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Sendung "Puls" zu Schlafstörungen

Verfasst: 9. Januar 2006 22:29
von Elisabeth Buchs
In der Sendung "Puls" wurde auf die grosse Bedeutung des Schlafs hingewiesen:
Gelerntes speichern
Gehirn erholt sich
Anhaltender Schlafentzug führte bei Ratten zum Tod
Schlafstörungen wirken sich im Strassenverkehr gefährlich aus, 1/4 der Unfälle geschehe wegen Müdigkeit
Bei Schlafstörungen:
Tagesmüdigkeit, Leistungseinbusse
Schlechte Lebensqualität
Verminderte Konzentrationsfähigkeit
Schlechte Stimmung bis hin zu Depression
Gereiztheit

Es wurden Interviews geführt mit Schlafspezialisten vom Kantonsspital St. Gallen und der Schlafklinik Zurzach.

Als Gründe für Schlafprobleme wurden organische Gründe angegeben, wie Schlafapnoe, neurologische Erkrankungen wie restless legs, Narkolepsie. Auch das Schlafwandeln wurde vorgestellt.
Stress und psychische Belastungen

Was mir aufgefallen ist, der vorgestellte Patient Werner Huber verwendete im Filmbeitrag ein DECT oder Handy (nicht gut ersichtlich). Herr Huber erwähnte das Thema Wasseradern.

Nun folgten Tipps zur Reduktion von Schlafproblemen:
Verhaltenstherapie
Verkürzung der Schlafzeiten
Entspannungstraining und Gedanken abschalten
Regelmässige Schlafzeiten
Schlafraum nicht zu warm
Kein Kaffee, kein Tee, keine schweren Mahlzeiten am Abend
Kein Sport am Abend
Nicht vor dem Fernseher schlafen
Schlafmittel wenn überhaupt nur kurze Zeit und geringe Dosis

Sicher alles berechtigte Ursachen und nützliche Tipps, die da erwähnt wurden, doch wenn die Ursache Elektrosmog nicht genannt wird, ist dies meiner Meinung nach unvollständig. Schlafprobleme haben sich in den letzten Jahren zu einer richtigen Volkskrankheit entwickelt, ein Drittel der Bevölkerung leide darunter. Da sollte man schon auf einen möglichen Zusammenhang mit der steigenden Belastung durch Mobilfunk und den allgegenwärtigen DECT-Schnurlostelefonen hinweisen. Ich selber reagiere auf niederfrequente Elektrosmogbelastung wie an meinem Wohnort die Elektrozäune mit Entspannungsunfähigkeit und schweren (Ein)Schlafproblemen. Es ist eindrücklich, wie diese Probleme verschwinden, am gleichen Ort mit den gleichen Lebensumständen, wenn einmal keine Elektrozäune in Betrieb sind oder diese genügend weit weg sind. Ein Arzt sollte deshalb einen Patienten mit Schlafproblemen und andern unspezifischen Beschwerden zusätzlich zu den medizinischen Abklärungen auf die mögliche Ursache Elektrosmog und entsprechende Messungen hinweisen und sich einsetzen für einen Stopp des weiteren Ausbaus und Reduktion von Elektrosmog, so wie es die Bamberger-Aerzte, Dr. Oberfeld, Dr. Scheiner, Dr. Eger, Dr. Klitzing tun.

Elisabeth Buchs

Re: Sendung "Puls" zu Schlafstörungen

Verfasst: 10. Januar 2006 07:55
von Evi
Es kommt noch viel besser. Ich erhielt heute Morgen sehr früh einen Anruf eines aufgebrachten Zuschauers der Sendung "Puls", die ich selbst leider verpasst habe. Aber vielleicht wird sie tagsüber nochmals ausgestrahlt.

Die Sendung über Schlafstörungen wurde tagsüber mit dem Hinweis auf Elektrosmog angekündigt, aber in der Sendung selbst war von Elektrosmog mit keinem Wort mehr die Rede. Und was der Gipfel ist: An den Zuschauertelefonen sassen lauter Psychologen. Merkt wer was?

Was weiterhin auffällt: solche Sendungen kommen alle mit Ärzten aus St. Gallen. Da scheint Methode dahinter zu sein.

Wer hat die Sendung noch gesehen und kann über seine Eindrücke berichten?

