Oberwil: Anderen Antennenstandort prüfen/Saint-Légier: Alle
Verfasst: 29. November 2005 12:46
© Neue Luzerner Zeitung; 29.11.2005; Seite 31
Zuger Zeitung Leserbriefe
Anderen Antennenstandort prüfen
Die Swisscom Mobile AG plant den Bau einer UMTS-Antenne an der Stolzengrabenstrasse in Oberwil unweit von Schulen, Kindergärten und Sportplätzen.
Was ist eine UMTS-Antenne? UMTS ist eine neue Generation der Mobilkommunikation mit hoher Übertragungsrate und noch höheren Sendeleistungen. Diese neue Technologie wird eingeführt, ohne dass man weiss, welche Auswirkungen sie auf die Gesundheit unserer Anwohner und vor allem unserer Kinder hat, welche nur ein paar Meter davon entfernt den Kindergarten und die Schule besuchen.
Schon heute leiden viele Mitbewohner unter dem Elektrosmog, und die Angst davor ist gross und berechtigt. Es ist unbestritten, dass Elektrosmog, insbesondere auch die hochfrequente UMTS-Strahlung von Mobilfunkantennen auf Personengruppen wie Kinder, Betagte und elektrosensible Personen, eine gesundheitsschädigende Wirkung haben.
Die Tatsache ist, dass es in der Schweiz rund 6 Millionen Handys gibt. Es ist uns klar bewusst, dass dieses Thema vermehrt in Familie und Schule thematisiert werden muss. Je mehr Handys, umso mehr Antennen braucht es, und dass ein Zusammenhang besteht zwischen Verbrauch Konsum gesellschaftlichem Druck und Werbung.
Wir sind nicht gegen den Mobilfunk oder UMTS, wir sind nur gegen diesen äusserst störenden Standort neben Schule, Kindergarten und dicht besiedeltem Wohngebiet. Die Swisscom Mobile AG und die Stadt Zug bitten wir, andere Standorte zu prüfen, welche unsere Kinder nicht belasten.
Innerhalb einer Woche erhielten wir 80 Unterschriften von besorgten Eltern. Diese haben wir am 8. November an das Zuger Baudepartement eingereicht. Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns bei allen herzlich für ihre persönliche wohlwollende Unterstützung.
Nun hoffen wir, die Behörden denken an unsere Kinder und ihre Gesundheit und lehnen das Projekt ab.
Elternforum Oberwil: Mariann Hegglin Weiss, Yvonne Nietlispach
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© 24 heures Régon Riviera Chablais; 29.11.2005; page 23
Saint-Légier: Projet de nouvelle station de communication mobile au centre du village décrié et frappé par de nombreuses oppositions.
Le propriétaire ne veut plus d’antenne sur son toit
C. Bo.
Le propriétaire qui avait signé un contrat permettant à la société Orange d’installer une antenne mobile sur le toit de sa grange a décidé de se récuser. De son côté, la Municipalité de Saint-Légier n’accordera pas le permis de construire. Dans les deux cas, les tribunaux seront certainement appelés à statuer.
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Le propriétaire qui avait signé un contrat permettant à la société Orange d’installer une antenne mobile sur le toit de sa grange a décidé de se récuser. De son côté, la Municipalité de Saint-Légier n’accordera pas le permis de construire. Dans les deux cas, les tribunaux seront certainement appelés à statuer.
La double antenne de téléphonie mobile (GSM/UMTS) que la société Orange prévoit d’ériger sur le toit d’une grange de Saint-Légier (24 heures du 1er novembre) a pour l’heure du plomb dans l’aile. Le propriétaire, qui avait signé un contrat en bonne et due forme avec l’opérateur, a décidé de le rompre. De manière unilatérale. «Sous la pression du voisinage, j’ai en effet préféré faire marche arrière. Leurs arguments m’ont convaincu», déclare Marcel Turrian.
La lettre que M. Turrian a envoyée à Orange n’a pas ravi l’opérateur. «Nous allons dans un premier temps saisir une commission de conciliation, précise François Legay, le responsable environnement de la société de télécommunications. Il n’est en effet pas acceptable que le propriétaire ait rompu le contrat de bail qui nous liait. Cela nous porte préjudice. » Si la conciliation n’aboutissait pas à un modus vivendi , l’affaire serait confiée au Tribunal des baux.
