Studie: Handy-Nutzer wissen kaum etwas über Strahlung/Mobilf
Verfasst: 17. Februar 2006 22:50
Studie: Handy-Nutzer wissen kaum etwas über Strahlung
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23135
Donnerstag, 16. Februar 2006
Heidelberg - Die meisten Handy-Nutzer haben keine Ahnung über die elektromagnetische Strahlung ihrer Mobiltelefone, können mit Angaben der Hersteller darüber wenig anfangen und trauen zudem den offiziellen Höchstwerten nicht. Das geht aus einer Studie der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift „Das Bundesgesundheitsblatt“ hervor. Bei einem Experiment mit 239 Testpersonen kannten demnach 94 Prozent der Handy-Besitzer spontan den so genannten SAR-Wert (Specific Absorption Rate) ihres Gerätes nicht, der Aufschluss über die Strahlungsintensität gibt.
In Europa gilt seit August 2001 für Handys ein SAR-„Teilkörpergrenzwert“ von zwei Watt Strahlung je Kilogramm auf Kopf und Rumpf. Das Umweltsiegel „Blauer Engel“ gibt es in Deutschland für Geräte mit einem SAR-Wert unter 0,6 Watt.
Wissenschaftler vom Forschungszentrum Jülich und der TU Berlin fragten die Testteilnehmer, für wie sicher sie vier Apparate mit SAR-Werten von 0,16 bis 1,83 Watt je Kilo einstufen. Alle Geräte lagen damit unter dem zulässigen Höchstwert. Den relativ am stärksten strahlenden Apparaten traute aber eine Mehrheit der Befragten nicht über den Weg. Erst bei den beiden strahlungsärmeren Handys äußerten auch als grundsätzlich „besorgt“ eingestufte Tester mehrheitlich Vertrauen in die Technik.
Die Einschätzung der Befragten kommt damit der Sichtweise des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) entgegen: Das Amt hält es der Studie zufolge aus Gründen der Vorsorge für zweckmäßig, elektromagnetische Strahlung grundsätzlich so gering wie möglich zu halten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht dagegen alle Handys unterhalb des Schwellenwertes aus wissenschaftlicher Sicht als sicher an. /afp
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Mobilfunk-Pakt für Oberösterreich soll Strahlenbelastung verringern
http://www.nachrichten.at/lokal/423666? ... 5537fde0a3
LINZ. Alle benutzen Handys, niemand weiß so genau über die gesundheitlichen Folgen Bescheid: Ein Pakt mit den Netzbetreibern soll die Belastung senken, denn Studien weisen immer stärker auf Strahlungsfolgen hin.
Forschungs-Lücken sind besonders bei den Auswirkungen so genannter Basis-Stationen, leistungsstarker Sender für die Gesprächsübertragung über längere Strecken, sehr groß: "Erst vor zwei Jahren hat die Welt-Gesundheitsorganisation WHO zugegeben, dass Forschung darüber lohnend sein könnte", sagt Kundi: Drei Studien gebe es seither, alle drei "weisen auf Zusammenhänge zwischen Belastungen über einem Milliwatt und Folgen wie Kopfweh, Nervosität und Herz-Kreislauf-Beschwerden hin". Schlafstörungen seien eher eine Folge der Angst vor oder des Ärgers über Mobilfunk-Sender.
Obwohl das Telekommunikations-Gesetz Bundessache ist, versucht Umwelt-Landesrat Rudi Anschober derzeit mit den Netzbetreibern ein freiwilliges Abkommen über niedrigere Strahlenbelastung auszuhandeln: "Solange wir über gesundheitliche Folgen der Handy-Technologie nicht genug wissen, müssen wir die Belastung minimieren", rät Anschober.
