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Fragen an eine(n) Wissenschaftler(in)

Verfasst: 21. August 2003 20:11
von M. K.
Kürzlich habe ich jemanden gefragt, ob er/sie mir Rat geben könnten bezüglich meiner Situation. Meine (!) Fragen gebe ich für alle lesbar - aber bitte nicht weiter verwendbar - hier wieder:

Ich möchte an Sie die Frage richten, was Sie jemandem wie mir raten würden:
Ich leide schlagartig seit und auf den Tag datierbar ziemlich genau zwei Jahren an den Symptomen wie Kopfschmerzen (auf der Schädeldecke und im Gehirn), Schlafstörungen (nächtliches Aufwachen durch Nervenzuckungen), Nervosität wie ein "Ständiges-völlig-hochtourig-Fahren", Gedächtnis- und auch Denkstörungen (wie eine Blockade, dass Denken und Aufnahmefähigkeit durch Lesen völlig gestört sind), Koordinationsprobleme der Bewegungsorgane und Fehlleistungen wie Etwas-Fallenlassen, Danebengreifen, Benommenheit, Lethargie (da wie von etwas ständig Nieder-gedrück-Werden) bis zur Depression, Leistungsunfähigkeit, um nur die schlimmsten Symptome zu nennen.

Ich lebe in München-Schwabing (und kannte etwa zuvor nie Kopfweh, auch nicht das typisch münchnerisch Föhn-bedingte) und bin nach traditioneller Medizinkunde ein gesunder Mensch.
Ich habe auch bereits viel Geld hinausgeschleudert und bin auf unqualifizierte Abschirm-Beratungen hereingefallen, da man sich hier anscheinend auf rechtsfreiem Gebiet befindet. Ich wollte nur wieder einen normalen Wohnstatus in meinen vier Wänden (ohne Mobilfunkmast in Sicht!) erreichen.

Was soll ich unternehmen, damit mir - die ich dies alles äußerst schmerzvoll spüre - überhaupt wieder ein normales Leben möglich wird? Ich versäume beruflich einiges, muss Zukunftspläne auf ungewisse Zeit verschieben (z.B. Promotion), weil mein Leben plötzlich einen "Knacks" bekommen hat und ich von staatlicher Seite keinerlei Hilfe erhalte. "Hilfe" im weiteren Sinne gemeint, also gesetzliche Produkthaftungen bzw. Warnung vor DECT-Telefonen, überhaupt Aufklärung der Bevölkerung, dass Menschen ernstzunehmende Beschwerden haben (ich ernte nur Hohngelächter und Beleidungen wie "Sie haben ja selbst einen Dachschaden" etc.)?

Re: Fragen an eine(n) Wissenschaftler(in)

Verfasst: 22. August 2003 11:37
von A.Masson
Liebe Frau Kaufmann,

Es ist schwierig, so etwas zu beantworten! Was erwarten Sie denn für eine Antwort ? Hoffen Sie denn, dass hier plötzlich jemand sagt: "Frau Kaufmann, Sie müssen doch nur .... ", und jetzt folgt ein Rezept, das alles löst ? Das geht doch nicht ?! Sie suchen und schreiben und hoffen seit langer Zeit. Und niemand antwortet Ihnen so, wie Sie es sich erhoffen.

Was mir auffällt: oft wenden Sie sich ausdrücklich und gezielt an Wissenschaftler(innen), Fachleute, Spezialisten. Von dort her muss eine Lösung kommen, denn das sind schliesslich die Gescheitesten. Wenn die es nicht wissen, - ja was dann ?

Das dauernde Kopfweh muss fürchterlich sein. Aber wer kann im weltweiten Internet sagen, was Sie tun sollen ? Ich erinnere mich an einen verblüffenden Spruch einer mir persönlich gut bekannten Frau. Sie hatte lange Zeit auch Kopfweh. Das war vor deutlich über 10 Jahren, Elektrosmog war noch kein Thema. Ganz plötzlich, von einem Tag auf den anderen, sei sie zum Schluss gekommen, sagte sie mir, dass sie eigentlich SELBER verantwortlich für ihr Kopfweh sei. Diese Erkenntnis sei wie ein Blitz über sie gekommen: "Das ist MEIN Kopfweh, ICH muss etwas tun dagegen, und nur ich allein kann etwas tun." Sie fragte überhaupt nicht mehr nach möglichen Ursachen, sie erkannte sich selbst als zuständig. Das nun scheint mir das purlautere Gegenteil von Ihnen zu sein: Keine Suche mehr nach den gescheiten Wissenschaftlern! Von dort her kommt sicher nichts.

