Thuner Tagblatt vom 21. März 2006:
KANTON MACHT DRUCK
Trotz Widerstand: Neue Natelantennen in Thun
Wohl vergeblicher Widerstand in Thun gegen Natelantennen: Vier Baubewilligungen werden schon bald erteilt.
In Thun waren Baubewilligungsverfahren für fünf neue Natelantennen hängig. Nun hat das zuständige Amt für Wirtschaft beco die Berichte zur Einhaltung der Strahlengrenzwerte abgeliefert, alle mit positivem Resultat. Das bedeutet im Klartext, dass in Kürze die Baubewilligungen für die folgenden Natelantennen in Thun erteilt werden: Die Sunrise-Projekte an der Seestrasse, am Jägerweg und an der Feuerwerkerstrasse sowie die Swisscom-Anlage an der Uttigenstrasse. Gegen die vier Bauvorhaben, speziell jene im Wohngebiet, hagelte es Einsprachen. «Die Anlagen sind alle in Ordnung und rechtskonform», erklärt Hansueli Maurer vom Thuner Bauinspektorat. Das fünfte Baugesuch für eine Natelantenne auf dem schützenswerten Gebäude an der Aare-strasse 38 B wurde nach Einwänden der Denkmalpflege vorerst sistiert.
Mit einem scharfen Brief fordert die Justizdirektion des Kantons Bern die Gemeinden auf, Baugesuche für Mobil- funkantennen weiter zu prüfen. Die Betreiberfirmen hätten Rechtsanspruch auf ein ordnungsgemässes Verfahren, so das gestrige Schreiben: «Die Gemeinden sind aufgefordert, hängige Baugesuche zu bearbeiten und die Verfahren mit einem Bauentscheid abzu-schliessen.» Die angesprochenen Gemeinden zeigen sich wenig beeindruckt und denken nicht daran, das Moratorium zu lockern.
Die Telefonfirmen begrüssen die Intervention des Kantons. Sie müssten sämtliche Vorschriften genau einhalten: «Wir erwarten, dass dies auch die Gemeinden tun», so der Sunrise-Sprecher.jss/gum
Sowohl auf der Titelseite wie auf Seite 3 und 21 des Thuner Tagblatts ist Mobilfunk ein Thema:
Die Gemeinden wollen hart bleiben:
Fast alle Gemeinden, die keine neuen Mobilfunkantennen mehr bewilligen, pfeifen auf den Brief das Kantons Bern.
Für die Stadt Bern ändert sich nichts, erklärte der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Auch wenn der Kanton in Einzelfällen zum Schluss komme, die Sistierung der Antennen sei nicht rechtens, werde die Stadt hart bleiben. Dann lehnen wir die Baugesuche vermutlich ab. Gemäss Bundesgerichtsurteil haben Anwohner einen Anspruch auf ein objektiv überprüfbare Einhaltung der Grenzwerte, so Tschäppät. Das von den Kantonen entwickelte Qualitätssicherungssystem erfülle diese Anforderungen nicht, da es nur alle 24 Stunden die Strahlung messe. Es muss rund um die Uhr gemessen werden, so Tschäppät. Auch Burgdorf will hart bleiben. Das Parlament von Ostermundigen hat im September - gegen den Willen des Gemeinderates - eine Volksmotion "Gegen den Wildwuchs von Antennen gutgeheissen.
Kommentar: Ich frage mich immer mehr, welches Interesse der Bundesrat, das Parlament und der Kanton (Justizdirektion, Amt für Wirtschaft BECO, Herr Matti) haben, gegen den Willen von Gemeinden und grossen Teilen der Bevölkerung immer noch mehr Antennen aufstellen zu lassen und und ob da wohl Zuwendungen, gut Deutsch Schmiergelder eine Rolle spielen.
Elisabeth Buchs
Kanton macht Druck
-
Elisabeth Buchs
Re: Kanton macht Druck
Mein elektrosensibler Kollege hat sich bei der Justizdirektion beschwert: Diese sagen: sie können da nichts machen, das Parlament müsste handeln und z.B. die Grenzwerte senken. Die Justizdirektion wolle, dass das Recht zum Zug komme. Die Gemeinden müssten die Gesuche behandeln, ob positiv oder negativ. Sonst werde das Gesetz umgangen.
Justizdirektion und Beco sind scheinbar vor allem obrigkeitsgläubig. Die Lobbyisten wie z.B. Herr Theiler sind im Parlament zu finden und versuchen dort zu blockieren. Die Motion Wyss stammt ja von 2003 und ist schon wieder verschoben worden. Die Regierung setze im Moment vor allem auf die Studien (TNO-Replikation, Nationales Forschungsprojekt) und inzwischen geht das Aufrüsten weiter. Doch was ist, wenn die Studiendesign der Elektrosensibilität nicht gerecht werden.
Der Druck von der Basis muss wachsen, von der Bevölkerung, von Gemeinden, die sich nicht einschüchtern lassen. Es muss einen Weg geben, aus der Zwangsbestrahlung herauszukomme, die gegen unseren Willen getätigt wird.
Was ist denn das für ein Recht, wo Elektrosmog-Geschädigte geopfert und als Hypochonder schlecht gemacht werden.
Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!
Elisabeth Buchs
Justizdirektion und Beco sind scheinbar vor allem obrigkeitsgläubig. Die Lobbyisten wie z.B. Herr Theiler sind im Parlament zu finden und versuchen dort zu blockieren. Die Motion Wyss stammt ja von 2003 und ist schon wieder verschoben worden. Die Regierung setze im Moment vor allem auf die Studien (TNO-Replikation, Nationales Forschungsprojekt) und inzwischen geht das Aufrüsten weiter. Doch was ist, wenn die Studiendesign der Elektrosensibilität nicht gerecht werden.
Der Druck von der Basis muss wachsen, von der Bevölkerung, von Gemeinden, die sich nicht einschüchtern lassen. Es muss einen Weg geben, aus der Zwangsbestrahlung herauszukomme, die gegen unseren Willen getätigt wird.
Was ist denn das für ein Recht, wo Elektrosmog-Geschädigte geopfert und als Hypochonder schlecht gemacht werden.
Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!
Elisabeth Buchs
-
gesuana
Re: Kanton macht Druck
Und ich denke heute wieder : Es ist das Raffinierteste , was man sich überhaupt ausdenken kann.- Nur noch wenige Orte lassen sie uns übrig, die uns ahnen lassen , was wir am Verlieren sind. Wenn es keine mehr gibt , werden wir es ganz vergessen. Aber noch existieren ein paar (seltene) , mit wenig Smog , und man fühlt es , ich fühle es . Die Luft riecht anders, ruhige ernergiereiche Atmosphäre ... ein Gefühl : "wie früher" , schwer zu umschreiben , aber so deutlich .
Wie wird es in ein paar Jahren sein , werden sich unsere Körper und Seelen je damit arrangieren ( wie es ein chinesischer Therapeut mir mal erklären wollte), wann endlich kommt der Eklat in der Bevölkerung??
gesuana
Wie wird es in ein paar Jahren sein , werden sich unsere Körper und Seelen je damit arrangieren ( wie es ein chinesischer Therapeut mir mal erklären wollte), wann endlich kommt der Eklat in der Bevölkerung??
gesuana