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Swisscom testet LTE

Verfasst: 11. Februar 2010 09:53
von Elisabeth Buchs
Swisscom testet LTE
Im April 2010 startet Swisscom ausführliche Tests mit der vierten Mobilfunkgeneration "Long Term Evolution" (LTE). LTE wird das Mobilfunknetz von Swisscom frühestens ab 2011 ergänzen, die Netzkapazitäten erhöhen und mobiles Internet noch schneller machen. Damit ist Swisscom weiterhin führend beim Ausbau mobiler Breitbandtechnologien.

Mobiles Internet ist aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Dafür sorgen Smartphones und Notebooks mit integriertem Netzzugang. Bereits jedes dritte verkaufte Handy ist ein Smartphone. Diese Geräte eignen sich besonders gut zum mobilen Surfen, E-Mailen, Chatten und für Videostreaming. Ein weiterer Grund für die stark gestiegene Nutzung sind die massiv gesunkenen Preise für die mobile Datenübertragung. So ist der Durchschnittspreis pro Megabyte in der Schweiz bei Swisscom in den vergangenen drei Jahren um rund 95 Prozent gefallen.
Die Folge: Allein auf dem Mobilfunknetz von Swisscom verdoppelt sich das übertragene Volumen alle acht Monate, ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Für Anbieter wie Swisscom ist dies eine grosse Herausforderung. Sie müssen Netzabdeckung, Übertragungsgeschwindigkeiten und Kapazität erhöhen. Dazu wird LTE einen wichtigen Teil beitragen. LTE steht für "Long Term Evolution" und gilt als Nachfolger der UMTS/HSPA-Technologie.
Um mehr über LTE in der Praxis zu erfahren, führt Swisscom ab April 2010 zunächst Labortests und anschliessend einen Feldversuch durch. Die Tests sollen insgesamt bis Herbst 2010 dauern. Nach heutiger Planung soll LTE das Mobilfunknetz frühestens ab 2011 ergänzen. Die Ergebnisse des Feldversuchs sollen zu einer Konkretisierung der Pläne beitragen.

Schon heute bis zu 28,8 Mbit/s mit HSPA+

Swisscom sieht sich als Pionier im mobilen Internet. Ob GPRS, UMTS oder HSPA - kein anderer Schweizer Anbieter hat diese Technologien so schnell landesweit ausgebaut. Mit Mobile Unlimited lancierte Swisscom bereits im Jahr 2004 eine PC-Karte, die Nutzern von Laptops unterwegs einen schnellen und unterbrechungsfreien Internetzugang ermöglicht. Mittlerweile verfügt Swisscom über ein flächendeckendes, mobiles Breitbandnetz. Mit HSPA+ an besonders frequentierten Orten sind heute schon Geschwindigkeiten von bis zu 28,8 Mbit/s Realität.

LTE zunächst mit Datenraten bis 150 Mbit/s

Die auch als vierter Mobilfunkstandard gehandelte LTE-Technologie soll zunächst Übertragungsraten von bis zu 150 Mbit/s beim Herunterladen und bis 50 Mbit/s beim Datenversand ermöglichen. Später sollen sogar Datenraten bis 300 Mbit/s erreichbar sein. LTE schafft damit die Grundlage für immer bandbreitenintensivere Internetanwendungen auf dem Mobilfunknetz, wie etwa Live-Fernsehen in hoher Auflösung.
Bislang gibt es weltweit nur wenig Erfahrung mit der LTE-Technologie. LTE-fähige Endgeräte sind zurzeit nicht kommerziell verfügbar, diese werden in geringer Stückzahl frühestens für Ende 2010 erwartet.

http://www.ltemobile.de/Newsdetails.8+M ... e09.0.html

Kommentar: Es wäre interessant zu wissen, wo dieser Feldversuch stattfindet, damit man messen könnte, die Modulation hören sowie das Aussehen der Antennen von diesem LTE. Es ist nichts bekannt, dass wegen LTE dafür GSM oder UMTS, HSPA eingestellt werden sollen oder dass bessere Verträglichkeit ein Thema war, wie denn auch, wenn es Betroffene nicht geben soll, sondern LTE soll wohl als weitere Mehrbelastung dazukommen. Dass sich das übertragene Volumen nur auf dem Swisscomnetz alle 8 Monate verdopple, ist keine gute Nachricht, die stark ausgelasteten Antennen strahlen stärker und es benötigt weitere.

Und noch das: Gemäss Werbung will Cablecom zu jedem Abschluss eines Gesamtpakets von Telefonie, TV, Internet gratis einen W-Lan anbieten. "Toll", da lassen auch Leute, die vorher noch keinen solchen angeschafft haben, ihr "Geschenk" (Tag und Nacht) laufen.

Ein Elektrosmog-Spezialist sagte mir, dass dieses Bluewin (Swisscom) TV, durch die Verbreitung bei den Nachbarn für Betroffene wegen der ungeschirmten Telefonleitung auch problematisch sei.

Elisabeth Buchs

CIFDM

Verfasst: 11. Februar 2010 12:02
von charles
Ach, das LTE ist noch Kinderspiel.

Viel ernsthafter finde ich das kommende auf den 700 MHz Band.
Wir müssten doch alle so nötig umsteigen auf das digitale Fernsehen?

Das analoge Fernsehen existiert nicht mehr, und die Bandbreiten auf den 700 MHz Band sind nun freigekommen.
LTE kann da nicht mitkommen, weil es die nahe liegende digitale Fernseh Bänder stört.

Aber das neue CIFDM Verfahren tut das nicht, und dies hat eine sehr grosse Recihweite.

Ein Pilot Projekt läuft momentan in Brandenburg, und is vielversprechend qua Leistung.

UMTS braucht jede 300 bis 700 meter eine Stützsender.
CIFDM kann 50 KM weit senden!

Man will ein Versuch machen ab Gibraltar bis die Afrikanische Küste.
Das ist über See eine Strecke van 150 Kilometer!

CIFDM

Verfasst: 11. Februar 2010 12:41
von Elisabeth Buchs
Tatsächlich wurde bereits am 5.9.2008 bei Heise dieses CIFDM erwähnt:
Ist das in der CH auch vorgesehen?

CIFDM: Optimierte Übertragungstechnik fürs 700-MHz-Band

Per Datenfunk wollen die Provider nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande die Breitband-Versorgung in dünn besiedelten Gebieten verbessern. Dafür wollen sie die dank digitaler TV-Übertragung frei werdenden Funkkanäle im 700-MHz-Bereich nutzen und die für höhere Frequenzen entwickelte Wimax-Funktechnik auf 700-MHz-Betrieb umgebaut einsetzen.

Doch das bei Wimax verwendete Übertragungsverfahren OFDM hat einen Makel: Es verursacht nicht vernachlässigbare Nebenaussendungen, also das Übersprechen in Nachbarkanälen. Das kann teilnehmerseitig zu TV-Empfangsstörungen führen, weil bei Wimax der Rückkanal vom Surfer ins Internet auch per Funk läuft; in jedem Wimax-Modem steckt ein kleiner Sender, der nah bei Nachbars Fernsehantenne funkt. Diese OFDM-Eigenschaft ist den TV-Betreibern ein Dorn im Auge, sie befürchten vermehrte Störungen.

CIFDM (grünes Spektrum) soll in Nachbarkanälen (blaue Trennungen) deutlich weniger Nebenaussendungen verursachen als das bei Wimax gebräuchliche OFDM (rot). Mit CIFDM (Comb Interleaved Frequency Division Multiplex) tritt nun eine Modulationstechnik an, die laut ihrem Entwickler Oliver Bartels erheblich schwächere Nebenaussendungen als Wimax verursacht und sich deshalb besser für Drahtlos-Internet im TV-Band eignet. Das schafft CIFDM dank Gauss-Filtern, die auch beim GSM-Mobilfunk zum Einsatz kommen. Allerdings sinkt dadurch die spektrale Packungsdichte, CIFDM kann nicht soviel Unterträger in den Kanal packen wie OFDM. Das kompensiert CIFDM, indem es seine Unterträger zwischen zwei Sendeschritten etwas versetzt. So kann es seine Datenbursts schneller aufeinander folgen lassen als OFDM, das zwischen zwei Sendeschritten eine gewollte Pause (Guard Interval) einlegen muss.

Im 700-MHz-Band arbeitet eine CIFDM-Funkzelle mit einem 8 MHz breiten Kanal. Nach einer Schätzung des Entwicklers wird die Zellenkapazität 40 bis 45 MBit/s erreichen. Zehn gleichzeitig surfende Nutzer würden also jeder etwa 4 MBit/s bekommen. Der Maximaldurchsatz pro Kunde liegt bei rund 6 MBit/s, wobei bis zu 5 Kilometer zwischen Basisstation und Nutzer liegen können. Der erste Feldtest der CIFDM-Technik durch den lokalen Funk-Provider mvox könnte schon zur Jahreswende in der Region Schnaitsee/Glatzberg beginnen, falls die Bundesnetzagentur den Versuchsfunk genehmigt. (ea)

Dieser Oliver Bartels kommt mir vom früheren RDW-Forum her bekannt vor.

