Bin insgesamt enttäuscht, speziell auch vom Interview mit dieser Frau Moser. Tönt so nonchalant, wenig überzeugend. Und vor allem fehlt im Bericht der Hinweis, dass die Leute - wenn schon - dann auf DECT Eco Mode Plus umstellen sollen. Von WLAN war auch wenig zu lesen, von Betroffenen schon gar nichts. Vielleicht sollte gigaherz.ch da einen Leserbrief starten und ihre Website erwähnen. Das Thema würde manche tiefer intressieren, die es bisher nicht so wahnsinnig ernst nahmen....
http://www.sonntagszeitung.ch/multimedia/
Hier das Interviw mit Frau Moser von der Aepfel/Birnen-Abteilung:
Sie sind verantwortlich für den Strahlenschutz, wie bekämpfen Sie Elektrosmog bei sich zu Hause? Genauso wie wir es in unseren Factsheets im Internet empfehlen. Grundsätzlich verwende ich mein Handy so wenig wie möglich. Die Basisstation meines Funktelefons habe ich vom Schlafins Wohnzimmer gezügelt, und die Sendeeinheit des drahtlosen Internets in einer abgelegenen Ecke aufgestellt. Ausserdem habe ich auf eine Bodenheizung in der gesamten Wohnung und einen Induktionsherd in der Küche verzichtet. Zu guter Letzt verwende ich im Schlafzimmer einen Netzfreischalter, um nachts den Strom unterbrechen zu können.
Reicht das? Elektrobiologen halten 90 Prozent des E-Smogs daheim wie am Arbeitsplatz für unnötig und leicht reduzierbar. Also lieber vorsorglich abschirmen und damit längerfristige Schäden vermeiden.
Eine Abschirmung ist nicht möglich, wenn wir die Strahlung nutzen möchten. Das BAG setzt sich für maximalen Nutzen bei minimaler Strahlung ein. So geben wir Tipps, wie Strahlung reduziert werden kann. Die strengeren, elektrobiologischen Massnahmen können wir nicht empfehlen. Denn es fehlt klar ein Nachweis für ein Gesundheitsrisiko. Die ElektroSensibilität konnte bis heute nicht objektiv nachgewiesen werden.
Das Referenzwerk «Gesundheitsrisiko Elektrosmog» der Zeitschrift «Gesundheitstipp» wirft den Behörden vor, Elektrosmog wenig ernst zu nehmen.
Das stimmt nicht. Wir haben mögliche Gesundheitsrisiken mittels wissenschaftlicher Literatur und die stärksten Geräte durch eigene Messungen untersucht. Unsere Empfehlungen basieren also auf harten Fakten. Zudem laufen zurzeit mehrere vom Bund finanzierte Forschungsprojekte zur besseren Abschätzung der gesundheitlichen Risiken.
Das erweckt doch den Eindruck, dass die Bundesbehörden im Zweifel die Grenzwerte immer zugunsten der Wirtschaft auslegen.
Diesen Vorwurf muss ich in aller Form zurückweisen. Die Gesundheit hat höchste Priorität, obwohl die moderne Telekommunikation gleichzeitig ein grosses Bedürfnis der Bevölkerung ist, das wir nicht einfach ignorieren können.
Vielleicht wird die Elektronikbranche eines Tages vor dem gleichen Problem stehen wie die Tabakindustrie.
Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Erstens stehen Nutzen und Risiken von Tabak und Elektronik weit auseinander. Zweitens schauen wir bei Elektrosmog früh hin, um mögliche Risiken zu erkennen.