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Wer informiert unsere Bürger?
Verfasst: 26. Januar 2006 10:51
von Andreas T.
Hallo,
was ich vermisse ist die Verbreitung der informationen ausserhalb des internets. Ich kenne Niemanden der sich Sorgen wegen Mobilfunk und co macht. Alle wollen Wireless. "Handys sind harmlos sagt das Fernsehen". "Ich merke ja nichts" tönt es da. Ich bin nur auf diese Infos gestossen, weil ich seit jahren Arbeitsunfähig bin, weil mich Ärzte und psychologen nach Hause geschickt haben. Ich sei einfach zu Faul.
Das stimmt nicht! Ich bin weder faul noch psychisch labil. Alles was ich beginne muss ich nach kurzer Zeit völlig erschöpft abbrechen, weil mein Körper sich weigerte. Ich musste 2 mal eine Lehre abbrechen. Stehe jetzt da ohne jegliche Perspektiven. In der Schule war ich immer bei den besseren. Jetzt sitzt ich zu Hause und kriege nicht einmal Arbeitslosengeld, denn schliesslich sei ich ja "TopGesund", hat es jahrelang geheissen.
Ich habe also begonnen das Internet nach meinen Krankheitssymptomen zu durchforschen. Schlussendlich bin ich "Zum Glück" hier gelandet. Am Anfang war ich geschockt. Jetzt begreiffe ich langsam.
Mein Handy ist ab sofort aus. Anrufe werden automatisch auf meinen Festnetzanschluss weitergeleitet. Nicht unweit von meiner Wohnug ist eine Handy Antenne. ca 300-400 Meter entfernt, durch ihre Lage bin ich etwa auf Augenhöhe mit der Antenne.
Meine, "gesunden" Kollegen, die sich nach anfänglichem hartem Widerstand gegen diese informationen doch informiert haben, reagieren ähnlich geschockt.
Es MUSS Jeder Bürger dieses Landes informiert werden! Das am Besten schon morgen. Auch unsere ausländischen Mitmenschen die kein Deutsch sprechen müsse miteinbezogen werden.
Ich werde meinen Beitrag dazu leisten. werde ALLE Bekannten und Verwandten darauf ansprechen. Solange bis jeder Bürger informiert ist.
PS: Intelligenz bedeutet für mich: "Aus Fehlern die Andere machen zu lernen".
Re: Wer informiert unsere Bürger?
Verfasst: 26. Januar 2006 19:59
von Elisabeth Buchs
Hallo Herr Andreas T.
Ihr Schicksal macht mich betroffen und tut mir leid. Erschöpfung, Dauermüdigkeit, ungenügende Erholung in der Nacht und eingeschränkte Belastbarkeit können durchaus vom Elektrosmog herkommen. Als erstes scheint es mir wichtig, dass bei Ihnen zuhause eine Messung der elektromagnetischen Felder durchgeführt würde, wenn Sie mir privat mailen (Namen anklicken) kann ich Ihnen je nach Ihrem Wohnort entsprechende Adressen angeben. Wichtig ist auch die Reduktion von "hausgemachtem" Elektrosmog wie z.B. schnurlose Funktelefone nach DECT-Standart, W-Lan und Handy, Radiowecker neben dem Bett. Es ist ein Versuch wert, in der Nacht die Sicherungen auszuschalten und zu beobachten, ob sich das Befinden verbessert. Je nach Messergebnissen könnten gegen die Strahlung der Mobilfunkantenne oder DECT und W-Lan von Nachbarn Abschirmmassnahmen wie z.B. ein Stoffvorhang mit eingewobenen Metallfäden helfen. "Chäschtli" und Chips helfen dagegen nur den Anbietern.
Zur Information der Bevölkerung: bis jemand bei Gigaherz in Euromillions gewonnen hat und wir ein Flugblatt in jede Haushaltung der Schweiz schicken können, besteht die Möglichkeit, dass man Bekannte über die Elektrosmog-Thematik informiert und an seinem Wohnort z.B. das "Gefahr Mobilfunk -der Tanzs ums goldene Kalb" (
http://www.gigaherz.ch/Download/Flugbla ... k_und_DECT_
Telefone.pdf) in alle Haushalte schickt. Auch die Gigaherz-Broschüre (
www.gigaherz.ch/836) ist eine gute Möglichkeit die Leute zu informieren. Die Gigaherz-Seite ist ein wichtiges Instrument beim Widerstand gegen den Elektrosmog, die Zahl der Aufrufe zeigt, dass dort von den verschiedensten Leuten gelesen wird. Ein empfehlenswertes, umfassendes Buch zum Thema Elektrosmog ist "Gesundheitsrisiko Elektrosmog", Gesundheitstipp Ratgeber mit wichtigen Adressen im Anhang.
Alles Gute und freundliche Grüsse
Elisabeth Buchs
Re: Wer informiert unsere Bürger?
Verfasst: 29. Januar 2006 07:21
von Mungg
Hallo Andreas
Tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Ich antworte dir hier im Forum, weil ich keine Möglichkeit sehe, dir eine private E-mail zu schicken, obwohl meine Antwort eher eine medizinische ist. Da ich die von dir beschriebene Müdigkeit an eigenen Leib erfahren habe, weiss ich wie gross dein Leidensdruck ist. Auch bei mir wurde die Krankheit nicht ernst genommen.
Scheint, als würdest du an einem chronischen Müdigkeits-Syndrom (CFS) leiden. Dieses Krankheitsbild kann verschiedene Ursachen haben. Manchmal findet man die Ursache auch nicht. Aber es gibt die Krankheit und immer mehr sind davon betroffen. Bei mir wars eine chronische Misch-Infektion. Ob bei mir Elektrosmog mitgespielt hat, dass mein Immunsystem die Infektion nicht mehr bekämpfen konnte, weiss ich nicht. Es gibt Hinweise darauf. Aber das zu beweisen, wird wohl eher schwierig sein. Deshalb gilt heute für mich: Vorsicht ist besser als heilen.
Mehr zum Chronischen Müdigkeits-Syndrom und den möglichen Ursachen findest du in diesem Link:
http://www.verein-cfs.ch/dokumente/medi ... s02200.htm
Wenn du Fachbegriffe nicht verstehst, kannst du sie im Roche-Lexikon online übersetzen (einfach im Googel den Suchbegriff "Roche Lexikon" eingeben).
Wenn du dem nachgehen willst, steht dir ein steiniger Weg bevor, weshalb es das Beste ist, wenn du dich gut informierst.
Des weiteren empfehle ich dir, dich sofort bei der IV anzumelden.
Wenn du Fragen hast, melde dich bei mir per E-mail
lg und gute Besserung, Mungg
Re: Wer informiert unsere Bürger?
Verfasst: 30. Januar 2006 02:17
von Carlo
Hallo Mungg,
> Des weiteren empfehle ich dir, dich sofort bei der IV anzumelden.
Anerkennt die IV denn CFS als kompensationswürdige Krankheit? ES auch? Ich dachte das wird von denen etwa so wie Schleudertrauma gehandhabt (nach dem Motto: "Wenn wir das anerkennen, sind wir pleite!")...
Gruss,
Carlo
Re: Wer informiert unsere Bürger?
Verfasst: 31. Januar 2006 05:43
von Mungg
Hallo Carlo
Soweit mir bekannt ist, gibts die Diagnose CFS für die IV nicht - ES erst recht nicht. Aber es gibt andere Diagnosen unter denen CFS-Betroffene eine Rente erhalten. In der Regel sind das psychische Diagnosen - leider. Ist immer noch besser, als aufs Sozialamt. Schliesslich haben wir, als wir gesund waren, auch immer Beiträge bezahlt; auch in die Pensionskasse. Wer am Krankheitsbild eines CFS leidet ist schwer krank - auch wenn man es den Patienten nicht ansieht und man bildlich weder optisch, durch Röntgen noch durch (ungeeignete) Blutuntersuchungen etwas sehen kann.
