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"Hauselektronik"
Verfasst: 7. August 2006 14:02
von Sylvia
Obwohl nicht elektrosensibel, aber jederzeit offen für das Thema und die Problematik, verfolge ich diese Seiten ganz gerne, speziell auch die umfangreichen Erklärungen von Herrn Jakob. Das Thema "Trafostation" bei Ueberbauungen hatten wir ja schon mal. Jetzt interessiert mich folgendes. Ich sah die Pläne einer sehr schönen Parterre-Wohnung im Grünen. Es ist eine von nur drei Wohnung pro Block. Es stehen 6 solcher Blocks nebeneinander. Excellente Bauqualität, es sind Eigentumswohnungen. Sehr gute Isolationsmaterial. Ich hab die Pläne zu Hause und wurde etwas stutzig. Just unter dieser freien Parterrewohnung befindet sich laut Grundriss-Plänen die "Hauselektronik". Diesen Raum gibt es nur in diesem Block. Ich nehme an, dass es sich um die Trafostation für die ganze Ueberbauung handelt. Was ist davon zu halten? Sind die gut isoliert? Mich würde auch die Meinung von Herrn Jakob interessieren. Oder aber ist mit "Hauselektronik" etwas ganz anderes gemeint? Der Raum befindet sich unter dem Badezimmer. Schlafzimmer ist ca. 5 Meter entfernt.
Danke für Eure Meinungen!
"Haustechnik"
Verfasst: 7. August 2006 17:17
von Sylvia
Sorry Korrektur: es ist mit "Haustechnik" beschriftet, ein 16m2-Raum just unter dem Badezimmer im Kellergeschoss. Na ja, das wird wohl aufs selbe rauslaufen, oder?
Re: "Haustechnik"
Verfasst: 7. August 2006 19:55
von mips
Unter Haustechnik versteht man vor allem Heizung und Lüftungsanlage. Kann sein, dass sich dort auch die Haupverteilung mit der Messeung (Stromverbrauchszähler) sich befinden, mit Sicherheit kein Transformator für die Siedlung.
Danke
Verfasst: 8. August 2006 06:29
von Sylvia
Vielen Dank. Wir werden vermutlich die Immobilie demnächst besichtigen und dann wollen wir auch das Kellergeschoss sehen. Bisher war es auch bei uns so, dass an jedem Wohnort diese Trafos ausserhalb waren, meist im Bereich der Tiefgaragen.
Re: Haustechnik
Verfasst: 10. August 2006 04:02
von thron
…auch wenn das "nur" die haustechnik ist, suchen sie sich eine whg möglichst weit weg von jeglicher technik-infrastruktur aus.
esmog-geschädigte könnten auf keinen fall über so einem technik-raum leben.
beachten sie auch auf den plänen wo im untergrund die hauptzu- & ableitungen von allem (strom, wasser, gas, etc.) sind. darauf sollte sich ihre auszuwählende whg auch nicht befinden, da sie entweder selbst esmog-quellen sind oder solche ggf. verschleppen.
bevor sie so ein objekt kaufen sollten sie in jedem fall einen elektro-biologen die sache anschauen lassen. das ist immer noch günstiger als eine nach-kauf-überraschung…
Re: Haustechnik
Verfasst: 10. August 2006 18:04
von mips
Frau Silvia hat sich ausdrücklich als nicht elektrosensibel bezeichnet un niemand hat von "nur" Haustechnik beschrieben.
Thron hat aber schon recht, wenn er schreibt dass EHS- Betroffene strengere Masstäbe anlegen sollten. Aber nich nur bei EHS, sondern auch bei CFS und MCS ist es angebracht die Wohnung durch einen seriösen Baubiologen untersuchen zu lassen und dies nicht nur auf die Belastung durch Elektrosmog. Auch Hausstaub, Schimmelpiltze, Luftschadstoffe und Klima sind für empfindliche Menschen von grösserer Bedeutung, wie dies bei robusten Personen der Fall ist.
Re: Haustechnik
Verfasst: 10. August 2006 21:39
von Elisabeth Buchs
Es sollten auch (noch) nicht betroffene Personen auf Minimierung von Elektrosmog bzw. Meiden von belasteten Orten achten. Es weiss ja kaum jemand im voraus, ob es ihn/sie bei genügend langer und starker Exposition nicht auch treffen kann. Von einer Betroffenen weiss ich, dass sie eine neue Regelung einer Heizung nicht vertragen hat und diese dann auswechseln lassen konnte, worauf es ihr wieder gut ging. Eine andere Kollegin verträgt Waschmaschinen schlecht.
Ich frage mich, ob die Elektrosensibilität bei mir auch ausgebrochen wäre oder wenigstens in geringerem Ausmass, wenn ich nicht von Geburt an 28 Jahre lang an einem belasteten Ort direkt neben einer Gleichstrombahn mit entsprechenden Transienten, Nähe Trafostation, kleiner Hochspannungsleitung und Fernsehsender aufgewachsen wäre und später das Wohnen an einem Ort mit relativ hohem Magnetfeld von Ausgleichsströmen. Die Belastung mit Elektrosmog könnte sich aufsummieren, akkumulieren, im Sinn von "der Krug geht zum Brunnen bis er bricht", auch wenn das von Befürworterseite bestritten wird, aber die bestreiten ja meistens die Elektrosensibilität aufgrund von EMF generell, haben jedoch ausser dass wir uns alles einbilden auch keine Erklärung anzubieten und schon gar keine Lösung. Bei einer Allergie ist sowohl die Veranlagung wie die Exposition für den Ausbruch der Symptome verantwortlich. Ich hoffe nun sehr, dass unser Sohn, der aufgrund meiner Elektrosensibilität feldarm aufwächst, diese Sauerei, die mir das Leben vermiest nicht bekommt. Dass es Leute geben wird mit latenter Elektrosensibilität schliesse ich aus der Erfahrung mit Infektanfälligkeit, Müdigkeit am früheren ungünstigen Ort noch vor Ausbruch der Elektrosensibilität. Unser Sohn ist nur sehr selten krank, während z.B. eine Schulkollegin über häufige Kopfschmerzen klagt, es würde mich nicht wundern, wenn das an einem DECT liegen würde.
Elisabeth Buchs