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Puls : Schlafet weiter , ihr lieben Bürgerlein
Verfasst: 4. September 2006 21:56
von gesuana
War ja nicht anders zu erwarten. " Einen Meter Abstand halten von Ihrem Dect und Sie sind bestens geschützt." , rät die "Fachperson" in Sachen Messung der Kundin. (schmunzel , schmunzel) Und leider im gleichen Beitrag , der wohl kräftig an den empfindlichen Stellen zurechtgestutzt wurde , meint die Auftraggeberin der Messung dann , es erstaune sie sehr , dass von den Dects die grössere Belastung ausgehe als von den Mobilfunkantennen . ( Ach woher denn , wenn in einer Entfernung von einem Meter schon alles unbedenklich ist...) Eine klein bisschen widersprüchlich , meine ich. Aber der gute alte böse Kühlschrank , der war , der lieben Verwirrung zuliebe, einer längeren Ausführung würdig. Jetzt wissen wir : Das Bett niemals an die Rückseite Ihres Kühlschranks platzieren. Danke vielmals.
gesuana
Habt Ihr keine Stimme?
Verfasst: 5. September 2006 06:31
von Denis
Die Sendung war zwiespältig, die schossen sich lächerlicherweise auf einen Kühlschrank ein und dann der Witz mit dem 1m-Abstand zur DECT-Station.......selten so gelacht! Was mich wundert: warum hat GIGAHERZ keine Stimme bei solchen Sendungen? Ihr werdet nie angefragt oder zitiert. Werdet Ihr etwa nicht ernst genommen oder wollt Ihr gar keine Oeffentlichkeit? Immer wird diese Frau Moser (woher kommt die überhaupt?) zitiert oder sonst irgendwelche 'Experten'. Was ist von diesem Messtechniker zu halten? Seriös oder ein Abzocker?
Gut ist, dass für die SBB-Passagiere keine Gefahr besteht, aber ich möchte nicht tagtäglich 8 Stunden in einem E-Kraftwerk namens Loki unterwegs sein, klar, dass dort teils massive Strahlung vorherrscht. Klar auch, dass die Lokführer die Gefahr runterspielen uns sich selbst beruhigen und nicht den Job riskieren wollen.
Was denkt da der Laie?
Verfasst: 5. September 2006 07:06
von Mark
Hab die Sendung mit einem Kollegen geschaut, den das Thema überhaupt nicht interessiert(e) und ihn danach gefragt, was er denn nun für einen Eindruck hat.
Er meinte:
1) Handy telefonieren sei offensichtlich völlig harmlos
2) Natelmasten sind völlig unbedenklich, noch schwächer als diese modernen Heimtelefone ohne Kabel.
3) Selbst die sind völlig unbedenklich, wenn sie 2 Meter vom Nachttisch weg aufgestellt sind
So werden wohl die meisten der 500000 Zuschauer gedacht haben, die nichts vom Thema verstehen.
Mich persönlich hat gestört, dass der Wissenschaftler nicht in Ruhe befragt werden konnte, sondern in einer Pause des Kongresses.
Realsatire pur: er nahm die fragen via Handy entegegen.......
Bin mal auf die Reaktion von Herrn Jakob gespannt. Und auch auf die Antworten der Zuschauerfragen. Einige von denen werden immer in der nächsten -Schweizer Familie- abgedruckt, also in der Ausgabe von der nächsten Woche dann.
Warum übrigens werden nie Betroffene in TV-Sendungen eingeladen? Warum hört man nie was von Ihrer Organisation in den Medien von SF oder Radio DRS? Habt Ihr Krach mit denen und werdet geschnitten oder was ist der Grund?
Alles Theorie!
Verfasst: 5. September 2006 07:38
von Mo
Ich hab schon x-Sendungen über das Thema gesehen, immer wissenschaftliches Geschwätz, Vermutungen, Beweise, Gegenbeweise.....blablabla....weitere Studien....warten, warten, warten.....aber niemals hab ich Betroffene im TV gesehen, man weiss ja gar nicht unter was die in welchen Situationen leiden. Das wäre interessant! Warum gibt es nicht mal einen guten Dok-Film über das Thema? Mir hat die PULS-Sendungen nicht gefallen, ein einziges Durcheinander von SBB, Alzheimer, Krebs, ein bisschen Natelmasten, DECT, Radiowecker, Messtechniker, Wissenschaftler-Interview....das alles in 10 Minuten. Das bringt nichts und verwirrrt nur.
Lokführer
Verfasst: 5. September 2006 11:13
von charles claessens
Lokomotivführer seien sehr starken elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Das Bundesamt für Verkehr hat in ausführlichen Messungen einen Durchschnittswert von 21 Mikrotesla ermittelt, das ist etwa zwanzig mal so viel wie 50 Meter neben einer Hochspannungsleitung
http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/arc ... weiz/49546
21 MikroTesla sind 21.000 nanoTesla.
Laut SBM2003 sind nur 20 nanoTesla gestattet!
Übrigens, DECT Telefone messe ich noch drei Häuser weiter.
Charles Claessens
Re: Alles Theorie!
