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Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 5. Juli 2006 09:49
von Wolfgang Bauer
Hallo Forum-Mitglieder,
Ich selbst stehe dem Mobilfunk und seinen Auswirkungen sehr kritisch gegenüber. Noch bevor ich medial auf wirklich nachweisbare gesundheitliche Gefahren des Mobilfunks aufmerksam geworden bin, hatte ich früher ein Handy, welches, wenn ich es länger als 10-20 Minuten am Ohr hatte und telefonierte, mich etwas benommen machte und das Ohr auch warm wurde.
Dann habe ich mich über die SAR-Werte informiert und gemerkt, dass dieses Handy einen SAR-Wert von knapp unter 1,0 Watt hatte.
Da ich beruflich (selbstständig und teilweise tagelang unterwegs) an das Handy sehr gebunden bin, suche ich nach sinnvollen Lösungen, die die Strahlen beim Telefonieren vom Körper etwas weiter weg bringen, was sicherlich nur dadurch zu vollziehen ist, indem man das Gerät selbst weiter weg vom Körper positioniert. Zudem habe ich mir ein Handy mit geringen Strahlenwert zugelegt, was die Situation schon deutlich verbesserte. Aber wenn ich im Schnitt 2-3 Stunden am Tag mit dem Handy telefoniere(n) (muss), ist das denke ich immer noch eine sehr hohe Gefahr.
Mich würde interessieren, ob es nicht Festnetzapparate gibt, in denen man die SIM-Card einlegen kann, aber der Hörer dann nicht mehr so bestrahlt, wie wenn man das Gerät selbst am Kopf hat, und somit das Gerät einmal zumindest einen halben Meter vom Körper weg ist.
Bzw. wie sieht das mit Freisprecheinrichtungen im Auto aus?
Ich würde ja gerne ohne Handy auskommen - privat brauche ich es gar nicht, wenn ich am Wochenende unterwegs bin, habe ich es zwar mit, aber meist ausgeschalten, aber beruflich sehe ich keine Möglichkeit
lg aus Salzburg
Wolfgang Bauer
Re: Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 5. Juli 2006 17:38
von Klaus
Ich denke nicht, dass Ihnen hier jemand eine Lösung "mit" SIM-Karte anbieten will/kann.
Grund: im Gegensatz zu Ihnen, der nur während des Telefonats benommen ist, kämpfen viele Anwohner von Bassisstationen PERMANENT mit Benommenheit und anderen Problemen.
Sie verstehen daher hoffentlich, dass es oberstes Ziel ist, dass auch Firmen ihre Administration und Kundenkontakte wieder ohne Handy abwickeln. (Und nicht etwa, dass der geschäftliche Viel-Telefonierer geschont wird...)
Je höher der SAR Wert, desto besser das Feedback an den Verursacher!
Re: Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 5. Juli 2006 23:52
von sibylle.gabriel
Es gibt Bemühungen, z.B. in Italien, die Handys weniger "strahlend" zu machen, aber solange man nicht begriffen hat, weshalb Elektrossensible nach der konventionellen Abschirmung immer noch etwas spüren, ist dies wenig sinnvoll. (Nächste Woche weiss ich mehr und werde darüber berichten.)
Ausserdem sind die Antennen zu "entschärfen", mir ist es nun jeden Tag in der Stadt regelrecht schlecht. Ich denke, das Beste wäre ein kleineres Erdbeben, das den ganzen Antennenzauber umlegt. Zauberkräfte sollte man haben!
Sibylle
Re: Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 6. Juli 2006 21:22
von Ruedi
@Wolfgang Bauer
Nun da ich selbst auch ein Handy besitze, kenne ich Ihr Problem.
Ich habe eine deutliche Verbesserung erreicht, indem ich eine
Freisprechvorrichtung (Kabel) habe.
Das Handy habe ich zwar immer noch am Körper, aber nicht gerade am Kopf.
Damit die Strahlen nicht am Microphon oder am Kopfhörer heraufschleichen
habe ich in das Kabel 2-3 lose Knoten reingemacht.
Da diese "Knoten" wie Spulen wirken, kann keine HF ans Ohr.
Wir leben leider in einer Zeit wo mann/frau immer und überall erreichbar sein muss.
Re: Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 7. Juli 2006 01:59
von sibylle.gabriel
Hallo,
Ich muss nicht überall erreichbar sein und komme gut ohne Handy aus.
Aber die jungen Menschen sind schon abhängig. Ich versuche mit vielen Menschen über das Problem Handy zu sprechen und heute hat mir ein junger Mann gesagt, er fühle sich ohne Handy nicht gut und seine Freunde auch.
Das mit den Knoten ist eine gute Idee, danke werde es wieter sagen.
