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Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 2. Dezember 2005 19:18
von The Future's black
Archiv - Freitag, 2. Dezember 2005

Nationalfonds untersucht Elektrosmog

http://www.kleinreport.ch/meld.phtml?id=31943

Der Basler Kommunikationsberater Mathis Brauchbar (Advocacy AG, Basel) soll das neue Forschungsprogramm NFP 57 des Schweizerischen Nationalfonds umsetzen, wie die Forschungsorganisation des Bundes am Freitag bekannt gab. Mit dem NFP 57 «Nichtionisierende Strahlung - Umwelt und Gesundheit» sollen während vier Jahren die Auswirkungen nichtionisierender Strahlung (NIS) auf den Körper untersucht werden. Solche Strahlung geht unter anderem von Mobilfunkantennen und -telefonen aus. Gegenstand der Forschung wird auch die wachsende Besorgnis der Bevölkerung über mögliche Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Felder sein. Auf http://www.snf.ch/de/rep/nat/nat_nrp_57.asp hat der Nationalfonds zusätzliche Informationen zum Thema veröffentlicht.

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 2. Dezember 2005 20:47
von Elisabeth Buchs
"Diese Seite kann nicht angezeigt werden", der Link dazu funktioniert zur Zeit weder direkt noch über Google. Dabei wäre da sicher manches interessant, über diese Forschungsorganisation oder was geforscht werden soll über die wachsende Besorgnis der Bevölkerung und ob Elektrosensible in die Forschung einbezogen werden. Ich war damals beim Workshop zu diesem Nationalen Forschungsprogramm dabei, interessant zu wissen, was aus den damaligen von den Teilnehmer/innen geäusserten Vorschlägen geworden ist.

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 2. Dezember 2005 22:28
von argus
Zu befürchten ist, dass dieser Nationalfonds wieder nur um des Kaisers Bart forscht. Und dazu wird er sich auch noch ein paar Jahre Zeit lassen - und dann sind längst vollendete Tatsachen geschaffen. Genau genommen müsste man dagegen energisch protestieren.

argus

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 3. Dezember 2005 10:40
von mips
Nationales Forschungsprogramm 57
Nichtionisierende Strahlung - Umwelt und Gesundheit

Dieses Nationale Forschungsprogramm (NFP) soll wissenschaftliche Schlüsselfragen zu den möglicherweise gesundheitsschädlichen Auswirkungen der von den heutigen und künftigen Technologien erzeugten nichtionisierenden Strahlung (NIS) untersuchen. Das Programm ergänzt die internationale Forschungsarbeit auf dem Gebiet der NIS und konzentriert sich auf spezifische Aspekte, die im EMF-Projekt der WHO festgelegt sind. So versucht es, Antworten auf die wachsende Besorgnis der Schweizer Bevölkerung hinsichtlich der möglichen Gesundheitsgefährdung durch die in unserer Umwelt vorkommenden NIS zu finden.

Da das Hauptaugenmerk der internationalen Forschung auf der allfälligen krebserregenden Wirkung liegt, wird das NFP andere mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen wie etwa den Einfluss dieser Strahlung auf das Wohlbefinden und Verhalten oder auf die Gehirnaktivitäten und den Schlaf untersuchen sowie Erkenntnisse über grundlegende Mechanismen zwischen elektromagnetischen Feldern und biologischen Systemen zu gewinnen versuchen. Ein besseres Verständnis der Kausalbeziehung zwischen nichtionisierender Strahlung und neurophysiologischen sowie zellbiologischen Reaktionen soll es erlauben, die mit heutigen und künftigen Technologien verbundenen Risiken besser abzuschätzen.

Im Rahmen des NFP 57 werden hauptsächlich folgende Forschungsthemen behandelt:
- Dosimetrie und Exposition
- Epidemiologische Untersuchungen und experimentelle Humanstudien, darunter auch mit Gruppen von elektrosensiblen Menschen
- Zellularbiologie von NIS-Effekten
- Risikomanagement, Risikostratifizierung und Risikokommunikation

