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Sendeturm Rigi-Kulm

Verfasst: 22. April 2006 18:32
von Hans-U. Jakob
Wer wohnt oder arbeitet in Luftlinie gemessen weniger als 9848m von diesem Turm entfernt?
Der Turm soll nämlich ausgebaut werden.
Dabei werden weder die Anlage- noch die Immissionsgrenzwerte eingehalten.

Neu im Bergrestaurant wird angeboten:
Gratisgrillage mit Augenflimmern.
Eine ganz neuartige Erfahrung! Besonders für Familien mit Kleinkindern. Oder Herzrasen bei älteren Herren jetzt ganz ohne junge Damen möglich.

Wir suchen deshalb jemand, der auf der Gemeindeverwaltung 6410 Goldau, eine einfache Einsprache deponieren würde. Selbstverständlich helfen wir dabei.

Hans-U. Jakob
Fachstelle nichtionisierewnde Strahlung von Gigaherz.ch
Tel 031 731 04 31
Fax 031 731 28 54
oder per e-mail

Re: Sendeturm Rigi-Kulm

Verfasst: 23. April 2006 01:09
von Sepp
Aus dem Amzsblatt SZ:
Arth
Bauherrschaft: Swisscom Broadcast AG, Weinberglistrasse 4, 6002 Luzern. Bauobjekt:
Erweiterung der Antennenanlage für digitales Radio und Fernsehen, Rigi
Kulm, Goldau, KTN 2284, Koordinaten 679 500/212 250.

Was heisst Digital?
Ich brauche das nicht. Wohne in Küssnacht a.R. und habe optimalen Empfang von Radio und Fernsehen.

Bin mit der Familie regelmässig auf dem Kulm und noch nie Beschwerden gehabt. Herr Jakob, ist den dieser Ausbau auf Digital gefährlich? Gibt es Studien? Was heisst das Konkret für Küssnacht? Wir haben direkte Sicht auf die Rigi.
Bitte um nähere Informationen

Re: Sendeturm Rigi-Kulm

Verfasst: 23. April 2006 12:23
von Hans-U. Jakob
Bei Kurzzeitaufenthalten auf Rigi Kulm werden robuste Menschen kaum viel merken.
Für Sensible kann das jedoch zum Horrortrip werden.
Das Problem ist ein anders.
Der Turm auf Rigi Kulm wurde aus Kostengründen viel zu niedrig gebaut.
Nur 90m hoch statt 180 wie auf dem Bantiger bei Bern.
Dadurch befinden sich die ersten UKW-Hochleistungsantennen auf der Rigi bereits 40m über Grund, während das auf dem Bantiger 120m sind.
Dadurch ergeben sich auf der Rigi massive Grenzwertüberschreitungen sowohl am Mastfuss wie im Berghotel.
Im Berghotel sind es 4.27V/m statt der erlaubten 3V/m
Am Bantiger haben wir vergleichsweise auf dem Parkplatz beim Mastfuss nur gerade 1.5V/m. (Selber gemessen) Was beweist, dass Grenzwerte sehr wohl eingehalten werden können, wenn die Hochleistungsantennen in genügender Höhe angebracht werden.
Es geht nun darum, die Swisscom zur Einhaltung der Grenzwerte zu zwingen, auch wenn es sie „etwas“ mehr kostet.
In Küssnacht am Rigi macht die Strahlung vom Sendeturm Rigi-Kulm weniger als 5% der Gesamtbelastung aus. 95% stammen von den Mobilfunksendern im Dorf. (auch selber gemessen)
Die Hochleistungssender auf Rigi-Kulm strahlen in gut 1100m Höhe über Grund über Küssnacht hinweg, weit ins Flachland hinaus und sind deshalb für das Dorf nicht so belastend. Trotzdem sind die Küssnachter einspracheberechtigt, weil eine vom Bundesgericht erfundene Formel das so will.
Wir wollen der Swisscom aber Grenzwertüberschreitungen auf keinen Fall durchgehen lassen. Besonders deshalb nicht, weil diese Werte immer noch um Faktor 100 über der Verträglichkeitsgrenze für empfindliche Menschen liegen.
Hans-U. Jakob

Re: Sendeturm Rigi-Kulm

Verfasst: 24. April 2006 11:33
von Markus (2)
Finde den mist mit der stralung hier etwas Übertrieben. Ich schlafe seit ca 10 Jahren nachts neben mein eingeschateten Handy und was muss ich sagen ist das Handy aus habe ich schlaf störungen brauche die stralung.

Re: Sendeturm Rigi-Kulm

Verfasst: 24. April 2006 12:37
von Forum-Administration
Die Forumadministration hat sich erlaubt, hinter Ihren Namen (2) zu setzen, weil Sie mit Markus, der ebenfalls in dieses Forum schreibt, nicht identisch sind.

