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Großer Gigaherz Meßgeräte Vergleichstest?

Verfasst: 23. Juni 2009 11:00
von unwichtig
Hallo Zusammen,

da das Thema Meßgeräte oft kontrovers diskutiert wird und aus diversen Gründen die Nennung von Meßgeräten im Forum untersagt ist, das Thema aber für Viele besonders wichtig ist, fände ich einen Vergleich möglichst vieler Meßgeräte interessant.

Ich denke, dass wir Zusammen eine große Anzahl an Messgeräten zusammen bekommen. Diese könnten wir unter definierten Bedingungen testen.

Z.B. Messung von DECT und WLAN, da es einfach ist hier eine definierte Situation zu stellen. Natürlich auch GSM und UMTS, wobei es hier schon etwas schwieriger wird einen Sender zu finden der nur jeweils die eine Quelle aussendet. Ein Gemisch aus verschiedenen Quellen dürfte nicht so schwer zu finden sein. Interessant wäre auch die tatsächliche Empfindlichkeit der jeweiligen Geräte? Ich besitze einige Messgeräte und die Empfindlichkeit ist doch sehr verschieden. Von min. -40 dBm bis knapp -100 dBm meiner Erfahrung nach. Oder anders ausgedrückt von etwa min. 20 µW/m² bis etwa min. 0,00002 µW/m².

Für empfindliche Personen sind zu unempfindliche Geräte sicher wenig hilfreich, wenn schon körperliche Probleme auftreten, aber das jeweilige Gerät 0 anzeigt. Andererseits können extrem empfindliche Messgeräte auch verwirren, wenn man die Messung nicht einordnen kann. Hier könnten die Praxiswerte aus den baubiologischen Richtwerten einen Anhaltspunkt geben, was an Empfindlichkeit erreicht werden sollte?

Verschiedene Situationen halt, die einen möglichst realistischen Eindruck von den jeweiligen Geräten ergeben. Da sich die Strahlung wie jeder der sich schon mit Messungen beschäftigt hat weiß, räumlich/stark schnell stark verändert, sind gestellte Situationen mit definierter Quelle natürlich am besten geeignet um die Genauigkeit zu bestimmen. Andererseits liegt in der Realität meist ein Gemisch aus verschiedenen Quellen vor, was auch halbwegs zuverlässig bestimmt werden können sollte.

Verfasst: 23. Juni 2009 13:12
von Elisabeth Buchs
Ich finde das eine gute Idee und habe Ihren Vorschlag seinerzeit an Herrn Jakob weitergeleitet. Man könnte sowohl hier im Forum wie vor allem auch im Rundbrief das Interesse nachfragen. Dann wären die konkreten Fragen, wo soll das stattfinden, zusammen mit einem anderen Anlass wie z.B. GV oder separat, Schleichwerbung vermeiden, wer organisiert den Anlass, (Herr Jakob ist zeitlich stark belastet, sollte aber wenn möglich für Vergleichsmessungen mit seinem Analyser da sein).

Elisabeth Buchs

Verfasst: 23. Juni 2009 14:48
von undenkbar
ich wiederhole was ich schon mal geschrieben habe

@unwichtig
Zitat:
Ich würde auch gerne mal einen großen Gigaherz Messgeräte Vergleichstest anregen. Mit definierten Quellen aber auch realen Situationen, jeder bringt seine Geräte mit und wir messen einfach.

Das würde mich auch interessieren. dadurch werde ich zwar nicht zu einem Messtechniker, aber vieles wäre besser nachvollziehbar.
wenn Herr Jakob sich dazu hergibt...möchte ich teilnehmen.

Verfasst: 23. Juni 2009 20:27
von charles
Tja, da sollen aber personen an teilnehmen, die auch mit den verschiedenen Geräte umgehen können.

Damals gab es auch einen Vergeleichstest vom Verband Baubiologie.
Mir deren ERgebnisse war ich überhaupt nicht einverstanden.
Da hatte man den Digitmeter II met A2002 Antenne benützt und Werte angegeben, die es gar nicht so geben kann. Dazu gehört eine spezielle Tabelle (mit Toleranzen).
Zum Messen vom Digitmeter II muss man das GerÄt auch auf eine bestimmte Weise in der Hand halten.

Dieses nur als ein Beispiel.

Ich kann das beurteilen, weil es nicht so viele Personen gibt die die meiste marktgängige Messgeräte im Besitz haben, und deren Tücken und andere Gegebenheiten kenne. Weil ich die meiste erprobt habe IN DER PRAXIS !

So hatte ich mal mit 13 HF Messgeräte ein DECT Telefon auf 6 Meter vermessen, und sehr unterschiedliche Messwerte bekommen.

Auf http://www.milieuziektes.nl/Pagina12a.html steht ein Beispiel von Messunterschiede.
Bei eine wahre Eingangsleistung von zum Beispiel 200 µW/m² können die Werte bei verschiedene Messgeräte von 71 bis 560 µW/m² belaufen, und trotzdem noch ordnungsgemäss sein.

Ich meine, man soll da sehrt vorsichtig sein mit voreilige Schlussfolgerungen.
Ausserdem gibt es Unterschiede zwishcen *Spitzenwert* und RMS.