Leitungsgruppe:
- Prof. Alexander A. Borbély, (Präsident), Institute of Pharmacology, University Zürich, CH
- Prof. Anders Ahlbom, Karolinska Institute, Epidemiology, Stockholm, Sweden
- Prof. Jørgen Bach Andersen, Institute of Electronic Systems, Aalborg, Denmark
- Prof. Yngve Hamnerius, Department of Electromagnetics, Chalmers University of Technology, Göteborg, Sweden
- Prof. Christian Hess, Neurologisches Klinik, Inselspital, Bern, CH
- Prof. Darius Leszczynski, Department of Research and Environmental Surveillance, STUK-Radiation and Nuclear Safety Authority, Helsinki, Finland
- Prof. Ragnar Löfstedt, King's College London, King's Centre for Risk Management, London, UK

Umsetzungsbeauftragter:
- Herr Mathis Brauchbar, Advocacy AG, Zürich, CH

Beobachter des Bundes:
- Dr. Mirjana Moser, Bundesamt für Gesundheit (BAG)
- Dr. Jürg Baumann, Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL)

Forschungsratsdelegierter:
- Prof. André G. Kléber, Physiologisches Institut, Bern

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 3. Dezember 2005 11:21
von Elisabeth Buchs
Wir haben bei unserem PC einen stark eingestellten Schutz gegen Cookies und Spy-Ware. Als wir diesen deaktiviert haben, konnte ich die Seite des SNF 57 öffnen, bzw. dort werden Cookies installiert.

Was ich nun u.a. dazu gelesen habe:
Es sollen Auswirkungen der Strahlung auf Wohlbefinden, Verhalten, Gehirnaktivitäten und Schlaf untersucht werden und Erkenntnisse über grundlegende Mechanismen zwischen elektromagnetischen Feldern und biologischen Systemen gesucht werden.
Experimentelle Humanstudien, darunter auch mit Gruppen von elektrosensiblen Menschen.
Risikomanagement, Risikostratifizierung, Risikokommunikation

Die Namen der Professoren der Leitungsgruppe werden erwähnt.

Was ich mich frage, wenn UMTS und WiMAX vorangetrieben werden, ob da überhaupt negative Auswirkungen gefunden werden dürfen, die z.B. die Stillegung dieser Antennen bewirken würden.

Noch zur Risikokommunikation: die gilt irgendwie nicht für Elektrosensible. Das Risiko, schwere Befindlichkeitsstörungen zu bekommen, die mir das Leben absolut vermiesen würden, wenn eine Antenne oder ein uneinsichtiger W-Lan-Besitzer in die Nähe käme, ist eindeutig grösser als z.B. ein Flugzeugabsturz.

Wir werden jedenfalls dieses Nationale Forschungsprojekt gut beobachten. Denn wir haben immer mehr Ueberdruss von Studien mit der Schlussfolgerung, EMF unterhalb der Grenzwerte sei unschädlich, wenn wir schon weit unterhalb dieser Werte starke gesundheitliche Probleme bekommen.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 3. Dezember 2005 12:37
von Evi
...und dann müssen wir erst noch die Namen der beteiligten Forscher hinterfragen und schauen, wo sie schon überall mitgeforscht haben, mit welchen Ergebnissen, mit welchen Vorgaben. Es ist absolut kein Wunder, wenn alle diese Vorhaben mit grossem Misstrauen verfolgt werden, denn bis jetzt hat man uns ja auf der ganzen Linie nur geleimt.

Wenn Leute wie Mirjana Moser, wenn auch nur als Beobachter beteiligt sind, werden bei manchen von uns die Alarmglocken schrillen. Was sucht diese als Physikerin (Teilchenphysikerin) bei diesem Forschungsprojekt? Wieso werden als Beobachter nicht Medizininer (Umweltmediziner) eingesetzt?


Evi

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 3. Dezember 2005 19:30
von mips
Statt uns auf Schimpftriaden einzustimmen könnten wir ja auch ein eigenes Vorschungsprojekt einreichen!

Es gibt in verschiedenen Kantonen Krebsregister und die Belastung messen können wir selbst, da brauchen wir noch einen erfahrenen Statistiker - das Studien design kann von der Netanya- Studie übernommen werden.

Eine Replikation der Studie von Dr.Oberfeld an der Rudolf Steinerschule in Salzburg ist machbar.

Auch das Studiendesign der noch nicht abgeschlossen Studie von Prof. Leitgerb - bei Betroffenen Schlafuntersuchungen zu machen, mit und ohne Baldachin ist gut zu replizieren vielleicht würde uns Prof. Hecht dabei unterstützen, der hat viel Erfahrung mit Schlaftstudien.

