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Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 14. Dezember 2005 23:54
von mips
Bereits heute steht ein Mobilfunk mitten in einem Ferienhausquartier und belastet die näher Umgebung stark mit relativ tief montierten Omniantennen. Praktisch an selber Stelle soll nun ein Masten aufgestellt werden, auf dem Orange und Swisscom ihre GSM- und UMTS- Antennen anbringen können. Der neue Sender wird aber nicht nur seine nahe Umgebung stark belasten, sondern das ganze Feriengebiet Lenzerheide. Es ist auch nicht so, das die nahen Gebäude dank dem wesendlich höheren Antennenstandort weniger belastet werden, im Gegenteil, gemäss Standortdatenblatt werden diese bis zu 4,88V/m bestrahlt!

Bis anhin war Lenzerheide gerade für Familien eine sehr beliebte Feriendestination. Wenn Forumsleser und Leserinnen bis auch schon auf der Heide ihren Urlaub verbrachten, so bitte ich diese, beim Tourismusverein gegen diesen Mobilfunksender mitten im Feriendorf zu protestieren.

http://www.lenzerheide.ch/de/contact.cfm
http://www.stopp-elektrosmog.ch.vu

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 15. Dezember 2005 08:40
von Evi
Hallo mips, hallo Forumsteilnehmer,

Soeben habe ich unter dem angegebenen Link die Faxnummer des Tourismusvereins gefunden (Fax: 081 385 11 21) und werde mitteilen, dass ich Lenzerheide sowohl als Ferienort als auch als Ausflugsort ab sofort meide, wenn diese Antenne gebaut wird. Es wäre gut, nähmen sich jetzt einige andere auch die Mühe, es braucht nur ein paar Minuten Zeit und kann für das Dorf und seine Bewohner sehr hifreich sein.

Evi

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 15. Dezember 2005 11:39
von Sylvia
Tja, da können Sie in Zukunft ganz zu Hause bleiben. Es ist klar, dass das junge, erlebnisorientierte Publikum seine MMS direkt von den Pisten nach Hause schicken will. Tourismusorte, die da nicht mitziehen, fürchten dann, dass sie Publikum verlieren werden. Es ist allerdings etwas gar kurzsichtig, dafür bleiben dann andere, solvente Zielgruppen solchen Orten fern, die nicht bloss eine Tageskarte, einen Hamburger und ein Cola kaufen. Auch in Engelberg usw. hat es inzwischen viele Antennen, sogar im Skigebiet selber (Jochpass, Trübsee).

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 15. Dezember 2005 18:28
von Evi
Was schlagen Sie vor, Sylvia? Einfach gar nichts tun?

Wer kämpft, kann verlieren oder gewinnen, aber wer nicht kämpft, der hat schon verloren.

Wenn die Leute bloss nicht so träge wären. Vielleicht würde man sich an den zuständigen Stellen sehr wohl was überlegen, wenn es Proteste hageln würde, wenn sie mit Protestschreiben, Fax und Anrufen zugeschüttet würden.

Evi

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 16. Dezember 2005 16:13
von Denis
Na ja - man könnte mal eine Rangliste erstellen, an welchen bekannten Kur- und Ferienorten die Bestrahlung gering ist. Allerdings hats überall Antennen, ganz einfach weil es das junge Publikum so will. Und stehen die erstmal, dann kriegt man sie auch nicht mehr weg. Die Einheimischen sind in solchen Fragen unkritisch, siehe Schneekanonen. Hauptsache, es dient dem Touristenstrom. Eine Wende könnte es erst geben, wenn einmal in einer grossen Zeitung oder im Kassensturz ein Bericht über die Strahlenwert in den bekanntesten Fremdenverkehrsorten erscheinen würde. Doch darauf kann man lange warten. Die Zeitungen sind dringend auf die Annoncen von Swisscom und Cie angewiesen und das angeblich kritische Konsumentenschutz(!)-Magazin namens Kassensturz bietet längst selber SMS-Services an und sagt, wo man am billigsten Handy-Telefonieren kann. So schaut's aus.

