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Handy-Strahlen hemmen Pflanzenwachstum

Verfasst: 29. März 2006 20:12
von The Future's black
Schüler vermuten: Handy-Strahlen hemmen Pflanzenwachstum

Versuch im Rahmen des Wissenschaftswettbewerbs "Jugend forscht"
28.03.2006
18:48
http://www.teltarif.de/arch/2006/kw13/s21061.html

Handy-Strahlung hemmt offenbar das Wachstum von Pflanzen. Das schließen jedenfalls zwei Gymnasiasten aus Versuchsergebnissen. Die beiden Schüler Julia Scharbach und Matthias Eifler vom Kurfürst-Balduin-Gymnasium in Münstermaifeld (Kreis Mayen-Koblenz) setzten in zwei Töpfen Dill an und legten auf den Rand des einen Topfes ein Handy. Nach 15 Tagen war ein deutlicher Unterschied zu sehen: "Es gehen viel weniger Pflanzen auf", sagte Julia und deutete auf den Topf mit dem Handy, in dem jetzt nur einige wenige grüne Stängel sprießen. In einem langen Kasten pflanzten die beiden Kresse an, legten an den Rand ein Handy und beobachteten dann, ab welchem Abstand das Wachstum wieder zunimmt.
Gründe für das gehemmte Wachstum seien möglicherweise die Wärme der Handys oder die davon ausgehenden elektromagnetischen Schwingungen, vermuten sie. Die Nachwuchsforscher haben aus dem Versuch für den Wissenschaftswettbewerb "Jugend forscht" jedenfalls ihre Lehren gezogen: "Ich habe das Handy im Laufe des Versuchs seltener benutzt", sagt Julia. Und Matthias rät, das Handy auszuschalten, wenn man es in die Hemdtasche steckt oder neben das Bett legt.
Ob die Handy-Strahlung zu gesundheitlichen Schäden führt, wird immer noch heiß diskutiert. Experten mahnen daher immer den bewussten Umgang mit dem Mobiltelefon an. Leitlinien hat beispielsweise vor einigen Monaten die Wiener Ärztekammer herausgegeben, auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gibt in einer Broschüre Ratschläge. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf unserer speziellen Infoseite.

Re: Handy-Strahlen hemmen Pflanzenwachstum

Verfasst: 25. Dezember 2006 21:40
von Heinrich Schweizer
Ich will die Möglichkeit eines Effektes von Handystrahlung auf das Pflanzenwachstums keineswegs abstreiten. Aber falls die Experimente wirklich wie beschrieben ausgeführt wurden sind solche Schlussfolgerungen höchst unsicher.
Zwei Töpfe mit Dill, wie können wir sicher sein, dass die Wachstumsbedingungen in beiden Töpfen exakt dieselben waren? Mögliche Gründe für Unterschiede gibts es genügend (Unterschiede in Feuchtigkeit, Topferde, Licht, etc.). Daher wenn wir in zwei Töpfen das Pflanzenwachstum betrachten ist es ziemlich wahrscheinlich dass in einem die Pflänzchen schlechter spriessen als im anderen. Mit 50% (1/2) Wahrscheinlichkeit ist dies der Topf mit dem Handy.

Dasselbe Argument kann auch auf den langen Kasten mit dem Handy an einem Ende angewandt werden. Es ist gut möglich dass in einem langen Kasten die Wachstumsbedingungen an einem Ende schlechter sind als am anderen (z.B. ein Ende kriegt weniger Licht). Wieder mit 50% (1/2) Wahrscheinlichkeit ist dies das Ende mit dem Handy.

Wenn wir beide Experimente kombinieren heisst dies: 50% mal 50% (50% von 50%) ist 25%. Daher falls die Handystrahlung keinen Einfluss gehabt hat dann wäre gleichwohl mit einer Wahrscheinlichkeit von ¼ diese Experimente so ausgefallen. Das heisst rein zufällig mit einem Viertel Wahrscheinlichkeit (ohne Handystrahlungseffekt) erhalten wir das beschriebene Resultat.

Um den Handystrahlungseffekt sicherer nachzuweisen müsste das Experiment mit Wiederhohlungen ausgeführt werden. Zum Beispiel 10 Töpfe je mit Handy und 10 Töpfe ohne Handy. Die 20 Töpfe müssten zufällig (z. B. in einem Gewächshaus mit möglichst gleichmässigen Bedingungen (Temperatur, Licht etc. ) angeordnet werden. Eigentlich ein einfaches Experiment welches aber genügend Material (10 Handies) und Platz (fuer 20 Toepfe) erfordert. Wer verfügt über die notwendigen Resourcen um es durchzuführen. Ich stelle mich gerne für Ratschläge zur Verfügung.


Gruss

Heinrich