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Freifahrtsschein von Swisscom zu TDC

Verfasst: 25. Juni 2006 14:37
von Beobachter
Wie geht denn das?

Jens Alder tritt als Leiter der Swisscom zurück, weil er nicht so durfte, wie er wollte, nämlich ausländische Gesellschaften aufkaufen. Mit einer mehr als grosszügigen Abgangsentschädigung scheidet er also aus und nach wenigen Monaten wird er Chef der TDC in Dänemark, also eines Konkurrenzunternehmens der Swisscom. Denn in dieser Funktion wird er gleichzeitig auch Chef von Sunrise, der Schweizer Tochter von TDC.

Was für ein Unternehmen ist eigentlich die Swisscom und wie geht das dort zu? In der Regel besteht für Führungskräfte, noch dazu auf dieser Ebene, in der Industrie ein Konkurrenzverbot, das nicht schon ein paar Monate nach dem Austritt endet. Gilt dies bei Telefongesellschaften denn nicht?

Jetzt hat Jens Alder alle Informationen bis tief hinein in sein ehemaliges Unternehmen Swisscom mitgenommen und kann als Chef von TDC davon profitieren. Nur ganz Blauäugige werden glauben, dass er davon nicht reichlich Gebrauch macht und nur noch Blauäugigere werden glauben, dass dies nicht irgendwelche Folgen hat - nur wahrscheinlich keine guten. Hat da der Bund als Mehrheitsaktionär der Swisscom geschlafen, dass er Jens Alder so leichtfertig entkommen liess? Der Normalbürger kommt aus dem Staunen nicht heraus, was da alles möglich ist! Und dabei sitzen doch lauter so gescheite Leute im Bundesrat!

Beobachter

Re: Freifahrtsschein von Swisscom zu TDC

Verfasst: 26. Juni 2006 08:09
von sibylle.gabriel
Hallo,

gescheit kann man unsere Landesväter und nun auch Mütter nicht mehr nennen. die sehen nur noch den Profit auf die Kürze, haben den Ueberblick total verloren und denken ja nicht mehr selber. Die Lobbyisten käuen ihnen alles vor, denn die Zeit zum eigenständigen Denken fehlt ihnen einfach. Und in einer Welt die auf Globalisierung aus ist, dürfen sie dies vielleicht nicht mehr und alles Wichtige wird von irgendwo vorgegeben. Das Ganze seiht so aus, als wären unsere Regierungräte Marionnetten !
Mit all der Information die nun über die Gefahren des Mobilfunks fliesst, ist es fast nicht möglich, dass keiner aufwacht und etwas unternimmt!

Sibylle