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 17. Dezember 2005 01:28
von Daniela V.B.-Wattwil
Hallo mitenand...
Auf der Lenzerheide aufgewachsen, heute im Toggenburg, aktiv im Kampf gegen den weiteren Mobilfunkausbau kann ich dazu nur sagen :
Toll, all die Touristenorte, die auf dem neuesten Stand der Technik mithalten wollen und jeden Gigg mitmachen!!!
Seit die Antennen auf der Lenzerheide in Betrieb sind, sind wir nicht mehr oft da anzutreffen. Trotz Werbung für Natur, Höhenluft und Pistenerlebnissen kann ich auf die sogenannten "Erlebniswochenenden" verzichten!
Wehrt Euch endlich!
-Meine letzten Umfragen unter Jugendlichen
(Studenten, Kantischüler, Berufschüler...) zwischen 15-20 Jahren haben gezeigt, dass "Bildli"auf dem Handy zwar cool sind - aber mehr als SMS und Kurzmitteilungen eigentlich nicht gebraucht werden(Umts etc.zu wenig gut und zu teuer!)
Fordert das sog."potenzielle Zielpublikum" auf, sich im Kollektiv zu äussern : regionale Schulklassen , Jugendvereine etc.. Es geht um deren Zukunft und sie müssen immer da wohnen-die Touristen können selbst bestimmen wo sie Ferien machen!
Daniela

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 17. Dezember 2005 09:16
von Gaby
Ach was, die meisten werden doch bloss krank weil wenn sie bloss schon eine Antennen sehen. Man kann diesen Hype auch übertreiben. Sicher, im Haushalt hab ich auch alles rausgeschmissen (DECT, W-Lan, Radiowecker), was zu Elektrosmog führen kann, aber es gibt Dinge, die kann man kaum mehr beeinflussen. Die kabellose Gesellschaft will das nun mal so und es wird damit auch viel Geld verdient. Ganz schlecht ist übrigens, dass hier Beiträge zensuriert werden, die nicht 100%ig nach Eurem Gusto tönen. Damit ist auch klar, warum Ihr euch (leider!) im Kreis dreht: Ihr erreicht keine neuen Leute. Das ist alles zu extrem und zu einseitig, was da teilweise vorgetragen wird. Da können wir ja grad auf den Mond zügeln - und selbst dort wird es elektromagnetische Strahlen geben. Also, immer easy und geniesst das Leben. Man kann nicht alles diesen Antennen zu schreiben. That's for sure.

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 17. Dezember 2005 21:46
von Chris
An Gabi
Wie Sie sehen, hat die Forumadministration Ihren Beitrag nicht wegzensuriert. Das war gut so, denn die Forumleser können sich nun selbst ein Bild machen von Leuten, denen das Wohlbefinden und letztendlich die Lebensqualität von Mitmenschen schnuppe ist.

Wie Sie ganz richtig schreiben, hängt viel Geld dran und eine gedanken-und lieblose Gesellschaft (nicht alle, gehören zum Glück dazu!) hilft dabei mit.

Ihrer Ansicht nach werden Leute schon krank , wenn sie eine Antenne sehen, aber sie können nicht erklären, warum sich unter den Betroffenen leider auch viele Kinder (Kleinkinder!) befinden, die noch gar keine Zeitungsberichte lesen. Ebenso ergeht es den Tieren. Fragen Sie einmal einen Landwirt mit massiven Schäden in seinem Viehstall, ob er den Kühen erzählt, dass in unmittelbarer Nähe eine Antenne steht oder ob sie wissen, dass von dieser die schädliche Strahlung ausgeht.

Liebe Gabi, zuerst denken, dann nochmals denken und vor allem mitfühlen mit Betroffenen und erst dann reden und schreiben.

Viel Glück und der echte Wunsch, dass Ihre gedankenlosen Worte eines Tages nicht auf Sie selbst zurückfallen mögen. Oder haben Sie eine Garantie, dass es Sie nicht treffen kann?