Information sei wichtig: Im Internet gebe es mehr als 2,7 Millionen Seiten(!) über das Thema Handy-Strahlung, "vom Weltuntergangs-Szenario bis zu radikalen Befürwortern", sagt Umwelthygiene-Experte Michael Kundi. Eine neue Broschüre des Landes solle daher vor allem "gesichertes Wissen und Basis-Informationen" liefern.
Die Grenzwert-Diskussion zeigt laut Kundi, wie weit die Positionen auseinander liegen: Erlaubt sind derzeit laut ÖNorm 10.000 Milliwatt Strahlung pro Quadratmeter, der bekannte Salzburger Vorsorgewert liegt bei einem Milliwatt, der Oberste Sanitätsrat empfiehlt maximal 90 (siehe Grafik). Wichtig für den Konsumenten sei auch das Wissen über strahlungsarme Handys, je niedriger die SAR (spezifische Absorptionsrate, Gewebe-Erwärmung durch Strahlung) desto besser. "Eine einfache Angabe am Gerät könnte Eltern zum Beispiel helfen, für ihre Kinder möglichst strahlungsarme Handys auszuwählen", fordert Anschober eine Kennzeichnungspflicht, wie sie in anderen europäischen Ländern bereits üblich ist. (pa)
vom 18.02.2006
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Pressemitteilung 007 vom 17.02.2006
BfS stellt Unterrichtsmaterial Mobilfunk vor
http://www.bfs.de/bfs/presse/pr06/pr0607.html
Handys und Mobilfunk sind wichtige Themen insbesondere für Kinder und Jugendliche, aber auch für die Strahlenschützer vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Auf der Bildungsmesse didacta in Hannover, die am 20. Februar beginnt, präsentiert das BfS sein neu entwickeltes, kostenloses "Unterrichtsmaterial Mobilfunk - Handyführerschein für Einsteiger".
"Das Material informiert Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse verständlich und abwechslungsreich über die Funktionsweise des Mobilfunks sowie über mögliche gesundheitliche Risiken. Insbesondere werden praktische Tipps zur Verminderung der persönlichen Strahlenbelastung im Rahmen der gesundheitlichen Vorsorge gegeben", erläutert Anne-Grete Becker vom BfS anlässlich der Veröffentlichung des Unterrichtsmaterials. Die Auswirkungen des Mobilfunks auf Kommunikations- sowie Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen und die Thematisierung der "Schuldenfalle Mobilfunk" im Rahmen des Verbraucherschutzes runden das Material ab.
Lehrkräfte können den Ordner mit der Loseblattsammlung sowie themenbezogene Poster in einzelnen Modulen fächerübergreifend und zeitlich variabel im Unterricht und in Projekten einsetzen. Das Unterrichtsmaterial ist beim BfS zu beziehen und steht in Kürze als Download auf der Internetseite des BfS (www.bfs.de) zur Verfügung.
Auf der didacta verknüpft das BfS Theorie und Praxis: Messebesucher haben auf dem BfS-Stand die Möglichkeit, die Strahlung ihrer Handys messen zu lassen. Dabei stehen Expertinnen und Experten des BfS für Informationsgespräche zur Verfügung.
Zudem informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BfS anlässlich des 20. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl über die heutige radioaktive Belastung der Umwelt in Deutschland und Europa.
Zu diesen und weiteren Themen des Strahlenschutzes erhalten die Besucher kompetente Auskunft und zahlreiche, auch für Unterrichtszwecke geeignete Informationsmaterialien.
Der Messestand des BfS befindet sich in Halle 15, Standnummer D 64 auf dem Messegelände in 30521 Hannover vom 20.02.2006 bis zum 24.02.2006, täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr. Der Stand ist telefonisch erreichbar unter den Rufnummern: 0511/89 49 71 78 oder 0174/7 12 18 55.
