Zusammenhang zwischen Elektrosensibilität und MCS
Verfasst: 21. Dezember 2005 21:34
Aus "Objektivierungen von Erkrankungen in Folge von chronischen Intoxikationen", Tino Merz, Wolfgang Huber, Thilo M. Messerschmitt, Volker Remmers und Johannes Bohl
umwelt-medizin-gesellschaft/17/4/2004
Wegen der zentralen Rolle systemischer Entzündungen, als der Weg von der toxischen Schädigung der Zellen zur chronischen Erkrankung, wird mit deren Darstellung begonnen. Entzündungen bedingen einen erhöhten Energieverbrauch des Organismus bei gleichzeitiger Störung der Energieversorgung der Zelle. Da ein höherer Bedarf eine niedrigere Produktion zur Folge hat, entwickelt sich diese Stoffwechselstörung zum Selbstläufer.
Ort des Geschehens sind die Mitochondrien, abgeschlossene Bereiche in jeder Zelle, in denen über den Krebs- oder Citrat-Cyclus aus Kohlehydraten und Fettsäuren CO2 abgespalten wird (Ende der Atmungskette). Die freiwerdende Energie wird dem Stoffwechsel zur Verfügung gestellt in Form von energiereichen Substanzen wie ATP sowie stark reduzierend wirkenden Substanzen wie Glutathion, NADH und FADH2, deren Konzentration das zelluläre Redoxpotential bestimmt. Analytisch-diagnostisch weisen systemische wie lokale Entzündungen ein typisches Muster an Veränderungen im Zellstoffwechsel auf, das als Entzündungssyndrom zusammengefasst werden kann. Es wird erkennbar durch Indikatoren des oxidativen Stresses, wie erhöhter Plasmaspiegel an Homocystein und Malondialdehyd, sowie Aktivierung von Proteasen, C Reaktiven Proteinen et. Es treten vermehrt zerstörerische reaktive Oxidantion wie Peroxide, Superoxide, Hypochlorid und Radikale auf. Das zelluläre Redox-Potential verschiebt sich zur oxidierten Seite. Dies ist messbar an der Abnahme des Verhältnisses an reduziertem Glutathion zu oxidiertem dimerem Glutathion und der Senkung der zellulären Konzentration an Gesamtglutathion. Damit verbunden erniedrigt sich auch der Gehalt an den anderen energietragenden, stark reduzierenden Substanzen, wie z.B. der antioxidativen Vitamine (C,E), welche zusammen als Redoxpool das zelluläre und damit die Vitalität der Zelle ergeben.
Eine zentrale Bedeutung in den Entzündungsprozessen hat der beschleunigte katabole Stoffwechsel der schwefelhaltigen Aminosäuren mit Verlust an Glutathion, Liponsäure, Redox Enzymen und Immunglobulinen und vermehrte Ausscheidung von Schwefel als Sulfat oder Taurin. Mit dem Verlust an energietragendem Thiol-Schwefel, der Verschiebung des Redoxpotentials und dem Ansteigen der aggressiven Oxidantien wird die Versorgung mit Zellenergie durch die Mitochondrien gestört. Mit den genannten Ergebnissen der Mitochondrialmedizin ist der Pathomechanismus für CFS weitgehend aufgeklärt.
Solange solche und andere Mechanismen der Elektrosensibilität nicht geklärt sind d.h. diesbezüglich ungenügende wissenschaftliche Grundlagen vorhanden sind, hat die WHO keine Berechtigung zur Aussage, auch wenn sie entsprechend formuliert ist, dass sie sich wenn nötig elegant rausreden können "es gibt keine wissenschaftliche Grundlage, EHS-Symptome mit EMF-Exposition zu verbinden". Und erst noch mit hinterlistigen Andeutungen verbunden wie "um alternative psychiatrisch/psychologische Bedingungen, die für die Symptome verantwortlich sind, zu erkennen". Was würde man wohl zu einem Gerichtsfall sagen, wo jemand verurteilt würde, ohne wichtige Beweismittel angesehen zu haben?