Nicht über andere schimpfen sondern besser machen!

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 4. Dezember 2005 11:56
von Elisabeth Buchs
Ueber zwei der sieben Mitglieder der Leitungsgruppe habe ich Internet sei Dank einige "interessante" Dinge herausgefunden:

Prof. Anders Ahlbom ist bei der ICNIRP, weitere Angaben www.icnirp.de/cv.htm

Prof. Bach Andersen wird von Sianette Kwee bei elektrosmog.news.de erwähnt:
http://www.elektrosmognews.de/news/2005 ... arhus.html
u.a. "Der besagte Direktor des Aarhus Institut ist im Programmkommitee und entscheidet über die Zuwendungen. Er ist auch Mitglied eines Regierungs-Experten-Kommitees, das die Regierung über den Verkauf von 3G-Lizenzen berät und für das Zustandekommen der Einführung der 3G-Netze verantwortlich ist".

Mips hat mich übrigens auf eine gute Idee gebracht, ich werde morgen bei der Kontaktperson Dr. Beat Butz anrufen und mich erkundigen, ob bereits ein Studiendesign für eine Elektrosensiblen-Studie bekannt sei oder ob dazu noch Anregungen möglich wären.

Das Verklagen der Verantwortlichen wegen Körperverletzung und Schadenersatzklagen scheitern bis jetzt daran, dass kein eindeutiger wissenschaftlicher Beweis vorhanden ist für Elektrosensibilität wegen EMF. Jedoch wird uns auch keine Gelgenheit für diesen Beweis eingeräumt, uns fehlen die notwendigen Finanzen und eine unwissenschaftliche Studie würde sofort zerfleddert. Wir müssen gar nicht jetzt schon über die Nationalfonds-Studie lästern, aber wenn dort wieder die xte Kurzzeitstudie stattfindet mit Durchgängen in rascher Folge und mit so hohen Feldern, dass die Elektrosensiblen noch eine bleibende Gesundheitsschädigung fürchten müssen, dann werden die von uns hören.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 5. Dezember 2005 09:58
von Elisabeth Buchs
Ich habe von Herrn Butz vom Schweizerischen Nationalfonds folgende Auskunft erhalten:

Vom Nationalfonds werden verschiedene Hochschulen, Universitäten, Institute usw. angeschrieben, es gebe etwa 12 Hochschulen in der CH.

Diese können Projekte einreichen.

Diese Projekte werden dann intern, extern und auch durch Experten im Ausland beurteilt und müssen als "gut" erachtet werden. (Hier hätte ich gerne noch konkretere Angaben gehabt, denn wenn man will, liessen sich gewisse Projekte, die Effekte zeigen könnten, von Anfang an als nicht genügend "gut" erachten durch die entsprechenden industriebeeinflussten Experten der Scientic Community). Die Leitungsgruppe selber forsche nicht.

Die Nationalfonds-Studie werde durch den Staat bezahlt, nicht durch die (Mobilfunk)Industrie. (Da kann man sich fragen, ob und wie weit die Universitäten und Hochschulen teilweise industrieorientiert sind, siehe ETH, heisst ja auch technische Hochschule und Hr. Dürrenberger).