Chris

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 18. Dezember 2005 11:27
von Elisabeth Buchs
Ein noch relativ guter Ort betreffend Mobilfunkstrahlung ist Beatenberg BE. Es hat zwar eine Antenne auf der Station der Beatenberg-Bahn, vom See her kommen je nach Lage auch einige rein. Der Niederhorn-Sender ist jedoch im Dorf abgeschattet, bzw. die Strahlung geht grösstenteils über das Dorf hinweg. Im Dorfteil Waldegg konnte vorderhand eine Antenne verhindert werden. Beim Ausmessen einiger Ferienhäuser habe ich teilweise erhöhte Magnetfelder festgestellt. Ausserdem sind an rel. vielen Orten Elektrozäune vorhanden.

@ "Gaby": auf Sprüche wie die Ihren zu antworten ist mir eigentlich die Zeit zu schade und nützen tut es auch nichts. Wie man an der Anzahl Aufrufe bei Gigaherz, Hauptseite und Forum sehen kann, erreichen wir durchaus neue Leute, solche die schreiben oder auch nur mitlesen. Wnn Sie von extremen Reaktionen schreiben, denken Sie vielleicht auch mal an das extreme Aufrüsten von Drahtlostechnologien. Lesen Sie und andere z.B. den Bericht von Familie Ederstein, dass man als Betroffener das Leben nicht mehr easy nehmen und geniessen kann.

Hier drei Beispiele aus der Praxis, wie es Elektrosensiblen ergeht. Wohnungen werden in zunehmendem Mass für Elektrosensible kaum mehr bewohnbar.
Ein jüngerer Betroffenen, der in einem Bergdorf lebt und arbeitsunfähig ist, konnte einige Zeit seinen Gesundheitszustand verbessern, musste dann seine bisherige Wohnung wechseln und am neuen Ort geht es ihm schlechter, was bedeutet, er ist sogar wieder zu schwach um seine Wohnung verlassen zu können und muss sich zwischendurch hinlegen und schlafen. Er musste mehrere DECT von Nachbarn ersetzen, ein DECT komme in den Schlafzimmern immer noch schwach rein, hier muss er noch bei den Besitzern intervenieren, hat gestern mit seinem einfachen Messgerät unbekannte Geräusche festgestellt, die vorhanden seien, wenn keine Antenne am Messgerät sei. Er wird nun möglicherweise einen Elektrosmog-Spezialisten mit einem Analyser kommen lassen. Er sagt, was soll ich tun und wo soll ich hin, wenn jederzeit irgendeiner mit irgendeinem neuen Schrott daherkommen kann?

Eine Betroffene sagt, wenn die Nachbarin in der Wohnung oberhalb zuhause sei und scheinbar irgendein Gerät oder eine Lampe, Heizung usw. betreibe, leide sie zwischen 24 Uhr und 6 Uhr an Schlaflosigkeit, Zittern und Surren und zwar so unerträglich, dass sie sonst aus ihrer Wohnung umziehen müsse. Sie wird nun versuchen, dass ein befreundeter Elektriker mit ausgemieteten Messgeräten in ihrer Wohnung übernachtet und versucht, die Ursache herauszufinden.

Ein Betroffener wohnt seit mehreren Jahren in einer Wohnung und leidet zunehmend stärker an Schlaflosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen. Festgestellt wird ein hohes 50 Hz-Magnetfeld (nicht von der Wohnung selbst), mehrere DECT von Nachbarn, mehrere Antennen, eine in Sichtweite, mit GSM und UMTS, wirklich mulitfaktoriell und kein Verursacher fühlt sich schuld. Nur wenn dieser Mann wieder gesund werden will, kann er nicht mehr in dieser Wohnung bleiben. Ich musste nach einer Stunde dort schleunigst verschwinden und hatte noch bei der Heimfahrt eine erhöhte Empfindlichkeit auf Antennen.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Lenzerheide ohne 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 18. Dezember 2005 13:31
von Markus Durrer
Auf der Heide da tut sich was - es werden von Einheimischen und 2.Wohnungsbesitzern Einsprachen vorbereitet, auch Reaktionen von Gästen an des Tourismusbüro werden das Ganze noch unterstützen.

