Mobilfunk-Boom in Afrika durch Kinderarbeit
Verfasst: 18. Juni 2006 09:57
Quelle:
http://de.internet.com/index.php?id=2043627
Mobilfunk-Boom in Afrika durch Kinderarbeit
Vodafone und Orange setzen auf kleine Hände bei Telefonkartenverkäufen
John Musonda von UNI Africa
Der Mobilfunk-Boom in Afrika beruht auch auf Kinderarbeit. Das berichtete John Musonda, der Afrika-Verantwortliche des internationalen Gewerkschaftsdachverbands UNI Telecom am Donnerstag auf einem Kongress in Nyon, Schweiz. "Schulpflichtige Kinder verkaufen auf den Straßen von Afrikas Städten Telefonkarten für die großen Konzerne. Sie stehen an Straßenkreuzungen mitten im fließenden Verkehr, für ein unsicheres Auskommen", sagte er. Beherrscht wird der Mobilfunkmarkt des Kontinents von Konzernen wie MTN, Vodacom/Vodafone, Celtel, Orascom und Orange, die oft ihr panafrikanisches Geschäft mit lokalen Partnern betreiben.
Musonda erklärte, dass man versuche mit den Firmen ins Gespräch zu kommen, um die Standards der International Labour Organization (Internationale Arbeitsorganisation - IAO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, durchzusetzen.
Die Zahl der bei diesen multinationalen Konzernen mit regulären Verträgen Beschäftigten ist nicht sehr hoch. So habe der auf dem ganzen Kontinent aktive Konzern MTN nur 5.400 Mitarbeiter. Musonda berichtet weiter, dass zugleich zehntausende Jobs bei den traditionellen Festnetzbetreibern abgebaut würden. Als "Ersatz" entstehen neue unsichere Beschäftigungsverhältnisse im informellen Sektor der Mobilfunkbranche mit unzähligen Subunternehmen. Einige davon würden auch Kinder ausbeuten. "Die Nutznießer sind die Multis, die Riesenprofite machen, aber möglichst wenige reguläre Beschäftigungsverhältnisse wollen." (as)
[ Samstag, 17.06.2006, 12:10 ]
http://de.internet.com/index.php?id=2043627
Mobilfunk-Boom in Afrika durch Kinderarbeit
Vodafone und Orange setzen auf kleine Hände bei Telefonkartenverkäufen
John Musonda von UNI Africa
Der Mobilfunk-Boom in Afrika beruht auch auf Kinderarbeit. Das berichtete John Musonda, der Afrika-Verantwortliche des internationalen Gewerkschaftsdachverbands UNI Telecom am Donnerstag auf einem Kongress in Nyon, Schweiz. "Schulpflichtige Kinder verkaufen auf den Straßen von Afrikas Städten Telefonkarten für die großen Konzerne. Sie stehen an Straßenkreuzungen mitten im fließenden Verkehr, für ein unsicheres Auskommen", sagte er. Beherrscht wird der Mobilfunkmarkt des Kontinents von Konzernen wie MTN, Vodacom/Vodafone, Celtel, Orascom und Orange, die oft ihr panafrikanisches Geschäft mit lokalen Partnern betreiben.
Musonda erklärte, dass man versuche mit den Firmen ins Gespräch zu kommen, um die Standards der International Labour Organization (Internationale Arbeitsorganisation - IAO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, durchzusetzen.
Die Zahl der bei diesen multinationalen Konzernen mit regulären Verträgen Beschäftigten ist nicht sehr hoch. So habe der auf dem ganzen Kontinent aktive Konzern MTN nur 5.400 Mitarbeiter. Musonda berichtet weiter, dass zugleich zehntausende Jobs bei den traditionellen Festnetzbetreibern abgebaut würden. Als "Ersatz" entstehen neue unsichere Beschäftigungsverhältnisse im informellen Sektor der Mobilfunkbranche mit unzähligen Subunternehmen. Einige davon würden auch Kinder ausbeuten. "Die Nutznießer sind die Multis, die Riesenprofite machen, aber möglichst wenige reguläre Beschäftigungsverhältnisse wollen." (as)
[ Samstag, 17.06.2006, 12:10 ]