Verfasst: 5. September 2006 11:34
von Hans-U. Jakob
TV- und Radioredaktoren informieren sich oft auf unserer Internetseite um zu sehen was so läuft im Moment. Dann holen sie noch telefonische Ergänzungen bei mir und machen dann prompt eine Abwieglersendung daraus. Das bringt Reklameinnahmen in Millionenhöhe. Unsere Argumente oder der Auftritt von Betroffenen würde ihnen nur das Gegenteil bescheren. Nämlich massiver Verlust von Werbeeinnahmen und einen Riesenhaufen Aerger.
Punkto Abwieglerei: Im Moment geben BAFU und BAG laufend Broschüren heraus, in welchen die Magnetfelder von Haushaltgeräten massiv zu hoch dargestellt sind. Das heisst bis Faktor 10 und höher.
Dasselbe erleben wir bei den Angaben über Radio- und Fernsehsender. Die Messungen rund um den Bantiger haben gezeigt, dass das BAFU diese Feldstärken mindestens Faktor 5 zu hoch darstellt. Der Grund ist sonnenklar. Man will damit die tausenden von Mobilfunkmasten aus dem Schussfeld nehmen. Seht her liebe Laute: Euer Radio- oder TV- Bedarf und euer Kühlschrank ist doch viiieel schlimmer als der Mobilfunksender auf dem Nachbardach.
Hans-U. Jakob
Re: Alles Theorie!
Verfasst: 5. September 2006 12:08
von Alex
Was wird denn das für ein Messtechniker gewesen sein, der schon nach einem Meter fast keine DECT Telefon-Strahlung mehr messen konnte? Sicher einer von den Mobilfunkern empfohlener! DECT Telefone strahlen sogar bis in die Wohnungen der Nachbarn (selber erlebt!)
Ich habe nach der Sendung den Eindruck gewonnen, dass die gar nichts anderes berichten dürfen. Darum wollen sie auch keine Meinungen von Betroffenen. Von Organisationen wie Gigaherz schon garnicht. Denn da könnte doch was herauskommen. Und das will doch von denen keiner!
Alex
Re: Alles Theorie!
Verfasst: 5. September 2006 14:05
von Elisabeth Buchs
Beim Googeln des Mess-Technikers Markus Gugler, über den vor kurzem auch ein Artikel in der BZ erschienen ist, gelangt man zur Firma Schaffner EMV AG, ASEB, bekannt von der Gigaherz-Hauptseite "Achtung vor Wölfen im Schafspelz". 1 m neben einer DECT-Basis hat man etwa 3,5 V/m.
Mein Eindruck von der Sendung, die ich heute in der Wiederholung um 11 Uhr gesehen habe, ist auch zwiespältig: Es wurde zwar das Thema Elektrosmog überhaupt angesprochen und einige problematische Faktoren wie erhöhtes Alzheimer-Risiko bei Lokführern, gestresste Gene, beschädigtes Erbgut und Gefahr von Tumoren, doch gleich mit den bekannten Relativierungen aufgewartet wie "Hinweise, keine Beweise, kein Wirkmechanismus bekannt, wenige Fälle von Alzheimer auf die Gesamtzahl der Lokführer, Reparaturmechanismen, japanische Studie keine Hinweise auf Akustikneurinome unterhalb von zehn Jahren Handynutzung, dass Herr Röösli per Handy interviewt wurde, seht wie man da keine Angst haben muss, Risikorelationen bewahren, die Relativierungen durch Haushaltgeräte wie Induktionsherd, DECT, Kühlschrank, Radio, die Suggestion der besorgten Frau, die dann durch den "Mess-Spezialisten" "beruhigt" wird. Die Personen vom Beratungstelefon stammen von BAG, BUWAL und SUVA! Dass Frau Mirjana Moser und der von der TNO-Legitimationsstudie bekannte Hr. Röösli zu Wort kamen und keine Betroffenen, werden totgeschwiegen und psychiatrisiert, finde ich unerfreulich. Das Wichtigste wäre, dass unsere Regierung endlich aufgrund der deutlichen Hinweise auf Gesundheitsschädigung den weiteren Ausbau dieser Technologien (wie z.B. UMTS und WiMAX) stoppt.
Elisabeth Buchs
Re: Lokführer
Verfasst: 5. September 2006 17:01
von mips
Lieber charles
Die 20nT sind den Richtwerten für Schlafplätze, die zum SBM-2003 definiert wurden, zu entnehmen. Lokführerstände sind keine Schlafplätz und deshalb sollte dazu nicht der Richtwert für Schlafplätze als Vergleich herangezogen werden. Aus meiner Erfahrung dürfebn Arbeitsplätze einen um den Faktor 10 höhere Bewlastung aufweisen als Schlafplätze. Das wären im Falle von Lokführerstänen 200nT. Aber auch im Vergleich zu diesem Richtwert von mir ist bereits der Durchschnittswert um den Faktor 100 höher.
Richt- und Grenzwerte im Vergleich:
Richtwert für Schlafplätze nach SBM-2003 keine Anomalie<20nT>schwache A.<100nT>starke A.<500nT>extreme A. (für den Arbeitsbereich wende ich einen 10x höheren Wert an).