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 03558.html

Workshop zur Zukunft der Mobilkommunikation

Verfasst: 22. Februar 2010 19:14
von Elisabeth Buchs
Workshop zur Zukunft der Mobilkommunikation

Pressemitteilung der Universität Bremen

Nr. 057 / 19. Februar 2010 SC

Die Zukunft der Mobilkommunikation

Workshop Intelligente Antennen: Experten aus aller Welt diskutieren erstmals in Bremen

Mobilkommunikation fällt den meisten Menschen nur dann auf, wenn ihr Handy im Auto oder Zug nicht funktioniert. Dass zukünftig auch bei hohen Geschwindigkeiten im Auto mobil telefoniert werden kann, neue Dienste zur Verfügung stehen und noch weit größere Datenraten als bislang übertragen werden können, dafür legen die Nachrichtentechniker am Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen mit ihrer Forschung wesentliche Grundlagen. Und weil sich Professor Karl-Dirk Kammeyer, als TZI-Wissenschaftler zugleich Hochschullehrer im Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Bremen, weltweit einen ausgezeichneten Ruf in Wissenschaft und Wirtschaft erarbeitet hat, wird einer der bedeutendsten Kongresse dieser Forschercommunity 2010 erstmals an der Universität Bremen ausgerichtet. Der International ITG Workshop on Smart Antennas (WSA) trifft sich am 23. und 24. Februar 2010 im Gebäude NW 1 der Universität Bremen und renommierte Wissenschaftler aus Europa, USA, Japan, Korea und China werden erwartet. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit über 130 Teilnehmern.

Eines der zentralen Themen ist die Zukunft der Mobilkommunikation. Die Herausforderung liegt darin, den steigenden Anforderungen an Qualität der Übertragung und Höhe der Datenrate mit neuen Lösungen gerecht werden. Da die Sendemasten oft weit entfernt sind von den jeweiligen Handys, werden Zwischenverstärker erforscht, die zukünftig an Straßenlaternen angebracht sein könnten. Oder es wird untersucht, Mobiltelefone selber als Signalverstärker zu nutzen. Das zweite wichtige Themenfeld dreht sich um die Technologie der Mehrantennen. Im Zusammenspiel von mehreren Sendern auf der einen und mehreren Empfängern auf der anderen Seite lässt sich die Datenrate deutlich erhöhen.

Professor Karl-Dirk Kammeyer steht der Presse im Vorfeld der Veranstaltung gerne für Interviews zum Thema zur Verfügung. Zudem besteht am Dienstag, 23. Februar, um 18 Uhr nach vorheriger Absprache die Möglichkeit zu einem Gespräch vor dem offiziellen Eröffnungsbankett im Bremer Ratskeller.

Weitere Informationen und Kontakt:

Universität Bremen

Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI)

Dirk Wübben

Tel. 0421 218-2407

E-Mail: wuebben@ant.uni-bremen.de

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Universität Bremen
Pressestelle
Tel. 0421-218 - 60 150
Fax 0421-218 - 60 152
E-Mail presse@uni-bremen.de

Verfasst: 3. April 2010 21:43
von Eva Weber
Nun scheint LTE tatsächlich andere Funkdienste, wie Fernsehen etc. empfindlich zu stören. Siehe http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpoli ... 02,00.html

Man kann sicher sein, dass findige Elektroingenieure und Physiker sich alle Mühe geben, möglichst schnell eine Lösung zu finden, damit sich offensichtlich beeinträchtigende Techniken nicht mehr stören.

Was nun Beeinträchtigungen des Menschen durch immer mehr elektromagnetische Verseuchung unseres Lebensraumes betrifft, ein Eingreifen in das durch geringste elektrische Ströme funktionierende Leben, hat man schon im Jahre 2005 in weiser Voraussicht mit Fact Sheet 296 WHO klar und eindeutig definiert. Durch Funk in ihrer Gesundheit beeinträchtigte Menschen werden durch entsprechende Biologen und Umweltmediziner, deren es nur ein paar bedarf, per Ferndiagnose als "psychisch gestört, also im Kopf nicht richtig" bezeichnet. Hilfestellung kommt von amtlichen Psychologen, deren Vorstellungskraft tatsächlich soweit geht, einen Mobilfunkmast als "Phallus-Symbol" zu sehen, was dann archaische Ängste auslöst und so verängstigte Menschen flugs, wie die Bruthennen, in die Nester treibt, um dort Krankheiten auszubrüten, wie hohen Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, ständigen Kopfschmerz, Schlaflosigkeit usw.

Endlich haben sie dann das was sie brauchen, nämlich Aufmerksamkeit, so Dr. Kaul von der Bundesanstalt für Arbeitsmedizin/Berlin.

Schade, dass man kein technisches Gerät, Fernseher etc. ist, was würde sich doch für eine Schar von Experten um einen bemühen, dass man störungsfrei und ohne Schaden zu nehmen, funktioniert. Als Mensch, dem dieser "Wellensalat" zu viel wird, ist man halt nur ein Störenfried, der am Besten gleich auf Nimmerwiedersehen in einem Loch verschwinden soll, um das Geschäft nicht zu stören, das am Lukrativsten bei kleinen Kindern mit sechs Jahren begonnen wird.

Eva Weber