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Wie Jugendliche ihr Handy nutzen

Verfasst: 3. Februar 2007 23:04
von Daniel Beck
Die Verbreitung von Handys unter jungen Europäern nimmt ständig zu. Laut einer neuen Studie von Forrester Research haben mittlerweile 84 Prozent der Europäer zwischen 12 und 14 Jahren ein Mobiltelefon. Das Spannende an dieser Zielgruppe ist, dass sie das Handy auch häufiger benutzen als ältere Mobilfunk-Kunden. Der durchschnittliche Umsatz pro Monat liegt in dieser Altersgruppe bei umgerechnet 40 Franken, dagegen liegt der europäische Durchschnitt insgesamt bei etwa 34 Franken pro Kunde und Monat. Ausserdem sind sie offener, was neue Dienste und Funktionen angeht.

Die Hauptanwendung jenseits der Sprachtelefonie sind SMS, aber auch Klingeltöne und News-Ticker sind sehr beliebt. Über 60 Prozent der jungen Handykunden nutzen diese beiden Anwendungen. Und 65 Prozent der jungen Handykunden wünschen sich ein Handy, das einen Musikplayer hat. Anders ist das beim mobilen Internet - nur 34 Prozent wünschen sich, dass ihr nächstes Handy zugang zum mobilen Internet bietet. Bluetooth wünschen sich die Hälfte der Befragten.

Doch gerade in dieser Zielgruppe zeigt sich auch, dass Dienste einen entsprechenden Mehrwert haben müssen. Denn obwohl die Nutzer in dieser Altersgruppe durchaus technik-freundlich und neugierig sind, nutzen sie nur Angebote, die ihnen diesen Mehrwert bieten. Dreiviertel der Nutzer unter 15 Jahren haben ein Prepaid-Handy, dagegen haben rund 62 Prozent der Handykunden zwischen 21 und 24 Jahren einen Laufzeitvertrag. Für die Studie befragte Forrester Research über 7 000 Handykunden im Alter zwischen 12 und 24 Jahren.

Wie Jugendliche ihr Handy nutzen

Verfasst: 4. Februar 2007 10:16
von Elisabeth Buchs
Die Werbung der Mobilfunkindustrie zielt vor allem auf die Jungen. Wer oft angerufen oder angesimst wird signalisiert Beliebtheit. Der Spieltrieb wird befriedigt mit allen möglichen Features, das Handy wird zum "elektronischen Taschenmesser" mit Fotoapparat, MP3-Player u.a.

Vermehrtes Umweltbewusstsein und Verantwortungsgefühl kommen wenn überhaupt oft erst auf, wenn eine Familie gegründet wird und/oder man selber mit gesundheitlichen Problemen konfrontiert ist. Bei der Blick-Umfrage ist mir aufgefallen, dass rel. oft die Antwort kam, dass die Leute nicht dauernd erreichbar sein wollen.

Elisabeth Buchs

Verfasst: 5. Februar 2007 08:20
von Remo
Dass die ständige Erreichbarkeit oder auch die "Verpflichtung" bei einer Combox-Nachricht oder SMS zurückrufen oder -schreiben zu müssen nervt und zur Belastung werden kann, merkt man erst nach einer gewissen Zeit. Ich hatte auch lange ein Handy (aus einem Gewinn mit Prepaid-Karte), nützte es aber kaum, dennoch merkte ich nach einer gewissen Zeit, dass ich immer öfters aufs Display guckte, weil ich vermutete einen Ruf oder eine Textmitteilung verpasst zu haben. Genau an jenem Zeitpunkt entschied ich mit gegen diese Art von Kommunikation. Ich hatte dann tatsächlich noch 2 Wochen "Entzugserscheinungen", indem ich selbst auf das ausgeschaltete Handy guckte und immer noch oft meinte, dass ich eben ein SMS-Signal gehört hätte....