Ich habe auf die Problematik der Kurzzeitversuche bei Elektrosensiblen hingewiesen, wo man nichts finden könne und dadurch die Elektrosensiblen als eingebildete Kranke hinstelle, dass sich die Wirkung der Felder bei Elektrosensiblen oft langsam aufbaue, immer schlimmer werde und sich auch nur langsam wieder abbaue, wenn man aus dem Feld raus sei. Ich kann nun das noch schriftlich machen und wenn ein entsprechendes Projekt mit Elektrosensiblen eingereicht wird, könnte das eine gewisse Berücksichtigung bekommen. On verra.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 5. Dezember 2005 16:02
von Mark
Liebe Frau Buchs, ich schätze Ihre Einträge sehr, dennoch ist mir manches einfach zu negativ. Ein Beispiel hier: für Sie wäre es also der blanke Horror, wenn ein Nachbar mit einen LAN einrichten würde und stundenlang (oder gar nonsop) online wäre. Vielleicht ist ja das längst der Fall. Heute richten doch die meisten gleich einen Wireless-LAN ein, und abstellen tun ihn die wenigsten. Ein Beispiel: Ein Kollege richtete sich in seinem Geschäft in einem guten, ruhigen Wohnquartier (vor allem Einfamilenhäuser, dazu einige Wohnblocks) einen LAN ein, damit er tagsüber via Laptop online surfen kann. Schon beim Einrichten des Laptops fand dieser mehrere Signale auf welchen er problemlos hätte surfen können (die Besitzer jener LAN hatten keine Sicherungscodes). Er selber ist übrigens auch nicht besser: sein LAN sendet Tag und Nacht nonstop. Vis-à-vis ist ein schönes Blöckli, welches die Schlafzimmer jkeine 15 Meter vom Schaufenster entfernt haben, wo der Sender platziert ist. Ich hab ihn mehrmals darauf angesprochen, doch es ist ihm egal. Manchmal ist es besser, wenn man nicht zuviel weiss. Stellen Sie sich vor, Sie sehen einen Nachbarn am Fenster an einem Computer und an Kabeln rumfummeln, dann denken Sie wohl grad an einen LAN-Anschluss und können alleine schon deswegen schlecht schlafen. Schaut so aus, als ob es nie mehr so wenig Elektrosmog geben wird wie heute. Bis es hier zu Massnahmen kommen wiird, vergehen noch viele Studien, Prozessen, Rekurse. Das dauert locker 20 Jahre. Ausser es kommt davor zum grossen Knall, aber davon ist nicht auszugehen, die Leute lieben ihr Handy, DECT oder LAN.

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 5. Dezember 2005 17:26
von Elisabeth Buchs
Hallo Mark

Ha, ha, Sie scheinen noch nicht gemerkt zu haben, dass die Zeit des Verar.......ns von Elektrosensiblen vorbei ist. Wenn Sie elektrosensibel wären, würden Sie manches genau so sehen wie ich, garantiert. Wissen Sie, ich kenne zwei Personen, eine konnte den Access-Point des Nachbarn wegbringen bzw. zuerst erreichen, dass er in der Nacht mittels Schaltuhr stillgelegt war, später hat der Nachbar von sich aus darauf verzichtet (weshalb wohl?). Die andere Person hat einen uneinsichtigen W-Lan-Besitzer in der Wohnung oberhalb seiner Wohnung und krepiert fast. Der Accesss-Point ist ja ein Dauerstrahler, das Notebook sende nur aus, wenn Daten übertragen werden.

Wissen Sie, meine Nachbarn hatten vor zwei Jahren ohne mein Wissen ein DECT angeschafft, nur etwa 5 m von unserem Haus entfernt, das jedoch im Schlaf- und Wohnzimmer nicht reinkam, jedoch stark in der Küche. Ich reagierte zunehmend mit Kopfschmerzen und bleierner Müdigkeit und gab zuerst dem Ozon im damals heissen Sommer die Schuld, bis ich dann per Zufall bei einem Test meines Messgeräts auf das DECT kam. Ich konnte es dann durch ein CT1 ersetzen. Ein Jahr später haben die gleichen Nachbarn den Anbieter gewechselt und erneut ein DECT angeschafft, ich merkte es wieder, weniger stark, das neue DECT war etwas schwächer. Die Nachbarn erlaubten uns, einen 2,5 x 2,5 m grossen Holzrahmen mit metallischem Insektengitter direkt an den von aussen nicht sichtbaren Teil ihrer Fassade zu stellen, hinter der sich das DECT befindet. Seither ist alles paletti. Ich wollte damit sagen, wenn ein W-Lan vorhanden wäre, würde ich das (mit der Zeit) merken, nachmessen und könnte Vorkehrungen treffen wie Gespräche mit dem Verursacher, Abschirmungen usw. Es ist überhaupt nicht so, dass es besser ist, wenn man nicht zuviel weiss. Denn krank kann man davon trotzdem werden, man weiss dann nur nicht warum und kann so bei der Ursache nichts unternehmen. Es gibt leider wohl einige Leute, denen es so geht, sehen Sie doch mal die Steigerung der Krankenkassenprämien seit etwa 1996.

Dass ich nur deshalb nicht schlafen kann, weil ich einen Nachbarn irgendwie mit was rumfummeln sehe, ist auch Quatsch, dazu habe ich nun gerade genügend (unfreiwillige) Blindversuche mit Nieder- und Hochfrequenz hinter mir.