Evi

Re: Sendung "Puls" zu Schlafstörungen

Verfasst: 10. Januar 2006 18:19
von Helmut Breunig
St. Gallen?
Private Uni?
???

Re: Sendung "Puls" zu Schlafstörungen

Verfasst: 11. Januar 2006 08:57
von Elisabeth Buchs
Das Kantonsspital St. Gallen ist ein öffentliches Spital für die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung der Stadt St. Gallen usw.

Fachbereich Psychosomatik des Departements Innere Medizin, Leitung Dr. Urs Stillhard, Hauptreferent bei oben erwähnter Fernsehsendung und ebenfalls am "Beratungstelefon".

Ueber allfällige Verflechungen mit der Industrie wird wohl kaum im Internet berichtet, es sollen Schlaflabors durch die Mobilfunkindustrie gesponsert sein. Die Psychiatrisierung von elektrosensiblen Menschen schreitet jedenfalls fort. Der Mensch hat von der Natur gegeben eine ähnliche Reaktionsweise des autonomen Nervensystems auf Elektrosmogbelastungen wie auf psychische Belastungen. Das wird ausgenutzt, eine Macke findet sich bei jedem. Psychisch Erkrankte werden noch heute von der Oeffentlichkeit nicht gleich gewertet wie organisch Erkrankte, einem Verrückten wird nichts geglaubt, er wird ausgegrenzt, ist irgendwie unheimlich. Ausserdem will die Mehrheit handytelefonieren, haben DECT und W-Lan, mit der dazugehörenden Antenne sieht es dann schon anders aus, Kommunikationsindustrie ist ein Wirtschaftsfaktor. Elektrosensible vermiesen der Milliardenindustrie das Geschäft, den nicht, noch nicht oder nur schwach Betroffenen das "Vergnügen" und sind Wirtschaftsschädlinge. Der Scheiterhaufen ist etwas aus der Mode gekommen. Sowas löst man heute eleganter durch Psychiatrisierung, heuchlerisch verbrämt durch Helfer-Sprüche, siehe WHO-Text. Sogar wenn sich Elektrosensible vor lauter Elend, weil sie nirgends mehr beschwerdefrei wohnen können, selber umbringen, würde es heissen, daran merke man, dass diese z.B. depressiv gewesen seien. Wir Elektrosensiblen sollten ein Konzept entwickeln, wie wir der Psychiatrisierung entgegentreten wollen, z.B. mit Hilfe elektrosmogkritischer Psychiater. Wer hat weitere Ideen?

Elisabeth Buchs

Re: Sendung "Puls" zu Schlafstörungen

Verfasst: 11. Januar 2006 09:42
von Chris
Ein treffendes Sprichwort sagt: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Zu unserem Leidwesen kann das zwar noch eine Weile dauern, aber wenn sich die Beschwerden und die Erscheinungen häufen, die Leute immer mehr werden, die in die psychische Ecke gestellt werden, nur weil sie die elektromagnetische Strahlung nicht vertragen, müsste irgendwo der "Knopf aufgehen". Seien wir also ein wenig optimistischer. Natürlich geht alles immer sehr zäh, man bedenke nur, wie lange es beim Asbest und beim Rauchen gedauert hat, bis der Groschen gefallen ist.

Ich stimme Elisabeth zu, dass wir auf die Suche nach Psychiatern gehen, die die Zeichen der Zeit schon früher erkannt haben und sich der Problematik annehmen.

Chris

Re: Sendung "Puls" zu Schlafstörungen

Verfasst: 11. Januar 2006 17:23
von Mungg
Ich selbst litt Jahre unter einer Schlafstörung, die sich in frühem Erwachen äusserte. Seit ich im September mein DECT demontiert und ein althergebrachtes Telefon mit Kabel installiert habe, hat sich meine Aufwachzeit um durchschnittlich 1.5 Std. verschoben. Dies ist kein subjektives Empfinden, sondern kann aus meinem Schlaftagebuch abgelesen werden.

Re: Sendung "Puls" zu Schlafstörungen

Verfasst: 14. Januar 2006 10:06
von Sylvia
Die Sendung PULS kann hier im Archiv von SF nochmals am Computer geshehen werden:

http://www2.sfdrs.ch/sf1/puls/index.php?docid=20060109