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
umwelt-medizin-gesellschaft/17/4/2004
Wegen der zentralen Rolle systemischer Entzündungen, als der Weg von der toxischen Schädigung der Zellen zur chronischen Erkrankung, wird mit deren Darstellung begonnen. Entzündungen bedingen einen erhöhten Energieverbrauch des Organismus bei gleichzeitiger Störung der Energieversorgung der Zelle. Da ein höherer Bedarf eine niedrigere Produktion zur Folge hat, entwickelt sich diese Stoffwechselstörung zum Selbstläufer.
Ort des Geschehens sind die Mitochondrien, abgeschlossene Bereiche in jeder Zelle, in denen über den Krebs- oder Citrat-Cyclus aus Kohlehydraten und Fettsäuren CO2 abgespalten wird (Ende der Atmungskette). Die freiwerdende Energie wird dem Stoffwechsel zur Verfügung gestellt in Form von energiereichen Substanzen wie ATP sowie stark reduzierend wirkenden Substanzen wie Glutathion, NADH und FADH2, deren Konzentration das zelluläre Redoxpotential bestimmt. Analytisch-diagnostisch weisen systemische wie lokale Entzündungen ein typisches Muster an Veränderungen im Zellstoffwechsel auf, das als Entzündungssyndrom zusammengefasst werden kann. Es wird erkennbar durch Indikatoren des oxidativen Stresses, wie erhöhter Plasmaspiegel an Homocystein und Malondialdehyd, sowie Aktivierung von Proteasen, C Reaktiven Proteinen et. Es treten vermehrt zerstörerische reaktive Oxidantion wie Peroxide, Superoxide, Hypochlorid und Radikale auf. Das zelluläre Redox-Potential verschiebt sich zur oxidierten Seite. Dies ist messbar an der Abnahme des Verhältnisses an reduziertem Glutathion zu oxidiertem dimerem Glutathion und der Senkung der zellulären Konzentration an Gesamtglutathion. Damit verbunden erniedrigt sich auch der Gehalt an den anderen energietragenden, stark reduzierenden Substanzen, wie z.B. der antioxidativen Vitamine (C,E), welche zusammen als Redoxpool das zelluläre und damit die Vitalität der Zelle ergeben.
Eine zentrale Bedeutung in den Entzündungsprozessen hat der beschleunigte katabole Stoffwechsel der schwefelhaltigen Aminosäuren mit Verlust an Glutathion, Liponsäure, Redox Enzymen und Immunglobulinen und vermehrte Ausscheidung von Schwefel als Sulfat oder Taurin. Mit dem Verlust an energietragendem Thiol-Schwefel, der Verschiebung des Redoxpotentials und dem Ansteigen der aggressiven Oxidantien wird die Versorgung mit Zellenergie durch die Mitochondrien gestört. Mit den genannten Ergebnissen der Mitochondrialmedizin ist der Pathomechanismus für CFS weitgehend aufgeklärt.
Solange solche und andere Mechanismen der Elektrosensibilität nicht geklärt sind d.h. diesbezüglich ungenügende wissenschaftliche Grundlagen vorhanden sind, hat die WHO keine Berechtigung zur Aussage, auch wenn sie entsprechend formuliert ist, dass sie sich wenn nötig elegant rausreden können "es gibt keine wissenschaftliche Grundlage, EHS-Symptome mit EMF-Exposition zu verbinden". Und erst noch mit hinterlistigen Andeutungen verbunden wie "um alternative psychiatrisch/psychologische Bedingungen, die für die Symptome verantwortlich sind, zu erkennen". Was würde man wohl zu einem Gerichtsfall sagen, wo jemand verurteilt würde, ohne wichtige Beweismittel angesehen zu haben?
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs