Interphone-Studie mit falschen Schlüssen
ödp-Kreisrat kritisiert Veröffentlichung der Mobilfunkstudie
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Gerhard Geiger, ödp-Kreisrat, kritisiert die in vielen Zeitungen veröffentlichte Interphone-Studie der WHO. Diese wurde im Jahr 2000 gestartet, vor also ca. 5 Jahren. Um Tumorrisiken überhaupt beurteilen zu können, seien Studien von mindestens 10 Jahren notwendig. Selbst wenn in dieser Studie auch Handynutzer untersucht wurden, die seit mindestens 10 Jahren mit dem Handy telefonierten, hätte man keine Informationen über den Gesundheitszustand dieser Handynutzer vor dem Jahr 2000. Wirklich verlässliche Daten könnte die Studie also erst ab ca. dem Jahr 2010 liefern, so Geiger. Jetzt zu urteilen, Handys wären ungefährlich, sei verfrüht. Geiger: „Die Forscher haben ja tatsächlich eine erhöhte Krebsrate festgestellt, und das seltsamer Weise auf der Kopfseite, die dem Handy zugewandt ist. Natürlich ist dies kein Beweis für eine Gefährlichkeit der Mobilfunkstrahlung, aber genauso wenig ein Beweis für deren Ungefährlichkeit.“ Wenn es nur den Verdacht eines Risikos gebe, müsste die Politik wegen ihrer Verantwortung gegenüber der Gesundheit der Bürger aktiv werden. Deshalb führe kein Weg an der Absenkung der Grenzwerte vorbei. Es gebe auch genügend andere Studien, die zu anderen Ergebnissen kommen, so z.B. die EU-Reflexstudie. Außerdem gehe es nicht nur um eine erhöhte Krebsgefahr: Durch die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke durch die gepulste Strahlung kämen auch Giftstoffe leichter in das Gehirn und führten dort zum Absterben von Gewebe. Für Gerhrd Geiger ist es unverantwortlich, dass die kritischen Aspekte der Studie aus der Veröffentlichung herausgelassen wurden. Dies zeige nur wieder die Nähe der Mobilfunkindustrie zu den internationalen Gremien und den Instituten. Auch über die DECT-Technik gehe die Studie zu schnell hinweg. Gerade erst habe Ökotest veröffentlich, wie hoch die Strahlungswerte bei Schnurlostelefonen sei. Bisher hätten sich leider nur zwei Anbieter gefunden, die auch DECT-Schnurlostelefone anböten, die ihren Sendebetrieb nach dem Gespräch ebenso beenden würden. "Leider nehmen wir alle an einem gigantischen menschlichen Großversuch teil, mit ungewissen Ausgang", so Geiger. Vor ein paar Jahren habe man auch die Radarstrahlung für recht unschädlich gehalten, heute gebe es viele Krebefälle bei Soldaten, die an Radargeräten gearbeitet hätten. Wolle man nun das gleiche Risiko wieder eingehen?, so Geiger.
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