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Kann Akupunktur bei Elektrosensibilität helfen?

Verfasst: 19. Februar 2006 11:30
von Elisabeth Buchs
Beim Lesen des unten erwähnten Textes habe ich mir diese Frage gestellt: http://www.lifeline.de/special/akupunkt ... 98,00.html.

Mein Osteopath, dank dessen Behandlung ich meine Elektrosensibilität etwas reduzieren konnte in etwa auf das Niveau vor der problematischen Behandlung mit der Magnetfeldmatte (was mir nur bedingt nützt, da auch die Belastung durch die Elektrozäune stärker geworden ist durch neuen Viehhüter und vermehrten Weidebetrieb, die Viehhüter sind übrigens gewissermassen eine "Urform" von gepulster Strahlung) sagte kürzlich, vielleicht könnte mir eine Akupunktur-Behandlung (Traditionelle Chinesische Medizin) noch eine weitere Verbesserung bringen. Er sagte, diese Behandlung wirke energetisch, wofür ich ansprechbar sei, er selber jedoch nicht. Bis jetzt habe ich diesbezüglich noch nichts getestet.

Gibt es in diesem Forum Elektrosensible, welche bereits Erfahrungen mit Akupunktur gemacht haben?

Jedenfalls ist eines klar: solche Behandlungen können höchstens eine gewisse Besserung der ganz massiven Ueberempfindlichkeit bringen, dass man bereits auf geringe Elektrosmog-Belastung stark negativ reagiert.

Was solche Behandlungen nicht sein können ist eine Legitimation uns mit immer noch mehr elektrosmogverursachenden Technologien "zuzumüllen".

Elisabeth Buchs

Re: Kann Akupunktur bei Elektrosensibilität helfen?

Verfasst: 19. Februar 2006 18:27
von Tom
Jedenfalls kann es das Wohlbefinden steigern. Aber man braucht Geduld, das dauert schon einige Wochen bis man davon etwas merkt. Oft nimmt man während der Therapie zu Hause noch spezielle chinesische Tees zu sich, beides sorgt dafür, dass man die innere Ruhe wieder findet. Ich machte vor Jahren damit recht gute Erfahrungen, allerdings in einer andern Sache. Chinamed ist eine sehr gute Therapie-Adresse, die gibts in der Schweiz an diversen Orten und die haben eine eigene Website. Was mich intressiert: Sie schreiben von einer Magnetfeldmatte. Meinen Sie die Magnetfeldtherapie? Die Geräte von Vitalife? Damit machte ich zweischneidige Erfahrungen. Einerseits tat es durchaus gut, andererseits sind die sehr teuer und man spürt Nebenwirkungen, speziell in den ersten Wochen. Wenn Sie elektrosensibel sind, warum nur legten Sie sich auf eine solche Matte? Es steht in jeder Gebrauchsanweisung klipp und klar, dass diese Art von Therapie für elektrosensible Personen ungeeignet sei. Ist ja klar, diese Strahlen durchqueren den ganzen Körper. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie immer noch daran leiden. Wie lange liegt denn Ihre Magnetfeldtherapie zurück?

Ich selber habe damit aufgehört, weil es derzeit kaum wirklich gute Geräte gibt. Das neueste Modell jener Firma (kostete ja satte 3500.--) kann es mit dem Vormodell nicht aufnehmen. Alle von unserer Familie hatten danach Einschlafprobleme, Nervosität oder Schmerzen. Selbst wenn wir es auf der alleruntersten Stufe (-sensitive-) laufen liessen bei nur 8 Minuten Dauer. Wir konnten es mit grossem Verlust jemandem anders verkaufen.

Akkupunktur hat nichts mit Strom oder Medikamenten zu tun; das könnte sehr wohl einen Versuch wert sein.

Re: Kann Akupunktur bei Elektrosensibilität helfen?

Verfasst: 20. Februar 2006 08:51
von Elisabeth Buchs
Weshalb ich mich auf eine solche Magnetfeldmatte von Vitalife legte, weil diese mir ausgerechnet von einem Elektrosmogspezialisten als Mittel zur Reduzierung der Elektrosensibilität empfohlen wurde und noch von einem zweiten bestätigt, die Matte solle die zusammengeklumpten Blutkörperchen (Geldrollen) lösen. Auch hoffte ich auf einen ähnlichen Effekt wie bei der Desensibilisierung bei Heuschnupfen.

Leider gehen meine Beobachtungen an mir selbst und andern Betroffenen dahin, dass eine zu hohe Elektrosmogbelastung eine bleibende Sensibilität auslösen oder verstärken kann, es muss etwas im Körper auslösen und sich verändern.

Elisabeth Buchs

Re: Kann Akupunktur bei Elektrosensibilität helfen?