Forum-Administration

Re: Sendeturm Rigi-Kulm

Verfasst: 24. April 2006 13:14
von Reto
@Markus (2)

>Finde den (mi)st mit der (s)tra(l)ung hier etwas (Üb)ertrieben. Ich schlafe seit ca 10 Jahren nachts neben mein(em) eingescha(t)eten Handy und was muss ich sagen ist das Handy aus habe ich (s)chlaf(-) störungen brauche die (s)tra(l)ung.>

Vielleicht hätten Sie etwas weniger Probleme mit der Rechtschreibung und der Grammatik, wenn Sie das Handy nachts ausgeschaltet hätten. 10 Fehler in zweieinhalb Zeilen sind absoluter Rekord! Die Strahlung wirkte sich im Lauf von 10 Jahren auch auf das Gehirn aus.

Sie gehören wohl zu den wenigen Leuten , die Strahlung für einen guten Schlaf brauchen. Schliessen Sie also nicht von sich auf andere. Ihr Beispiel ist nicht nachahmenswert!

Reto

rechtschreibefehler...

Verfasst: 24. April 2006 14:20
von open mind
nur so als einschub...:

ich bekomme fast täglich mails zu lesen, die leider, leider noch wesentlich mehr rechtschreibefehler enthalten, als die wortmeldung von markus (2).

wie die richterskala nach oben, so ist offensichtlich das niveau infolge em-schädigungen nach unten ebenfalls offen...

open mind

persönliche Abrechnung

Verfasst: 24. April 2006 15:28
von Marcel Höfle
Zitat Jakob: "Wir wollen der Swisscom aber Grenzwertüberschreitungen auf keinen Fall durchgehen lassen."

Ist das eine persönliche Abrechnung mit der Swisscom? Iregendwo müssen die Sendeanlagen stehen und dies ist kein Wohngebiet.
Sensible werden solche Orte sowieso meiden und viel lieber das schöne Wandergebiet geniessen

wer besitzt eigentlich die sendetürme in der schweiz?

Verfasst: 24. April 2006 16:04
von open mind
vor vielen jahren ist mir einmal eine meldung aufgefallen, wonach die damalige PTT ihre tv/radio-sendetürme an ein amerikanisches konsortium verkauft habe.

weiss jemand genaueres?


weitere gedankengänge und folgerungen:

ich bekomme so langsam den verdacht, dass unsere gut-eidgenössische, teuer bezahlte infrastruktur und solid aufgebaute (welt)firmen seit über einem jahrzehnt systematisch 'gegroundet' oder an irgendwelche 'trusts' oder 'anlagevehikel' veräussert wurden/werden.

so richtig ärgerlich kann es werden, wenn wir demnächst feststellen müssen, dass auch unsere goldreserven völlig unnötig und voreilig geleert wurden.

auf welche anordnung all dies?

von wem? (etwa wieder ein obskurer, privater klub, dessen zusammensetzung niemand hinterfragt hat...???)

vorletzte woche war in der presse zu lesen, dass ein nachfolge-käufer von swisscom verpflichtet sei, die von us-trusts besessenen antennenanlagen weiterhin LEASEN zu müssen. die ansprüche dieser us-trusts seien 'unantastbar' und blieben gültig, auch über einen besitzerwechsel der heutigen swisscom in der heutigen form hinaus.

es zeichnet sich zunhemend ab, dass die bereits heute bankrotten USA sich über solide werte in der ganzen welt abgesichert haben gegen $$$, die bald nichts mehr wert sein werden (spätestens ab dann, wenn wie längst beschlossen, der Iran 'gemassregelt' werden sollte).


wir können heute eine wette abschliessen:

die nächste schweizer qualitäts-institution, die nach dem selben muster auseinandergenommen wird, sind die SBB.

deren bahn-2000-loks werden ebenfalls seit über zehn jahren mit schrägen steuerspar-beteiligungs-deals von us-trusts zurückgeleast... merke wohl: die lokomotive gehört!!! dem us-trust, nicht den SBB.

fazit:
us-trusts und amerikanische interessen können jederzeit bestimmen, wie unser land die eigene oder geleaste infrastruktur noch nutzen darf.

vor diesem hintergrund bekommt die bundesrätliche, überhastete eile im mit dem parlament nicht abgestimmten verkauf der swisscom eine ganz neue dimension...

open mind

Sendeturm Rigi-Kulm

Verfasst: 24. April 2006 17:22
von Sepp
Dann ist es nicht so dramatisch für uns in Küssnacht. Warum schrieben Sie den bis knapp 10 km sind die Grenzwerte überschritten?
Lieber dort oben als hier im Dorf. Mit einer Einsprache werde ich mich nicht beteiligen da es uns nicht betrifft. Auf dem Kulm hat es genug Ausweichmöglichkeiten für diejenigen die Angst vom Sender haben.

Re: persönliche Abrechnung

Verfasst: 24. April 2006 17:25
von Evi
Herr Höfle, Grenzwertüberschreitungen sind Grenzwertüberschreitungen. Punkt.

