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Tessin will vor Handys warnen
Verfasst: 19. Oktober 2006 07:44
von Mungg
Im Tagesanzeiger online:
http://www.tages-anzeiger.ch/dyn/news/s ... 77869.html
Tessiner Schüler sollen auf die gesundheitlichen Gefahren eines übermässigen Handykonsums aufmerksam gemacht werden. Dies fordert eine Motion aus dem Lager der SP.
Die Motion wurde gestern vom Grossen Rat mit 20 zu 25 Stimmen verabschiedet. Nun werden die Behörden in den Schulen eine Informationskampagne starten, für die rund 50’000 Franken zur Verfügung steht. Ziel ist es, die Jugendlichen auf gesundheitliche Konsequenzen des Handykonsums aufmerksam zu machen.
Kritiker beanstandeten im Kantonsparlament, dass es derzeit noch keine wissenschaftlichen Studien gebe, die zweifelsfrei belegen, dass Mobiltelefone schädlich seien. Trotzdem hielt es die Mehrheit für angebracht, die Jugendlichen zu einem massvollen Umgang mit dem Handy zu animieren. (fwü/sda)
Anmerkung: Wann wird wohl zum massvollen Umgang mit Bewilligungen für Mobilfunkantennen in Wohnquartieren animiert?
Re: Tessin will vor Handys warnen
Verfasst: 19. Oktober 2006 22:24
von Markus E.
Als Kind durfte ich regelmässig im Schuhgeschäft in einem Apparat meine Fussknochen begutachten. Die Wissenschaft hatte die Gefährlichkeit der Röntgenstrahlen halt noch nicht zweifelsfrei an genügend Toten nachgewiesen.
Als Elektromonteurlehrling durfte ich an asbesthaltigen Isolierplatten rumraspeln. Die Wissenschaft hatte die Gefährlichkeit von Asbest halt noch nicht zweifelsfrei an genügend Toten nachgewiesen.
Als Erwachsener durfte ich rauchen. Die Wissenschaft hatte die Gefährlichkeit der Raucherwaren halt noch nicht zweifelsfrei an genügend Toten nachgewiesen.
Als Senior darf ich mobil Kommunizieren. Die Wissenschaft hat –na ja, den kennen wir nun ja schon, oder?
Warum ich überlebt habe? Wohl mit Glück und weil ich jeweils nur kurz Versuchskaninchen spielte. Tun wir doch alles, damit möglichst viele nicht nur überleben sondern wieder gesund leben können!
Re: Tessin will vor Handys warnen
Verfasst: 20. Oktober 2006 08:23
von Kurt
Hallo Markus E.,
der Vergleich hinkt schon deshalb, weil Mobilfunk im Gegensatz zu Röntgenstrahlung eine nicht ionisierende Strahlung ist.
Die Menge an Erfahrungen über die Gefahren, die mit elektromagnetischen Feldern zu tun haben übersteigen bei Weitem jene, die zu der entsprechenden Zeit für Röntgen oder Asbest galten.
Weiterhin widerspreche ich energisch dem Inhalt Ihres postings, der suggeriert, man hätte nicht gewusst, wie gefährlich Rauchen ist! Diese Tatsache ist schon seit langem bekannt.
Hingegen werden TV- und Rundfunksender schon seit vielen Jahrzehnten verwendet und bislang ist noch kein einziger Todesfall aufgrund der Einwirkung der Felder zu beklagen.
Ausserdem steht es Ihnen frei, auf mobile Kommunikation zu verzichten. Sie reduzieren damit Ihre persönliche "Strahlenbelastung" mindestens um den Faktor 10000 wenn nicht mehr. Reicht das?
Sie sollten sich klar machen, dass durch Mobilfunk im Vergleich zu den bisher schon seit Jahrzehnten vorhandenen Feldstärken kaum eine nenneswerte Steigerung zu verbuchen ist. Das wurde mehrfach im umfangreichen Meßkampagnen nachgewiesen. Weiterhin sind die ohnenhin mit reichlich Sicherheitsfaktoren belegten Grenzwerte der Gesamtleistungsflußdichte meist nur zu einem sehr kleinen Teil ausgenutzt (0.1 ... 2 %).
Insofern kann ich die Diskussion um Handys (am Kopf) teilweise nachvollziehen -- was aber die Mobilfunkantennen angeht fehlt mir jedes Verständnis. Wer deren Abschaffung fordert muss auch gleich alle anderen Quellen elektromagnetischer Felder abschaffen.
Kurt
Re: Tessin will vor Handys warnen
Verfasst: 20. Oktober 2006 10:34
von Elisabeth Buchs
Hallo Kurt
Zu Ihren Einwänden:
Tun Sie nicht so, wie wenn die Erfahrungen zu den elektromagnetischen Feldern positiv wären. Es gibt diverse unabhängige Studien und Berichte, wie z.B. Santini, Hutter, Waldmann-Selsam und nicht zu vergessen die Erfahrungsberichte von Elektrosmog-Geschädigten in vielen Ländern, die auf die Schädlichkeit der elektromagnetischen Felder hinweisen.
Zum Thema Rauchen lesen Sie doch einmal auf der Gigaherz-Hauptseite "Tabakfirmen unterwandern WHO" und wie lange dauerte es, bis die Schädlichkeit von Passivrauchen anerkannt wurde.