Bereits vor knapp zwei Jahren wurde am jetztigen Standort nur eine provisorische Antenne auf dem Dach des Swisscom- Gebäudes bewilligt (die Betreiber wollten damals bereits eine definitive Lösung, die aber bei der Bevölkerung auf Wiederstand stiess) - das jetztige Projekt mit einem freistehenden Masten gleich daneben soll nun dieses Provisorium ablösen.

Ein Projekt auf der anderen Talseite des Dorfes wurde bereits verhindert - die Vazer Behörden und Bevölkerung hat schon lange begriffen, dass so ein Sender mitten im Dorf für Sie nicht gerade vorteilhft ist.

Wir wissen aber alle, wie schwierg es ist gegen die mächtige Industrie anzukämpfen, deshalb unterstützen wir alle die Vazer bei ihrem Kampf gegen die Antennen.

Lenzerheide ist bis heute einer der wenigen grossen Tourismusorte in Graubünden mit relativ wenig Mikrowellensmog. Wenn nun das aktuelle Projekt verhindert werden kann und die provisorische Antenne wieder aus dem Siedlungsgebiet verschwindet, wird die situation in Lenzerheide gar gut werden.

Ich denke aber, dass ein Sender im Gebiet der Lenzerheide wohl kaum verhindert werden kann - denn auf Mobilfunk zu verzichten sind (leider) die wenigsten Einwohner und Gäste bereit - es ist deshalb eine umweltverträgliche Lösung für diesen Tourismusort zu suchen.

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 18. Dezember 2005 13:40
von Gaby
Uebehaupt nicht gedankenlos! Habe selbst Schmerzen nach OPs, aber einfach alles auf Elektrosmog abzuschieben ist einfach zu billig. Jeder kann bei sich selbst aufräumen (DECTs, Radiowecker, LAN), aber gewisse Dinge werden sich nicht mehr ändern. Jede Antenne, die steht, wird man nicht mehr so schnell los. Ich bleib dabei, es spielt sich viel im Kopf ab. Wenn man tagtäglich daran denkt, dann fährts auch schlimmer ein. Die ganze Debatte hier ist teilweise zu extrem geführt. Wenn Ihr Erfolg haben wollt, dann müsst Ihr viele Menschen, Medien, etc. für Euch gewinnen. Doch viele schreckt die zeitweise überharsche Kritik an Euren Gegner sauer auf. Und wenn Euch jemand kritisiert, dann reagiert Ihr genau gleich sensibel wie die Swisscom auf Eure Kritik...... man muss das rechte Mass halten. Auch beim Argumentieren und bei den Forderungen. Einen Kahlschlag aller Handymasten ist utopisch. Die Technik und das jüngere Publikum will was anderes, nämlich die kabellose Gesellschaft. Wahnsinn, sogar in Bangladesh gibts jetzt Handyempfang - gelesen in der heutigen SonntagsZeitung! Ich respektiere Euren Job sehr, finde aber, dass etwas gemässigter auftreten sollt. Sonst schweigen Euch gewisse einflussreiche Medien (Ringier!) weiterhin tot. Und das könnt Ihr Euch nicht leisten.

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 18. Dezember 2005 18:40
von Evi
An Gaby

Vielleicht nicht gedankenlos, aber auf jeden Fall besserwisserisch erscheint Ihre Meldung und solche Meldungen haben wir besonders gerne!

Niemand schiebt ALLES auf Elektrosmog ab, sondern nur die Erscheinungen und Beschwerden, die sich wirklich darauf zurückführen lassen, was heisst: früher keine Beschwerden, seit Einschaltung einer Antenne die bekannten Beschwerden, die verschwinden, wenn der Ort gemieden wird und prompt bei der Rückkehr wieder auftreten.