Verfasst: 20. Februar 2006 10:13
von Tom
Ich bin mir sicher, dass es mit der Zeit wieder bessern wird; ich erinnere mich noch gut, wie ich auf einmal überall Schmerzen hatte (sogar an gesunden Zähnen!), klar ist nur, dass die MRT dafür sorgt, dass die Blutzirkulation verbessert wird. Damit aber spürt man auch alles besser, leider auch die Schmerzen. Ich weiss jetzt wenigstens, warum diese Art von Therapie von kaum einer KK übernommen wird. Ich finde auch, dass da mal der -Kassensturz- dahinter müsste. Was zum Teufel rechtfertigt solche astronomischen Preise? Mir sagte einmal ein Doc, dass es hier einzig um die Patente geht. Es gibt bloss einige Anbieter von solchen Matten. Man sollte mal ein solches System zerlegen und ausrechnen wie hoch die tatsächlichen Materialkosten sind.

Es müsste doch eine Art Therapie geben, die Ihnen diese Sensibilität wieder entziehen kann. Was ist zum Beispiel wenn Sie im Wasser sind? Beim Baden oder Schwimmen? Wo fühlen Sie sich am besten? In der freien Natur?

Wagen Sie ruhig den Versuch mit der Akkupunktur bei einem guten Therapeuten. Akkupunktur setzt ja ganzheitlich an, nicht bloss dort, wo es schmerzt.

Sie kennen sicher auch die Seiten von www.gesund.ch, dort sind alles Naturheiler aufgeführt. Man kann gratis fragen stellen. Aber Achtung: egal was Sie fragen, es gibt immer wieder diesselben Schlaumeier, die gegen alles eine Wundertherapie anbieten. U.a. auch ein Ostschweizer Naturtherapeut, der einem solche teuren Matten andrehenn will. Dennoch, vielleicht finden Sie dort neue Ideen oder Hilfe.

Re: Kann Akupunktur bei Elektrosensibilität helfen?

Verfasst: 21. Februar 2006 13:32
von Rudolf Hege
Ich bin Heilpraktiker UND führe umfeldbiologische Messungen durch. Meine Erfahrung ist die, dass alle Methoden, die typischerweise bei Allergien Erfolgsaussichten bieten auch bei Elektrosensibilität Chancen bieten.

Es scheint so, als stünde hinter Elektrosensibilität ein ähnlicher Wirkmechanismus, wie hinter Allergien (es ist ja letztlich auch eine Allergie). Durch Erstkontakt, sei es ein besonders starker Erstkontakt ODER ein Erstkontakt während einer Phase, in der das Immunsystem gerade angeschlagen ist (Stress, Krankheiten etc.) kommt es zu einer Sensibilisierung - und in der Folge reagiert das Immunsystem bereits auf geringste Auslöser mit der vollen Breitseite.

Daher kann alles Sinn machen, was auch bei Allergien hilft - eben auch Akupunktur.

Wichtig (natürlich) die Auslöser möglichst vermeiden - sofern möglich...

Achja, auf "Magnetmatten" etc. würde ich in jedem Fall verzichten. Diese sollte man - wenn überhaupt - nur kurzfristig, als therapeutisches Mittel einsetzen. Auf keinen Fall ständig und noch dazu im Bett.

Messungen zeigen eindeutig, dass solche Matten (oder andere künstliche magnetische Gleichfelder) das normale Erdmagnetfeld verzerren. Logisch, denn die Magneten werden ja nicht nach dem Erdmagnetfeld ausgerichtet. Das Erdmagnetfeld ist überall messbar - auch in Hochhäusern. Das Argument der Magnetmatten-Verkäufer, diese würden das technisch gestörte Erdmagnetfeld harmonisieren ist Humbug. Das Gegenteil ist der Fall... Selbst Federkerne in Matrazen verzerren das natürliche Feld, das gleiche gilt für Stahlrahmen etc. im Bett. Wer es nicht glaubt, kann mit einem ganz normalen Kompass ja mal das Bett von oben nach unten in Bahnen abfahren - und dabei die Nadel beobachten. In einem ungestörten Magnetfeld zeigt die Nadel keine oder maximal 2° Abweichung. Über einer Magnetmatraze tanzt sich häufig herum - und genau so "harmonisch" ist dann das produzierte Feld...

Re: Kann Akupunktur bei Elektrosensibilität helfen?

Verfasst: 21. Februar 2006 13:53
von Evi
Das mit den Federkernmatratzen hat was: Frau Dr. Dohmen, die im November 05 am 3. Kongress einen Vortrag gehalten hat, hat mir gesagt, sie schlafe in Hotels, wo eine Federkernmatratze im Bett ist, auf dem Fussboden.

Von allen Leuten, die sich eine Magnetfeldmatte gekauft haben, habe ich ausnahmslos negative Berichte erhalten. Also Vorsicht! Niemand soll sich so eine Matte aufschwatzen lassen, die zudem noch recht teuer ist. Sie hilft allein dem Produzenten und dem Verkäufer (auf dem Konto!)

Evi