NISV Anlagegrenzwert (OMEN, für Bahnanlagen über 24h gemittelt) 1’000nT
NISV Immissionsgrenzwert 100’000nT
SUVA für berufliche Exposition 400’000nT
ICNIR für berufliche Exposition 1’000’000nT
Lokführer dürfen demzufolge gesetzlich einem Magnetfeld mit bis zu 400’000nT bei 16,6Hz exponiert werden.
Re: Alles Theorie!
Verfasst: 5. September 2006 17:47
von michael wiese
"Lokomotivführer seien sehr starken elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Das Bundesamt für Verkehr hat in ausführlichen Messungen einen Durchschnittswert von 21 Mikrotesla ermittelt, das ist etwa zwanzig mal so viel wie 50 Meter neben einer Hochspannungsleitung"
Das entspricht dem Wert des Erdmagnetfeldes in der Schweiz, es ist durchaus möglich das jene Leute aus Versehen jenes gemessen haben.
Re: Alles Theorie!
Verfasst: 5. September 2006 18:05
von pegasus
Das Erdmagnetfeld dürfte in einer massiven Eisenkonstruktion wohl kaum messbar sein!
Pegasus
Re: Lokführer
Verfasst: 5. September 2006 18:05
von charles claessens
Hallo Mips,
stimmt alles.
Aber ich sage immer, alles oberhalb von 200 ist gefährlich für die Gesundheit.
Ob das nun 200 nT (nanoTesla) sind oder 200 uW/m2 (mikroWatt pro quadrat meter), das ist mir gleich.
Die biologische Effekte werden von den Behörden nie anerkannt, aber sie sind für uns wichtig.
Bevor diese Schweizerische Studie an Lokführer durchgeführt wurde, war schon bekannt, dass Lokführer erheblich mehr Krebs bekommen als normale Menschen.
In die Niederlande hat jemand ein Bahnbuch geschrieben, wo angegeben wird wo man am besten in den ZÜgen platz nehmen kann, wegen die auftretende Magnetfeldern.
Und in die Niederlande fahren die Züge nicht mit Wechselstrom, sondern mit 1500 V Gleichstrom!
Aber die Räder enthalten kräftige Magnetfelder, wie bei Auroreifen.
Charles Claessens
Re: Alles Theorie!
Verfasst: 5. September 2006 18:26
von charles claessens
Hallo Michael Wiese,
da vergleichen Sie Äpfel mir Birne.
Die gemessene 21.000 nT beziehen sich auf magnetische Wechselfeldern.
Das Erdmagnetfeld (in der Schweiz?) soll etwa 45.000 nT betragen, aber das ist ein magnetisches Gleichfeld.
Charles Claessens
Re: Alles Theorie!
Verfasst: 5. September 2006 19:11
von michael wiese
@charles
Im Artikel stand weder wo gemessen wurde, ob im Zug oder daneben, noch ob Gleichfelder oder Wechselfelder gemessen wurden.
Je nach Region liegt die Feldstärke zwischen 20-30 µT (weltweit).
Das Erdmagnetfeld hat in der Schweiz daher mit Sicherheit keine 45 µT.
Bitte erklären Sie welchen Unterschied ein Wechselfeld bei 16.7 Hz im Gegensatz zu einem Gleichfeld macht, in Bezug auf die an bewegten Ladungsträgern auftretene Kraftwirkung.
Als Ladungsträger werden Ionen in einem flüssigen bewegten Medium angenommen.
Re: Alles Theorie!
Verfasst: 5. September 2006 23:50
von charles claessens
@ michael wiese
Mir ist nicht bekannt ob in die Schweiz die Lokführer sich neben dem Zug befinden.
Normalerweise (in andere Länder) befinden sie sich innerhalb den Zug, und meistens ganz von vorne.
Sie haben eine eigene Kabine, wo sie sich während der Fahrt aufhalten.
Deswegen darf man annehmen, dass die Magnetfelder innerhalb diese Kabine gemessen wurden, und nicht irgendwo neben die Bahn.
Das Erdmagnetfeld liegt in Mittel-Europa zwischen 45 und 50 µT.
In den Benelux Länder, und in Deutschland liegt dies meistens bei 48 µT.
Zum Äquator wird sie geringer (bis 28 µT) und zu den Polen hin stärker (bis 67 µT). In Südbrasilien beträgt sie teilweise nur 24 µT.
Inzwischen wissen wir dass es Schweizer Wissenschaftler gibt die vieles manipulieren können, aber es ist ihnen noch nicht gelungen die Schweiz zur Äquator zu verschleppen!
Wenn sie nicht verschoben ist, liegt die Schweiz meiner Meinung nach nach noch immer in Mittel-Europa, und beträgt das Erdmagnetfeld dann 48 µT.
Wenn Strom mit 16.7 Hz fliesst, wird das allgemein als Wechselstrom gekennzeichnet, und nicht als Gleichstrom.
Wechselstrom und Gleichstrom kann man nicht vergleichen.
Charles Claessens