Wozu wären denn dann Grenzwerte eigentlich da, wenn man sie nach Belieben überschreiten dürfte? Das hat mit einer persönlichen Abrechnung nichts zu tun, wohl aber mit dem Schutz der Bevölkerung.

Aber der Schutz der Bevölkerung scheint in gewissen Kreisen eine untergeordnete Bedeutung zu haben, ja beinahe ein Fremdwort zu sein.

Evi

Re: persönliche Abrechnung

Verfasst: 24. April 2006 21:55
von Elisabeth Buchs
Da es uns nicht betrifft...

Wegen ignoranten Personen, die nur die Antenne vor dem eigenen Gartenhag bekämpfen und denen die andern Mitmenschen und die Natur egal sind, sind wir noch nicht weiter mit dem Widerstand gegen die masslose Zwangsverstrahlung. Herr Jakob, selber nicht elektrosensibel und an bisher nicht besonders exponiertem Ort wohnhaft, hätte schon zu Senders Zeiten und auch jetzt sagen können, was gehen mich die andern an, Hauptsache mir geht es gut. Stattdessen setzt er seine ganze Zeit und Kraft für die Betroffenen ein. Ich habe kürzlich gelesen, dass bekannte Mobilfunkkritiker wie Dr. Scheiner von der Mobilfunkindustrie bewusst verstrahlt werden, um sie zu schwächen. Das ganze kommt mir immer mehr vor wie Krieg.

Für diejenigen, die Angst vor dem Sender haben...

Die Mobilfunkindustrie lässt sich einiges kosten, um die Angsttheorie zu fördern. Es ist nicht in Ordnung, dass alles so verstrahlt wird, dass Elektrosensible es nicht mehr aushalten, immer mehr versuchen müssen, der Strahlung auszuweichen und dadurch immer weniger ein normales Leben führen können.

Grenzwerte berechnen sich bei den nächsten Orten mit empfindlicher Nutzung OMEN, hier geht es um die Einspracheberechtigung innerhalb des erwähnten Radius.

Elisabeth Buchs

Re: persönliche Abrechnung

Verfasst: 24. April 2006 22:19
von Chris
Hinzu kommt, dass sich in unmittelbarer Nähe des Senders ein Hotel befindet, in dem sich das Personal praktisch ständig aufhält und - ausserhalb der Grenzwerte - einer Dauerstrahlung ausgesetzt wäre.
Sepp, haben Sie sich das auch schon einmal überlegt oder denken Sie wirklich nur an sich: Hauptsache, es trifft MICH nicht?
Chris

Re: persönliche Abrechnung

Verfasst: 25. April 2006 02:11
von sibylle.gabriel
Wir feiern ja auch schon Hallowin in unseren Bergen, also was soll's, wir wurden und werden wie frische Brötchen verkauft. Auch im Schulsystem gibt es Anzeichen. Privatisierung und Globalisierung.
Wir sollten wirklich aufwachen und uns um unser Land kümmern. Manchmal habe ich das Gefühl die Schweiz gibt es bald nicht mehr. Migros un Coop werden auch alle umstrukturiert hier bei uns. Man müsste mehr Zeit haben, um alles zu verfolgen!

Grüsse
Sibylle

Re: persönliche Abrechnung

Verfasst: 19. Juni 2006 21:32
von Peter M. Morger
Lieber Reto

Sie sind sehr zynisch mit Leuten, deren Deutsch nicht optimal ist. Und wenn diese Leute dann in ihrer etwas holprigen Form für anstatt wie von Ihnen gewünscht gegen Elektrowellen schreiben, greifen Sie diese Leute mit Sätzen aus der untersten Kiste auch noch an.

Lassen wir das. Aber nur soviel....wie viele Strahlen hat wohl Hans-U. Jakob abbekommen vom Elektrosmog, wenn er in Goldau eine Gemeindeverwaltung konstruiert, wo es keine gibt. Goldau ist nämlich, zur allgemeinen Orientierung aller smoggeschädigten Leute, keine Gemeinde sondern nur ein Ortsteil. Somit kann auch in Goldau keine Einsprache gegen den Umbau des Senders Rigi erhoben werden. Herr Hans-U. Jakob, sie können die Einsprache mit demselben Erfolg auch in Untersiggental oder Röschenz machen, evtl. wäre Romanshorn noch besser. Das sind alles wirkliche Gemeinden !

Fazit.....jedem die Meinung lassen und ihm das Recht geben, sie auch kundzutun. Auch ein Mensch, der die deutsxche Sprache nicht voll beherrscht ist ein achtenswerter Mensch, den man voll nehmen sollte. Wenn er mit seiner Meinung falsch liegt, so kann man ihm das absolut korrekt und nicht belehrend sagen. Aber in diesem Forum gibt es nur die gescheiten Pro-Schreiber und die dummen Contra-Stänkerer