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mit Abschirmung messbarer Erfolg?
Verfasst: 25. Oktober 2006 10:18
von maege
wo wir wohnen herrschen horrente EM-Felder. Wenn wir nun unser Haus abschirmen lassen, lässt sich das nach der Abschirmung in irgend einer Form belegen oder messen? Oder werden nur die Messgeräte manipuliert? Hat jemand Erfahrung mit ganzen Hausabschirmungen?
Re: mit Abschirmung messbarer Erfolg?
Verfasst: 25. Oktober 2006 15:49
von mips
Bei Abschirmunungsmassnahmen empfehle ich die Situation vor und nach dem Abschirmen messen zu lassen. Die Messungen und die Abschirmmassnahmen sollten nicht vom selben Anbieter gemacht werden. Die Belastungsollten möglichst isotrop gemessen werden. Bei Abschirmungen ist es auch wichtig die niederfrequenten Felder zu messen. Diese Überprüfung soll aufzeigen, dass eingekoppelte Spannungen sauber zur Erde abgeleitet werden. Abschirmungen bedingen immer auch einen sehr gute Erdung des Potenzialausgleiches des Gebäudes. Erübergangswiederstand <1 Ohm besser gar <0,1 Ohm.
Re: mit Abschirmung messbarer Erfolg?
Verfasst: 25. Oktober 2006 16:19
von Hans-U. Jakob
Achtung: Abschirmungen sind nur im Hochfrequenzbereich möglich, so von 100MHz an aufwärts. Je höher die Frequenz, dest besser abschirmbar, weil die Wellenlänge immer kürzer wird.
Am besten abschirmbar sind Mikrowellen (Mobilfunk GSM und UMTS)
Niederfrequente Magnetfelder von Hochspannungsleitungen, Bodenkabeln und Hausleitungen 50Hz und 16.6Hz sind NICHT abschirmbar. Hier hilft nur die Distanz oder das Abschalten.
Für niederfrequente Magnetfelder gibt es sogenannte Kompensationsanlagen. Diese erzeugen ein Gegenfeld, so dass das Messgerät nichts mehr anzeigt. Kompensationsanlagen sind grosse teure Installationen, so ab Fr. 30'000. Die Wirkung ist etwas fragwürdig. Nur etwa 50% der Anwender sind zufrieden damit. Bei rasch wechselnden Feldern, wie etwa in der Nähe von Bahnlinien, scheinen diese am fraglichsten.
Hans-U. Jakob
Re: mit Abschirmung messbarer Erfolg?
Verfasst: 25. Oktober 2006 18:41
von Renate Kunz
Grüezi
wie ist es den mit spiralförmig verdrehten Kabel (wie früher Grossmutters Föhnkabel oder bei alten Ständerlampen? Spiralförmiges Kabel stoffüberzogen! Jährgänge aus dem letzten jahrhundert können sich sicher noch erinnern. Wieso wird das heute nicht mehr gemacht?) Diese Methode ist obligatorisch an Bord von Booten, damit der Kompas trotzdem die Nordrichtung zeigt. Wäre das nicht auch das richtige für unsere Gesundheit um die unerwünschten Mangetfelder verschwinden zu lassen? Das braucht keine teueren Kompensationsanlagen!. Renate Kunz
Re: mit Abschirmung messbarer Erfolg?
Verfasst: 25. Oktober 2006 21:55
von mips
Verdrillte Leiter reduzieren das Magnetfeld erheblich und es werden auch heute noch viele verdirillte Kabel hergestellt, auch wenn man dies diesen nicht ansieht. Verdrillte Adern finden vor allem in Kommunikationskabeln, aber auch bessere abgeschirmte Verlängerungskabel haben verdrillte Leiter. Zum abschirmen von elektrischen Feldern benötigen die Kabel auch noch einen Schirm aus Alufolie oder Metallgeflecht.
Re: mit Abschirmung messbarer Erfolg?
Verfasst: 26. Oktober 2006 08:14
von Hans-U. Jakob
Liebe Renate,
sage mir doch bitte wie Du eine Hochspannungsleitung verdrillen willst.
