WiMAX
Verfasst: 21. Februar 2006 10:31
Zur geplanten Entwicklung von WiMAX habe ich folgende Texte gelesen: http://www.izgmf.de/scripts/forum/forum ... 3cdcbc2d3e
http://www.spiegel.de/netzwelt/technolo ... 40,00.html
http://www.teltarif.de/i/wimax.html
Kostenlos telefonieren mit Microsoft:
Für Anbieter von Internet-Telefonie werden die Zeiten womöglich schwerer - ganz zu Schweigen von Mobilfunkbetreibern. Microsoft hat Pläne per Windows Mobile kostenlose Web-Telefonie zu ermöglichen. Mischt sich der Gigant in einen neuen Markt ein?
Nicht alle Parameter können gleichzeitig maximal sein:
Es wird über WiMAX nicht möglich sein, von einem mobilen Endgerät aus eine Verbindung mit 75 MBit/s über eine Entfernung von 30 km aufzubauen. Herr Holz von Alcatel gab eine typische Reichweite von 600 m im städtischen Bereich und vorstädtisch 900 m an. Zum Aufbau eines flächendeckenden WiMAX-Netzes für mobile Anwendung sei es erforderlich, die Stadt mit einem Netz aus WiMAX-Basisstationen zu überziehen. Bei direkter Sichtverbindung zwischen Basisstation und Empfänger sind typischerweise bis zu 15 km Entfernung bei 4,5 Mbit/s möglich, mit gewissem Installationsaufwand, vielleicht lassen sich die Antennenträger, die bisher bereits für Fernsehantennen genutzt werden, künftig für WiMAX verwenden.
Standartisierung im Fluss
Intel hat das WiMAX-Forum in die Richtung gedrängt, auch die Versorgung von portablen Geräten in Innenräumen zu ermöglichen. Da durch Mehrfachreflexionen, fehlende Richtstrahlcharakteristik der Antennen und das Durchdringen von Wänden das Signal geschwächt bzw. gestört wird, sind viel robustere Modulationsverfahren nötig. Die entsprechend überarbeiteten WiMAX-Standards (IEEE 802.16.REVd und 802.16e) befinden sich derzeit noch in der Verabschiedung.
Erste Endgeräte werden dem Standard IEEE 802.16a folgen. Dieser verlangt in der Regel, dass die Antennen aussen angebracht sind. So würde WiMAX zuerst als drahtlosen DSL-Ersatz eingesetzt.
Das Geschäftsmodell von WiMAX sei noch unklar und der wirtschaftliche Erfolg für Ausrüster und Tk-Unternehmen noch nicht sicher. WiMAX hat höhere Bitraten als UMTS und ist optimal auf das Internet-Protokoll abgestimmt. Jedoch gibt es keine garantierten Bandbreiten und keinen vollautomatischen Zellwechsel. Bei Voice over IP über WiMAX soll die Qualität eher schlechter sein als bei den derzeitigen Handys. WiMAX-fähige Handhelds oder gar Handys werden noch länger auf sich warten lassen. Es ist deutlich einfacher, eine neue Technologie in einen Laptop als in ein Handy zu integrieren (grosse schwere Handys mit geringerer Laufzeit).
Die Entwicklung von WiMAX in der Schweiz findet man auf der neuen Bakom-Homepage: http://www.bakom.ch/suchen/index.html?k ... en&lang=de
Kommentar: Was an diesen Texten auffällt, es zählen allein wirtschaftliche und technische Ueberlegungen und gesundheitliche Aspekte werden nirgends erwähnt. Für die Telekommunikationsindustrie zählt allein der Profit, das Aufrüsten wird immer massloser und wird unterstützt von unserer Regierung und deren Bundesämtern, die an den Lizenzen abkassieren. Gleich drei WiMAX-Konzessionen sollen in der Schweiz vergeben werden, bis Ende Februar haben die Bewerber Zeit, ihre Unterlagen einzureichen. Doch diese Suppe wollen wir bei Gigaherz ihnen versalzen, eine Beschwerde an das Bundesgericht ist in Vorbereitung. Ausserdem sind immer weniger Leute bereit, ihre Dächer und Grundstücke für Antennen zu geben.