Das kostenlose "Unterrichtsmaterial Mobilfunk - Handyführerschein für Einsteiger ab Klasse 5" kann ab sofort telefonisch oder per Post, Fax beziehungsweise E-Mail bestellt werden:
Bundesamt für Strahlenschutz
Postfach 10 01 49
38201 Salzgitter
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http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23135
Donnerstag, 16. Februar 2006
Heidelberg - Die meisten Handy-Nutzer haben keine Ahnung über die elektromagnetische Strahlung ihrer Mobiltelefone, können mit Angaben der Hersteller darüber wenig anfangen und trauen zudem den offiziellen Höchstwerten nicht. Das geht aus einer Studie der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift „Das Bundesgesundheitsblatt“ hervor. Bei einem Experiment mit 239 Testpersonen kannten demnach 94 Prozent der Handy-Besitzer spontan den so genannten SAR-Wert (Specific Absorption Rate) ihres Gerätes nicht, der Aufschluss über die Strahlungsintensität gibt.
In Europa gilt seit August 2001 für Handys ein SAR-„Teilkörpergrenzwert“ von zwei Watt Strahlung je Kilogramm auf Kopf und Rumpf. Das Umweltsiegel „Blauer Engel“ gibt es in Deutschland für Geräte mit einem SAR-Wert unter 0,6 Watt.
Wissenschaftler vom Forschungszentrum Jülich und der TU Berlin fragten die Testteilnehmer, für wie sicher sie vier Apparate mit SAR-Werten von 0,16 bis 1,83 Watt je Kilo einstufen. Alle Geräte lagen damit unter dem zulässigen Höchstwert. Den relativ am stärksten strahlenden Apparaten traute aber eine Mehrheit der Befragten nicht über den Weg. Erst bei den beiden strahlungsärmeren Handys äußerten auch als grundsätzlich „besorgt“ eingestufte Tester mehrheitlich Vertrauen in die Technik.
Die Einschätzung der Befragten kommt damit der Sichtweise des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) entgegen: Das Amt hält es der Studie zufolge aus Gründen der Vorsorge für zweckmäßig, elektromagnetische Strahlung grundsätzlich so gering wie möglich zu halten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht dagegen alle Handys unterhalb des Schwellenwertes aus wissenschaftlicher Sicht als sicher an. /afp
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Mobilfunk-Pakt für Oberösterreich soll Strahlenbelastung verringern
http://www.nachrichten.at/lokal/423666? ... 5537fde0a3
LINZ. Alle benutzen Handys, niemand weiß so genau über die gesundheitlichen Folgen Bescheid: Ein Pakt mit den Netzbetreibern soll die Belastung senken, denn Studien weisen immer stärker auf Strahlungsfolgen hin.
Forschungs-Lücken sind besonders bei den Auswirkungen so genannter Basis-Stationen, leistungsstarker Sender für die Gesprächsübertragung über längere Strecken, sehr groß: "Erst vor zwei Jahren hat die Welt-Gesundheitsorganisation WHO zugegeben, dass Forschung darüber lohnend sein könnte", sagt Kundi: Drei Studien gebe es seither, alle drei "weisen auf Zusammenhänge zwischen Belastungen über einem Milliwatt und Folgen wie Kopfweh, Nervosität und Herz-Kreislauf-Beschwerden hin". Schlafstörungen seien eher eine Folge der Angst vor oder des Ärgers über Mobilfunk-Sender.
Obwohl das Telekommunikations-Gesetz Bundessache ist, versucht Umwelt-Landesrat Rudi Anschober derzeit mit den Netzbetreibern ein freiwilliges Abkommen über niedrigere Strahlenbelastung auszuhandeln: "Solange wir über gesundheitliche Folgen der Handy-Technologie nicht genug wissen, müssen wir die Belastung minimieren", rät Anschober.
Information sei wichtig: Im Internet gebe es mehr als 2,7 Millionen Seiten(!) über das Thema Handy-Strahlung, "vom Weltuntergangs-Szenario bis zu radikalen Befürwortern", sagt Umwelthygiene-Experte Michael Kundi. Eine neue Broschüre des Landes solle daher vor allem "gesichertes Wissen und Basis-Informationen" liefern.