Dass es möglichst rasch zum "grossen Knall" kommt, dafür sorgen wir u.a. bei Gigaherz. Wir Gegner sind am Aufholen. Bzw. ein "kleiner Knall" wäre jedenfalls für mich auch schon einiges wert, kein UMTS, kein WiMAX, DECT und W-Lan keine Dauerstrahler.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 6. Dezember 2005 04:26
von Mark
Nein, nein, ich wollte Sie keineswegs ver.....en, sicher nicht. Dennoch haben Sie Glück, dass Sie auf verständnisvolle Nachbarn stossen. Und wohl nicht zuviele Nachbarn haben. Man stelle sich vor, wie das bei Riesenüberbauungen ist, z.B. in Spreitenbach, Aarau (Telli) oder in Rheinfelden. Da hat es doch Dutzende W-LANs und hunderte von DECTs. Wie gesagt, ich schätze die Arbeit von Gigaherz sehr, bin aber nach wie vor der Meinung, dass teilweise zu harsch argumentiert wird. Wenn Ihr Erfolg haben wollt, dann müsst Ihr die grosse Mehrheit überzeugen - und das sind doch diejenigen, die Handys haben, DECT-telefonieren oder W-Lan benutzen. Die muss man überzeugen und nicht mit (manchmal zu) harschen Statements abschrecken. Andererseits muss ich auch zugeben, dass es nicht einfach ist. Ich kann schlicht nicht verstehen, dass in den Medien schlichtweg nichts über den Kongress zu vernehmen war. Warum habt Ihr niemanden eingeladen? Z.B. vom Kassensturz? Vom Tages-Anzeiger? Wollten die nicht kommen? Ich lese im Geschäft das Oltner Tagblatt (Kongress war ja in Olten), dort war wirklch täglich eine Reportage über Vorführungen im Stadt-Theater drin (Konzerte, Theater, etc.), aber über Ihren Kongress Null und Nichts. Wahrscheinlich sind die nicht so sensibel auf das Thema. Die vermieten nämlich ihr eigenes Dach an die swisscom und stellten dort kürzlich zwei UMTS-Antennen auf. Das müsste man mal fotografieren, gäbe ein schönes Sujet für Eure Homepage! Gruess, Mark.

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 6. Dezember 2005 09:18
von Sylvia
Wohl dem, der nur wenige Nachbarn hat - und erst noch solch verständnisvolle. Allerdings wird bald einmal jene Generation flügge, die niemals eine Telefonkabine von innen gesehen hat, die nie einen Telefonhörer mit Kabel in den Händen hielt, die in jedem Zimmer, auf der Terrasse und im Vorgarten surfen wil, die niemals mit ausgeschaltetem Handy ins Bett geht (man könnte ja ein SMS verpassen) und die sich vor allem nichts sagen lässt..... Das wäre eigentlich ein Stück weit auch Aufgabe der Eltern und Lehrerschaft darauf hinzuweisen, dass man nicht immer und überall erreichbar sein muss.

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 6. Dezember 2005 12:22
von gesuana
Hallo Mark
Es gibt die drei Kategorien . a) Weiss nichts darüber und leidet nicht oder leidet und weiss nicht , das E-Smog (evt.) die Ursache ist .b) Weiss oder wittert die Gefahr intuitiv oder durch Information , versucht aber doch zum Eigenschutz sich nicht zu intensiv darauf einzulassen, "so zu tun als ob..." . Das funktioniert , solange der Betreffende nicht selber die negativen Auswirkungen leiblich und seelisch trotz Augenzukneifen erfährt. Er trägt allerdings trotz seiner warnenden Ahnung nichts zur Veränderung , resp. Entschärfung der Situation bei. Er schützt im Moment sich selber durch mentale positive Programmierung , für die Allgemeinheit leistet er keinen Beitrag. C) Erfordert meiner Meinung nach am meisten Mut. Jemand , egal ob betroffen, oder nicht , erkennt die Gefahr , geht den Gründen nach , tut alles daran , sie bekannt zu machen und kämpft für Aufklärung. Dieser nun geht zugegebenermassen das Risiko ein , Energie daran zu verlieren , doch er tut , was er tun muss , nimmt seine Verantwortung wahr. *Wissen ist Verantwortung*.
Ich hab gestern wieder mit jemandem diskutiert , über das Gesetz : "Energie folgt der Aufmerksamkeit ". Bezüglich E-Smog geht man eine Gratwanderung , das ist klar , und es ist vielleicht wirklich nicht jedermanns Sache , hierfür einzustehen , weil es einem mental angesichts des Widerstandes schon umhauen könnte, bevor man damit begonnen hat. Und doch... wenn es jene , die die Gefahr erkennen nicht tun , wer tut es dann ?? Die Politik und Industrie können wir endgültig vergessen . - Es gibt einzig noch die Theorie , dass sich alles sowieso von selber erledigt , mit einem Knall , davon geh ich auch aus , aber wenn wir den Knall beschleunigen können ..., tun wir es!
gesuana

