Die Vogelwarte Sempach hat in den letzten Wochen ihrem Brief mit der Aufforderung für die Erhaltung der Vogelwelt zu spenden, einen "Vogelwarte-Schieber"mit den gefährdeten Vögeln (rote Liste) beigelegt.
Unsere Thalwiler Freunde haben bereits im November 2000 (!!) auf einen ähnlichen Aufruf einen alarmierenden Brief an die Vogelwarte Sempach geschrieben, bezeichnenderweise ohne je eine Antwort erhalten zu haben.
Hier in geraffter Form der Inhalt dieses Briefes:
In Thalwil wurde nach Wildwestmanier Antenne um Antenne aufgestellt, es gab bereits im Jahr 2000 ca. 20 Mobilfunkantennen:
In früheren Jahren haben wir ca. 100 kg Samenmischungen verfüttert. Seit 2 Jahren kommen so gut wie keine Vögel mehr ans Futterbrett.
Seit 35 Jahren sammeln wir Raupen und hegen sie bis zum Ausschlüpfen. Im letzten Jahr (also 1999) fanden wir nur noch 3, in diesem Jahr (2000) waren es NULL!
Das heisst: nicht nur die Menschen leiden, auch die Kreatur leidet - stumm!
Auch die Schwalbenpopulation geht zurück, denn Schwalben sind auf Mücken im Flug als Nahrung angewiesen. Aber Mücken ertragen die Strahlung nicht und fallen schon bei relativ niedriger Belastung tot vom Himmel. Zudem verlieren Vögel durch die Flächen deckende Verstrahlung den Orientierungssinn.
Politiker, Behörden und selbstverständlich die Betreiber wollen jedoch nichts von den Gefahren für Mensch und Natur wissen, denn es geht um eine Menge Geld. Die Kassen müssen klingeln, eine intakte Umwelt zählt nicht mehr.
Es folgte ein Appell an die Vogelwarte Sempach,der der Schutz der Vögel und der Futterquelle, also der Nahrungskette ein grosses Anliegen sein müsste.
Wie schon erwähnt, hat die Vogelwarte Sempach keine Antwort gegeben, aber sie geht nach 6 Jahren immer noch auf Betteltour, klagt über den dramatischen Rückgang der Vogelpopulation, ohne dass man je auch nur ansatzweise etwas davon gehört hätte, dass sie sich um eine der wichtigsten Ursachen der Gefährdung unserer Vogelwelt , die elektromagnetische Verstrahlung in grossem Stil, gekümmert hat. Kann es sein, dass sie sich eventuell durch Sponsoring der Betreibergesellschaften so zurückhaltend gibt?
siehe dazu auch: Schmetterlinge sterben leise:
www.gigaherz.ch/257.
Dass Gigaherz auf diesen schon 2001 in der Zeitschrift "Natürlich" erschienenen Beitrag bis heute Reaktionen und Anfragen, ja sogar neue Mitglieder erhält, zeigt dass es sich um ein Problem handelt, das noch mehr Menschen unter den Nägeln brennt.
Ein weiterer Beitrag unter
www.gigaherz.ch/555 enthält die Besorgnis von Ornithologen über den dramatischen Rückgang der Spatzenpopulation in London.
Evi Gaigg