Studie über Mobilfunkstudien ;o)
Verfasst: 26. September 2006 18:01
Wir wussten es schon lange, aber nun haben wir es schwarz auf weiss: Die Uni Bern kam in einer Untersuchung darauf, dass die Ergebnisse der Mobilfunkstudien stark davon abhängen, wer sie in Auftrag gibt...
NetzwocheTicker-News vom 25.09.2006
Sind Mobilfunkstrahlen doch gefährlich?
Die Geldgeber haben einen Einfluss auf die Resultate von Mobilfunkstudien. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Universität Bern.
Die Universität Bern analysierte die Resultate aller Studien über die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung, die zwischen 1995 und 2005 in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Insgesamt waren 12 von 59 Studien ausschliesslich von der Industrie gesponsert, 11 von der öffentlichen Hand, 14 gemischt (öffentliche Hand und Industrie) und 22 legten nicht offen, wer die finanzielle Unterstützung für die Studie aufgebracht hatte. Rein industriefinanzierte Studien berichteten seltener von Effekten der Mobilfunkstrahlung als von der öffentlichen Hand finanzierte Studien. Gemischt finanzierte Untersuchen wiesen die höchste Qualität auf und berichteten gleich häufig von Effekten wie öffentlich finanzierte Studien.
Ob Mobilfunkstrahlung tatsächlich die Gesundheit beeinträchtigt, ist allerdings nicht nachgewiesen und mit der vorliegenden Analyse auch nicht untersucht worden. Die Forscher der Universität Bern weisen aber darauf hin, dass es bedenklich ist, wenn Unterschiede in den Studienresultaten auf die Finanzierungsart zurückzuführen sind und nicht mit der Methodik erklärt werden können. Mitautor Matthias Egger fordert, "dass bei industriefinanzierten Studien die Rahmenbedingungen so gesichert werden müssen, dass ein Einfluss der Geldgeber ausgeschlossen werden kann".
Der Bund will trotz dieser Ergebnisse weiterhin auch rein industriefinanzierte Studien für Entscheide berücksichtigen. "Resultate solcher Studien grundsätzlich nicht mehr bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen wäre unfair“, erklärte Jürg Baumann, Sektionschef im Bundesamt für Umwelt (Bafu) gegenüber dem Tagesanzeiger. Ausschlaggebend sei für das Bafu nicht, von wem die Studie finanziert worden sei, sondern die wissenschaftliche Qualität der Studie. Soweit der Bund Studienaufträge erteile, habe er selbst die Möglichkeit, die Unabhängigkeit der Experten sicherzustellen.
NetzwocheTicker-News vom 25.09.2006
Sind Mobilfunkstrahlen doch gefährlich?
Die Geldgeber haben einen Einfluss auf die Resultate von Mobilfunkstudien. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Universität Bern.
Die Universität Bern analysierte die Resultate aller Studien über die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung, die zwischen 1995 und 2005 in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Insgesamt waren 12 von 59 Studien ausschliesslich von der Industrie gesponsert, 11 von der öffentlichen Hand, 14 gemischt (öffentliche Hand und Industrie) und 22 legten nicht offen, wer die finanzielle Unterstützung für die Studie aufgebracht hatte. Rein industriefinanzierte Studien berichteten seltener von Effekten der Mobilfunkstrahlung als von der öffentlichen Hand finanzierte Studien. Gemischt finanzierte Untersuchen wiesen die höchste Qualität auf und berichteten gleich häufig von Effekten wie öffentlich finanzierte Studien.
Ob Mobilfunkstrahlung tatsächlich die Gesundheit beeinträchtigt, ist allerdings nicht nachgewiesen und mit der vorliegenden Analyse auch nicht untersucht worden. Die Forscher der Universität Bern weisen aber darauf hin, dass es bedenklich ist, wenn Unterschiede in den Studienresultaten auf die Finanzierungsart zurückzuführen sind und nicht mit der Methodik erklärt werden können. Mitautor Matthias Egger fordert, "dass bei industriefinanzierten Studien die Rahmenbedingungen so gesichert werden müssen, dass ein Einfluss der Geldgeber ausgeschlossen werden kann".
Der Bund will trotz dieser Ergebnisse weiterhin auch rein industriefinanzierte Studien für Entscheide berücksichtigen. "Resultate solcher Studien grundsätzlich nicht mehr bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen wäre unfair“, erklärte Jürg Baumann, Sektionschef im Bundesamt für Umwelt (Bafu) gegenüber dem Tagesanzeiger. Ausschlaggebend sei für das Bafu nicht, von wem die Studie finanziert worden sei, sondern die wissenschaftliche Qualität der Studie. Soweit der Bund Studienaufträge erteile, habe er selbst die Möglichkeit, die Unabhängigkeit der Experten sicherzustellen.