Re: Nationalfonds untersucht Elektrosmog

Verfasst: 6. Dezember 2005 15:47
von Elisabeth Buchs
Hallo Mark

Dass es noch entgegenkommende Nachbarn gibt, die sogar wenn sie selber wie sie sagen "nicht so empfindlich" auf Elektrosmog reagieren, zugunsten einer guten Nachbarschaft und weil man sich ihnen gegenüber in andern Bereichen ebenfalls entgegenkommend verhält, kompromissbereit zeigen, hilft Elektrosensiblen sehr.

Auf der andern Hausseite habe ich gegen das DECT des weiter entfernten Nachbarn einen Abschirmvorhang entlang einer Zimmerseite aufgehängt, so dass ich auch mit diesem DECT leben kann (diese wissen gar nichts davon, wenn ich ein Problem selber irgendwie lösen kann, mag ich nicht reklamieren gehen). Auf der einen Hausseite ist noch eine unbebaute Wiese und ich hoffe wirklich sehr, dass dort kein W-Lan und DECT-Besitzer hinkommt. Ich würde dann versuchen, innen durch einen Abschirmvorhang abzuschirmen, der March entlang einen genügend hohen Zaun aus Drahtgeflecht zu erstellen oder einen dem Balkon entlang abwärts.

In grossen Quartieren muss es übrigens nicht unbedingt schlimmer sein, auch dort sind die nächsten Nachbarn das grösste Problem, schon nach etwa 10 m hat sich ein W-Lan durch zwei Mauern hindurch recht gut abgeschwächt. Bei den weiter entfernten Nachbarn stehen dann meistens noch andere Häuser dazwischen, die weiter abhalten. Es soll jedoch noch Reichweitenvergrösserer geben und dann den 1 W-W-Lan bei 5 GHz, der jedoch wegen der hohen Frequenz besser abgehalten werden sollte.

Es sollte jedoch nicht so sein, dass Elektrosensible nur auf den Goodwill von Nachbarn angewiesen sind, ob sie unter schweren Gesundheitsbeschwerden leiden und u.U. sogar eigene Liegenschaften aufgeben müssen, wobei es für Elektrosensible in Wohnungen noch schwieriger ist als für solche in Häusern. Weshalb dürfen solche Geräte überhaupt verkauft werden, die zumindest einigen Menschen so stark schaden? Wo bleiben die Behörden, die der Industrie Vorgaben machen und Grenzen setzen sollten? Die Psychiatrisierung der Elektrosensiblen, zum Teil durch höchste Kreise und dass diesen Menschen nicht geglaubt wird, obschon diese Beschwerden eindeutig mit der massiven Zunahme von Elektrosmog aufgekommen sind, ist besonders perfid. Das nehmen wir nicht mehr hin.

Aus dem allgemeinen politischen Geschehen erkennt man, dass wenn irgendwo ein Unrecht geschieht, liebe Worte nicht ausreichen um Handlungsbedarf zu bewirken. Nicht einmal harsche Worte reichen da aus. Da braucht es Taten, die genügend Druck aufsetzen, dass sich etwas ändert. Da reicht Aufklärung allein nicht, auch wenn wir mühsam ein paar Leute, die nichts merken nachdenklich machen können, bewegt sich noch nichts. Das Hauptproblem ist, dass es nicht alle (in gleichem Ausmass) trifft. Es ist auch nicht jedermanns Sache, missionarisch mit dem Traktat in der Hand auf die Leute einzuwirken.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs