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Die peinliche Pein

Verfasst: 29. Juli 2010 17:07
von BLUE SKY
Zweifelhafte Wellness-Pakete
oder
Die peinliche Pein

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 04,00.html :
Sendepause für Telekom-Mitarbeiter
Machen Sie jetzt Ihr Handy aus

Die Telekom kreist (oder kreißt?) um's Problem.
Die Artikelüberschrift im <<Spiegel>> enthält schon mal einen kryptischen Verweis auf des Pudels Kern: "Sendepause"
Ob's hilft?

In einem vorherigen Print-Spiegel vom Juli war saisongemäss ein Kurz-Interview mit Burn-out-Guru Mundle erschienen:
Als Kurzversion davon blieb Folgendes übrig auf http://handwerk.com/suchtgefahr-mit-dem ... 332/28468/
Im Urlaub Abschalten
Suchtgefahr: Mit dem Smartphone am Strand

Es wird konstatiert:
Entzugssymptome - wohl(?)gemerkt bei Sucht nach Erreichbarkeit - sind beispielsweise Unruhe, Nervosität, Angstzustände oder Panikattacken.
Was soll man dazu sagen?

Zur Handymanie gibt es dort auch eine kleine Umfrage:
<<Schalten Sie Ihr Diensthandy im Urlaub aus?>>
http://handwerk.com/abschalten-oder-ackern/269/68/43/

Dass allmählich hoch gärt, wie brenzelig die Situation eingeschätzt wird. – wenn auch tunlichst ohne Einsicht in die Stress eskalierende Quelle Strahlung bzw. ohne deren Erwähnung -, kann man u. a. daran erkennen, dass im Print-Spiegel vom 26.07. das Thema Erholung unter dem Hauptaugenmerk „off gehen“ behandelt wird: http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2010-29.html .
Ich bin dann mal off
Über die Kunst des Müßiggangs im digitalen Zeitalter

Titelankündigung:
Leben im Stand-by-Modus: Es ist eine übereilte Zeit, allen wird alles zu viel, vor allem das ständige Blinken und Bimmeln der Handys und Smartphones. Doch jeder muss ständig präsent und für den Job verfügbar sein. Dichter, Philosophen und Naturforscher weisen einen Ausweg: Muße. Eine fast vergessene Daseinsform.
"Ich stelle das Handy nie aus": Familienministerin Kristina Schröder, 32 (CDU), über die Tücken der Erreichbarkeit.


Dem kann abgeholfen werden.
Eins, zwei, drei, der Burnout ist vorbei
Von Bärbel Schwertfeger

http://www.spiegel.de/reise/deutschland ... 13,00.html
Wellness-Hotels haben das Business mit dem Burnout entdeckt. Unter dem Label lässt sich fast alles verkaufen,
Fit Reisen in Frankfurt bietet seit diesem Jahr erstmals Burnout-Pakete an. "Heute ist Burnout doch vielfach ein anderer Begriff für Stress", sagt Geschäftsführerin Claudia Wagner. "Immer mehr Hotels erkennen, dass sie das eigentlich auch können - und dafür nur ihre Pakete umbenennen müssen."


Michael Altewischer, Geschäftsführer der Wellness-Hotels Deutschland, sieht das etwas anders. Bei Hotelangeboten gehe es "um Menschen, die sich zwar noch gesund fühlen - aber wissen, dass sie etwas für sich tun müssen", sagt er. Gerade Manager, die keine Schwäche zeigen dürften, suchten gern Hilfe in einem Wellness-Hotel, in dem niemand sie kennt.
Very well, unerkannt und unerrreichbar.
So recht erst dann, wenn da W(ellness)LAN installiert ist.

Blackberry = Crapberry

Verfasst: 29. Juli 2010 19:05
von Lee
Wikipedia: Crap, a slang word synonymous with bullshit

In meiner Firma haben die meisten Mitarbeiter einen "Crapberry". Die Dinger generieren aber meist nur eine unnötige Flut von e-mails. Oft lesen und beantworten die Leute höchstens 1 Frage in einer Mail und diese viel zu oberflächlich. Zusätzliche Fragen werden übersehen. Und so gibt es dann wieder Zusatzmails zur Abklärung. Angehängte Dokumente können nicht zufriedenstellend gelesen werden. So werden wieder unnötige mails generiert in denen nachgefragt wird, was denn in dem Attachment drinsteht... Und so schaukelt sich das System immer weiter auf, sodass man den Crap dann auch noch in der Freizeit mittels Crapberry "bearbeiten" muss. Aber die Crapberry-Benutzer finden das völlig cool ...bis zum Burnout .

Abschaltknopf

Verfasst: 6. August 2010 08:03
von BLUE SKY
SPIEGEL ONLINE warnt vor den Dauerbrennern [so] und gibt Tipps für die Ersatz [so] -Entspannung
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1 ... 87,00.html

Der "Spiegel" als berufener Mentor auf der Suche nach dem ... Abschaltknopf!
Steht das denn nicht in der Bedienungsanleitung, wie man so einen Dauerbrenner abschaltet?
Die Ursache des entfern-Wehs nahe bei den Dingern erkenne ich und nehme so gut es geht reis-aus.

Im Klammergriff der Strahlentechnik

Verfasst: 10. August 2010 08:24
von BLUE SKY
Lee hat geschrieben:Wikipedia: Crap, a slang word synonymous with bullshit

In meiner Firma haben die meisten Mitarbeiter einen "Crapberry". Die Dinger generieren aber meist nur eine unnötige Flut von e-mails. Oft lesen und beantworten die Leute höchstens 1 Frage in einer Mail und diese viel zu oberflächlich. Zusätzliche Fragen werden übersehen. Und so gibt es dann wieder Zusatzmails zur Abklärung. Angehängte Dokumente können nicht zufriedenstellend gelesen werden. So werden wieder unnötige mails generiert in denen nachgefragt wird, was denn in dem Attachment drinsteht... Und so schaukelt sich das System immer weiter auf, sodass man den Crap dann auch noch in der Freizeit mittels Crapberry "bearbeiten" muss. Aber die Crapberry-Benutzer finden das völlig cool ...bis zum Burnout .
Der Knackpunkt ist auch hier weniger die äussere technische Seite und der Umgang damit, sondern der Einfluss der technisch erzeugten Strahlung auf den Benutzer, der zu einer Beeinflussung des Umgangs- und Bedienverhaltens des Nutzers mit dem Gerät führt.
Was dabei heraus kommt, ist ein die Expostionszeit des Nutzers verlängernder Effekt.
Auf Deutsch: Das Ding hat den Nutzer in den Klauen.