele Cymbale leise spielen.

GSM, Wlan und DECT sind so auch an ihre Geräusche gut erkennbar.
Es gibt sogar eine Tonbandcassette, und eine CD von dr.-Ing Martin Virnich, wo man viele Geräusche erkennbar lernen kann.

Auf http://www.milieuziektes.nl/Pagina109.html stehen auch Geräusche Beispiele als MP3.

Charles Claessens

Re: Gigaherz und die Medien

Verfasst: 24. November 2005 14:10
von Denis
Hallo Otti,

sorry für die verspätete Antwort. Sie können das selbst überprüfen via Bakom-Seite. Dort sind alle Handy-Antennen jeder Gemeinde aufgelistet. Sie können dann mit dem Cursor drüberfahren und sehen, ob es sich um eine stark-, mittel- oder schwachstrahlende Antenne handelt. Bei gemischten Antennen (UMTS und GSM) müssen sie darauf achten, dass den Cursor sowohl auf dem hellblauen Ring (GSM) und dann auf dem violetten Ring (UMTS) platzieren. Dann sehen sie beide 'Stärkeklassen'. Ebenfalls ist die Strahlung - wie oben beschrieben - durchaus mit technischen Hilfsmittel 'hörbar' zu machen. Gucken Sie mal nach, ob an Ihrem Wohnort auch was in der Nähe steht......

Link: http://gis.begasoft.ch/requests/BakomSt ... sp?lang=de