Wenn es Ihnen beliebt, so lassen Sie es halt im Kopf (in Ihrem) abspielen, aber billigen Sie den anderen zu, dass sie kämpfen, auch für Betroffene, die sich selbst nicht mehr wehren können, weil es ihnen selbst bereits zu schlecht geht.

Wenn Sie meinen, wir würden zu harsch reagieren, so gehören Sie zu jenen, die solange bei dieser Version bleiben, bis ihnen das Licht endgültig aufgegangen ist und bis die Beschwerden so unerträglich geworden sind, dass sie froh sind, wenn jemand etwas unternimmt, z.B. wir.

Wenn Sie es erlauben, noch folgende Bemerkung: Bevor Sie uns für die nach Ihrer Ansicht zu harsche Kritik schelten, sollten Sie erst einmal das leisten, was Gigaherz und seine Mitarbeiter schon geleistet haben – und dann reden wir wieder weiter. Wenn Sie damit erfolgreich sind, so machen wir gerne mit!

Und noch was: Von einem Kahlschlag hat gar niemand geredet. Wir kämpfen für tiefere und somit wirksamere Grenzwerte und für eine unschädliche Technologie, dann ist es uns egal, wer wielange und wieoft mit dem Handy telefoniert. Und das ist keinesfalls utopisch, sondern nötig.

Probieren Sie es, in diesem Sinn Mass zu halten, wie Sie es gerne hätten und sagen Sie uns dann, wie weit Sie damit gekommen sind. Wir sind sehr lange sehr gemässigt aufgetreten, mussten jedoch leider feststellen, dass nur eine deutliche Sprache verstanden wird. Und selbst diese ist noch zu wenig, es braucht Taten.
Wo sind die Ihrigen? ??

Evi
im Namen von Gigaherz, allen Betrofffenen und allen, die helfen zu kämpfen, mit Herz und Hand, mit Wort und Tat und nicht nur mit dem Mund!!

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 18. Dezember 2005 19:13
von Gaby
Na, na, na -sachte! Sie könnten froh sein, wenn sich alle so verhielten wie ich. Kein DECT, Handy nur ca. 1 Minute pro Woche eingeschaltet und ein paar SMS. Weniger darf man nicht erwarten. Das sind meine Taten. Würde sich alles so verhalten, dann hätte Sie keine Probleme.
Ich weiss sehr wohl, was hier geleistet wird, das steht ausser Frage. Dennoch bleibe ich bei der Meinung, dass das zum Teil harsche Auftreten leider eher schadet als nützt. Dann hören Sie nämlich genau die Sprüche à la "Spinner, eingebildete Kranke oder Sektierer". Sicher verhalten sich auch Eure 'Gegner' teilweise sehr arrogant, das steht ausser Frage.

Auch ich bin der Meinung, dass Elektrosmog sicherlich schadet, aber es ist gewiss nicht der einzige Grund, wenn es jemandem schlecht geht. Wenn einer das Leben lang gefuttert hat wie ein Verrückter, 100kg auf die Waage bringt und dann den hohen Blutdruck auf die neue Handy-Antenne in der Nachbarschaft zurückführt, dann habe ich Mühe.

Es ist sicher ein Faktor, den es zu bändigen gilt (niedrigere Grenzwerte und keine Antennen in der Wohngegend, etc.).

Schauen Sie, ich bin mit der hiesigen Medienszene sehr vertraut - und wenn ich wundere mich einfach, warum sämtliche wichtigen Tageszeitungen oder SF DRS sich nicht längst ERNSTHAFT dem Thema angenommen haben. Kann es sein, dass denen die Debatte zu 'harsch' geführt wird? Dass finanzielle Interesse mit rein spielen ist auch klar, die ganzseitigen Swisscom-Inserate (aktuell: Schwangere telefoniert grad drahtlos) bringen halt einen Haufen Geld.

Wahrscheinlich braucht es wirklich erst eine seriöse Studie, bis die Medien gar nicht mehr drummherumkommen darüber zu berichten. Aber das dauert ja bekanntlich und das Resultat könnte auch (für Euch) ungünstig ausfallen. Dann ist wieder 10 Jahre Ruhe bei denen.