Bevor Sie Todesfälle aufgrund von TV- und Rundfunksendern bestreiten, lesen Sie doch die Dolk-Studie zu Fernsehsendern, die Radio-Vatikan-Studie und die erhöhte Krebshäufigkeit um den damaligen Kurzwellensender Schwarzenburg.
Auch wenn Elektrosmog-Geschädigte auf jegliche mobile Kommunikation verzichten, reicht das nicht aus und sie können krank werden, wenn eine oder mehrere Mobilfunkantennen in ihrer Nähe hingestellt werden oder Wohnungs- oder Hausnachbarn DECT und W-Lan haben.
Bevor Sie behaupten, durch den Mobilfunk hätten die schon seit Jahrzehnten vorhandenen Feldstärken kaum eine nennenswerte Steigerung zu verbuchen, lesen Sie auf der Gigaherz Hauptseite bereits vom Jahr 2000 "Das Grundrauschen steigt und steigt" und unterdessen ist UMTS zugekommen.
Ob sich jemand ein Handy ans Ohr halten will, ist freiwillig, die Mobilfunkantennen werden allen aufgezwungen. Das Ausmass ist bei der elektromagnetischen Strahlung entscheidend und das ist spätestens seit UMTS massiv überschritten.
Elisabeth Buchs
Re: Tessin will vor Handys warnen
Verfasst: 21. Oktober 2006 19:20
von Markus E.
Kurt, wie kann ein Vergleich hinken, der nie gemacht wurde? Selbstverständlich schüttet man Calvados nicht mit Williams zusammen, um mal nicht mit Äpfeln und Birnen zu argumentieren. Zu ihren anderen Aussagen haben sie von Elisabeth Buchs kompetente Antworten erhalten.
Mir geht es nicht hauptsächlich um meine persönliche Strahlenbelastung. Falls sie es wirklich nicht gemerkt haben, es missfällt mir sehr, dass offensichtlich immer die gleichen Fehler wieder möglich sind. Ein neues Produkt wird sofort zum gierigen Raffen von Geldgewinn eingesetzt. Nebenwirkungen und Spätfolgen interessieren eher wenig und werden allenfalls möglichst lange geleugnet. Echte Verantwortung bleibt eine Worthülse. Was in ein paar Jahren ist beschäftigt leider die wenigsten.
Von neuen Techniken erwarte ich echten Nutzen für alle bei minimierter Gefahr für Mensch und Umwelt. Aber sicher nicht grossen Geldnutzen für wenige, jedoch bloss fraglichen Nutzen und grosse Risiken für alle anderen.
Der eingeschlagene Weg der Tessiner ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Re: Tessin will vor Handys warnen
Verfasst: 22. Oktober 2006 22:53
von Kurt
Hallo Markus E.,
Was genau ist neu an der Technik des Mobilfunks, woraus Sie schliessen, dass damit eine neue Gefahr verbunden ist?
fragt
Kurt
Re: Tessin will vor Handys warnen
Verfasst: 23. Oktober 2006 10:33
von Markus E.
Kurt, nun haben wir doch noch etwas gemeinsam: Auch meine Grossmutter behauptete immer es gäbe nichts Neues unter der Sonne.
Wie Nutzen steigern von 'KURT'-Beiträgen?
Verfasst: 23. Oktober 2006 13:38
von open mind
hallo Kurt,
...ich schon wieder
ihre einfälle und einwürfe, wie sie das thema und die betroffenen hier behandeln, sind wahrlich nichts neues unter der sonne.
sollten sie mal zur abwechslung wirklich etwas aufklärendes und sachdienliches beizutragen haben, dann könnten sie unseren nutzen ihres inputs wesentlich steigern.
ich jedenfalls gebe (auch in ihrem fall) die hoffnung nie auf...
...und warte wie schon erwähnt auf ihren lückenlosen, wissenschaftlichen beweis, dass es sie wirklich gibt und dass sie wirklich das meinen, was sie hier schreiben.
open mind
Re: Wie Nutzen steigern von 'KURT'-Beiträgen?
Verfasst: 23. Oktober 2006 22:04
von gesuana
Beitrag open mind

gesuana
Re: Wie Nutzen steigern von 'KURT'-Beiträgen?
Verfasst: 24. Oktober 2006 20:34
von Kurt
Also, wenn ich hier zur Erheiterung beitragen kann, dann ist das doch schon mal etwas! Wer lacht lebt gesünder.
Den wissenschaftlichen Beweis meiner Existenz kann ich nur dadurch erbringen, dass ich einen von Ihnen direkt gegenübertrete - bloss, wer sagt mir dass SIE existieren? Vielleicht diskutiere ich ja mit einem Computerprogramm und bin, ohne es zu wissen, Teil einer ((doppel-)-blind)-Studie
Kurt
Re: Wie Nutzen steigern von 'KURT'-Beiträgen?
Verfasst: 24. Oktober 2006 22:25
von Elisabeth Buchs
Hallo Kurt
Das ist ja nun wirklich das kleinste Problem: klicken Sie auf meine Mail-Adresse, dann korrespondieren wir privat und vernehmen etwas über den jeweiligen Hintergrund, wobei meiner bereits auf der Gigaherz-Homepage zu finden ist. Je nach dem würde dann etwas aus einem gemeinsamen Treffen.
Elisabeth Buchs