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Schnupperwochenende im geplanten Erholungshaus im Nordschwar

Verfasst: 4. Mai 2006 20:09
von Elisabeth Buchs
Vom Verein für Elektrosensible e.V. München, wo ich Mitglied bin, habe ich eine Einladung zu einem Schnupperwochenende/Testwochenende in einem geplanten Erholungshaus im Nordschwarzwald erhalten für das Wochenende von Samstag 6. auf Sonntag 7. Mai. Die Erfahrungen und das Kennenlernen von anderen Betroffenen wären interessant, jedoch habe ich bereits einen unverschiebaren Termin. Man wird dann vermutlich über die Erfahrungen der andern informiert werden. Es wird auch über die Möglichkeit von Umweltklinik, Erholungsheim und Wohnprojekt diskutiert. Wenn ich so einen Ort getestet habe und es mir gut gegangen ist, dann ist er auch wirklich gut, denn ich reagiere auf verschiedene Arten von Elektrosmog relativ rasch negativ.

Wer Interesse hat an diesem Wochenende bitte sich melden bei:
Verein für Elektrosensible e.V.
Düsseldorfer Str. 22
80804 München
Tel. 0900 1100 791

Manchmal, mit zunehmender Tendenz, kommt schon der Wunsch auf, an einem Ort mit andern Elektrosensiblen zu wohnen, ohne von ignorante Mitmenschen mit elektrosmogverursachenden Geräten abgelehnt und als Spinner bezeichnet zu werden.

Elisabeth Buchs

Re: Schnupperwochenende im geplanten Erholungshaus im Nordsc

Verfasst: 8. Mai 2006 10:33
von uli
Hallo,

mir war bei nur einer Übernachtung die lange Anreise zu strapaziös.
Ich muss aber auf jeden Fall mal dorthin.

Ich bin nämlich gerade mal wieder fast am Boden zerstört, da ich feststellen musste, dass nah an meinem Badesee weitere Sendemasten aufgestellt wurden. Meine eh nur im Sommer gegebene letzte Rückzugsmöglichkeit zum relativ strahlenarmen Regenerieren weist „jetzt“ Messwerte bis zu 400.000 Mikrowatt/m² auf!!

Ich nehme fast an, dass die eigentliche Mobilfunkstrahlung mit einem einfachen Gerät in diesem Fall gar nicht messbar ist und es sich um Strahlungen vom gut 5km bei entfernten Fernsehturm handelt, da auch in meinem Wohngebiet „auf einmal“ derartige Werte privat gemessen wurden. Sie sind im Stadtgebiet ganz verschieden, je nachdem wie weit der Fernsehturm weg ist und wie die Bebauung und reichen von 500 bis 500.000. Obwohl Mobilfunksender jeweils gleichermaßen in der Nähe des Messortes stehen.

Selbst wenn das Messgerät nur primitiv ist, so dürfte die Tendenz doch stimmen. Ein Strahlengeschädigter kann sich eh schon kaum noch unbefangen irgendwo aufhalten und jetzt fällt für heiße Tage auch noch die erfrischende Entspannung im Freien weg. Denn bisher war ich immer der Ansicht, dass ich bei einer Mobilfunkbelastung von 10.000 wohl schon „sterben“ würde, weil ich spätestens schon bei Werten ab rd. 500 Mikrowatt eine weiche Birne und Kopfschmerzen
bekomme.

Da merke ich mal wieder, was für ein menschenunwürdiges Leben uns aufgezwungen wird. Es erscheint immer weniger lebenswert.

Deswegen tut ein Aufenthalt in einem Schwarzwälder Funkloch bestimmt gut. Andererseits sind ein paar Wochen auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Aber schon allein um dort mal andere Strahlenflüchtige kennen zu lernen, wäre es bestimmt lohnend.

Schöne Grüße
Uli

Re: Schnupperwochenende im geplanten Erholungshaus im Nordsc

Verfasst: 8. Mai 2006 22:26
von gesuana
Hallo Uli

Es ist für mich absolut nachvollziehbar , was Sie beschreiben , es ist zutiefst unwürdig , zu leben , wie wir "Sensiblen" es tun müssen. Man ist der Willkür oder eben dem goodwill jedes "Arschloches" ausgeliefert , jeder Fremdling in Nachbarschaft oder Arbeitsstelle kann die Waffe gegen uns richten , wann immer er das will und wir dürfen ihm die Füsse küssen , flehend , dass er Mitleid habe mit uns.- Ich kanns zwischendurch vergessen , werde aber regelmässig wieder auf die unwürdige , respektlose und ohnmächtige Situation zurückgeworfen. Mehr und mehr Plätze halten wir nicht mehr aus, sind gestorben für uns auf unbestimmte Zeit hinaus.- Würde nur JEDER das erleben , was wir erleben , es wäre schon längstens aus und vorbei mit der Lebensraumzerstörung. - Wir alle warten und plangen auf den Tag , an dem bei der breiteren Masse das Fass voll , die Volksgesundheit so weit zerstört ist , dass endlich Schluss ist mit der unendlichen Sauerei. Inzwischen müssen wir hinnehmen , dass wir unwürdig leben müssen und wünschen uns , das Rad der Zeit vorandrehen zu können , anstatt grimmig mit den Fingern auf den Tisch zu klopfen und auf die Uhr zu schauen.- Dass die Zeit kommen wird , wo das Blatt sich wendet , davon bin ich eigentlich überzeugt , die Frage ist nur WANN ?!-
Grüsse gesuana