Das Problem ist in der Oeffentlichkeit überhaupt noch nicht breit bewusst. Mein Bruder ist Telematiker und installiert u.a. jede Woche einige DECTs, auch in schönsten Villen bei sehr gebildeten Leuten (Aerzte, Anwälte, etc.)

Fast alle dieser Leute bestehen darauf, dass die Basisstation auf das Nachttischli kommt. Und basta. Er macht die Leute hin und wieder darauf aufmerksam, dass die Basisstation auch woanders stehen könne in der Wohnung. Aber nein, man will alles neben dem Bett haben. Ebenfalls boomt der W-LAN-Zugang. Auch bei Leuten, die in einer normalen Wohnung leben und niemals auf dem Balkon oder der Terasse surfen werden. Sondern einfach so - man will keine Kabel mehr.

Ich persönlich sehe das etwas anders: wo ich es vermeiden kann, da lasse ich es sein. Aber ganz auf ein Handy verzichten würde ich nicht. Auch sind die drahtlosen Tastaturen/Mäuse sehr praktisch. Für mich ist das im grünen Bereich.

Wir hatten einen Nachbarn, der mal in sämtliche Wohnungen wollte um zu schauen, wer den DECT-Fons hat und wo die Basis-Stationen stehen. Der wird seither von einigen als Spinner abgetan, obwohl er keiner ist. Das sowas ginge mir zu weit. Wenn ich denn hinter jeder Wand ein DECT oder W-Lan vermuten würde, dann kommt man alleine davon zum spinnen. Auch wenn man es hier nicht gerne hört: ein klein wenig spielt auch der psychologische Aspekt mit rein. Wenn man sich vor was fürchtet, dann tritt dies leider oft auch ein.

Und nochwas: Sind Sie irgendeinmal in den letzten Jahren einige Tage oder länger an einem Ort auf diesem Planeten gewesen, wo es garantiert keine DECTs, W-Lan oder Handyempfang gibt? Vielleicht in einem fremden Land in Afrika oder einem sehr entlegenen Bergtal in der Schweiz? Hat sich der Gesundheitszustand gebessert? Wenn ja, ging das schnell? Ich war vor einigen Jahren einmal eine Woche nonsop in einem geheimen, topausgerüsteten Bunker in der Schweiz, ca. 30 Meter unter dem Boden. Damals waren dort alle Telefone mit Kabel. Ich weiss nicht, wie das heute ist, ev. haben die dort unten inzwischen auch DECT. Wir hatten damals nicht mal Radioempfang und Handys hatte man damals auch noch keine. Aber wirklich gut ging es uns auch nicht......es fehlte uns die Sonne!

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 18. Dezember 2005 22:03
von Elisabeth Buchs
Hallo Gaby

Bei http://www.gigaherz.ch/977 können Sie lesen, wie es der neutralen Basler-Mobilfunk-Kommission diesbezüglich ergangen ist, bzw. man muss wissen, wann und bei wem man gemässigt auftreten kann und wann eben nicht.

Und wenn wir zugemastet werden sollen, bis wir nirgends mehr beschwerdefrei leben können, ist das rechte Mass verloren gegangen. Wir kämen mit einer Gesellschaft nicht weit, wenn die Leute alles bekommen würden, was sie wollen ungeachtet von entstehenden Schäden. Gestern sagte ich zu meinem elektrosensiblen Kollegen: es wäre schon etwas ganz anderes, wenn man wüsste, dass wenigstens kein UMTS und WiMAX käme. Wenn es UMTS und WiMAX nicht geben würde, würden das sicher nur wenige vermissen, mit der Werbung werden auch künstliche Bedürfnisse geweckt. Wie kann ein Staat, der seine Bürger schützen sollte, wegen Lizenzgeldern solche Technologien noch weiter fördern trotz grossem Widerstand aus der Bevölkerung, sei es durch die Besorgten oder Geschädigten. Aus diesem Grund machen wir bei Gigaherz eine Beschwerde beim Bundesgericht wegen WiMAX.

