******** zieht in Baar/ZG das Baugesuch zurück
Verfasst: 4. August 2006 11:39
Copyright: Neue Zuger Zeitung, Ausgabe 3. August 2006
Baar
******** zieht die ******* ein
Express
Die ******** will die ******* auf dem Spinni-Gelände nicht mehr bauen.
Das Ortsbild würde laut Gutachten «in hohem Masse beeinträchtigt» werden.
Der Verzicht ist vorübergehend - das nächste Baugesuch kommt bestimmt.
Mit der Mobilfunk******* auf dem Spinni-Areal wird nichts. Die ******** hat sich dem Urteil eines Gutachtens gebeugt und das Baugesuch zurückgezogen.
Von Carl-Axel Englund
Das für die Baupläne der ******** verhängnisvolle Gutachten hat die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) erstellt und Mitte Juni der Baudirektion des Kantons Zug zugestellt. Mit einer Verfügung vom 22. Juni gab die Baudirektion der ******** Gelegenheit, sich zum Befund des Gutachtens zu äussern.
Beschwerde gegenstandslos
Die Antwort kam am 14. Juli. «Die ******** Mobile AG unterzieht sich dieser Fachmeinung, auch wenn sie die Meinung der Kommission nicht in allen Bereichen teilt», heisst es darin. Die ******** ziehe deshalb «aus prozessökonomischen» Gründen das Baugesuch zurück. Mit dem Verzicht der ******** wurde auch eine hängige Verwaltungsbeschwerde gegen die ******* gegenstandslos.
Die ******** will sich nun, gestützt auf die Überlegungen des Gutachtens, einen neuen Standort suchen und «zur gegebenen Zeit ein entsprechendes Baugesuch einreichen».
Im ENHK-Gutachten wird ausführlich begründet, warum sich das Spinni-Areal für eine Mobilfunk******* überhaupt nicht eignet. Grundlegend ist, dass das Ortsbild, von dem die alte ********* (in den 1850er-Jahren erbaut) ein Teil ist, im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (Isos) aufgenommen ist. Dort wird es als Spezialfall von nationaler Bedeutung ausgewiesen.
Rückbau der Werkhallen
Die Isos-Verfasser waren davon ausgegangen, dass die Werkhallen, die die ********* zum grössten Teil verdecken, irgendwann abgerissen werden müssen und dass an ihrer Statt eine Neugestaltung tritt. Das alte Fabrikgebäude wird im Gutachten als eines der eindrücklichsten der Schweiz beschrieben.
Zusammen mit der Arbeitersiedlung Höllhäuser, dem Fachwerkbau der ehemaligen Ziegelei, dem Restaurant Brauerei an der Langgasse und dem Quartier um die reformierte Kirche bildet die ********* ein Ortsbild, das von dem geplanten, 32 Meter hohen Stahlmast erheblich gestört würde.
In hohem Masse beeinträchtigt
Bei zwei Begehungen im März dieses Jahres hat eine Delegation dieses Ortsbild aus unterschiedlichen Blickwinkeln begutachtet. Das Fazit ist eindeutig: Von mehreren relevanten Blickrichtungen aus ist der Mast der Mobilfunkanlage als eine erhebliche Störung des Ortbildes wahrgenommen. «Besonders gravierend ist dabei der Umstand, dass der für das Ortsbild wichtigste Bezug zwischen Höllhäusern und *********gebäude in hohem Masse beeinträchtigt wird», schreibt das Gutachten.
So hat es der kantonale Denkmalpfleger Georg Frey nicht gesehen: «Die ******* ist für mich ein Grenzfall», sagt er. «Ich habe das *********gebäude und die Wirkung einer ******* eingeschätzt und bin zum Schluss gekommen, es würde gehen.» Seine Argumentation wurde vom Baarer Gemeinderat übernommen. «Wir können mit dem Befund der ENHK gut leben», sagt Gemeindepräsident Jürg Dübendorfer. «Wir wissen, dass es mehr Mobilfunk*******n braucht. Wir wissen auch, dass das nächste Baugesuch sicher kommen wird. So können wir uns im Gemeinderat dauernd mit *******n befassen.»
Für **********, den Vertreter einer Interessengemeinschaft mit 400 Parteien, ist der ********-Retrait ein grosser Erfolg. Allzu fest darüber freuen mag er sich dennoch nicht: «Ich habe immer gesagt, dass es so herauskommen wird. Die Gemeinde hätte den Ermessensspielraum von Anfang an gehabt, das Baugesuch abzulehnen.» In seiner Kritik Richtung Gemeinderat und Denkmalpfleger Frey spart er nicht mit Pulver: «Es handelt sich um unendliche Inkompetenz, Ignoranz und Arroganz von Seiten der Behörden. Sie haben gedacht, da hinten am Lorzendamm bei der ********* kann man machen, was man will», sagt er.
Andere Gemeinden horchen auf
Das Gutachten und seine Konsequenzen werden in anderen Zuger Gemeinden auf grosses Interesse stossen. Zum Bespiel in Cham, wo sich eine Interessengemeinschaft Nestléstrasse gegen eine ******* mitten im Wohngebiet wehrt. Und dass es die ENHK-Gutachter Ernst meinen, wird beim Lesen des letzten Satzes deutlich. Dort heisst es: «Die Kommission wünscht über den weiteres Verlauf des Geschäftes orientiert zu werden.»