Sie hat begonnen, sich eiskalt den Kopf zu duschen (oder Ganzkörper, genau weiss ich es nicht mehr, ob regelmässig oder bei Beginn des Kopfwehs ? Es ist viel zu lange her). Und sie hat ihr Kopfweh weggebracht !! Ganz allein, ohne Ursachenforschung, ohne Medikamente, ohne ärztlichen Ratschlag, ohne Internet.

Also, Frau Kaufmann, ich sage jetzt nicht, sie sollten sich mehr duschen, dann geht das Kopfweh weg. Es wäre ja völlig lächerlich und unpassend. Aber vielleicht hängt es mit den ewigen Hilferufen an andere Leute zusammen. Vielleicht kann die Hilfe gar nicht von aussen kommen, kehren Sie das einmal um. Fragen Sie einmal, weshalb Sie sich immer nach aussen wenden, und weshalb Sie sich von unbekannten Menschen auf unverbindlichem Internet ohne jede echte Gesprächsmöglichkeit etwas Verbindliches erhoffen.

Dies ein Versuch zu einer Antwort. Mit freundlichen Grüssen, A.Masson

Re: stellvertretend für viele

Verfasst: 22. August 2003 12:15
von Evi
Wer früher gesund und leistungsfähig war und nachweislich erst seit der Inbetriebnahme von Mobilfunkantennen und der Einführung der DECT-Telefone gepeinigt wird, der beginnt, sich nach allen Seiten nicht nur zu wehren, sondern sucht in seiner Verzweiflung und Ohnmacht überall Hilfe, auch im Internet.

Mir sind mehrere Fälle bekannt, wo solchermassen geplagte Personen, die einen ganz normalen und vernünftigen Eindruck machen, von Folter sprechen, der sie ausgesetzt sind. Hilferufe von dort sind an der Tagesordnung.

Ist es denn ein Wunder, wenn jetzt der Appell an die Wissenschafter geht, wo uns doch die Politik und die Industrie die ganze Zeit einzureden versuchen, dass noch keine wissenschaftlichen Beweise vorliegen und alle Hilfesuchenden im Stich lassen?

Die Wissenschafter sind jetzt wirklich gefordert, einmal Klartext zu reden, damit die gepeinigten Menschen zu ihrem Recht kommen. Diese können nicht mehr endlos warten, weil das Leben eben endlich ist.

Wer in einer Stadt wohnt, wie in Bern, Zürich oder München, wo in jeder Ecke eine Antenne steht, wo in Nachbarwohnungen überall aus Unwissenheit DECT-Telefone betrieben werden, dem nützt es wahrscheinlich nicht viel, wenn er das Problem bei sich selbst sucht. Er kann es nämlich wirklich nicht lösen. Nicht allein jedenfalls. Wäre dem so, so könnten wir unsere ganze Arbeit einstellen und auch dieses Forum hier sofort schliessen.

Übrigens: Auch wenn Wissenschafter nicht notwendigerweise gescheitere Menschen sein müssen, so sind sie immerhin Spezialisten auf einem bestimmten Fachgebiet und sollten dort schon mehr wissen als der Durchschnitt. Man geht ja auch nicht zum Bäcker, wenn man ein Paar Schuhe braucht.

Evi

Re: Antwort des/der Wissenschaftler(in)

Verfasst: 22. August 2003 12:25
von M. K.
Nun die Antwort "des/der Wissenschaftler/in" (dieses Wort gewählt zur Anonymisierung des/der konkreten auf einschlägigem Fachgebiet Promovierten) auf privat, persönlicher Basis, daher auch nicht zu weiterer Verbreitung gedacht:

Sehr geehrte Frau Kaufmann,

von Situationen wie der Ihren habe ich gehört. Leider kann ich Ihnen keine qualifizierte Beratung bieten, diese Kompetenz möchte ich mir nicht anmaßen; ich kann Ihnen nur sagen, was ich an Ihrer Stelle täte.

