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Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 11. Januar 2006 18:13
von sibylle gagriel
Hi, Can you please tell me what the safe distance is from antennas in Switzerland?
I need it to a work for university, I need to do a presentation about standards of safe distances
from antennas in diffeent countries in comparison to Israel. In Israel the safe distance is 6 meters
based on the 450 uw/cm2 of the WHO. They calculated that after 6 meters the radiation is 450, and so
it is safe to build the antennas at this distance....I would like to know whether in other countries it's also
the same thing or what other distances are recommended.

Thanks
Iris.

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 11. Januar 2006 19:29
von Hans-U. Jakob
450uW/cm2 sind 4.5W/m2 sind 41.2V/m
Das ist langfristig tödlich und hat mit Sicherheit nichts zu tun. Viel mehr damit, dass die WHO die bestechlichste, von der Industrie bestunterlaufene und bestgeschmierte Institution der Welt ist.
Gesundheitsverträgliche Grenzwerte liegen bei 0.02V/m in Innenräumen und 0.06V/m aussen.
Hans-U. Jakob

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 11. Januar 2006 22:20
von sibylle gagriel
Die Frage Iris ist, wie sind die Sicherheitsabstände in der Schweiz, sie macht ein Referat an der Uni über die Verschiedenheiten in den verschiedenen Ländern.

Danke Sibylle

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 12. Januar 2006 08:22
von Andy
Iris Atzmon möchte die Sicherheitsdistanzen zu den Antennen wissen. Kann man das überhaupt so sagen? Die Wirkung hängt ja sicher nicht allein von der Distanz zur Antenne ab, sondern von einer Reihe anderer Faktoren (Senderichtung, Winkel, Feldstärke) Oder?

Andy

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 12. Januar 2006 16:46
von Hans-U. Jakob
Es gibt keine fixen Sicherheitsabstände.
Die Verseuchung eines bestimmten Ortes ist abhängig von:
der Sendeleistung in Watt ERP
der horizontalen Senderichtung
der vertikalen Senderichtung
dem Antennendiagramm
der Gebäudedämpfung
und weiteren Antennen in der Umgebung
Echt aufwändig wird es, wenn sich auf demselben Mast mehrere Antennen mit unterschiedlichen Parametern befinden.
So einfach, wie sich die Amerikanerin das vorstellt, ist die Sache nicht.
Sie soll sich halt in den Flieger setzen und bei mir oder einem andern Fachkundigen einen Privatkurs absolvieren. Bis sie die notwendigen Berechnungen begriffen hat, muss sie mit ca 6 Stunden Privatunterricht rechnen. Dieses Forum eignet sich sicher nicht, um solche komplexen Fragen zu beantworten.
Hans-U. Jakob

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 12. Januar 2006 18:14
von Andreas Witschi
Ganz aus dem Bauch heraus finde ich, dass eine Antennenanlage nicht näher als 1000m zur Siedlungsgrenze aufgebaut werden darf.

MfG
Andreas Witschi

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 12. Januar 2006 21:20
von sibylle gagriel
Danke für alle Angaben, Iris will wissen, wie es in der Schweiz damit steht! Oder gibt es dies gar nicht bei uns? Sie ist Spezialistin im Gesundheitswesen und hat auch schon ein buch herausgegeben in Israel über Elekrtosmog.

Danke Sibylle

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 13. Januar 2006 08:39
von karl
Herr Witschi!

Ihre Aussage ist leider in der Einfachheit nicht haltbar. Es müssen schon die von Herrn Jakob genannten Faktoren berücksichtigt werden. Ansonsten liefe Ihre Argumentation in letzter Konsequenz darauf hinaus, dass man ALLE Sender, also auch TV, Hörfunk, Radar, BOS, ... komplett abstellt.
Gerade Feuerwehr und Polizei habe ihre Sender mit Sicherheit innerhalb einer Siedlungsgrenze. Damit ist Ihre Forderung schon ad absurdum geführt.
Denn selbst wenn ein TV-Sender weiter als 1000 m von einer Siedlungsgrenze entfernt steht, erzeugt er oftmals eine höhere Feldstärke innerhalb einer Siedlung, als Mobilfunkanlagen.

Solche Entscheidungen kann man nicht "aus dem Bauch heraus" treffen.

Karl

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 14. Januar 2006 00:40
von Markus Lauener
Ob 20 mV/m im Schlafzimmer verträglich sind: da sollte man mal Elektrosensible fragen.Elektrosensible würden das fast sicher anders sehen.

Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, auch Werte zwischen 20 und 60 mV/m schützen langfristig nicht!

Markus

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 14. Januar 2006 12:46
von sibylle gabriel
Danke für all die Informationen, ich weiss ja nicht genau, was die Iris damit machen will. Sie hält ein Refart über Sicherheitsabstände.

Ich glaube, es gibt kein Forum in ihrem Land, das sich mit diesen fragen beschäftigt. Vieleicht kennt jamand etwas in den Staaten.

Danke

Sibylle

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 14. Januar 2006 13:41
von karl
Hallo Herr Lauener,

wenn Sie 20 mV/m dauerhaft unterschreiten wollen müssen Sie sich in einen faradayschen Käfig setzen. Ob das allerdings auf Dauer die beste Lösung ist wage ich zu bezweifeln...
Damit läuft auch ihre Aussage auf eine nicht zu rechtfertigende Totalabschaltung aller Sender hinaus.

