Schwerer Stand für Mobilfunk-Befürworter
Verfasst: 23. Juni 2006 19:02
"Kein Einfluss durch Strahlen"
7.6.06
Da hat doch der Berg tatsächlich wieder einmal die berühmte Maus geboren. Die diese Woche mit viel Pomp in den Medien, auch im "St. Galler Tagblatt" präsentierte Studie der Universitäten Zürich und Bern zur Strahlenproblematik der neuen UMTS-Sender-Generation ist noch nicht einmal schlecht gemachte PT.
Mit zwei Klicks im Internet kann man sich die vier (4!) öffentlich gemachten Seiten der Studie herunterladen, was schon mal mager ist für über 700 000 Franken Aufwand. Wa man liest, lässt einem schon die Haare zu Berge stehen, ohne dass man elektro-sensibel ist. Die Auswahl der Probanden gemäss einer Ausschlussliste macht etwas stutzig, die Strahlenexposition von 45 Minuten scheint etwas kurz und zum Schiessen ist die Aussage, dass es sich bei den Tests nur um das Basissignal gehandelt habe, es wären also gar keine Gespräche geführt worden.
Folgerichtig wird dann aber auch ausgesagt, dass es sich hier weder um Grenzwert- noch eine Langzeitstudie handle, all dies müsse noch erforscht werden. Also wozu in der Welt soll das ganze Traritrara gut sein, ausser vielleicht dem Umstand, dass mit vereinten Kräften der Betreiber sowie unserer obersten Behörden die renitenten Gemeinden, die bis zur Klärung des Sachverhaltes ein Moratorium für den Bau neuer Basisstationen verhängt haben, zur Räson gebracht werden sollen?
Auch diese "gefällige" Studie kann nicht verhindern, dass sich die Fakten betreffend der langfristigen Schädlichkeit der Strahlung, die durch den Mobilfunk emittiert wird, mit zunehmender Geschwindigkeit verdichten und dass der momentane Stand des Irrtums in der wissenschaftlichen Erkenntnis der "Harmlosigkeit nicht -ionisierender Strahlung " unter welchem auch immer einzusetzenden Schwellenwerte" schwerer und schwerer zu verteidigen ist.
Wer einer der sieben Millionen Handy-Benutzer in der Schweiz ist, sollte sich (und allen lebenden Organismen) einen Gefallen tun, nämlich Mobilverbindungen einschränken. Statistisch gesehen, werden Chancen, selber länger zu leben als das eigene Mobiltelefon , klar besser und man hat erst noch das gute Gefühl, dass man solche Studien etwas weniger durch die Verbindungsgebühren mitfinanziert.
Armin Sp.
St. Gallen
(St. Galler Tagblatt, 12.6.06)
7.6.06
Da hat doch der Berg tatsächlich wieder einmal die berühmte Maus geboren. Die diese Woche mit viel Pomp in den Medien, auch im "St. Galler Tagblatt" präsentierte Studie der Universitäten Zürich und Bern zur Strahlenproblematik der neuen UMTS-Sender-Generation ist noch nicht einmal schlecht gemachte PT.
Mit zwei Klicks im Internet kann man sich die vier (4!) öffentlich gemachten Seiten der Studie herunterladen, was schon mal mager ist für über 700 000 Franken Aufwand. Wa man liest, lässt einem schon die Haare zu Berge stehen, ohne dass man elektro-sensibel ist. Die Auswahl der Probanden gemäss einer Ausschlussliste macht etwas stutzig, die Strahlenexposition von 45 Minuten scheint etwas kurz und zum Schiessen ist die Aussage, dass es sich bei den Tests nur um das Basissignal gehandelt habe, es wären also gar keine Gespräche geführt worden.
Folgerichtig wird dann aber auch ausgesagt, dass es sich hier weder um Grenzwert- noch eine Langzeitstudie handle, all dies müsse noch erforscht werden. Also wozu in der Welt soll das ganze Traritrara gut sein, ausser vielleicht dem Umstand, dass mit vereinten Kräften der Betreiber sowie unserer obersten Behörden die renitenten Gemeinden, die bis zur Klärung des Sachverhaltes ein Moratorium für den Bau neuer Basisstationen verhängt haben, zur Räson gebracht werden sollen?
Auch diese "gefällige" Studie kann nicht verhindern, dass sich die Fakten betreffend der langfristigen Schädlichkeit der Strahlung, die durch den Mobilfunk emittiert wird, mit zunehmender Geschwindigkeit verdichten und dass der momentane Stand des Irrtums in der wissenschaftlichen Erkenntnis der "Harmlosigkeit nicht -ionisierender Strahlung " unter welchem auch immer einzusetzenden Schwellenwerte" schwerer und schwerer zu verteidigen ist.
Wer einer der sieben Millionen Handy-Benutzer in der Schweiz ist, sollte sich (und allen lebenden Organismen) einen Gefallen tun, nämlich Mobilverbindungen einschränken. Statistisch gesehen, werden Chancen, selber länger zu leben als das eigene Mobiltelefon , klar besser und man hat erst noch das gute Gefühl, dass man solche Studien etwas weniger durch die Verbindungsgebühren mitfinanziert.
Armin Sp.
St. Gallen
(St. Galler Tagblatt, 12.6.06)