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Krankenkasse Helsana an Ursachen der Kostenexplosion nicht i

Verfasst: 16. Mai 2006 17:44
von markus e.
(siehe Artikel " http://www.gigaherz.ch/1023 " )

... und ob! Hängt man doch im selben Filz:

http://www.helsana.ch/?wm=c%281049%29sp ... 5%2C246%29

Re: Krankenkasse Helsana an Ursachen der Kostenexplosion nic

Verfasst: 17. Mai 2006 07:21
von Mungg
Reklamationen an die Helsana zur aktuellen Ausgabe des Prime Club-Hefts Nr. 1/2006 an diese Adresse:
http://www.helsana.ch/?wm=c%28724%29sp% ... 5%2C248%29

Ich habe soeben einen Protest abgeschickt. So etwas regt mich wirklich auf. Da war schon einmal was in der Zeitschrift "senso", ebenfalls von Helsana, wo für ein Prämienprodukt geworben wurde. Das Bild dazu beinhaltete ein Handy, welches ein Foto von Tabletten macht. Was das für einen Sinn macht, konnte mir die Helsana nicht schlüssig erklären.

Re: Krankenkasse Helsana an Ursachen der Kostenexplosion nic

Verfasst: 17. Mai 2006 10:04
von Gigaherz
Warten Sie noch ein bisschen. Wir bleiben da auch nicht untätig!

Gigaherz

Re: Krankenkasse Helsana an Ursachen der Kostenexplosion nic

Verfasst: 19. Mai 2006 05:53
von Mungg
Nachdem ich den Artikel zur Helsana auf Gigaherz gelesen habe, möchte ich dazu anmerken, dass in der Prinausgabe des Magazins auf Seite 2 im Editorial ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass Zitat: "Sämtliche Angebote werden von unseren Partnern finanziert. Helsana setzt keinen Prämienfranken dafür ein."

Ich könnte mir vorstellen, dass die Helsana für diese Swisscom-Werbung sogar noch abkassiert. Eine Verfilzung der Verwaltungsräte der beiden Firmen liegt deshalb nahe.

Ich glaube nicht, dass es der Sache dienlich ist, wenn man der Helsana unterstellt, sie würde das mitfanzieren, was offensichtlich nicht der Fall ist. Dass in diesem Fall Prämiengelder auf dem indirekten Weg über Gesundheitsschäden der Versicherten trotzdem draufgehen werden, wird der Fall sein.

Re: Krankenkasse Helsana an Ursachen der Kostenexplosion nic

Verfasst: 19. Mai 2006 10:09
von Gigaherz
Der Hinweis auf das Editorial, das Gigaherz zuerst nicht vorlag, wurde eingefügt.

Dazu ist zu sagen: eine solche Verflechtung mit der Industrie kann sich eine seröse Krankenkasse nicht leisten. Wiener Ärzte machen auf die Gefahren des Handytelefonierens in den Wartezimmern ihrer Praxen aufmerksam und die grösste Schweizer Krankenkasse lässt die Propaganda für subventionierte Handys, die mit dem Vorweisen der Helsana-Card mit hohen Rabatten bezogen werden können, zu.

Spätestens jetzt ist klar, was der Konzernleiter Manfred Manser in Wirklichkeit mit Interessenabwägungen sagen will: das Sponsoring durch die Industrie ist wichtiger als die Menschen, die die Zeche für deren angerichteten Schaden an ihrer Gesundheit zahlen.

Dann stellt sich noch die Frage: Wie und von wem wird die Herstellung und der Vertrieb dieses Magazins "subventioniert"?

Versicherte, die jedes Jahr, wie nach einem Naturgesetz, Prämienerhöhungen hinnehmen müssen, kommen sich dabei mit Verlaub gesagt, verarscht vor.

Gigaherz

Mein Protest und die Antwort

Verfasst: 19. Mai 2006 19:54
von Mungg
Mein Protest:
Sie schreiben im Heft Prime Club, dass kein einziger Prämienfranken für die Angebote eingesetzt werden. Dies ist meines Erachtens im Zusammenhang mit dem angebotenen Swisscom-Abo im Heft 1/2006 nicht gewährleistet. Mehr Handys führen automatisch auch zu mehr Bedarf an Mobilfunkantennen. In der heutigen Zeit, wo es Hinweise darauf gibt, dass Gesundheitsschäden durch Mobiltelefonie nicht auszuschliessen sind, ist ihre Behauptung etwas gewagt. Wollen Sie nicht erst einmal abwarten, was die Forschung diesbezüglich noch zutage bringt, bevor Sie sich mit der Mobilfunkindustrie verbünden?