Baar
******** zieht die ******* ein
Express
Die ******** will die ******* auf dem Spinni-Gelände nicht mehr bauen.
Das Ortsbild würde laut Gutachten «in hohem Masse beeinträchtigt» werden.
Der Verzicht ist vorübergehend - das nächste Baugesuch kommt bestimmt.
Mit der Mobilfunk******* auf dem Spinni-Areal wird nichts. Die ******** hat sich dem Urteil eines Gutachtens gebeugt und das Baugesuch zurückgezogen.
Von Carl-Axel Englund
Das für die Baupläne der ******** verhängnisvolle Gutachten hat die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) erstellt und Mitte Juni der Baudirektion des Kantons Zug zugestellt. Mit einer Verfügung vom 22. Juni gab die Baudirektion der ******** Gelegenheit, sich zum Befund des Gutachtens zu äussern.
Beschwerde gegenstandslos
Die Antwort kam am 14. Juli. «Die ******** Mobile AG unterzieht sich dieser Fachmeinung, auch wenn sie die Meinung der Kommission nicht in allen Bereichen teilt», heisst es darin. Die ******** ziehe deshalb «aus prozessökonomischen» Gründen das Baugesuch zurück. Mit dem Verzicht der ******** wurde auch eine hängige Verwaltungsbeschwerde gegen die ******* gegenstandslos.
Die ******** will sich nun, gestützt auf die Überlegungen des Gutachtens, einen neuen Standort suchen und «zur gegebenen Zeit ein entsprechendes Baugesuch einreichen».
Im ENHK-Gutachten wird ausführlich begründet, warum sich das Spinni-Areal für eine Mobilfunk******* überhaupt nicht eignet. Grundlegend ist, dass das Ortsbild, von dem die alte ********* (in den 1850er-Jahren erbaut) ein Teil ist, im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (Isos) aufgenommen ist. Dort wird es als Spezialfall von nationaler Bedeutung ausgewiesen.
Rückbau der Werkhallen
Die Isos-Verfasser waren davon ausgegangen, dass die Werkhallen, die die ********* zum grössten Teil verdecken, irgendwann abgerissen werden müssen und dass an ihrer Statt eine Neugestaltung tritt. Das alte Fabrikgebäude wird im Gutachten als eines der eindrücklichsten der Schweiz beschrieben.
Zusammen mit der Arbeitersiedlung Höllhäuser, dem Fachwerkbau der ehemaligen Ziegelei, dem Restaurant Brauerei an der Langgasse und dem Quartier um die reformierte Kirche bildet die ********* ein Ortsbild, das von dem geplanten, 32 Meter hohen Stahlmast erheblich gestört würde.
In hohem Masse beeinträchtigt
Bei zwei Begehungen im März dieses Jahres hat eine Delegation dieses Ortsbild aus unterschiedlichen Blickwinkeln begutachtet. Das Fazit ist eindeutig: Von mehreren relevanten Blickrichtungen aus ist der Mast der Mobilfunkanlage als eine erhebliche Störung des Ortbildes wahrgenommen. «Besonders gravierend ist dabei der Umstand, dass der für das Ortsbild wichtigste Bezug zwischen Höllhäusern und *********gebäude in hohem Masse beeinträchtigt wird», schreibt das Gutachten.
So hat es der kantonale Denkmalpfleger Georg Frey nicht gesehen: «Die ******* ist für mich ein Grenzfall», sagt er. «Ich habe das *********gebäude und die Wirkung einer ******* eingeschätzt und bin zum Schluss gekommen, es würde gehen.» Seine Argumentation wurde vom Baarer Gemeinderat übernommen. «Wir können mit dem Befund der ENHK gut leben», sagt Gemeindepräsident Jürg Dübendorfer. «Wir wissen, dass es mehr Mobilfunk*******n braucht. Wir wissen auch, dass das nächste Baugesuch sicher kommen wird. So können wir uns im Gemeinderat dauernd mit *******n befassen.»
Für **********, den Vertreter einer Interessengemeinschaft mit 400 Parteien, ist der ********-Retrait ein grosser Erfolg. Allzu fest darüber freuen mag er sich dennoch nicht: «Ich habe immer gesagt, dass es so herauskommen wird. Die Gemeinde hätte den Ermessensspielraum von Anfang an gehabt, das Baugesuch abzulehnen.» In seiner Kritik Richtung Gemeinderat und Denkmalpfleger Frey spart er nicht mit Pulver: «Es handelt sich um unendliche Inkompetenz, Ignoranz und Arroganz von Seiten der Behörden. Sie haben gedacht, da hinten am Lorzendamm bei der ********* kann man machen, was man will», sagt er.
Andere Gemeinden horchen auf
Das Gutachten und seine Konsequenzen werden in anderen Zuger Gemeinden auf grosses Interesse stossen. Zum Bespiel in Cham, wo sich eine Interessengemeinschaft Nestléstrasse gegen eine ******* mitten im Wohngebiet wehrt. Und dass es die ENHK-Gutachter Ernst meinen, wird beim Lesen des letzten Satzes deutlich. Dort heisst es: «Die Kommission wünscht über den weiteres Verlauf des Geschäftes orientiert zu werden.»