Près de 150 oppositions
Autre revers dans cette affaire pour l’opérateur, la Municipalité de Saint-Légier n’accordera pas le permis de construire suite à la mise à l’enquête qui avait généré près de 150 oppositions (dont 62 individuelles). «Nous avons transmis ces oppositions à Orange avec charge pour eux de les traiter», précise le syndic Ernest Cardis. Une séance réunira autorités et responsables de l’opérateur en janvier. «Néanmoins, l’Exécutif de Saint-Légier devra motiver son refus. Nous, nous estimons être dans notre droit», avance François Legay.
Si un accord n’était pas trouvé, Orange ferait dans un premier temps recours auprès du Tribunal administratif, puis au Tribunal fédéral, si nécessaire. «La jurisprudence édictée par le Tribunal fédéral est claire et constante. Et en ce sens, notre projet est bien dans une zone à bâtir et respecte les normes en termes d’immission. Il est bien évident que ces démarches vont durer un certain temps et qu’au final, cela va coûter relativement cher aux contribuables de Saint-Légier», conclut le responsable environnement de l’opérateur.
C. Bo.
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© Der Bund; 29.11.2005; Seite 10
Leserbriefe
Der Bund
Mobilfunk-Kontroverse
«Nicht die Antennen sind das Problem», «Bund» vom 24. 11.
Der heutige «Bund» - ein archiv-würdiges Exemplar. Es zeigt konzentriert (Auto-Abgase, Biotech-Patente, Handy-Strahlung), wie die Mega-Geldquellen Krankheit/ Biotech und Unterhaltung/Medien vorzüglich harmonisiert werden, um den Kundenlebenszykluswert zu erhöhen: Im Falle des Artikels zur Handy-Strahlung wird gezielt desinformiert, so dass zukünftige Leiden der Kunden weiterhin in fette Geldströme umgeformt werden können. Die Zwischentitel suggerieren Harmlosigkeit und Forschungsbedarf; sie gipfeln im zynischen Bedauern über die Unmöglichkeit, Jugendliche als Strahlungs-Probanden zu benutzen.
Jeder halbwegs informierte Leser weiss, dass Handystrahlen Chromosomenschäden und Gen-Brüche verursachen; trotz 15 Jahren weltweiter «Spitzenforschung» beweist eine Gruppe deutscher Mittelschüler die Verklumpung roter Blutkörperchen - http://www. hese-project.org/de/emf/JugendForscht/Germany/GymSpaichingen/20050325_Geldrollenbildung_durch_Handystrahlung.pdf
Alles kein Problem: Es tut nicht weh, und morgen heilen sie uns mit Biotech!
Rolf Jacob, Zug
Antennenmoratorium in Bern
«Bund» vom 18. November
Berns Gemeinderat legt also einen «Marschhalt» ein, bis zuverlässige Erkenntnisse über das «Schädigungspotenzial» von Mobilfunkanlagen vorliegen. Über die Auswirkungen von Mobilfunk wissen wir sehr viel - aber das, was besorgte Bürgerinnen und Bürger gern hören würden - ein klares Ja oder ein klares Nein -, kann uns die Forschung nicht liefern, dazu sind die Antworten aus Studien zu komplex. Die Frage beschäftigt Forscher und Behörden seit Jahrzehnten. Bisher konnte ein wissenschaftlicher Nachweis für gesundheitliche Auswirkungen elektromagnetischer Felder des Mobilfunks aber nicht erbracht werden. Daher sahen sich die Bundesbehörden nicht genötigt, die Gesetzgebung anzupassen.
Tatsache ist: Wir wissen nicht genau, ob das Telefonieren mit dem Handy gefahrlos ist. Die Tendenz vieler seriöser Studien zeigt uns aber, dass wir (Erwachsene, Kinder, Tiere) uns bei vernünftigem Umgang und Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte keiner Gefahr aussetzen. Unbestritten ist aber auch, dass das Thema Sorgen und Ängste auslöst. Hier hilft nur: aufmerksam sein, kritisch mitdenken, den gesunden Menschenverstand walten lassen. Und: weiterhin forschen und verantwortungsvoll mit der hilfreichen Technologie «Mobilfunk» umgehen.
Ein Moratorium für Mobilfunkantennen auf gemeindeeigenen Liegenschaften bringt aber nicht, was sich der Gemeinderat erhoffte: Die Betreiber weichen auf weniger günstig gelegene Liegenschaften oder in reine Wohngebiete aus. Falls dadurch ein Gebiet nicht mehr optimal versorgt wird, müssen teils mehr Antennen aufgestellt werden. Moratorien können also dazu führen, dass mehr Antennen als nötig aufgestellt werden und die Immissionsbelastung höher ausfällt als bei optimaler Netzplanung. Ob das im Sinne der Berner Bevölkerung ist? Peter Hidber
www.forummobil.ch
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Zuger Zeitung Leserbriefe
Anderen Antennenstandort prüfen
Die Swisscom Mobile AG plant den Bau einer UMTS-Antenne an der Stolzengrabenstrasse in Oberwil unweit von Schulen, Kindergärten und Sportplätzen.