Im Grunde gibt es momentan keine schlechte Messgeräte.
Es kommt darauf an was man messen möchte, und welche und wieviel Daten man zur Verfügung haben will.
Für viele Personen reicht einen Detektor schon beispielsweise.

Messgerät

Verfasst: 23. Juni 2009 22:12
von unwichtig
@charles

Zu Ihren Messgerätetests gibt es ja anscheinend auch unterschiedliche Meinungen:

http://www.buergerwelle.de/pdf/Stellung ... tbitje.pdf

Wie dem auch sei, ein Messgerät sollte sich nicht unbedingt davon beeinflussen lassen wie man es in der Hand hält. Abgesehen davon, man sollte nicht unbedingt die Antenne abdecken, was natürlich zu Fehlmessungen führt.

Unterschiedliche Messwerte bei der selben Messung mit verschiedenen Geräten sind normal. Es ist auch schon nicht einfach die verschiedenen Antennen an ein und dieselbe Position zu bekommen. Oder die Antennen haben einfach eine unterschiedliche Charakteristik? Ich erhielt jedoch kürzlich mit zwei verschiedenen Messgeräten und verschiedenen Antennen (Log-Per vs. Horizontal Isotrop), relativ ähnliche Messwerte, die gerade mal etwa 10-20% voneinander abwichen. Das war allerdings kein besonderer Test, sondern lediglich ein einfacher Vergleich, weil ich zufällig die zwei Geräte gerade dabei hatte. Von daher gebe ich nicht zu viel darum, war jedoch angenehm überrascht...

Von daher scheint es durchaus möglich, dass qualitativ hochwertige Messgeräte bei simplen Aufgaben, im Beispiel war ein DECT Geräte sehr dominant, einigermaßen ähnliche Werte anzeigen sollten.

Wenn nicht, ist es auch recht, dazu würde ich ja gerne solch einen Test durchführen. Wenn man vorher weiß, was hinten raus kommt, kann man sich ja solch einen Test sparen... :shock:

Zu viel "umgehen" können, wie Sie schreiben, erwarte ich nicht. Der Test soll ja gerade empfindlichen Personen eine mögliche Empfehlung geben, womit Sie ohne große Kenntnisse Ihre Belastung in etwa abschätzen können. Einfache Bedienung ist daher auch wichtig.

Verfasst: 23. Juni 2009 22:51
von charles
Wie ich vorher mal geschrieben hatte, sind zwei neue Detektoren am kommen.
Preiswert und einfache Bedienung.

Messgerät

Verfasst: 24. Juni 2009 22:18
von unwichtig
Wie schon gesagt, je mehr Geräte überprüft werden können desto besser. Bei den Günstigen ist es oft mit der Empfindlichkeit nicht soweit her, wie ich feststellen musste.

Das Problem mit frequenselektiven Messgeräten, Sie erfordern meist zu viel Kenntnisse und einiges an Arbeit um zu aussagekräftigen Messungen zu kommen. Mit wenigen Schaltern ist es da nicht getan. Dafür bekommt man die Frequenzen und damit den jeweiligen Dienst. Auch die Empfindlichkeit ist meist deutlich höher als bei Breitbandmessgeräten.

Bei dem Test soll es in erster Linie um (erschwingliche) Breitbandgeräte gehen, gerne bringe ich aber auch als Referenz einen Spektrum Analyzer mit, der inklusive Antenne kalibriert wurde. Es kommt wie schon gesagt nicht auf absolute Genauigkeit an bei Breitbandgeräten. Viel wichtiger scheint mir, dass dominante Quellen erstmal gefunden werden und als solche akustisch wahrnehmbar sind.

Alle Messgeräte haben Abweichungen und jeder der sich mit Messungen beschäftigt weiß wie schnell sich räumlich und zeitliche Änderungen der Messwerte ergeben können. Es gilt also eher zu beantworten, was kann ein Laie erwarten für ???,- Euro/SFR ohne große Vorkenntnisse? Oder soll er lieber eine Messung durchführen lassen?

Antwort an Alle

Verfasst: 27. Juni 2009 09:38
von Hans-U. Jakob
Ich habe in früheren Jahren etliche solche Kurse durchgeführt. Dann kam die Beratertätigkeit für Oppositionsgruppen, die sich gerichtlich gegen den unvernünftigen Bau von Mobilfunkantennen und Hochspannungsleitungen richtet. Eine 150%-Job.
Gemäss den Publikationen der Mobilfunkbetreiber soll die Einsprecherei stark zurückgegangen sein. Leider merke ich von diesem Rückgang noch gar nichts. Eher das Gegenteil trifft zu. Sollte dieser Rückgang tatsächlich eintreffen, bin ich sofort wieder für solche Kurse zu haben.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass mir jemand bei der Organisation und Durchführung hilft. ZB als Mitorganisator und Gestalter von Lektionen.
Kursort war früher immer Schwarzenburg, was sich bewährt hat. Strahlungsarm. günstige Kurslokale, gutes Essen, freundliche Leute.
Vorschläge bitte an meine private Mailadresse: prevotec AT bluewin.ch
Beste Grüsse, Hans-U. Jakob