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Schmetterlinge sterben leise/mit Nachtrag
Verfasst: 27. Juni 2006 10:49
von Evi Gaigg
In der heutigen Coopzeitung Nr. 26 findet sich ein Aufruf der ProNatura "Schmetterlinge gesucht" zum Zählen von Schmetterlingen. Dies hat mich veranlasst, sowohl der Redaktion der Coop-Zeitung, als auch der ProNatura zu schreiben. Die schwindende Zahl der Schmetterlinge beobachte ich schon seit geraumer Zeit, denn diese fragilen Lebewesen vertragen die mittlerweile Flächen deckende elektromagnetische Verstrahlung sehr schlecht. Begonnen hat es bereits vor einigen Jahren. Dies veranlasste mich, der Zeitschrift "Natürlich" einen Beitrag mit dem Titel "Schmetterlinge sterben leise" zu schreiben. Er ist auch auf
www.gigaherz.ch/257 nachzulesen.
Gerade Coop macht im Fernsehen (mit dem Partner Sunrise) fleissig Propaganda fürs Handy, gibt für Coop-Superpunkte als Prämie Gratis-Gesprächsminuten. Geschäft ist Geschäft, was morgen kommt, interessiert heute noch nicht....
ProNatura nimmt auch gerne Sponsorengelder der Industrie entgegen, dafür sind Bedenken gegen die falsche Technologie offenbar kein Thema.
Nachtrag zu ProNatura
ProNatura hat bereits reagiert und versichert, dass sie keine Sponsorengelder der Industrie entgegen nimmt. Dies zur Berichtigung. Es tut mir leid, dass ich da offenbar einer Falschmeldung aufgesessen bin. Die Entschuldigung an ProNatura erfolgt postwendend.
Evi Gaigg
Re: Schmetterlinge sterben leise/mit Nachtrag
Verfasst: 1. Juli 2006 14:51
von Mark
Gestern ging 10 vor 10 dem Schmetterlingssterben nach.
Schmetterlinge lieben Magerwiesen. Diese verschwinden wegen extensiver Nutzung immer mehr.
Die Raupen haben gar keine Chance mehr sich zu verpuppen.
Es wurde auch gesagt das der Mensch immer mehr in die Lebensräume eindringt. Jeden Tag verschwindet eine Fläche eines Fussballfeldes in der Schweiz.
Für einmal lässt sich das Phänomen einfach zu erklären. Es muss nicht immer das Handy Schuld sein, sondern der ungebremste Bevölkerungswachstum und dessen Folgen.
Re: Schmetterlinge sterben leise/mit Nachtrag
Verfasst: 1. Juli 2006 17:24
von Evi Gaigg
Hallo Mark
Das Phänomen lässt sich wirklich relativ einfach erklären, aber andersherum. Ich wohne seit 25 Jahren in der gleichen ländlichen Gemeinde, mit völlig intakter Umwelt, was heisst, es gibt immer noch die gleichen Wiesen, Wälder, Weiden und Felder, wie damals, als ich hierher gezogen bin. Rund um mein Haus habe ich eine Wiese angelegt, mit lauter einheimischen (keinen exotischen) Blumen. Diese Wiese bietet den Schmetterlingsarten die verschiedenen für sie typischen Wiesenblumen, die sie für ihre Fortpflanzung benötigen. Schmetterlinge fänden also bei mir alle ihre typischen Futterpflanzen.Ich erspare es mir, all die Falter aufzuzählen, die sich einmal auf dieser Wiese tummelten und die jetzt zur absoluten Seltenheit geworden sind. Es gibt sie schlicht und einfach nicht mehr. Ich beobachte selbst sehr genau und man kann mir nicht so ohneweiteres aus der Ferne die Gründe des Ausbleibens der Schmetterlinge plausibel machen.
Ich kenne übrigens Schmetterlingsliebhaber, die mir dasselbe erzählen. Sie haben jedes Jahr Raupen eingesammelt und sie bis zum Schlüpfen gefüttert. Das hat seit der Einführung des Mobilfunks, dessen Strahlen die ganze Umgebung durchdringen, aufgehört. Es sind übrigens nicht nur die Schmetterlinge, die ausbleiben. Von vielen Bekannten wurde mir unabhängig berichtet, dass es auch viel weniger Mücken gibt, für uns zwar angenehm, aber nicht für Vögel, z.B. Schwalben, die ihre Beute im Flug fangen.
Hören Sie sich doch einmal um und Sie werden vielleicht zu ganz anderen Ergebnissen kommen.
Evi Gaigg
Re: Schmetterlinge sterben leise/mit Nachtrag
Verfasst: 3. Juli 2006 11:41
von open mind
...mittlerweile funktioniert sogar das 'umhören' auch nicht mehr; denn auch die singvögel sind aus den verstrahlten gebieten geflüchtet.
open mind
Re: Schmetterlinge sterben leise
Verfasst: 3. Juli 2006 14:05
von Evi
Es soll doch niemand meinen, wenn sich die Strahlung schon für Menschen so negativ auswirkt, dass so empfindliche Wesen wie Schmetterlinge, Libellen, Insekten allgemein und auch die Vögel widerstandsfähiger sind als diese. Bei auch nur kurzer Überlegung müsste das jedem einleuchten. Tut es aber scheinbar nicht. Es ist einfacher, die Ursachen anderswo zu suchen.
Evi