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Elektrosmog im Zug macht nicht krank!
Verfasst: 19. Januar 2006 15:54
von pegasus
Sendung 'BOX' auf DRS 1 heute um 11.45 Uhr (kann auf
www.drs.ch unter DRS 1 - Programm gefunden und gehört werden):
Sämi Buri meinte unter Anderem: ob Elektrosmog im Zug gefährlich ist, kann nicht abschliessend beantwortet werden, doch das Bundesamt für Gesundheit und die Gewerkschaft Zugpersonal gehen davon aus, dass Zug fahren nicht krank macht, da alle Grenzwerte eingehalten werden. Spätestens an der Endstation könne man ja aussteigen und dann sei man dem Elektrosmog nicht mehr ausgesetzt.
Schön, oder? Die paar Schmerzen halten wir ja problemlos aus und eben: wir müssen ja nicht im Zug bleiben!
Re: Leukemia, brain tumors, and exposure to extremely low fr
Verfasst: 20. Januar 2006 11:13
von The Future's black
Leukemia, brain tumors, and exposure to extremely low frequency electromagnetic fields in Swiss railway employees.
Minder CE, Pfluger DH.
Institute for Social and Preventive Medicine, University of Berne, Berne, Switzerland.
minder@ispm.unibe.ch
Railway engineers provide excellent opportunities for studying the relation between exposure to extremely low frequency magnetic fields and leukemia or brain tumors. In a cohort study of Swiss railway personnel with 2.7 x 10(5) person-years of follow-up (1972--1993), the authors compared occupations with high average exposures (line engineers: 25.9 microT) to those with medium and low exposures (station masters: 1 microT). The mortality rate ratio for leukemia was 2.4 (95% confidence interval (CI): 1.0, 6.1) among line engineers (reference category: station masters). The mortality rate ratio for brain tumors was 1.0 (95% CI: 0.2, 4.6) among line engineers and 5.1 (95% CI: 1.2, 21.2) among shunting yard engineers (compared with station masters). Two exposure characteristics were evaluated: cumulative exposure in microT-years and years spent under exposure to magnetic fields of > or =10 microT. There was a significant increase in leukemia mortality of 0.9% (95% CI: 0.2, 1.7) per microT-year of cumulative exposure to extremely low frequency magnetic fields. The increase by years spent under exposure of > or =10 microT was even stronger: 62% per year (95% CI: 15, 129). Brain cancer risk did not show a dose-response relation. This study contributes to the evidence for a link between heavy exposure to extremely low frequency magnetic fields and leukemia. Its strengths include reliable measurements and reliable historical reconstruction of exposures.
Deutsche Übersetzung folgt demnächst
Gigaherz
PMID: 11323311 [PubMed - indexed for MEDLINE]
Re: Leukemia, brain tumors, and exposure to extremely low fr
Verfasst: 20. Januar 2006 17:00
von Hans-U. Jakob
Die Schweizer Bähnler können halt nicht englisch. Welch ein Glück für die SBB.
Hans-U. Jakob
Re: obige Nachricht deutsch
Verfasst: 20. Januar 2006 19:13
von Gigaherz
Leukämie, Hirntumore und die Exposition durch extrem niederfrequente elektromagnetische Felder bei Schweizer Bahnangestellten.
Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern, Schweiz
Lokführer bieten vorzügliche Gelegenheiten, um den Zusammenhang zwischen extrem niederfrequenten magnetischen Felder und Leukämie oder Hintumoren zu studieren.
In einer Cohort-Studie des schweizerischen Eisenbahnpersonals mit 2.7 x 10(5) Personenjahren, wie sie von 1972-1993 verfolgt wurden, haben die Autoren die Beschäftigten mit hohen Durchschnitts-Expositionen (Linien-Lokführer: 25.9 microT) mit solchen mit mittleren oder hohen Expositionen verglichen (Stationsvorsteher 1 microT). Die Sterblichkeitsrate für Leukämie war 2.4 (95% Vertrauensintervall (confidence interval) (Cl): 1.0, 8.1) unter Linien-Lokführern (Referenzkategorie: Stationsvorsteher) Die Sterblichkeitsrate für Hirntumore betrug 1.0 (95% Cl: 0.2. 4.6) unter den Linien-Lokführern und 5.1 (95% CI: 1.2, 21.2) unter dem Stellwerkpersonal (verglichen mit den Stationsvorstehern) Zwei Expositionscharakteristika wurden evaluiert: kumulative Exposition in Mikro-T-Jahren und Jahren, die unter der Exposition von magnetischen Felden von >oder = 10 microT verbracht wurden. Hier gab es einen signifikanten Anstieg der Sterblichkeit durch Leukämie von 0.9% (95% Cl: I: 0.2, 1.7) pro microT-Jahr unter kumulativer Exposition von extrem niederfrequenten magnetischen Feldern. Der Anstieg während der Jahre, die unter der Exposition von >oder =10microT verbracht wurden, war sogar stärker: 62% /Jahr (95%CI: 15, 129). Das Hirntumorrisiko zeigte keine Dosis-Reaktions-Beziehung . Diese Studie trägt zum Beweis für einen Zusammenhang zwischen starker Exposition mit niedrigfrequenten magnetischen Feldern und Leukämie bei. Ihre Stärken beinhalten zuverlässige Messungen und zuverlässige historische Rekonstruktionen von Expositionen.