TNO/ETH - Korrekturfaktoren

Frans

TNO/ETH - Korrekturfaktoren

Beitrag von Frans » 7. Juni 2006 13:41

Im Niederländischen 'Reformatorisch Dagblad' gibt es heute (7 Juni 2006) ein Artikel, worin Prof. dr. ir. Peter Zwamborn reagiert auf die Züricher Ergebnisse.

Übersetzung:

Die Schweizerische Untersuchung gibt nicht alle Antworte worauf die Gesellschaft wartet. Das sagt Peter Zwamborn, in 2003 Leiter der TNO-Cofam Studie.

Der Untersucher kritisiert die Aussage von Minister Van Geel, dass jetzt eindeutig bewiesen ist, das UMTS-strahlung nicht schädlich ist. "Das ist zu kurz gefasst. Die langfristige Effekte kennt noch niemand."

Zwamborn sagt dass die Schweizerische Studie sorgfältig ist gemacht, aber er möchte gerne mehr Einblick haben welche Korrekturfaktoren verwendet sind. "Wenn ein Resultat ausserhalb dem Bereich liegt, kann man das Resultat wegwerfen wegen der Gedanke, dass die Beobachtung nicht stimmt. Wie es in dieser Studie gemacht ist, ist unklar."

Zwamborn sagt getroffen zu sein von den psychosocialen Faktoren um der Problematik herum. "Wenn jemand Angst hat, kann das Folgen haben. Im Laufe der Jahren habe ich Menschen weinend am Telefon gehabt. Sie könnten nicht mehr shlafen und fragten mich, was ich für sie tun könnte. Das hat mich berührt."

Frans

Re: TNO/ETH - Korrekturfaktoren

Beitrag von Frans » 7. Juni 2006 14:01

In dem Artikel in 'Environmental Health Perspective' lese ich:

"We applied a self-designed Questionnaire to include Other Factors (QOF) potentially related to well being (sleep duration, quality of previous night, suffering from a cold, amount of alcohol and caffeine consumed and medication taken on the day of the experimental session, (pre-) menstrual complaints and stressful events)."

Das wundert mich. Wieso selbst gebastelt? Die Fragen betreffen nicht das (Un)wohlsein während den Aussetzungen im Labor. Wozu haben die Untersucher diesen Data verwendet? Vielleicht als Korrekturfaktor? Ein Teil des Unwohlseins korrigiert? Wir wissen es nicht, weil bisher nur den Artikel und nicht die vollständige Studiebericht ist veröffentlicht.

Gerrit Teule

Re: TNO/ETH - Korrekturfaktoren

Beitrag von Gerrit Teule » 8. Juni 2006 19:32

Das Einzige was aus dem ETH studie herauskommt, ist das ein Mensch kein sinnliche und bewuste Wahrnemung hat von schwache nicht-ionisierende Strahlungen. Auch nicht von radioactive oder roentgen Strahlungen. Es was im Grunde ein Wahrnemungstest und nichts mehr. Unsere Augen sehen licht, ein kleines teil von dem ganzen elektromagnetischem Spectrum. Unsere Haut kan Waerme fuehlen, das ist infrarote Strahlung, und das ist es. Das die chronische Strahlung von UMTS oder GSM etc. trotzdem Gesundheitsschaden verursacht, darueber sagt das ETH Studium ganz nichts.

Gerrit Teule, die Niederlaende
(Danke fur die Uebung Deutsch zu schreiben, seit lange)

gesuana

Re: TNO/ETH - Korrekturfaktoren

Beitrag von gesuana » 8. Juni 2006 21:02

Das sind klare Worte! Es war ein Wahrnehmungstest , nicht mehr und nicht weniger: Ein Test , der bestätigt , dass unsere 5 Sinne keinen unmittelbaren Zugang zur Strahlungswahrnehmung haben . Cèst tout! (Wussten wir das nicht schon alle?)
Er wird aber natürlich ganz anders verkauft . In obigen Zeitungsausschnitten von "Future is black" zeigt sich der ganze verbale Salat , den die Mobilfunker vermutlich bewusst kreieren und geniessen , damit die Verwirrung in der Bevölkerung durch die total falsche Wortwahl perfekt bleibe !- Ach herrje , was soll das, wohin und wie lange glaubt ihr funktioniert das noch , dieses Spielchen? - Ich hab mit einigen Leuten inzwischen gesprochen, die Auswertungen über die Medien gehört haben, keiner von ihnen schluckt diese Logik : "Langzeitschäden unbekannt , also Moratorien aufheben, weiterbauen!"- Irgendwo hört der Wahnsinn dann mal auf , auch bei sorglosen Bürgern.- Soweit scheinen die meisten Leute ihre Hirne dann doch noch beieinander zu haben.
Gruss gesuana

Elisabeth Buchs

Stellungnahme der Bundesbehörden zur TNO-Nachfolgestudie

Beitrag von Elisabeth Buchs » 8. Juni 2006 23:00

Siehe http://www.elmar.unibas.ch/elmar_aktuell.html

Was auffällt, bei der Stellungnahme der Bundesbehörden wird richtigerweise von Nachfolgestudie gesprochen und nicht von Replikation.

Wieder einmal werden von den Behörden und der Regierung die Grenzwerte, die uns genügend schützen sollen, erwähnt. Was uns Betroffene angeht, helfen uns diese Grenzwerte überhaupt nicht. Ich frage mich, ob es überhaupt Menschen gibt, die längerfristig bei noch knapp eingehaltenen Grenzwerten gesund bleiben können.

Was ich mir überlegt habe, da so viele Fragen, Einwände und Vorbehalte vorhanden sind, ob man diese nicht an die Studienleiter zur Stellungnahme schicken sollte:

Frage nach den genauen Signalen

Frage nach dem Korrekturfaktor

Frage weshalb nur 44 Tests ausgewertet

usw.

Elisabeth Buchs

Evi

Re: Stellungnahme der Bundesbehörden zur TNO-Nachfolgestudie

Beitrag von Evi » 9. Juni 2006 01:07

Hallo Elisabeth

Fragen können wir schon stellen, aber denkst du, dass die auch nur einen Zentimeter breit von ihren vorher sorgfältig zurecht gelegten Aussagen abweichen und ausserdem wahrheitsgemäss antworten werden? Die Antworten werden schöngefärbt und fadenscheinig dünn herauskommen. Alles andere wäre eine Riesenüberraschung.

Die Bundesbehörden sprechen von Nachfolgestudien, aber es kommt ja wohl drauf an, wie sie die Studienleiter selbst nennen. Und da haben sie sicherlich einen Fehler gemacht.

Evi

Mungg

Warum wird nicht handfest geforscht?

Beitrag von Mungg » 9. Juni 2006 06:34

Was mir nicht aus dem Kopf geht: Warum wird nur die Befindlichkeit aufgenommen? Warum werden keine EEG's während mehreren Tagen und Nächten gemacht oder Laboruntersuchungen auf die "Verdächtigen" wie Melatonin oder Cortisol und/oder ähnlich? Es sollte doch möglich sein, die Probanden für ein paar Tage an einem strahlungsarmen Ort unterzubringen und die Werte zu messen. Danach die Probanden einer realitätsnahen "Bestrahlung" auszusetzen wieder dieselben Messungen und Laboruntersuchungen zu machen. Entsprechende Ergebnisse würden dann wenigstens die Befindlichkeitsstörungen erklären. Bis sich Schlafstörungen gravierend auswirken, dauert es eine Weile, weshalb die Studie meines Erachtens überhaupt kein Ergebnis ist. Zu den Langzeitwirkungen bezüglich Krebs hätten wir zwar dann immer noch nichts.

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