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Leben ohne Elektrizität
Verfasst: 29. Mai 2006 09:17
von sibylle.gabriel
Hallo,
bin nun soweit, dass ich nicht mehr in der Stadt schlafen kann. Ich halte die Kopfschmerzen und Herzrythmusstörunegen und habe immer mehr Mühe, mich zu konzentrieren. ich habe auch immer einen druck im Kopf. Ich nehmen an, es ist das Wifi, das nun viele benützen rund um mich.
Nun schlafe ich in einem alten Bauernhaus, das ich renovieren muss.
Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Wohnen ohne Elektritität?
Wäre dankbar um Ratschläge.
Grüsse
Sibylle
Re: Leben ohne Elektrizität
Verfasst: 29. Mai 2006 18:09
von Klaus
Es ging mir heute auch ziemlich schlecht (Konzentrations-/Bewusstseinsstörungen und Kopfdruck)
Wohnen ohne Strom:
- Es gibt Holzheizungen, kombiniert Herd und Warmwasseraufbereitung die völlig stromunabhängig funktionieren. (Ich glaube, das System war von Tiba. Ohne jegliche Pumpen zum Warmwasserboiler)
- Geräte vom Camping verwenden (Gaskocher, Gaslampe, Petroleumlampe, Kerzen)
- Vielleicht trotzdem ein wenig Strom nutzen, aber mit Mass. (Z.B. Baterien aufladen, Glühlampen etc.) Und abends alles ausschalten. Ich denke, als senibilisierter Mensch könnte man sehr verantwortungsvoll damit umgehen.
Re: Leben ohne Elektrizität
Verfasst: 29. Mai 2006 22:01
von mips
Ein möglicher Ersatz für Strom ist Gas. Damit kann nicht nur gekocht und geheitz werden, auch ist es möglich eine Gasbeleuchtung zu installieren und es gibt gar Absorberkühlschränke, die mit Gas betrieben werden.
Re: Leben ohne Elektrizität
Verfasst: 29. Mai 2006 22:07
von Elisabeth Buchs
Mit elektrobiologischen Massnahmen lässt sich oft einiges erreichen, wenn die Felder hauseigen sind, so dass meistens kein stromloses Haus nötig ist. Als erstes sollte man abklären, messen (lassen), wie die EMF-Situation im Haus aussieht und die Resultate mit Sicherungen ein und aus vergleichen, bzw. in welchem Mass sich das Ausschalten überhaupt auf das Elektrische Feld/Ankoppelungsspannung und allenfalls auf das Magnetfeld auswirkt. Denn auf Dauer und erzwungenermassen sind Gaskocher, Gas- oder Petrollampe und Kerzen überhaupt nicht romantisch.
Was man bei Kurzzeitaufenthalten oder an Ferienorten tun kann, wenn die Elektro-Situation nicht optimal ist, ist Strom einschalten auf Nachfrage und nach Gebrauch gleich wieder abschalten und den Boiler z.B. kurzfristig mit (teurerem) Tagesstrom aufwärmen.
Elisabeth Buchs
Re: Leben ohne Elektrizität
Verfasst: 29. Mai 2006 22:25
von Silvie
Was ich noch nicht ganz kapiert habe: Wieso brauchen wir jetzt stromlose Behausungen? Den Strom gibt es doch schon lange, aber von solcher Sensibilität hat man bisher noch kaum was gehört. Erst seit die Mobilfunktechnologie aufgekommen ist, haben wir ein grösseres Problem. Was hat wer davon, wenn er in einer stromlosen Behausung lebt, wenn er aber dann von Antennen bestrahlt wird?
Wird unsere Regierung eines Tages nicht ein wenig blöd dastehen, wenn immer mehr Menschen wegen der unterträglichen Belastungen stromlose Behausungen suchen? Das wird für den Bundesrat und die Bundesämter zu einer recht blamablen Situation, wenn die nicht imstande sind, das Volk zu schützen.
Ich möchte mich nicht hundert Jahre zurück versetzen, nur damit andere nicht auf ihre Handyspielzeug verzichten müssen.
Re: Leben ohne Elektrizität
Verfasst: 29. Mai 2006 22:40
von sibylle.gabriel
Danke,
leider kann ich in meinem Haus hier in Genf nichts tun, die Nachbarn verstehen nicht, dass DECT- telefone und WIfi -anlagen für andere problematisch sind. Nach Briefe schreiben und reden mit den Leuten ohne Erfolg, ziehe ich nun wenigstens für die Nächte und Wochenenden aufs Land in ein fast Funkloch.
Das einzige was Strom braucht ist mein Computer, ohne den kann ich nicht mehr arbeiten.
Sibylle
Re: Leben ohne Elektrizität
Verfasst: 31. Mai 2006 14:05
von michael wiese
Wenn Sie aber 12V installieren müssen Sie bedenken das z.b. für eine einzelne 100W Glühlampe dann 8.3A fliessen und Sie dadurch ein um einiges höheres Magnetfeld längs der Leiter haben.
Und das Sie enorme Verluste haben und ziemlich dicke/teure Leitungen brauchen.
Was die gefährlichkeit von 110V zu 230V betrifft: beides ist nach kurzer Zeit anfassen mit Sicherheit tödlich, solange bei beiden Systemen gute Schutzschalter installiert sind passiert im Normalfall nichts ernstes.
Was die Versorgung weltweit angeht, diese Karte von wikipedia ist sehr nett gemacht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Map_o ... quency.png
Re: Leben ohne Elektrizität
Verfasst: 1. Juni 2006 15:14
von michael wiese
Das können wir ja mal eben durchrechnen:
(Weiterhin angenommener Verbraucher 12V 100W)
Ihr Leiter (ich nehme an kreisförmig das wäre üblich ) mit 1mm Durchmesser hat
0.79 mm^2 laut VDE0100 darf durch einen 0.75mm^2 Leiter maximal 13A fliessen.
Die Lampe hat 8.3A.
Sie brauchen nun schon diese Art Leiter bzw einen geringfügig kleineren für eine einzelne 100W 12V Glühlampe.
Bei 230V Wechselstrom (Effektivwert) könnten Sie an denselben Leiter:
230V*13A / 100W = 29.9 Lampen anschliessen (in Realität etwas weniger vielleicht 25).
Wo habe ich also Unrecht das man bei 12V dickere Leiter braucht?
nun zu den Verlusten:
Wir nehmen eine Leiterlänge von 20m bis zur Birne an, daher 40m (hin und Rückleiter).
Querschnitt ist diesmal 1mm^2, Leitermaterial: Kupfer
spezifischer Widerstand von Kupfer:
0,018 (Ohm*mm^2)/m
daher Gesamtwiderstand der Leitung:
(0.018*Ohm*mm^2*40m)/(1mm^2*m) = 0.72 Ohm
Widerstand der Lampe: 12V/8.3A = 1.45 Ohm
Gesamtwiderstand 2.17 Ohm daher Strom durch Leiter und Lampe: 12V/2.17Ohm = 5.53A
Verlustleistung am Leiter: 0.72Ohm * (5.53A)^2 = 22W
Leistung der Lampe: 1.45Ohm * (5.53A)^2 = 44.34W
Daher: Sie verheizen 50% der Leistung die sie für die Lampe nutzen in den Leitern,
weiterhin wird die Lampe nur recht schwach leuchten.
Das können Sie natürlich verbessern indem Sie einen grösseren Querschnitt nehmen.
(Verdoppelung des Querschnitt == Halbierung des Leiterwiderstandes)
Der Spass mit 12Volt im gesamten Haus wird also teuer, sehr teuer sogar,
nicht nur wegen der erforderlichen Neuverkabelung sondern auch wegen den horrenden Verlusten
und dem Kauf völlig neuer Elektrogeräte wobei es vermutlich 12V Staubsauger, Herde oder Haartrockner garnicht geben wird.
Re: Leben ohne Elektrizität
Verfasst: 1. Juni 2006 17:49
von michael wiese
Das Feld ist auch ein Wechselfeld solange sich die betreffende Person relativ zum Leiter bewegt.
Ausserdem gibt es hier im Forum genügend Personen die auch auf Gleichfelder sensibel reagieren, hören Sie bloss auf zu behaupten Gleichfelder seien ungefährlich.
Weiterhin reichen eFelder sowie hFelder unendlich weit in den Raum, nur weil Ihr Messgerät nach 30-50cm nichts mehr anzeigt heisst das nicht das dort nicht noch ein Feld vorhanden ist.