Zunächst sollten Sie nicht auf Stimmen hören, die Ihnen einen "Dachschaden" oder sonstige Beleidigungen unterstellen. Das ist unseriös, kontraproduktiv und einer Lösung des Problems nicht dienlich. Wie Sie sich fühlen, wissen nur Sie selbst; niemand kann Ihnen einreden, dass Sie sich "auf keinen Fall schlecht fühlen können, weil das ja gar nicht geht" oder ähnlicher Unsinn. Wenn Sie sich schlecht fühlen, dann ist das eine Tatsache. Ob der Grund dafür irgendwelche elektromagnetischen Felder sind, kann derzeit niemand sagen (siehe meine bisherigen Antworten). Der Umstand, dass es dafür keine wissenschaftlichen Anhaltspunkte gibt, nützt Ihnen in Ihrer subjektiven Befindlichkeit nicht viel. Wenn Sie das Gefühl haben, dass dem so ist, dann empfehle ich Ihnen, solchen Feldern "aus dem Weg zu gehen" - unabhängig davon, was die Wissenschaft sagt.
Zunächst könnten Sie beim Bundesamt für Arbeitsschutz (oder ähnlichen Behörden) nachfragen, ob bei Ihnen zu Hause einmal eine Messung der Feldexposition vorgenommen wird. Das verschafft Ihnen Klarheit über die tatsächlichen physikalischen Verhältnisse. Allerdings werden Sie dort voraussichtlich nicht weit kommen, häufig ist man bei solchen Ämtern mit entsprechenden Anfragen überlastet.
Ihren Darstellungen entnehme ich, dass sich in der Nähe Ihrer Wohnung ein Sendemast befindet. Wenn Sie das Gefühl haben, dass dieser Sendemast Ihnen Probleme bereitet, dann sollten Sie zunächst versuchen zu klären, ob tatsächlich dieser Mast das Problem ist. Die Ursache des Problems kann auch woanders liegen. Sie könnten irgendein körperliches oder psychisches Problem haben, das Sie bis jetzt nicht bemerkt haben und das mit dem Mast gar nichts zu tun hat (damit meine ich jetzt um Gottes Willen NICHT, dass Sie einen "Knacks" haben oder ähnliches. Ich meine nur, dass Sie für sich versuchen sollten herauszufinden, ob tatsächlich dieser Mast Sie in Ihrer Lebensqualität beeinträchtigt).
Wenn Sie wirklich das Gefühl haben, dass es dieser Sendemast ist, der Sie beeinträchtigt (auf dieses Gefühl haben Sie ein Recht, niemand kann Ihnen dieses Gefühl verbieten), dann haben Sie eigentlich nur zwei Möglichkeiten: a) Mittels einer Bürgerinitiative erreichen, dass der Sendemast wieder abgeschafft wird, b) den Wohnort wechseln.
Möglichkeit a) bedeutet viel Stress und eine erhebliche persönliche Belastung. Und der Erfolg ist äußerst ungewiss. Ob Sie sich darauf einlassen wollen, müssen Sie selbst wissen. Ich würde mich auf so etwas nicht einlassen.
Ich persönlich würde eher den Wohnort wechseln. Das ist allerdings eine einschneidende persönliche Veränderung (ist es eine Eigentums- oder Mietwohnung? Das spielt dabei eine wichtige Rolle). Ist Ihr Problem Ihnen diese Veränderung wert? Das können nur Sie entscheiden.
Ich habe gerade kürzlich mit einer Frau gesprochen, die ein ähnliches Problem hatte wie Sie. Diese Frau hat den Wohnort gewechselt, und daraufhin ging es ihr wieder gut. Ob wirklich der Mast dabei das Problem war? Das weiss kein Mensch. Aber das ist in so einer Situation auch unerheblich. Wichtig ist, dass es Ihnen gut geht.
Sie sollten ein bisschen experimentieren. Was tut Ihnen gut, was nicht? Wenn es Ihnen gut tut, diesem Mast aus dem Weg zu gehen, dann sollten Sie ihm aus dem Weg gehen. Es gibt genügend Leute, die in der Nähe solcher Masten wohnen und keine Probleme haben, aber das soll nicht Ihr Problem sein. Hier geht es um SIE, nicht um irgendwelche Leute oder Statistiken.
Keinesfalls würde ich mich auf irgendwelche "Abschirm"-Maßnahmen einlassen, bzw. nur mit äußerster Vorsicht. Auf diesem Gebiet tummeln sich skrupellose Geschäftsleute. Das kostet zumeist viel Geld und bringt - das kann man nun wirklich mit Messgeräten nachweisen - in der Regel gar nichts.
...
Ich wünsche Ihnen wirklich alles Gute! Hoffentlich finden Sie einen Weg, sich wieder wohl zu fühlen!

