Blick greift das Thema auf und stellt auch gleich eine online- Umfrage nach neuen AKWs.
http://www.blick.ch/news/schweiz/artikel34387
Der Stromverbrauch in der Schweiz steigt in den nächsten 30 Jahren um 23 Prozent. Woher holen wir diese zusätzliche Energie?
Mehr Stromverbrauch bedeutet aber auch mehr Elektrosmog, einerseits beim Transport, aber auch bei den Verbrauchern. Abgesehen davon, dass mit neuen AKWs auch das Risiko eines Atomunfalles in Kauf genommen wirs, auch die Abfallentsorgung ist bis heute ungelöst.
Brauchen wir neue Kraftwerke?
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Klaus
Re: Brauchen wir neue Kraftwerke?
Das ist ein Thema, bei dem man eigentlich nur feste dagegen steuern kann. Es sei denn, es wird gleichzeitig mindestens eines (besser 2) der bestehenden AKW's geschlossen, und das neue so plaziert, dass die Strom-Transportwege kürzer werden. (Z.B. Standort Wallis)
Die Stromlobby verdient aber besonders dann, wenn sie zu Spitzenzeiten viel Strom exportieren kann, sowie am Kreuz und Quer Stromtransport und hat so überhaupt nicht die gleichen Interessen wie die elektrosmog gequälte Bevölkerung. Natürlich würde sie auch keine Besterbungen forcieren, um zu sparen und winkt aber kräftig mit der Angst, dass uns die Lichter ausgehen.
Ich könnte mir auch vorstellen, irgendwann, bevor es zur Abstimmung kommt, erleben wir noch einen grösseren "strategischen" Stromausfall, quasi ein Wink mit dem Zaunpfahl!
Die Stromlobby verdient aber besonders dann, wenn sie zu Spitzenzeiten viel Strom exportieren kann, sowie am Kreuz und Quer Stromtransport und hat so überhaupt nicht die gleichen Interessen wie die elektrosmog gequälte Bevölkerung. Natürlich würde sie auch keine Besterbungen forcieren, um zu sparen und winkt aber kräftig mit der Angst, dass uns die Lichter ausgehen.
Ich könnte mir auch vorstellen, irgendwann, bevor es zur Abstimmung kommt, erleben wir noch einen grösseren "strategischen" Stromausfall, quasi ein Wink mit dem Zaunpfahl!
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Mark
Wallis und AKWs
Warum Standort Wallis? Von dort werden doch die Stromwege gewiss nicht kleiner. Ausserdem kommt das Wallis sicher nicht in Frage, weil das Wallis das höchste Erdbebenrisiko in der Schweiz trägt und auch touristisch wichtig ist. Ich mag diese AKWs auch nicht, dennoch ist es gescheiter hier mit zuverlässiger(er) Technik zu arbeiten als mit importiertem Strom aus dem Ostblock oder Frankreich. Ausserdem muss man wissen, dass an den bisherigen Standorten kaum jemand abgeneigt wäre, wenn ein neues AKW entstehen würde. Die niedrigen Steuersätze sind das eine, die Arbeitsplätze das andere. Ausserdem hat man sich an diesen Orten längst daran gewöhnt. Hier gibt es wirklich viele Pro und Contra zu diesem Thema. Das Wallis und die Region Basel haben mit Abstand das höchste Risiko auf ein schweres Erdbeben in der Schweiz, das spielt bei der Planung auch eine Rolle.
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Klaus
Re: Wallis und AKWs
Ich nenne Wallis nur als Beispiel; warum auch nicht an den Genfersee.. (natürlich hätten die Westschweizer keine Freude...)