Die Antwort:
Besten Dank für Ihre E-Mail vom 17. Mai 2006 Helsana Zürich. Sie ist uns zur direkten Beantwortung übergeben worden. Gerne nehmen wir dazu Stellung.

Am 1.1.1996 trat das neue Bundesgesetz über die Krankenversicherung vom 18.3.1994 (KVG) in Kraft. Seither müssen sowohl die Leistungen wie auch die Finanzierung der obligatorische Krankenpflegever-sicherung (OKP) vollständig von den Zusatzversicherungen getrennt werden. Beide werden separat nach dem Ausgabenumlageverfahren finanziert. Ausserdem müssen Rückstellungen und gesetzliche Reserven gebildet werden. Aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) dürfen gemäss Artikel 34 KVG, keine anderen als im Gesetz und in den Verordnungen bezeichneten Leistungen übernommen werden.

Die Angebote im Helsana Prime Club werden jeweils von den Kooperationspartnern offeriert und finanziert. Für Helsana entstehen keine zusätzlichen finanziellen Aufwendungen. Der Kundenclub ist selbsttragend und wird nicht über die Prämien finanziert.

Zu Ihrem Anliegen bezüglich gesundheitsschädigendem Mobilfunk können wir Ihnen Folgendes mitteilen:

Helsana verfolgt sehr intensiv die Diskussion darüber, ob und wie stark allenfalls die Strahlen von Mobilfunkantennen und Handys unsere Gesundheit beeinflussen. Wir nehmen das Problem sehr ernst. Es ist uns bewusst, dass sich viele Menschen über Elektrosmog Sorgen machen. Zum Schutz der Bevölkerung vor Elektrosmog hat der Bundesrat eine Verordnung über den Schutz vor nichtionisie-render Strahlung erlassen.

Wir müssen aber auch feststellen, dass sich die Wissenschaft noch nicht einig ist, wie sich Strahlen von Mobilfunkantennen und Handys auf die Gesundheit auswirken. Die Datenlage darüber ist noch unbe-friedigend. Aktuelle Studiendaten weisen darauf hin, dass gewisse Strahlungen das Wohlbefinden der Menschen möglicherweise beeinflussen können und insbesondere empfindliche Menschen elektromag-netische Felder vermeiden sollen. So lange keine gesicherten wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, sind es immer Interessenabwägungen, ob und welche Schutzmassnahmen zu verfügen sind.

Gestützt darauf, haben wir uns bei dieser Ausgangslage entschlossen, dass Angebot von Swisscom Mobile, für Notfallhandys, anzubieten.

Besten Dank für Ihre Kenntnisnahme.


Meine Rückantwort:
Sie müssen mich nicht über Gesetze und die Grenzwertlüge aufklären. Ich kenne diese und weiss wie machtlos Elektrosmog-Betroffene diesen Gesetzen ausgeliefert sind. Es geht darum, dass eine Krankenkasse sich nicht mit einem Industriezweig verbünden sollte, welche mit einer fragwürdigen und möglicherweise gesundheitsschädigenden Technologie Milliardengewinne erwirtschaftet, derweil möglicherweise, wie Sie selbst bemerken, Menschen daran erkranken können, was dann die Prämienzahler doch wieder berappen müssen. Das Leid der Betroffenen wird nicht aufzuwiegen sein.

Von einem "Notfall-Handy" kann ich im Artikel des PrimeClub nichts lesen. Es ist von einem Comfort-Handy die Rede. Vielmehr werden im Artikel "ältere Menschen" angesprochen und ein Bedürfnis nach (falscher) Sicherheit geweckt. Diese Sicherheit brauchen sie höchstens, weil ihnen vom Funk, der Ihnen um die Ohren fliegt, schwindlig wird. Es liegt auf der Hand, was der Zweck des Artikels ist. Es sollen Kunden aus einer Altersgruppe rekrutiert werden, die noch kein Handy haben und es eigentlich auch nicht brauchen (wie viele andere übrigens auch nicht).

Meines Erachtens gibt es bei Werbung für eine möglicherweise gesundheitsschädigenden Technologie seitens einer Krankenkasse nichts abzuwägen. Der Fall sollte klar sein.