Re: Replik an den/die Wissenschaftler(in)

Verfasst: 22. August 2003 12:31
von M. K.
Und dann noch meine Replik auf diese persönlichen Ratschläge des/der "Wissenschaftler(in)"

Sehr geehrte(r) ....,

vielen Dank für Ihre so ausführliche und auch persönliche Antwort auf meine Anfrage.

Leider habe ich schon vieles von Ihren Ratschlägen befolgt, z.B. Engagement bei Bürgerinitiativen, auch in Internet-Foren (z.B. www.gigaherz.ch). Auch schon Kontakt zu Dr. Lebrecht von Klitzing.

Es sind halt ganz fürchterliche körperliche Beeinträchtigungen, bis hin zur reinen "Folter"! Und Mobilfunkmast ist keiner sichtbar. Bei mir ist es wohl vor allem die "Durchseuchung" des Wohngebäudes durch DECT-Telefone, auch schon WLAN etc. Es ist schlimm!

Natürlich wäre Aufklärung der Nicht-Betroffenen durch Zeitungsartikel sehr hilfreich. Könnten Sie nicht auch einmal etwas in Richtung 'Elektrosensibilität' schreiben? Dass Sie qualifiziert sind, bezweifle ich keineswegs.
Für Ihre Recherche: wenn Sie jemand derartig Betroffenen suchen, stehe ich gerne "für weitere Auskünfte zur Verfügung".

Vielen Dank

Margarete Kaufmann, München

Re: Replik an den/die Wissenschaftler(in)

Verfasst: 23. August 2003 07:22
von Elisabeth Buchs
Nachdem wir Elektrosensiblen mit den Esoterikern so wenig Erfolg hatten (oder sie mit uns) tauchen nun die Pseudopsychologen auf und denen ist noch bald schwerer beizukommen. Wenn die Pseudopsychologen so leiden würden wir wir, würden sie sicher ganz anders schreiben. Ueberhaupt würde sich sofort einiges ändern, wenn alle Menschen nur während eines Monats wegen des Elektrosmogs unserer gesundheitlichen Beschwerden haben würden.

"Denk positiv!" Diesen Spruch bekommen wir oft zu hören. Eine Elektrosensible sagte mir dazu, man solle diese Person ständig stark in den Arm klemmen und dann solle sie dazu mal positiv denken. Ich kenne wenige Leute, die sich so freuen können, wie Elektrosensible nach einer unbeschwerten Nacht oder einem beschwerdefreien Tag.

Es wurde scheinbar überhaupt noch nie geforscht, weshalb wir Elektrosensiblen so viel empfindlicher reagieren auf Elektrosmog als der Durchschnitt. Doch wenn sogar die Bienen z.B. in Zollikofen nicht mehr überleben, wie sollte dann der Mensch verschont bleiben. Es könnte jedoch schon sein, dass es irgendeine Möglichkeit geben würde, dass Elektrosmog für schwerst Empfindliche etwas verträglicher würde wie z.B. Antihistaminka bei Heuschnupfen.

Bezüglich Umziehen kann ich nur raten, wenn es unerträglich ist, dann wegzugehen. Wenn es noch einigermassen geht und dass muss jede/r für sich entscheiden, dann würde ich bleiben, denn man kann sich auch verschlechtern. Eine Möglichkeit ist auch ein Notlogie oder Uebernachten im Camper. Ich hoffe, dass Sie noch genauer rausfinden können, was genau Sie plagt und dass Ihnen Ihre Rettungsfolie wenigstens teilweise etwas hilft.