Was ist eine UMTS-Antenne? UMTS ist eine neue Generation der Mobilkommunikation mit hoher Übertragungsrate und noch höheren Sendeleistungen. Diese neue Technologie wird eingeführt, ohne dass man weiss, welche Auswirkungen sie auf die Gesundheit unserer Anwohner und vor allem unserer Kinder hat, welche nur ein paar Meter davon entfernt den Kindergarten und die Schule besuchen.
Schon heute leiden viele Mitbewohner unter dem Elektrosmog, und die Angst davor ist gross und berechtigt. Es ist unbestritten, dass Elektrosmog, insbesondere auch die hochfrequente UMTS-Strahlung von Mobilfunkantennen auf Personengruppen wie Kinder, Betagte und elektrosensible Personen, eine gesundheitsschädigende Wirkung haben.
Die Tatsache ist, dass es in der Schweiz rund 6 Millionen Handys gibt. Es ist uns klar bewusst, dass dieses Thema vermehrt in Familie und Schule thematisiert werden muss. Je mehr Handys, umso mehr Antennen braucht es, und dass ein Zusammenhang besteht zwischen Verbrauch Konsum gesellschaftlichem Druck und Werbung.
Wir sind nicht gegen den Mobilfunk oder UMTS, wir sind nur gegen diesen äusserst störenden Standort neben Schule, Kindergarten und dicht besiedeltem Wohngebiet. Die Swisscom Mobile AG und die Stadt Zug bitten wir, andere Standorte zu prüfen, welche unsere Kinder nicht belasten.
Innerhalb einer Woche erhielten wir 80 Unterschriften von besorgten Eltern. Diese haben wir am 8. November an das Zuger Baudepartement eingereicht. Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns bei allen herzlich für ihre persönliche wohlwollende Unterstützung.
Nun hoffen wir, die Behörden denken an unsere Kinder und ihre Gesundheit und lehnen das Projekt ab.
Elternforum Oberwil: Mariann Hegglin Weiss, Yvonne Nietlispach
...............................................................................................
© 24 heures Régon Riviera Chablais; 29.11.2005; page 23
Saint-Légier: Projet de nouvelle station de communication mobile au centre du village décrié et frappé par de nombreuses oppositions.
Le propriétaire ne veut plus d’antenne sur son toit
C. Bo.
Le propriétaire qui avait signé un contrat permettant à la société Orange d’installer une antenne mobile sur le toit de sa grange a décidé de se récuser. De son côté, la Municipalité de Saint-Légier n’accordera pas le permis de construire. Dans les deux cas, les tribunaux seront certainement appelés à statuer.
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Le propriétaire qui avait signé un contrat permettant à la société Orange d’installer une antenne mobile sur le toit de sa grange a décidé de se récuser. De son côté, la Municipalité de Saint-Légier n’accordera pas le permis de construire. Dans les deux cas, les tribunaux seront certainement appelés à statuer.
La double antenne de téléphonie mobile (GSM/UMTS) que la société Orange prévoit d’ériger sur le toit d’une grange de Saint-Légier (24 heures du 1er novembre) a pour l’heure du plomb dans l’aile. Le propriétaire, qui avait signé un contrat en bonne et due forme avec l’opérateur, a décidé de le rompre. De manière unilatérale. «Sous la pression du voisinage, j’ai en effet préféré faire marche arrière. Leurs arguments m’ont convaincu», déclare Marcel Turrian.
La lettre que M. Turrian a envoyée à Orange n’a pas ravi l’opérateur. «Nous allons dans un premier temps saisir une commission de conciliation, précise François Legay, le responsable environnement de la société de télécommunications. Il n’est en effet pas acceptable que le propriétaire ait rompu le contrat de bail qui nous liait. Cela nous porte préjudice. » Si la conciliation n’aboutissait pas à un modus vivendi , l’affaire serait confiée au Tribunal des baux.
Près de 150 oppositions
Autre revers dans cette affaire pour l’opérateur, la Municipalité de Saint-Légier n’accordera pas le permis de construire suite à la mise à l’enquête qui avait généré près de 150 oppositions (dont 62 individuelles). «Nous avons transmis ces oppositions à Orange avec charge pour eux de les traiter», précise le syndic Ernest Cardis. Une séance réunira autorités et responsables de l’opérateur en janvier. «Néanmoins, l’Exécutif de Saint-Légier devra motiver son refus. Nous, nous estimons être dans notre droit», avance François Legay.