Die Grenzwert-Diskussion zeigt laut Kundi, wie weit die Positionen auseinander liegen: Erlaubt sind derzeit laut ÖNorm 10.000 Milliwatt Strahlung pro Quadratmeter, der bekannte Salzburger Vorsorgewert liegt bei einem Milliwatt, der Oberste Sanitätsrat empfiehlt maximal 90 (siehe Grafik). Wichtig für den Konsumenten sei auch das Wissen über strahlungsarme Handys, je niedriger die SAR (spezifische Absorptionsrate, Gewebe-Erwärmung durch Strahlung) desto besser. "Eine einfache Angabe am Gerät könnte Eltern zum Beispiel helfen, für ihre Kinder möglichst strahlungsarme Handys auszuwählen", fordert Anschober eine Kennzeichnungspflicht, wie sie in anderen europäischen Ländern bereits üblich ist. (pa)
vom 18.02.2006
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Pressemitteilung 007 vom 17.02.2006
BfS stellt Unterrichtsmaterial Mobilfunk vor
http://www.bfs.de/bfs/presse/pr06/pr0607.html
Handys und Mobilfunk sind wichtige Themen insbesondere für Kinder und Jugendliche, aber auch für die Strahlenschützer vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Auf der Bildungsmesse didacta in Hannover, die am 20. Februar beginnt, präsentiert das BfS sein neu entwickeltes, kostenloses "Unterrichtsmaterial Mobilfunk - Handyführerschein für Einsteiger".
"Das Material informiert Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse verständlich und abwechslungsreich über die Funktionsweise des Mobilfunks sowie über mögliche gesundheitliche Risiken. Insbesondere werden praktische Tipps zur Verminderung der persönlichen Strahlenbelastung im Rahmen der gesundheitlichen Vorsorge gegeben", erläutert Anne-Grete Becker vom BfS anlässlich der Veröffentlichung des Unterrichtsmaterials. Die Auswirkungen des Mobilfunks auf Kommunikations- sowie Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen und die Thematisierung der "Schuldenfalle Mobilfunk" im Rahmen des Verbraucherschutzes runden das Material ab.
Lehrkräfte können den Ordner mit der Loseblattsammlung sowie themenbezogene Poster in einzelnen Modulen fächerübergreifend und zeitlich variabel im Unterricht und in Projekten einsetzen. Das Unterrichtsmaterial ist beim BfS zu beziehen und steht in Kürze als Download auf der Internetseite des BfS (www.bfs.de) zur Verfügung.
Auf der didacta verknüpft das BfS Theorie und Praxis: Messebesucher haben auf dem BfS-Stand die Möglichkeit, die Strahlung ihrer Handys messen zu lassen. Dabei stehen Expertinnen und Experten des BfS für Informationsgespräche zur Verfügung.
Zudem informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BfS anlässlich des 20. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl über die heutige radioaktive Belastung der Umwelt in Deutschland und Europa.
Zu diesen und weiteren Themen des Strahlenschutzes erhalten die Besucher kompetente Auskunft und zahlreiche, auch für Unterrichtszwecke geeignete Informationsmaterialien.
Der Messestand des BfS befindet sich in Halle 15, Standnummer D 64 auf dem Messegelände in 30521 Hannover vom 20.02.2006 bis zum 24.02.2006, täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr. Der Stand ist telefonisch erreichbar unter den Rufnummern: 0511/89 49 71 78 oder 0174/7 12 18 55.
Das kostenlose "Unterrichtsmaterial Mobilfunk - Handyführerschein für Einsteiger ab Klasse 5" kann ab sofort telefonisch oder per Post, Fax beziehungsweise E-Mail bestellt werden:
Bundesamt für Strahlenschutz
Postfach 10 01 49
38201 Salzgitter
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