Re: Replik an den/die Wissenschaftler(in)

Verfasst: 23. August 2003 08:01
von Evi
Es ist kaum anzunehmen, dass nicht früher oder später fast jeder in irgendeiner Form Beschwerden durch den immer dichter werdenden Elektrosmog-Nebel bekommen wird. Schliesslich haben alle Menschen Nerven- und Blutbahnen, die als Leiter wirken, tragen die meisten von uns Metalle im Mund etc.

Offenbar wird so lange mit der Anerkennung und dem Ernstnehmen der gesundheitichen Folgen zugewartet, bis der Grossteil der Bevölkerung darunter leidet und das Ganze zum "Normalfall" wird und keine Vergleichsgruppen mehr vorhanden sind.

Elektrosensible leiden nicht nur an den schon bekannten körperlichen Beschwerden, viele werden dazu noch depressiv und/oder agressiv, darunter solche, die es vorher nie waren. Originalton einer Betroffenen: "Wir krähen einander nur noch an". Diesen Menschen zu empfehlen, sie sollen positiv denken, ist der reine Hohn. Es stünde den Mitmenschen und auch den Psychologen (wirklichen oder Pseudypsychologen) besser an, diesen Betroffenen mit Verständnis und Geduld zu begegnen, statt ihnen zusätzlich noch ein schlechtes Gewissen einzupflanzen, mit Bemerkungen, sie würden sich nicht genügend zusammen reissen.

Was einen Wohnortwechsel betrifft, ist dieser Rat sehr problematisch: Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung besitzt, kann sich diese nicht auf den Rücken schnallen und anderswohin tragen. Ich kenne übrigens Betroffene, die nach langem Leiden ihren Wohnort wechselten, sogar mehrmals. Aber sie hatten die Umzugskisten noch nicht einmal ausgepackt, da stand prompt schon eine Antenne oder ein Bauprofil vor dem Fenster.

Und wer garantiert, dass am neuen Wohnort der Nachbar nicht ein DECT-Telefon - nur durch eine dünne Wand zum eigenen Schlafzimmer getrennt - stehen hat und sich nicht bewegen lässt, es weg zu tun? Nebenbei die Frage: Wer trägt denn all die Kosten, die mit einem solchen Umzug und erst noch mit der vagen Aussicht auf Besserung des Zustandes verbunden sind? Hier wird doch der Mensch mit sämtlichen Problemen allein gelassen, während die Industrie nicht das geringste Risiko trägt und die Politik konsequent die Ohren auf Durchzug stellt.

Und was ist das für ein Leben, seine Nächte in einem Camper zu verbringen oder gar in einem Zelt im Freien?

Man sollte alle, die über die Klagen von Mitmenschen, die die Qualen durch den Elektrosmog erdulden müssen, milde lächeln oder sie mit billigen Ratschlägen versehen, dazu zwingen, das nur für ein halbes Jahr selbst vorzudemonstrieren. Ganz besonders gefordert sind in dieser Hinsicht die Politiker, die die Schädigung von immer mehr Menschen zulassen und sie sogar in Form von einer völlig unzureichenden Verordnung befehlen.

Evi

Re: Replik an den/die Wissenschaftler(in)

Verfasst: 23. August 2003 14:01
von A.Masson
Es liegen jetzt zwei Versuche vor zu einer Antwort auf Frau Kaufmann's Hilferuf. Keine/r hat vom anderen gewusst beim Verfassen der Antworten, d.h. die beiden Antworten sind ganz unabhängig voneinander geschrieben. Irgendwo sind sie aber ähnlich.

Reaktion: EIN Aufschrei, das sind natürlich keine Antworten! Pseudopsychologen sind das bloss! Von "billigen Ratschlägen" ist die Rede am Schluss, und man hätte nur ein mildes Lächeln übrig für die Leidenden.

Nun möchte ich zwei Dinge wissen: Wo in diesen beiden Antwort-Versuchen ist ein billiges Lächeln gegenüber den Leidenden herauszuhören ?

Und zweitens: Wie müsste denn eine Antwort aussehen, die Frau Kaufmann weiterhilft ?

Mit freundlichen Grüssen, A.Masson

Re: Replik an den/die Wissenschaftler(in)

Verfasst: 23. August 2003 14:31
von charles claessens
Hallo Margarete Kaufmann,
meine Antwort auf Ihre Frage solten Sie inzwischen über das Gigaherz-Team bekommen haben.