Und: doch doch werden die Transportwege kleiner, wenn die AKW's besser verteilt wären, ist doch klar. Und gerade Touristenregionen verbrauchen viiiiel Strom für Bergbahnen, Schneeproduktionsanlagen und Heizungen. (Ich nehme mich da nicht aus, ich konsumiere da gelegentlich auch mit)
Was ich an der ganzen Licht-Aus Panik-Diskusion bemängle: es ist noch längst nicht ausgespart; und das hätte meiner Ansicht nach allerhöchste Priorität. Solange keinerlei Druck besteht, ein Ziel zu erreichen, wird es bestimmt nicht erreicht. Mit einem neuen AKW wäre die Spardiskusion wieder für 30 Jahre vom Tisch.
Also: würde man die ganzen Milliarden für ein neues AKW in Sanierungsmassnahmen privater und öffentlicher Gebäude wie Wärmeisolationen, Isolierverglasungen, Wärmepumpen, Förderung von besonders sparsamen Elektrogeräten (Kühlschränke, zero-standby Geräte etc.) stecken und dannach Heizöl und Strompreise so ansetzen, dass sich Sparen im Portemonaie "gut anfühlt", wäre ein erhebliches Energiesparpotential da. Aber das ist nicht der Weg des geringsten Wiederstandes, daher nicht so beliebt.
Anders sähe es wohl aus, wenn plötzlich wieder einmal eine seltsam leuchtende, knisternde Wolke über Leibstadt oder Mühleberg aufsteigen sollte, oder in Gösgen "die Tomaten so gross wie noch nie" werden
Und: doch doch werden die Transportwege kleiner, wenn die AKW's besser verteilt wären, ist doch klar. Und gerade Touristenregionen verbrauchen viiiiel Strom für Bergbahnen, Schneeproduktionsanlagen und Heizungen. (Ich nehme mich da nicht aus, ich konsumiere da gelegentlich auch mit)
Was ich an der ganzen Licht-Aus Panik-Diskusion bemängle: es ist noch längst nicht ausgespart; und das hätte meiner Ansicht nach allerhöchste Priorität. Solange keinerlei Druck besteht, ein Ziel zu erreichen, wird es bestimmt nicht erreicht. Mit einem neuen AKW wäre die Spardiskusion wieder für 30 Jahre vom Tisch.
Also: würde man die ganzen Milliarden für ein neues AKW in Sanierungsmassnahmen privater und öffentlicher Gebäude wie Wärmeisolationen, Isolierverglasungen, Wärmepumpen, Förderung von besonders sparsamen Elektrogeräten (Kühlschränke, zero-standby Geräte etc.) stecken und dannach Heizöl und Strompreise so ansetzen, dass sich Sparen im Portemonaie "gut anfühlt", wäre ein erhebliches Energiesparpotential da. Aber das ist nicht der Weg des geringsten Wiederstandes, daher nicht so beliebt.
Anders sähe es wohl aus, wenn plötzlich wieder einmal eine seltsam leuchtende, knisternde Wolke über Leibstadt oder Mühleberg aufsteigen sollte, oder in Gösgen "die Tomaten so gross wie noch nie" werden
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mips
Re: Wallis und AKWs
Kantone wie das Wallis oder Graubünden haben über das ganze Jahr gesehen einen grossen Stromproduktionsüberschuss, im Winter sieht die Bilanz aber anders aus.
Aber ich kann weder ein AKW in den Bellungsgebieten, noch in den Bergen begrüssen.
Die Stromverbrauch nimmt stetig zu und die muss geändert werden. Wenn der Strom knapp wird erhöt sich der Preis und das wird seine (positiven) Folgen auf den Verbrauch haben.
Vereinfacht gesagt bedeutet weniger Stromverbrauch auch weniger Elektrosmog.
Aber ich kann weder ein AKW in den Bellungsgebieten, noch in den Bergen begrüssen.
Die Stromverbrauch nimmt stetig zu und die muss geändert werden. Wenn der Strom knapp wird erhöt sich der Preis und das wird seine (positiven) Folgen auf den Verbrauch haben.
Vereinfacht gesagt bedeutet weniger Stromverbrauch auch weniger Elektrosmog.