Si un accord n’était pas trouvé, Orange ferait dans un premier temps recours auprès du Tribunal administratif, puis au Tribunal fédéral, si nécessaire. «La jurisprudence édictée par le Tribunal fédéral est claire et constante. Et en ce sens, notre projet est bien dans une zone à bâtir et respecte les normes en termes d’immission. Il est bien évident que ces démarches vont durer un certain temps et qu’au final, cela va coûter relativement cher aux contribuables de Saint-Légier», conclut le responsable environnement de l’opérateur.
C. Bo.
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© Der Bund; 29.11.2005; Seite 10
Leserbriefe
Der Bund
Mobilfunk-Kontroverse
«Nicht die Antennen sind das Problem», «Bund» vom 24. 11.
Der heutige «Bund» - ein archiv-würdiges Exemplar. Es zeigt konzentriert (Auto-Abgase, Biotech-Patente, Handy-Strahlung), wie die Mega-Geldquellen Krankheit/ Biotech und Unterhaltung/Medien vorzüglich harmonisiert werden, um den Kundenlebenszykluswert zu erhöhen: Im Falle des Artikels zur Handy-Strahlung wird gezielt desinformiert, so dass zukünftige Leiden der Kunden weiterhin in fette Geldströme umgeformt werden können. Die Zwischentitel suggerieren Harmlosigkeit und Forschungsbedarf; sie gipfeln im zynischen Bedauern über die Unmöglichkeit, Jugendliche als Strahlungs-Probanden zu benutzen.
Jeder halbwegs informierte Leser weiss, dass Handystrahlen Chromosomenschäden und Gen-Brüche verursachen; trotz 15 Jahren weltweiter «Spitzenforschung» beweist eine Gruppe deutscher Mittelschüler die Verklumpung roter Blutkörperchen - http://www. hese-project.org/de/emf/JugendForscht/Germany/GymSpaichingen/20050325_Geldrollenbildung_durch_Handystrahlung.pdf
Alles kein Problem: Es tut nicht weh, und morgen heilen sie uns mit Biotech!
Rolf Jacob, Zug
Antennenmoratorium in Bern
«Bund» vom 18. November
Berns Gemeinderat legt also einen «Marschhalt» ein, bis zuverlässige Erkenntnisse über das «Schädigungspotenzial» von Mobilfunkanlagen vorliegen. Über die Auswirkungen von Mobilfunk wissen wir sehr viel - aber das, was besorgte Bürgerinnen und Bürger gern hören würden - ein klares Ja oder ein klares Nein -, kann uns die Forschung nicht liefern, dazu sind die Antworten aus Studien zu komplex. Die Frage beschäftigt Forscher und Behörden seit Jahrzehnten. Bisher konnte ein wissenschaftlicher Nachweis für gesundheitliche Auswirkungen elektromagnetischer Felder des Mobilfunks aber nicht erbracht werden. Daher sahen sich die Bundesbehörden nicht genötigt, die Gesetzgebung anzupassen.
Tatsache ist: Wir wissen nicht genau, ob das Telefonieren mit dem Handy gefahrlos ist. Die Tendenz vieler seriöser Studien zeigt uns aber, dass wir (Erwachsene, Kinder, Tiere) uns bei vernünftigem Umgang und Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte keiner Gefahr aussetzen. Unbestritten ist aber auch, dass das Thema Sorgen und Ängste auslöst. Hier hilft nur: aufmerksam sein, kritisch mitdenken, den gesunden Menschenverstand walten lassen. Und: weiterhin forschen und verantwortungsvoll mit der hilfreichen Technologie «Mobilfunk» umgehen.
Ein Moratorium für Mobilfunkantennen auf gemeindeeigenen Liegenschaften bringt aber nicht, was sich der Gemeinderat erhoffte: Die Betreiber weichen auf weniger günstig gelegene Liegenschaften oder in reine Wohngebiete aus. Falls dadurch ein Gebiet nicht mehr optimal versorgt wird, müssen teils mehr Antennen aufgestellt werden. Moratorien können also dazu führen, dass mehr Antennen als nötig aufgestellt werden und die Immissionsbelastung höher ausfällt als bei optimaler Netzplanung. Ob das im Sinne der Berner Bevölkerung ist? Peter Hidber
www.forummobil.ch
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