Um eine Antwort auf die Ursache von Ihre Beschwerden zu finden gibt es meiner Meinung nach nur eine Lösung; eine richtige baubiologische Hausuntersuchung.
Das heisst dass alle Punkte des SBM 2003, die *baubiologische Richtwerte für Schlafbereiche* untersucht werden sollen.
Ich hatte Ihnen angegeben wo sich sich diesbezüglich orientieren können, wo Sie die Deutsche Tarife finden können, was Sie von einen Baubiologe erwarten dürfen und wo es eine gebührenfreie telefonische Hotline gibt.

Vorab kann ich sagen, dass Ihre Beschwerden mir nicht unbekannt vorkommen, und ich kann mich sehr gut vorstellen, mit was für ein Elend Sie zu tun haben.

Aber gleich muss ich dazu sagen, dass obwohl die Beschwerden typisch sind für Elektrosensible, diese gleiche Beschwerden auch von andere Ursachen stammen können.
Ho, ho, verstehe mich nicht falsch, ich sage nicht das diese nichts mit *Elektrosmog* zu tun haben. Man befindet sich da in einen *Teufelskreis*.

Die gleiche Beschwerden treten auch auf bei Pilzkrankheiten. Viele Ärtzte und Krankenhäuser vernachlässigen dies bei ihre Untersuchungen.
Pilze wie Candida und Aspergillus niger können sehr bösartig für Krankheiten sorgen.
Dabei kommt, das wir wissen, dass gepulste hochfrequente elektromagnetische Felder, auch bei niedrige Mengen, sehr ernsthaft einwirken auf Viren, Bakterien, Parasiten und Würmer. Bekannt ist auch, dass Krebszellen und Tumoren unter Einfluss von diese HF Strahlung viel schneller wachsen als ohne diese Strahlung.
Aber auch niederfrequente elektromagnetische Felder lassen ihren Einfluss bemerken.

Mein Punkt ist, dass derartige Beschwerden nicht nur von Handymasten und DECT Telefone kommen sollen, aber dass niederfrequente Strahlung und Pilze nicht ausser Betracht gelassen werden dürfen.
Vielleicht hat Margarete Kaufmann Aspergillus niger im Brotkasten.

Es ist klar, dass wen jemand sofort Beschwerden bemerkt nach Inbetriebnahme einer Sendemast oder DECT Telefon, dass man mit richtige Abschirmung Abhilfe bekommt. Wenn dan aber nach längerer Zeit die Beschwerden nicht verschwinden, können andere Faktoren im Spiel sein. Eine 100 %-ige Abschirmung gibt es nicht; bestimmte Löcher darin sind sogar notwendig.
Wenn man schon Elektrosensible ist, reagiert man schon kräftig auf die geringste Dosis EM Feldern. Und diese geringe Dosis kann wieder dafür sorgen, dass die andere Faktoren sich vermehren können. Also der Teufelskreislauf.

Gestern wurde ich gerufen bei ein junger Mann, der seit 4 Jahren leitet an verschiedene Beschwerden. Er ist sehr depressif, hat Krämpfe und Stiche im Magen/Darm Gebiet, er fühlt sich chaotisch und unruhig, er kann sich nicht konzentrieren wenn er in der Nähe von elektrische Geräte kommt, er hat Schwierigkeiten bei seine Formulierung von Satzen en er vergisst Wörter, er hat Schlafstörungen, ständige Kopfschmerzen, es tut Weh hinter die Augen, jetzt ein irritanter Juckreiz und eine Kriebelnase.
Man hat schon das DECT Telefon und Handy verschwinden lassen; aber er ist dadurch Elektrosensible geworden, und ist das noch immer.
Er schläft im zweiten Stock; da gibt es Hochfrequenz, aber verhältnismässig wenig, nur 18 uW/qm.
Natürlich ist das laut SBM2003 18 mal zuviel für ein Schlafzimmer, aber weit unter die 100 uW/qm für Wohnzimmer, und für viel normale Menschen nicht aufregend.
Da er aber Elektrosensible ist, sind diese 18 uW/qm füf ihm viel zu viel. Es muss abgeschirmt werden, oder der Schlafplatzwechsel in den erster Stock, wo es ganz wenig strahlt.
Weiter war im Schlafzimmer nichts zu finden; keine Erdstrahlen, keine magnetische Gleichfelder, keine magnetische Wechselfelder, keine elektrische Wechselfelder und keine elektrische Gleichfelder.
Aber im Wohnzimmer stand ein grossen Wandmöbel mit Licht drin.
Wenn das Licht aus war, fand ich da stolze 1200 V/m elektrisches Wechselfeld.
Der Stecker in die Steckdose umkehren (vor den Schalter im Kabel) brachte dies Zurück auf 16 V/m. Und so ging es ähnlich mit andere Stehlampen, Fernsehen und ähnliches. Als Elektrosensible reagierte er stark darauf.
Und, er hat Candida. Er hat zwar zweimal eine Therapie gefolgt, aber nicht durchgesetzt.
Tja, tagsüber im Wohnzimmer, und nachts oben, können diese sich schön in aller Ruhe vermehren. Eine Pilzbehandlung ist das erste was vorgenommen werden muss.