Karl

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 14. Januar 2006 17:53
von Silvie
Wieso nicht zu rechtfertigend? Schauen Sie sich doch die jüngsten Berichte über die Vogelgrippe an. Sie ist noch weit weg, aber es werden jetzt schon eingreifende Massnahmen getroffen: Freilandhaltung von Geflügel verboten, Verbot von Einfuhr sämtlicher Fleischwaren aus der Türkei (rigorose Kontrollen am Flughafen mit Beschlagnahmung aller Fleischprodukte)

Wenn sich die Gefährdung von Menschenleben nicht anders verhindern lässt, ist auch eine Abschaltung gerechtfertigt. Oder finden Sie, dass Menschen unter einer schädlichen Technologie leiden dürfen. Wenn ja, in welchem Ausmass und wieviele? Die beste Lösung hiesse: sofortiger Stopp vom Bau weiterer Anlagen, Abschaltung überall dort, wo es bereits Schäden gibt, Einführung einer neuen Technologie. Ich lasse mir nicht weismachen, dass es diese nicht gibt. Der Mensch ist doch dauernd am Tüfteln, Erfinden, Verbessern. Nur weil das Geld kostet, ist die Aufrechtherhaltung des jetzigen Zustandes nicht gerechtfertigt.

Silvie

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 15. Januar 2006 22:46
von Markus Lauener
Hallo Karl

Bis Krebs ausbricht, dauert es mindestens ca. 5 bi 8 Jahre, dass kann jedermann. ohne selber Wissenschaftler zu sein, aus den vorhandenen Unterlagen schliessen.

Wo würden Sie, lieber Karl, die Grenzwerte ansetzen, wenn nun plötzlich bekannt würde, dass sich die Krebszahlen im 2005 gegenüber dem 2004 verfünffacht haben ?

Wo würden Sie, lieber Karl, die Grenzwerte ansetzen, wenn nun plötzlich bekannt würde, dass sich die psychischen Erkrankungen im 2005 gegenüber dem 1998 mehr als verfünffacht haben ?

Das sind natürlich nur theoretische Annahmen (:-)), also geben Sie bitte ebenso frei ihre theroetsiche Antwort und vergessen Sie ihren Brotgeber in der Mobilfunkindustrie.

Nur so nebenbei: bei 0.00035 V/m kann man telefonieren.


Markus Lauener

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 16. Januar 2006 07:57
von karl
Ähm, Silvie,

nicht ganz ernst gemeinte Frage: Wie soll man sich die Berichte über die Vogelgrippe anschauen, wenn es keine Sender mehr gibt?

Zurück zur Sache:
Ihren Vergleich einer möglichen Pandemie durch die Vogelgrippe mit den Folgen elektromagnetischer Strahlung finde ich etwas arg weit hergeholt. Immerhin sterben alleine an der Influenza nachweislich jedes Jahr in Deutschland ca. 10000 Menschen. Wo bleibt der Nachweis, dass EM-Felder auch nur annähernd dieses Gefahrenpotenzial haben?

An welche Technologien haben Sie gedacht? Nennen Sie doch bitte mal ein paar Beispiele.

Ich gebe Ihnen schon Recht -- Handys müssten nicht unbedingt sein! Aber wie gesagt: Es gibt noch TV, Hörfunk, BOS, CB-Funk, und und und. All das müsste Ihrer Meinung nach ebenfalls verschwinden.


Karl

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Verfasst: 16. Januar 2006 09:52
von Evi
Nein, TV und Hörfunk haben wir schon viel zu lange, um nicht aus der Erfahrung heraus beurteilen zu können, dass er bei weitem nicht diese Schädlichkeit aufweist wie die elektromagnetische Strahlung der Mobilfunkantennen, vor allem nicht eine so grosse Anzahl von Menschen trifft. Die Auswirkungen sind bekannt. Somit hinkt Ihr Vergleich beträchtlich.

Und brauchen wir wirklich den Mobilfunk, um zu erfahren, ob und wo es eine Vogelgrippe gibt? Solche Sachen haben wir bis anhin noch immer früh genug erfahren.

Und nach bewährter Manier fordert Karl immer von den anderen, sie sollten Beweise liefern, Vorschläge machen. Machen Sie es sich damit nicht ein wenig leicht, ständig andere für die Beantwortung von Fragen einzuspannen?

Silvie hat ausserdem was anderes gemeint, was nach bewährter Manier von Ihnen wieder verdreht wurde: Sie meinte, wenn irgendwo in einem fernen Land die Vogelgrippe ausbricht, so geht sofort ein hysterisches Geschrei los, werden Käfighaltung und strenge Kontrolle gefordert. Beim Mobilfunk hingegen ist man nachlässig, nimmt alle schon eingetretenen Schäden einfach nicht zur Kenntnis, obwohl sie hier und heute bereits Fakt sind, fährt im Gegenteil mit dem Bau von Antennen mit den bekannten Folgeschäden munter weiter. Verglichen mit den bisherigen Opfern der Vogelgrippe übersteigen jene der elektromagnetischen Verstrahlung diese um ein Vielfaches, ohne dass sich irgendwo was regt und vor allem, ohne dass der Einzelne irgendeinen Einfluss ausüben könnte.

Und warum verlangen Sie von Forumlesernn hier die Beispiele einer anderen, unschädlichen Technologie? Sie sollten diese Fragen an jene Stellen richten, die sich von Berufes und Amtes wegen damit zu beschäftigen haben. Sollten sich Laien nun auch noch mit der technischen Entwicklung beschäftigen müssen? Es genügt schon, wenn sie die Folgen der gegenwärtigen am eigenen Leib zu spüren bekommen.

Evi