Weshalb uns gewisse Medien totschweigen erklärt sich aus den Inseratenaufträgen der Mobilfunkindustrie oder wie bei Migros- und Coop-Zeitung, wo die entsprechenden Geschäfte das Geschäft mit Handys, Prepay-Angeboten usw. machen.

Wenn die Antennen mal stehen, wird man sie nicht mehr schnell los, deshalb freue ich mich auch so über den Antennenbaustopp im Kanton Bern wegen des Tilts, wo Hr. Jakob massgeblich mitgewirkt hat, über den UMTS-Ausbaustopp im Wallis, über jede Widerstandsgruppe, die den Fall weiterzieht und dass Gemeinden und Städte wie z.B Bern und soviel ich weiss Thun ihre Gebäude und Grundstücke nicht mehr für Antennen zur Verfügung stellen.

Die mir bekannten Betroffenen und ich selber haben überhaupt nicht tagtäglich an den Elektrosmog gedacht, sondern wir lebten zufrieden, bis wir in Kontakt kamen mit für uns zuviel Elektrosmog, sei es nun Niederfrequenz oder Hochfrequenz. Nach Auftreten von starken Gesundheitsbeschwerden haben wir mühsam herausgefunden, dass es vermutlich daran liegen könnte, haben geprüft und beobachtet und z.B. herausgefunden, dass die Beschwerden an andern Orten verschwinden oder nach Umzügen oder Sanierungen. Betroffene haben schon längst aufgeräumt mit den von Ihnen erwähnten Elektrosmog-Verursachern, leider hilft das oft nicht genügend, wenn Einflüsse von aussen vorhanden sind.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Lenzerheide mit 36m hohem Mobilfunkmast

Verfasst: 18. Dezember 2005 22:45
von Evi
An Gaby

Wissen Sie was? Wenn man Ihren Beitrag liest, so kommt man sehr rasch zum Schluss, dass es wenig Sinn macht, sich mit Ihnen über Nutzen und Schaden, über Schädlichkeit und Unschädlichkeit der Mobilfunktechnologie zu unterhalten. Also bleiben Sie bei Ihrer Drahtlosmaus und bei Ihrem Handy und wenn es Ihnen halt lieber ist, Recht zu behalten, dann behalten Sie halt Recht, mir (uns) ist es egal.

Nur etwas sollten Sie nicht: Leute, die unter den DECT-Telefonen und unter der Strahlung anderer Verursacher elektromagnetischer Strahlung leiden,als Spinner bezeichnen. Sie brauchen sich dann nicht zu wundern, wenn solche Beiträge, die Leidende verhöhnen und als Deppen hinstellen, in diesem Forum keinen PLatz haben. Eine Frage noch: Sind Sie Gabriele oder am Ende Gabriel? Dieser Gedanke ist mir nur gekommen, als ich die Geschichte von dem Bunker las, in den allgemein Frauen ohne sehr triftigen Grund nicht gehen.

Falls Sie versuchen, hier als Troll (Störenfried) aufzutreten, so sind Sie vermutlich recht schnell entlarvt und brauchen sich dann aber nicht zu beklagen, wenn der Forumadministrator den Rotstift ansetzt. Dies ist, falls Sie es noch nicht bemerkt haben, ein Forum, das Menschen helfen will, kein Tummelplatz für Nörgler, die gar keinen Vorschlag zur Verbesserung der Situation echt Betroffener haben.

Was die Medienszene betrifft, mit der Sie so vertraut sind, so ist uns deren wirtschaftliche Verflechtung mit der Industrie hinlänglich bekannt. Darum haben wir ja unsere Internetseite, unsere Rundbriefe, unser Forum und eine Reihe anderer Möglichkeiten, zu publizieren. Auch wenn es Sie ärgert, dass diese nicht nach Ihrem Geschmack funktionieren.

Evi