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UMTS, GSM und die Zukunft
Verfasst: 1. Dezember 2005 13:34
von Hans Maurer
Guten Tag zusammen..
Ich bin selbst ein Mobilbenutzer (seit rund 8 Jahren) und schätze die Möglichkeiten der mobilen Kommunikation sehr. Es erleichtert den Alltag und ist aus mener Sicht heute fester Bestandteil der Gesellschaft.
Dennoch: mit UMTS kommt etwas auf uns zu. Könnte mir jemand erklären, was für Unterschiede in den Frequenzen und Strahlen zwischen GSM und UMTS bestehen?
Was tun wir, wenn in Zukunft nur noch UMTS-basierte Handys da sind und wir es schlicht nehmen _müssen_? Was gibt es für Alternativen? Was passiert an dem Tag, an dem alle GSM-Masten abgestellt werden?
Wie gesagt, ich bin nicht elektro-sensibel (oder wie man das nennt) und bin begeisterter Mobil-Benutzer. Aber auch ich sorge mich um die Konsequenzen der Strahlen, da ja niemand genau weiss, was die für Nebenwirkungen und Langzeitschäden nach sich ziehen können.
Man hört so viel. Jeder meint von sich, dass er die Wahrheit wisse (von Mobilfirmen bezahlte "Studien" sowie deren Gegner) - beiden traue ich nur bedingt.
Danke & Gruss
Hans
Re: UMTS, GSM und die Zukunft
Verfasst: 1. Dezember 2005 19:07
von Elisabeth Buchs
Hallo Herr Maurer
Angaben zu GSM finden Sie bei
http://www.bakom.ch/imperia/md/content/ ... 29_gsm.pdf
Angaben zu UMTS unter
http://www.bakom.ch/imperia/md/content/ ... tsheet_pdf
Und noch etwas: wenn Sie ein begeisterter Mobil-Benutzer sind denken Sie vielleicht auch mal an die Ergebnisse der Reflex-Studie und der Befunde von Salford, (auch wenn die Befürworter sagen, in vitro-Befunde könnten in vivo repariert werden und es gebe ausser Salford andere Wissenschaftler, die nichts dergleichen gefunden hätten), ausserdem daran, dass durch die Nutzung des Handys die Antennen gefördert werden, ob es Sie selber freuen würde, wenn eine solche in den Nahbereich Ihres Schlafzimmers kommen würde und vielleicht auch an die Elektrosensiblen, die wegen der zunehmenden Strahlenbelastung umziehen, abschirmen oder im Keller übernachten müssen.
Uebrigens: UMTS benötigt ein dichteres Antennennetz, die Ausschreibungen zeigen, dass unter max. 1000 W ERP pro Senderichtung gar nicht mehr begonnen wird und das ungepulste UMTS können Sie aufgrund der periodischen Anteile auch gleich vergessen. Die TNO-Studie zeigte negative gesundheitliche Effekte von UMTS, die Stellungnahme zur Replikation der TNO-Studie "kurzfristige Effekte müssen keine langfristige Gesundheitsschädigung bedeuten o.s.ä." ist ein Hohn für alle Betroffenen.
Das ungepulste Natel C, das kaum zu negativen Reaktionen wegen Gesundheitsschäden in der Bevölkerung geführt hat, wurde abgeschafft, bei den CT1-Telefonen ist es ähnlich, die Frequenzen werden anderweitig genutzt, CT1-Telefone sind immer weniger erhältlich und sind nur noch zugelassen, wenn sie keine Störungen verursachen.
Wie lange lassen wir uns eigentlich solches noch bieten?
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
Re: UMTS, GSM und die Zukunft
Verfasst: 1. Dezember 2005 21:31
von Chris
Lieber Herr Maurer,
Um ganz ehrlich zu sein: Ich hätte schon Hemmungen, in ein Forum zu schreiben, als Nichtelekltrosensibler begeisterter Mobilfunk-Benutzer zu sein und gleichzeitig zu wissen, dass es jeden Tag mehr Menschen gibt, die unter den Folgen der Strahlung ganz extrem leiden. Und die Folgen werden ja nicht geringer, speziell dann, wenn sich noch mehr so Nichtelektrosensible zum begeisternden Mobiltelefonieren zusammenfinden.
Vielleicht denken Sie darüber einmal nach. Und auch etwas anderes wäre bedenkenswert: Wer gibt Ihnen denn die Garantie, dass es Sie nicht selbst eines Tages auch erwischt?
Chris
Re: UMTS, GSM und die Zukunft
Verfasst: 1. Dezember 2005 22:46
von pegasus
Chris hat recht:
Wer gibt Ihnen denn die Garantie, dass es Sie nicht selbst eines Tages auch erwischt?
Geben Sie im Google 'Armin Furrer' ein und lesen Sie dessen Geschichte!
Gruss Pegasus
Re: UMTS, GSM und die Zukunft
Verfasst: 2. Dezember 2005 09:46
von hertzklopfer
In Ausserberg, wohin zu ziehen Herr Furrer überlegt, steht zwar (noch?) keine Mobilfunkantenne, dafür aber ein TV-Füllsender.
Und TV-Sender sind laut Herrn Repacholi seit neuestem gefährlicher als Mobilfunksender.
Aber Ausserberg hat vielleicht etwas anderes zu bieten:
Man geht durch den Wasserleitungstunnel oberhalb des Dorfes und kommt dann bald zum Anstieg auf Apl Erl, ca. 1800 m NN . Mit dem Wagen kommt man dort nicht hin, jedenfalls bis vor einiger Zeit noch war es so.
Das müsste ein Geheimtip sein für Strahlenflüchtige wenigstens für die Ferien, wenn jemand ihnen eine der Hütten für eine Zeit überlässt.
Re: UMTS, GSM und die Zukunft
Verfasst: 5. Dezember 2005 15:53
von Denis
Natel C und CT1 verursachten schon Störungen - allerdings solche der andern Art: diese Geräte sind mit jedem handelsüblichen Scanner problellos abzuhören. Es entwickelte sich ein Volkssport (Zig-Tausende solche Scanner waren und sind in der CH im Umlauf, angeblich um Flugfunk etc. mitzuhören). Ich hatte auch mal das Vergnügen, einige Stunden zu zuhören. Da staunt man dann, was da in der Nachbarschaft so abgeht. Am andern Tag entsorgte ich mein CT1 Fon und kaufte ein DECT. Nach einigen Jahren hab ich das entsorgt, weil es einen warmen Kopf gab beim Telefonieren. Wir haben jetzt wieder ein normales Schnurtelefon. CT1 hat keine Zukunft - leider - und seit der Kassensturz mal mit einem Scanner im Auto durch Zürich fuhr und an jedem Ecken neue Gespräche mitverfolgen konnte, ist das Interesse an denen wohl gegen den Nullpunkt gesunken.