Auf den Tribünen des Parlaments
Verfasst: 7. März 2006 10:25
Auf den Tribünen des Parlaments
Weil gestern in „unserer Sache“ bzw. über die Motion Wyss verhandelt werden sollte, waren mein Kollege und ich bei der Parlamentssitzung im Nationalrat dabei. Leider kam es nicht mehr zum Behandeln dieses Traktandums, das vermutlich sogar auf die nächste Session vertagt wird, vorgängig wurde viel diskutiert über Tankanlagen. Letztes Mal war ich als Schülerin im Parlament. Die Sicherheitsvorschriften sind gegenüber früher verschärft, die Politiker reden gerne wie eh und je, sind nun technischer ausgerüstet mit kleinen Notebooks und Handys, Dossiers und Zeitungen, unterhalten sich miteinander während auf dem Podium geredet wird, gehen ein und aus, kommen auf die Abstimmung hin in den Saal geeilt um den Abstimmungsknopf zu drücken. Dennoch ist das gelebte Demokratie, gruppenweise angeordnet die verschiedenen Parteien mit unterschiedlichen Meinungen und Interessen in einem Saal, es wird diskutiert und es werden Kompromisse ausgehandelt, wichtig ist das Unterstützen von sozialen und umweltbewussten Kräften in unserem Land per Wahlzettel.
Im Internet unter www.parlament.ch findet man eine interessante und übersichtliche Seite mit dem Programm und den Wortmeldungen der einzelnen Parlamentarier. Ich habe mir vorgenommen, dort vermehrt reinzuschauen.
Die Motion von Frau Ursula Wyss findet man auf ihrer Homepage www.ursulawyss.ch/vorstoesse/20031219_strahlung.htm
Entscheidend ist auch die Rolle der Bundesämter, z.B. die verfassungsrechtliche Grundlage der ComCom. Wie das möglich ist, dass Bakom und Comcom aushandeln können, dass WiMAX zugelassen wird mit gleich drei Konzessionen. Die WiMAX-Beschwerde von Gigaherz ans Bundesgericht ist abgeschickt. Am 13. März soll im Ständerat über die Grundversorgung durch ADSL auch in entlegene Gebiete verhandelt werden. Breitband ja – aber nicht per Funk – entlegene Gebiete, wo Elektrosensible noch hinflüchten können, sollen nicht auch noch mehr verstahlt werden. In dieser Sache werden wir bei Gigaherz bei der Vernehmlassung mitreden und ein Flugblatt an die Parlamentarier verschicken/verteilen. Wie ist das eigentlich mit HSPDA? UMTS-Turbo, Unterschiede gegenüber UMTS? Stärker strahlende Antennen? Noch mehr Antennen? Durch den Widerstand von Gigaherz und den im ganzen Land verteilten Einsprechergruppen kann die Bevölkerung der Regierung klarmachen, dass es mit dem masslosen Aufrüsten so nicht weitergehen kann.
UMTS: unmenschliche technische Schweinerei! Und vor allem auch: Unnötige menschliche technische Schweinerei!
Auch wenn man den Eindruck hat, dass der Einfluss von neoliberalen Kreisen, aus der Wirtschaft und durch weltweite Organisationen zunimmt, haben wir gerade in der Schweiz noch recht weitgehende Volksrechte, zu denen wir Sorge tragen müssen.
Elisabeth Buchs
Weil gestern in „unserer Sache“ bzw. über die Motion Wyss verhandelt werden sollte, waren mein Kollege und ich bei der Parlamentssitzung im Nationalrat dabei. Leider kam es nicht mehr zum Behandeln dieses Traktandums, das vermutlich sogar auf die nächste Session vertagt wird, vorgängig wurde viel diskutiert über Tankanlagen. Letztes Mal war ich als Schülerin im Parlament. Die Sicherheitsvorschriften sind gegenüber früher verschärft, die Politiker reden gerne wie eh und je, sind nun technischer ausgerüstet mit kleinen Notebooks und Handys, Dossiers und Zeitungen, unterhalten sich miteinander während auf dem Podium geredet wird, gehen ein und aus, kommen auf die Abstimmung hin in den Saal geeilt um den Abstimmungsknopf zu drücken. Dennoch ist das gelebte Demokratie, gruppenweise angeordnet die verschiedenen Parteien mit unterschiedlichen Meinungen und Interessen in einem Saal, es wird diskutiert und es werden Kompromisse ausgehandelt, wichtig ist das Unterstützen von sozialen und umweltbewussten Kräften in unserem Land per Wahlzettel.
Im Internet unter www.parlament.ch findet man eine interessante und übersichtliche Seite mit dem Programm und den Wortmeldungen der einzelnen Parlamentarier. Ich habe mir vorgenommen, dort vermehrt reinzuschauen.
Die Motion von Frau Ursula Wyss findet man auf ihrer Homepage www.ursulawyss.ch/vorstoesse/20031219_strahlung.htm
Entscheidend ist auch die Rolle der Bundesämter, z.B. die verfassungsrechtliche Grundlage der ComCom. Wie das möglich ist, dass Bakom und Comcom aushandeln können, dass WiMAX zugelassen wird mit gleich drei Konzessionen. Die WiMAX-Beschwerde von Gigaherz ans Bundesgericht ist abgeschickt. Am 13. März soll im Ständerat über die Grundversorgung durch ADSL auch in entlegene Gebiete verhandelt werden. Breitband ja – aber nicht per Funk – entlegene Gebiete, wo Elektrosensible noch hinflüchten können, sollen nicht auch noch mehr verstahlt werden. In dieser Sache werden wir bei Gigaherz bei der Vernehmlassung mitreden und ein Flugblatt an die Parlamentarier verschicken/verteilen. Wie ist das eigentlich mit HSPDA? UMTS-Turbo, Unterschiede gegenüber UMTS? Stärker strahlende Antennen? Noch mehr Antennen? Durch den Widerstand von Gigaherz und den im ganzen Land verteilten Einsprechergruppen kann die Bevölkerung der Regierung klarmachen, dass es mit dem masslosen Aufrüsten so nicht weitergehen kann.
UMTS: unmenschliche technische Schweinerei! Und vor allem auch: Unnötige menschliche technische Schweinerei!
Auch wenn man den Eindruck hat, dass der Einfluss von neoliberalen Kreisen, aus der Wirtschaft und durch weltweite Organisationen zunimmt, haben wir gerade in der Schweiz noch recht weitgehende Volksrechte, zu denen wir Sorge tragen müssen.
Elisabeth Buchs