Vorsorge in Zeiten der Cholera
"Bei Anruf Krebs?"
SWR2 Kontext vom 25.8.2009
Kaum eine wissenschaftliche Debatte ist so undurchschaubar wie die über die Gefahr von Elektrosmog. Keine Studie bleibt unwiderlegt. Fakt ist: Die Strahlenbelastung steigt enorm. Täglich werden neue Masten installiert für Mobilfunk, UMTS, aber auch in Innenräumen steigen die Strahlenwerte durch drahtloses Internet per W-Lan oder schnurlose Telefone nach DECT-Standard. In allen Fällen handelt es sich um gepulste Mikrowellenstrahlung. Die Regierung hält die Strahlen für unbedenklich, weil sie keine Hinweise für eine gesundheitsschädliche Wirkung sieht, unterhalb der Grenzwerte. Auf der anderen Seite warnen viele Wissenschaftler und Mediziner vor Gesundheitsgefahren und immer mehr Bürger wehren sich dagegen dauerbestrahlt zu werden. SWR Kontext fragt: Geht der Staat angemessen mit der potentiellen Gefahr durch Elektrosmog um? Zu Wort kommen Bürger, Ärzte und Wissenschaftler, aber auch das Bundesamt für Strahlenschutz.
http://www.swr.de/swr2/programm/sendung ... index.html
Blitzlichter:
Florian Emmrich, BfS:
Minute 7:05
"Es ist nach allem, was man wissenschaftlich weiss, gibt es keine Gesundheitsgefährdung innerhalb der Grenzwerte durch Mobilfunkstrahlung, also weder bei thermischen noch bei athermischen Entwicklungen"
Minute 7:19
"... bei den athermischen Untersuchungen spielt vor allem 'ne Rolle die Strahlung, die weit überhalb der Grenzwerte liegt, da gibt es Hinweise aber keine Beweise ..."
Minute 12:43
"Ich denke, es ist sinnvoll, dass man die Strahlenbelastung im Alltag reduziert, gerade weil man ja, was Langzeitwirkungen angeht, nicht alles auschliessen kann."
Wolf Bergmann:
Minute 12:10
"... und das heisst, es können im Grunde alle Krankheiten entstehen."
Minute 12:31
"... aber die Krankheitsbilder sind individuell"
Minute 13:09
"... wenn eine Grippewelle da ist und jemand ist frisch verliebt, dann passiert ihm nichts. Wenn er sehr depressiv ist, wird er schnell krank. Und so ist das mit der Mobilfunkbelastung auch."
Vorsorge ist also angesagt, Sie haben die Wahl,
so oder so:
Glücklich ist,
- wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist,
- oder wer vorsorgt, indem er glücklich bleibt.
Wenn nun - unglücklicher Weise können alle Krankheiten entstehen - Strahlenbelastung Depressionen auslöst, ist das eben eine "individuelle Reaktion". Bezüglich der Verantwortung für die Verursachung individueller Probleme ist unsere Gesellschaft nun mal eine mbH.
Wie Doris schon hier im Forum an anderer Stelle ausführte (sinngemäss), gehört es eben auch zur persönlichen Reife, in Anerkennung der Realitäten sich als vollwertiges Mitglied einer solchen Gesellschaft zu erweisen und mit seinem persönlichen Pech verantwortungsvoll umzugehen.
Die Leier oder bleiben Sie glücklich
-
korn
@blue sky
Vorsorge ist also angesagt, Sie haben die Wahl,
so oder so:
Glücklich ist,
- wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist,
- oder wer vorsorgt, indem er glücklich bleibt.
Wenn nun - unglücklicher Weise können alle Krankheiten entstehen - Strahlenbelastung Depressionen auslöst, ist das eben eine "individuelle Reaktion". Bezüglich der Verantwortung für die Verursachung individueller Probleme ist unsere Gesellschaft nun mal eine mbH.
Wie Doris schon hier im Forum an anderer Stelle ausführte (sinngemäss), gehört es eben auch zur persönlichen Reife, in Anerkennung der Realitäten sich als vollwertiges Mitglied einer solchen Gesellschaft zu erweisen und mit seinem persönlichen Pech verantwortungsvoll umzugehen.
Sie liegen völlig falsch wenn Sie denken, Glück bestehe darin zu vergessen was man nicht ändern kann. Diese fatalistische Haltung hätte ich Ihnen nicht zugetraut. Man kann sehr wohl etwas ändern wenn man etwas erkannt hat. "Steter Tropfen höhlt den Stein"
Und zynisch ist es, von persönlichem Pech zu sprechen, wenn ich wegen der Antenne im Nachbarsgarten Beschwerden habe.
Ich erweise mich als verantwortungsvolles Mitglied dieser Gesellschaft, wenn ich auf mögliche Gefahren des Mobilfunks hinweise, die von Interessenvertreter "noch" tunlichst ignoriert werden.
Und was Sie hier geschrieben haben, reflektiert wohl wenig persönliche Reife.
Humor behalten
an "korn":korn hat geschrieben:@blue sky
Vorsorge ist also angesagt, Sie haben die Wahl,
so oder so:
Glücklich ist,
- wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist,
- oder wer vorsorgt, indem er glücklich bleibt.