Sibylle
Re: Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 7. Juli 2006 06:43
von Klaus
>Wir leben leider in einer Zeit wo mann/frau immer und überall erreichbar sein muss.<
Das stimmt leider, doch die Wichtigkeit der Erreichbarkeit relativiert sich drastisch, wenn uns die Strahlung kalt oder fast kalt gemacht hat.
Man sollte versuchen, das ganze rechtzeitig in vernünftige Bahnen zu lenken und auch sein Umfeld zu erziehen. (Industrie und Politik werden es jedenfalls nicht tun..)
Es gibt Möglichkeiten, die Telefondauer zu reduzieren, auch für Aussendienstmitarbeiter. (z.B. richtige Planung, allenfalls auch SMS statt Telefonat, Bürozeiten für Kunden- und Lieferantentelefonate, E-Mail, Beantworter)
Aber - natürlich: ohne Druck und Willen, und guter Planung, ändert sich nix. Und wenn man sich nicht nur auf die besagten HF-Knoten

im Kabel verlassen will, muss man selbst etwas tun...
Re: Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 7. Juli 2006 12:06
von Rolf Eberhard
Ja richtig. Es sollte mal kurz beben damit die Antennen unbrauchbar
werden!!
R.Eberhard 07.07.06
Re: Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 7. Juli 2006 13:43
von Fritz
Hallo Ruedi, Knöpfe ins Kabel machen nützt nichts. Das musst du
schon Ferritkerne über das Kabel schieben. Es gibt im Handel halbierte Ferritkerne welche man über das Kabel klemmen kann.
Das wird in der Industrie auch so gemacht.
Gruss Fritz
Re: Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 7. Juli 2006 15:32
von Elisabeth Buchs
Hoffentlich meint Ihr die Aussage mit dem Erdbeben im übertragenen Sinn. Ein richtiges Erdbeben würde nämlich auch unsere übrige Infrastruktur wie z.B. unsere Häuser treffen und nicht nur die solid verankerten Antennen. So etwas sollte man sich nie wünschen, wenn man das Leid in den Erdbebengebieten sieht. Abgesehen davon, dass die Antennen nach einem solchen Beben sicher bald wieder aufgestellt würden.
Elisabeth Buchs
Re: Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 7. Juli 2006 19:09
von Ruedi
Besser ist sicher ein runder Ferritkern wie in PCs verwendet.
Aber für sehr hohe Frequenzen z.b. 1800MHz
dämpft auch die erwähnte Luftspule merklich.
Und die ist sogar gratis.
Gruss
Ruedi
Re: Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 13. Juli 2006 11:42
von Wolfgang Bauer
S.g. Forum-Teilnehmer,
Dankeschön für Ihre Antworten. Vielleicht habe ich nicht klar genug deklariert, dass ich nicht wirklich ein Anhänger des Handys bin. Offen gesagt, lasse ich das Ding vor allem in der Freizeit und an Wochenenden abgeschalten, und nicht nur "wo es nur geht" sondern vorzugsweise, und ich bin 22 Jahre alt, und gehöre nicht zur Zielgruppe "Mein Gott, wo ist mein Handy hin?".
Ich habe mir ebenfalls sehr viele Gedanken über die Möglichkeiten der Reduktion von Telefonaten gemacht. Ich denke, dass E-Mail hier sicherlich eine interessante Rolle übernehmen wird. Natürlich kann nicht immer alles über E-Mail abgewickelt werden, insbesondere wenn in einer relativ kurzen Zeit ein intensiver Dialog mit vielen Fragen und vielen Antworten geführt werden soll, was die heutige Marktwirtschaft nun einmal oft erfordert. Da kann man sich dagegen wehren wie man will. Entweder man passt sich den Gegebenheiten an, und versucht trotzdem auf seine Art und Weise einen ruhigeren Rhythmus daraus zu machen, oder man kann seinen Beruf an den Nagel hängen, da man als unflexibel und langsam dargestellt wird.
Und was nun mal Großfirmen vorleben, kann man als Einzelner nicht bekämpfen, man kann es nur so weit wie möglich anpassen und individualisieren.
lg
Wolfgang
Re: Mobilfunk sicherer einsetzen?
Verfasst: 15. Juli 2006 22:39
von Kurt
Hallo Wolfgang,
Eine Frage: Wozu willst Du denn in einen Festnetzapparat eine SIM-Card einlegen?
Ganz davon abgesehen, dass es sowas nicht gibt: Erstens braucht man das nicht, denn der Festnetzapparat ist ja wie der Name schon sagt, ans Festnetz angeschlossen und durch diesen Vertrag ein-eindeutig dem Besitzer zugeordent (Das "I" in SIM steht für "identification") und ausserdem strahlt ein Festnetzapparat überhaupt nicht.
Kann es sein, dass ich irgend etwas völlig missverstanden habe???
Fragt
Kurt