Elisabeth Buchs
http://www.spiegel.de/netzwelt/technolo ... 40,00.html
http://www.teltarif.de/i/wimax.html
Kostenlos telefonieren mit Microsoft:
Für Anbieter von Internet-Telefonie werden die Zeiten womöglich schwerer - ganz zu Schweigen von Mobilfunkbetreibern. Microsoft hat Pläne per Windows Mobile kostenlose Web-Telefonie zu ermöglichen. Mischt sich der Gigant in einen neuen Markt ein?
Nicht alle Parameter können gleichzeitig maximal sein:
Es wird über WiMAX nicht möglich sein, von einem mobilen Endgerät aus eine Verbindung mit 75 MBit/s über eine Entfernung von 30 km aufzubauen. Herr Holz von Alcatel gab eine typische Reichweite von 600 m im städtischen Bereich und vorstädtisch 900 m an. Zum Aufbau eines flächendeckenden WiMAX-Netzes für mobile Anwendung sei es erforderlich, die Stadt mit einem Netz aus WiMAX-Basisstationen zu überziehen. Bei direkter Sichtverbindung zwischen Basisstation und Empfänger sind typischerweise bis zu 15 km Entfernung bei 4,5 Mbit/s möglich, mit gewissem Installationsaufwand, vielleicht lassen sich die Antennenträger, die bisher bereits für Fernsehantennen genutzt werden, künftig für WiMAX verwenden.
Standartisierung im Fluss
Intel hat das WiMAX-Forum in die Richtung gedrängt, auch die Versorgung von portablen Geräten in Innenräumen zu ermöglichen. Da durch Mehrfachreflexionen, fehlende Richtstrahlcharakteristik der Antennen und das Durchdringen von Wänden das Signal geschwächt bzw. gestört wird, sind viel robustere Modulationsverfahren nötig. Die entsprechend überarbeiteten WiMAX-Standards (IEEE 802.16.REVd und 802.16e) befinden sich derzeit noch in der Verabschiedung.
Erste Endgeräte werden dem Standard IEEE 802.16a folgen. Dieser verlangt in der Regel, dass die Antennen aussen angebracht sind. So würde WiMAX zuerst als drahtlosen DSL-Ersatz eingesetzt.
Das Geschäftsmodell von WiMAX sei noch unklar und der wirtschaftliche Erfolg für Ausrüster und Tk-Unternehmen noch nicht sicher. WiMAX hat höhere Bitraten als UMTS und ist optimal auf das Internet-Protokoll abgestimmt. Jedoch gibt es keine garantierten Bandbreiten und keinen vollautomatischen Zellwechsel. Bei Voice over IP über WiMAX soll die Qualität eher schlechter sein als bei den derzeitigen Handys. WiMAX-fähige Handhelds oder gar Handys werden noch länger auf sich warten lassen. Es ist deutlich einfacher, eine neue Technologie in einen Laptop als in ein Handy zu integrieren (grosse schwere Handys mit geringerer Laufzeit).
Die Entwicklung von WiMAX in der Schweiz findet man auf der neuen Bakom-Homepage: http://www.bakom.ch/suchen/index.html?k ... en&lang=de
Kommentar: Was an diesen Texten auffällt, es zählen allein wirtschaftliche und technische Ueberlegungen und gesundheitliche Aspekte werden nirgends erwähnt. Für die Telekommunikationsindustrie zählt allein der Profit, das Aufrüsten wird immer massloser und wird unterstützt von unserer Regierung und deren Bundesämtern, die an den Lizenzen abkassieren. Gleich drei WiMAX-Konzessionen sollen in der Schweiz vergeben werden, bis Ende Februar haben die Bewerber Zeit, ihre Unterlagen einzureichen. Doch diese Suppe wollen wir bei Gigaherz ihnen versalzen, eine Beschwerde an das Bundesgericht ist in Vorbereitung. Ausserdem sind immer weniger Leute bereit, ihre Dächer und Grundstücke für Antennen zu geben.
Elisabeth Buchs