Neue Strahlungsgrenzwerte: Insider sprechen bereits von 10 b
Verfasst: 22. April 2006 09:54
© St. Galler Tagblatt; 22.04.2006; Seite 67
TG-Traueranzeigen
05-TG Thurgau
Leserbriefe
Strahlendes Weinfelden
In den letzten 10 Monaten hat Sunrise bereits drei Baugesuche für GSM/UMTSAntennen bei der Bauverwaltung Weinfelden eingereicht. Scheusslich! Die Entfernungen betragen 1200 Meter vom Thurgauerhof bis zur Mühlfangstrasse, resp. 1150 Meter vom
Thurgauerhof bis zur Dufourstrasse 25.
Mit der im Sommer 2005 publizierten Antenne (Thurgauerhof) könnte Sunrise in Weinfelden pro Sektor gleichzeitig maximal «nur» etwa 125 UMTS-Verbindungen anbieten. UMTS könnte zwar noch wesentlich mehr leisten, wird dann aber fürchterlich langsam. UMTS läuft mit Frequenzen um die 2100 MHz und durchdringt deshalb Mauern und Karosserien nur sehr schlecht. Um ein einigermassen zufriedenstellendes Netz zu betreiben, müsste praktisch alle 300 Meter eine UMTS-Antenne stehen; oder aber die Strahlungsgrenzwerte müssten ganz massiv erhöht werden. Insider sprechen bereits von 10 bis 15V/m. Das UMTS-Netz wurde aufgebaut bevor alle technischen Probleme behoben waren. Es kommt jetzt deshalb eine neue Antennenflut auf uns zu. Die neuen Bauausschreibungen vom 19.01.06 und 13.04.06 (Thurgauerhof 09.06.05) des gleichen Betreibers sind erst der Anfang! «Strahlendes Weinfelden!»
Wenn man bedenkt, dass sich zurzeit drei Betreiber gegenseitig zu «überflügeln» versuchen, kann man unschwer ausrechnen, wie viele strahlende, sprich Elektrosmog verursachende Antennen künftig in Weinfelden noch erduldet werden müssen. Es ist bis heute nicht belegt, dass Strahlen mit eingehaltenen Grenzwerten keine gesundheitlichen Auswirkungen haben.
Es wird uns Weinfeldern nichts anders übrig bleiben, als solche Baugesuche mit einer wahren Flut von Einsprachen zu stoppen. Das Perfide: Die Mobilfunkbetreiber ködern mit etwas Geld Grundstück- oder Hausbesitzer zur Unterzeichnung von unkündbaren Benutzerverträgen bevor überhaupt ein Baugesuch eingereicht wird. Einmal ein solcher Vertrag unterschrieben: Es gibt praktisch kein Zurück. Nur unliebsame Konsequenzen . . .! Also liebe Haus- und Grundstückbesitzer, verzichten Sie auf das Unterschreiben von solchen Verträgen. Die Einwohner, vor allem auch die Nachbarn, sind ihnen dankbar, und sie selbst müssen sich nicht über einen späteren Minderwert ihrer Liegenschaft beklagen!
Weinfelden kann doch auch anders (sprich gesund) strahlen; das Telefonieren mit Handys ist ja ohnehin gewährleistet! Oder wie wäre es sog
ar mit einem UMTS-Moratorium, so wie es kürzlich der Kanton Wallis erlassen hat?
Kurt Schaad Weinfelden
TG-Traueranzeigen
05-TG Thurgau
Leserbriefe
Strahlendes Weinfelden
In den letzten 10 Monaten hat Sunrise bereits drei Baugesuche für GSM/UMTSAntennen bei der Bauverwaltung Weinfelden eingereicht. Scheusslich! Die Entfernungen betragen 1200 Meter vom Thurgauerhof bis zur Mühlfangstrasse, resp. 1150 Meter vom
Thurgauerhof bis zur Dufourstrasse 25.
Mit der im Sommer 2005 publizierten Antenne (Thurgauerhof) könnte Sunrise in Weinfelden pro Sektor gleichzeitig maximal «nur» etwa 125 UMTS-Verbindungen anbieten. UMTS könnte zwar noch wesentlich mehr leisten, wird dann aber fürchterlich langsam. UMTS läuft mit Frequenzen um die 2100 MHz und durchdringt deshalb Mauern und Karosserien nur sehr schlecht. Um ein einigermassen zufriedenstellendes Netz zu betreiben, müsste praktisch alle 300 Meter eine UMTS-Antenne stehen; oder aber die Strahlungsgrenzwerte müssten ganz massiv erhöht werden. Insider sprechen bereits von 10 bis 15V/m. Das UMTS-Netz wurde aufgebaut bevor alle technischen Probleme behoben waren. Es kommt jetzt deshalb eine neue Antennenflut auf uns zu. Die neuen Bauausschreibungen vom 19.01.06 und 13.04.06 (Thurgauerhof 09.06.05) des gleichen Betreibers sind erst der Anfang! «Strahlendes Weinfelden!»
Wenn man bedenkt, dass sich zurzeit drei Betreiber gegenseitig zu «überflügeln» versuchen, kann man unschwer ausrechnen, wie viele strahlende, sprich Elektrosmog verursachende Antennen künftig in Weinfelden noch erduldet werden müssen. Es ist bis heute nicht belegt, dass Strahlen mit eingehaltenen Grenzwerten keine gesundheitlichen Auswirkungen haben.
Es wird uns Weinfeldern nichts anders übrig bleiben, als solche Baugesuche mit einer wahren Flut von Einsprachen zu stoppen. Das Perfide: Die Mobilfunkbetreiber ködern mit etwas Geld Grundstück- oder Hausbesitzer zur Unterzeichnung von unkündbaren Benutzerverträgen bevor überhaupt ein Baugesuch eingereicht wird. Einmal ein solcher Vertrag unterschrieben: Es gibt praktisch kein Zurück. Nur unliebsame Konsequenzen . . .! Also liebe Haus- und Grundstückbesitzer, verzichten Sie auf das Unterschreiben von solchen Verträgen. Die Einwohner, vor allem auch die Nachbarn, sind ihnen dankbar, und sie selbst müssen sich nicht über einen späteren Minderwert ihrer Liegenschaft beklagen!
Weinfelden kann doch auch anders (sprich gesund) strahlen; das Telefonieren mit Handys ist ja ohnehin gewährleistet! Oder wie wäre es sog
ar mit einem UMTS-Moratorium, so wie es kürzlich der Kanton Wallis erlassen hat?
Kurt Schaad Weinfelden