Die nötigen Ausschlussdiagnosen zu machen dauert ewig lange. Zum Teil auch, weil einem die Untersuchungen immer wieder verweigert werden. Deshalb ist es wichtig, sich bei längerer Krankheitsdauer (ca. 10. Monat) bei der IV zu anzumelden, damit keine Fristen verpasst werden. Anspruchsberechtigt ist, wer länger als ein Jahr (teil-)arbeitsunfähig ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Diagnose schon feststeht oder nicht.
Gruss, Mungg
Re: Wer informiert unsere Bürger?
Verfasst: 1. Februar 2006 02:07
von Carlo
Hallo Mungg,
> Soweit mir bekannt ist, gibts die Diagnose CFS für die IV nicht - ES erst
> recht nicht. Aber es gibt andere Diagnosen unter denen CFS-Betroffene
> eine Rente erhalten. In der Regel sind das psychische Diagnosen -
> leider. Ist immer noch besser, als aufs Sozialamt.
Wer möchte schon riskieren, auf die schiefe Ebene der Psychiatrie geschoben zu werden... da ist man dann den Pillen ausgeliefert, die einem noch kränker machen, und irgendwann kommt man gar nicht mehr raus (FFE?). Ich habe CFS, MCS und ES, aber bin noch weit vom Sozialamt entfernt, und zur Psycho-Stigmatisierung sage ich laut Nein Danke.
Gruss,
Carlo
Re: Wer informiert unsere Bürger?
Verfasst: 22. Februar 2006 06:10
von Andreas
Da ist ja eine ganze Menge gelauffen in der Zwischenzeit. Hatte dieses Thema schon lange vergessen.
Vielen Dank erstmals für eure grosse Anteilnahme. Bei mir hat sich inzwischen auch einiges getan. Ich habe eines Tages in der Sprechstunde (SFDRS) glaube ich wars, einen Bericht über ADS gesehen. Ich musste feststellen, das bei mir alle Symptome vorhande sind. Im Moment lauffen Abklärungen. Mein Hausarzt hat mir gesagt er könne es sich sehr gut vorstellen. Das würde auch meine Symtome erklären. Wenn ich Power habe, dann habe ich enorme Power, abe die ist leider sehr schnell verbraucht. Übrigens kiffe ich sehr stark. Ich muss mich dämpfen, damit ich meine Energie über einen längeren Zeitraum verteilen kann. Eigentlich WILL ich schon lange aufhören, aber es geht nicht, weil ich dann meine Energie nicht mehr unter Kontrolle habe. Es ist bei mir kein Willensproblem.
Wird bei einem Patienten ADS festgestellt, bekommt er meistens Ritalin. Dieses Scheisszeug werde ich auf keinen Fall schlucken. Lieber bleibe ich bei der Variante Hanf. Beide haben die gleiche Wirkung nur sind die Nebenwirkungen von Hanf schwächer, meines Erachtens. Natürlich muss ich von der Variante Rauchen wegkommen, denn ich hasse intwischen Nikotin.
Jetzt heisst es für mich abwarten, und schauen was festgestellt wird.
Was auf jeden Fall klar ist, ist die Tatsache, dass ich seit mehrereren Jahren nicht mehr einschalfen kann. Ausser in Mobilfunkfreien Zonen. Da klappts komischerweise Prima. Ausserdem habe ich seit UMTS kam tinnitus probleme, obwohl niemals eine extrem lärmbelastung vorhanden war.
Meine eMail Adresse gebe ich nicht an, weil ich möglichst anonym bleiben möchte. Ich werde mich an Sie persönlich wenden, wenn ich Ihre Hilfe in Anspruch nehmen möchte.
Abschliessend kann man nur sagen, ich bin kein Arzt, kein Spezialist, aber ich erkenne deutliche Zusammenhänge zwischen Mobilfunk und der Gesundheit.
Mit freundlichen Grüssen
Andreas