(80 m hohe Maste mit 15m breiten Auslegern und 6 Seilen à 2x400mm2 Querschnitt) Oder lieber noch eine Fahrleitung der Bahn mit den Schienen.
Bei der Installation in Deinen schönen Booten geht das. Auch noch bei Apparetekabeln im Haushalt. Aber dort liegen die ALLERKLEINSTEN Probleme.
Kompensationsanlagen sind nur in der Nähe von Hochspannungs-leitungen und Eisenbahnen einsetzbar. Von Haushaltungen und Booten hat da niemand etwas gesagt.
Hans-U. Jakob
Re: mit Abschirmung messbarer Erfolg?
Verfasst: 26. Oktober 2006 13:30
von Renate Kunz
Hochspannungleitungen einfach isolieren und genau gleich verdrillen wie im Kleinen! Die Menschen vollbringen soviele Wunder, wie Herztransplantationen oder Fliegen auf den Mond, wieso soll das nicht auch möglichsein? Das Problem scheint mir lösbar zu sein, wenn es wirklich nur daran liegt, was ich jedoch nicht weiss. Der Bahn ist es ja auch nicht vorgeschrieben die Oberleitungen mit dem Negativpol zu trennen. Plus und Minus kann "wenn man will" verdrillt und neben einander geführt werden. Renate
Re: mit Abschirmung messbarer Erfolg?
Verfasst: 26. Oktober 2006 20:05
von Hans-U. Jakob
Oh je Renate, das ist nicht ganz so einfach, wie Du und Dein kleiner herziger Hund sich das vorstellen. Komm bitte baldmöglichst in Seminar zu mir. Das Forum hier ist viel zu klein um Dir das alles verständlich zu machen.
Mit lustigen Behaupten kommst Du da nicht weit. Nur Deine kleine Welt besteht aus Motorbooten........
Hans-U. Jakob
Re: mit Abschirmung messbarer Erfolg?
Verfasst: 27. Oktober 2006 08:04
von Kurt
Hallo Renate,
es gibt durchaus isolierte Hochspannungsleitungen und diese liegen als Einzelleiter mit gewissen Abständen (Abwärme!) in der Erde. In Wohngebieten auf der Mittelspannungsebene (10 ... 20 kV) ist das mittlerweile üblich. Die Isolierung ist ziemlich dick (ca. 1 cm und mehr), was die Kabel natürlich teurer macht, als Freileitungen.
Bei Leitungen mit 220 kV ist das wirtschaftlich leider nicht möglich. Die notwendige Isolierung wäre wesentlich dicker und damit teurer und die Abwärme ist unterirdisch nicht wegzukriegen.
Wenn es mal kostengünstig möglich wäre, supraleitende Kabel in größerem Umfang herzustellen sähe es anders aus...
Kurt
Re: mit Abschirmung messbarer Erfolg?
Verfasst: 27. Oktober 2006 08:32
von Hans-U. Jakob
Noch was vergessen für Renate:
Ein Einzelleiter eines isolierten Hochspannungskabels, 132kV 750Ampère, hat ein Gewicht von 80kg pro Meter, einen Durchmesser von 10cm und einen Biege-RADIUS auf der Bobine von 6m und beim Einzug in eine Bodenleitung einen Biege-Radius von von 26m. Das ist mehr als 6 Deiner Motorboote in einer Reihe. Wie möchtest Du das jetzt verdrillt haben? Ein- zwei- oder gar dreifach?
Liebe Grüsse, Hans-U. Jakob
Re: mit Abschirmung messbarer Erfolg?
Verfasst: 27. Oktober 2006 09:45
von Hans-U. Jakob
Oh je lieber Kurt!
Jetzt kennen wir wenigstens Ihren Familiennamen
Wenn Sie Hochspannungskabel (nicht Mittelspannungskabel) mit 1cm-Isolation versehen wollen, heissen Sie wahrscheinlich Kurt Kurz-Schluss.
Bevor Sie weitere supra-leitende gescheite Sprüche loslassen informieren Sie sich bitte auf unserer Haupseite unter:
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Hans-U. Jakob