Wenn nun - unglücklicher Weise können alle Krankheiten entstehen - Strahlenbelastung Depressionen auslöst, ist das eben eine "individuelle Reaktion". Bezüglich der Verantwortung für die Verursachung individueller Probleme ist unsere Gesellschaft nun mal eine mbH.
Wie Doris schon hier im Forum an anderer Stelle ausführte (sinngemäss), gehört es eben auch zur persönlichen Reife, in Anerkennung der Realitäten sich als vollwertiges Mitglied einer solchen Gesellschaft zu erweisen und mit seinem persönlichen Pech verantwortungsvoll umzugehen.
Sie liegen völlig falsch wenn Sie denken, Glück bestehe darin zu vergessen was man nicht ändern kann. Diese fatalistische Haltung hätte ich Ihnen nicht zugetraut. Man kann sehr wohl etwas ändern wenn man etwas erkannt hat. "Steter Tropfen höhlt den Stein"
Und zynisch ist es, von persönlichem Pech zu sprechen, wenn ich wegen der Antenne im Nachbarsgarten Beschwerden habe.
Ich erweise mich als verantwortungsvolles Mitglied dieser Gesellschaft, wenn ich auf mögliche Gefahren des Mobilfunks hinweise, die von Interessenvertreter "noch" tunlichst ignoriert werden.
Und was Sie hier geschrieben haben, reflektiert wohl wenig persönliche Reife.
Tut mir leid, dass mein Beitrag zur Widersprüchlichkeit und Widersinnigkeit gewisser Ausführungen (auch von Mobilfunkkritkerseite) in der Radiosendung so schlecht war, dass er nicht als Satire erkenntlich war;
nehmen Sie es einfach als Ausdruck meiner persönliche "Überreife"
Humor kann auch der in Bezug auf bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse sehr Unglückliche immerhin ab und zu noch haben - zum Glück!
Jedenfalls hoffe ich sehr, dass das unter den konkreten Umständen und Ausmassen der Lebensbeeinträchtigung durch Zwangsbestrahlung, mit denen ich persönlich konfrontiert bin und viele Andere konfrontiert sehe - auch ich denke z.B. über die Bedeutung der Zahl der Toten und Geschädigten in der Umgebung von Sendeanlagen aller Art nach - nicht verwerflich oder gar krankhaft ist.
Die Leier ff.
Die Leier ff. oder
Die Bundesregierung allein zu Hause
In dem zitierten Radiobericht antwortet der Sprecher des BfS auf die Frage nach den Kriterien für eine Anerkennung von Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen, die einen Nachweis einer biolgischen Bedeutung von Stahlenbelastung erbringen, dass dabei die "normalen wissenschaftlichen Praxis" zur Anwendung komme, es gehe nicht darum, dass die Untersuchungen bestimmte Anforderungen erfüllen müssen, damit das BFS sie berücksichtigt (Minute 8:12 ff).
Was die Unabhängigkeit der Forschung im DMF betrifft, sieht der Sprecher der Bundesbehörde diese schon allein dadurch gewährt, dass die Mobilfunkunternehmen kein Mitspracherecht gehäbt hätten, weil das DMF allein von der Bundesregierung durchgeführt wurde. (Minute 9.19 ff).
Ein akutes Beispiel, wie die Regierung mit ihren Zielen solchermassen auf wissenschaftlicher Ebene selbst ins Reine gekommen ist :
Atomendlager Gorleben
Kohls Minister schönten Gutachten
Neue Dokumente belegen: Die Regierung Kohl hat Forscher massiv beeinflusst, die Risiken des Atomendlagers Gorleben zu vertuschen.
Von Michael Bauchmüller und Wolfgang Roth
http://www.sueddeutsche.de/politik/518/ ... print.html
Bestätigen womöglich solche Enthüllungen Ahnungen, wie Erklärungen des BfS in Sachen DMF in einem viel weiteren Sinne zu verstehen sein könnten?
Die Bundesregierung allein zu Hause
In dem zitierten Radiobericht antwortet der Sprecher des BfS auf die Frage nach den Kriterien für eine Anerkennung von Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen, die einen Nachweis einer biolgischen Bedeutung von Stahlenbelastung erbringen, dass dabei die "normalen wissenschaftlichen Praxis" zur Anwendung komme, es gehe nicht darum, dass die Untersuchungen bestimmte Anforderungen erfüllen müssen, damit das BFS sie berücksichtigt (Minute 8:12 ff).
Was die Unabhängigkeit der Forschung im DMF betrifft, sieht der Sprecher der Bundesbehörde diese schon allein dadurch gewährt, dass die Mobilfunkunternehmen kein Mitspracherecht gehäbt hätten, weil das DMF allein von der Bundesregierung durchgeführt wurde. (Minute 9.19 ff).
Ein akutes Beispiel, wie die Regierung mit ihren Zielen solchermassen auf wissenschaftlicher Ebene selbst ins Reine gekommen ist :
Atomendlager Gorleben
Kohls Minister schönten Gutachten
Neue Dokumente belegen: Die Regierung Kohl hat Forscher massiv beeinflusst, die Risiken des Atomendlagers Gorleben zu vertuschen.
Von Michael Bauchmüller und Wolfgang Roth
http://www.sueddeutsche.de/politik/518/ ... print.html
Bestätigen womöglich solche Enthüllungen Ahnungen, wie Erklärungen des BfS in Sachen DMF in einem viel weiteren Sinne zu verstehen sein könnten?