Auf die Dachterrasse unsere 10-Stockwerken grosses Gebäude, messe ich regelmässig. Vorher hatte ich da zwischen 20.000 und 30.000 uW/qm HF Strahlung gemessen. Seitdem man auf ein anderes Gebäude für die Bahn GSM 900 Sender installiert hat, habe ich stolze 85.000 uW/qm gemessen. Das ist zwar zweimal die Schweizer Immisionswerte, aber noch weit unter die Schweizer Emissionswerte von 4.500.000 uW/qm. In die Niederlande liegen die bei 6.500.000 uW/qm für GSM 900.
Dass es da so viele Leute mit verschiedene Beschwerden gibt hat nichts mit ihren Alter zu tun, das sollte klar sein. Jetzt will man hier sechs UMTS Antennen installieren.
Obwohl in Deutschland die UMTS Antennen jede 300 Meter plaziert werden, scheint es in die Niederland jede 400 Meter zu sein. ??


Vor eine Woch habe ich auch mal wieder die Luft-ionen gemessen.
Vor dem Gebäude auf der Strasse: 360 negative und 520 positive. Aber auf die Dachterrasse nur 80 negative Luft-ionen und 520 positive. Da hat Herr Seiler wieder recht. Die HF Strahlung zerstört die notwendige negative Luft-ionen.

Ich bin der Meinung, dass die DECT Telefone das schlimmte sind was es gibt; sei es im eigene Wohnung als bei Nachbarn.
Auch finde ich weiter weg stehende Handysender schlimmer als welche die näher stehen. Irgenwie scheinen die weit wegstehenden andere Strahlung an zu ziehen und *mittanzen* zu lassen. Über die flache Dächer von andere Gebäude können sie schön reflektieren. Aber das ist nur meine persönliche Beobachtung.

Moral dieser Geschichte: bei lang andauernde Beschwerden sollen auch nach andere Störungen im Hause gefahndet werden.
Und das kann nur eine baubiologische Hausuntersuchnung schaffen.
Auf die Website www.maes.de stehen verschiedene interessante Publikationen diesbezüglich zum Herunterladen bereit.
Charles Claessens

Re: Replik an den/die Wissenschaftler(in)

Verfasst: 23. August 2003 16:37
von M. K.
Kurze Zwischenbemerkung von mir:
Ich wollte in diesem Falle eigentlich die ANTWORT "des/der Wissenschaftler" in den Mittelpunkt stellen, die aus meiner Sicht einen neuen Ansatzpunkt im Umgang mit sog "Elektrosensiblen" birgt: SIE WERDEN IN IHREN BESCHWERDEN ERNST GENOMMEN. Da es sich um jemanden handelt, der/ die nach eigenen Aussagen ziemlich in der "aktuellen Forscherfront verkehrt", könnte daraus das Signal all der anderen zwar heterogen denkenden Forscher-Community-Mitglieder kommen, dass man endlich diese Menschen ernst nehmen muss und nicht nur als Simulanten, anderweitig Frustrierte, Gelangwelte oder gar Lügner abtun darf. Das könnte einen sog. "Ruck" bei den Anders-Denkenden bewirken (vgl. Umgestaltung entspr. Homepages bzgl. dieses Themas).
Vielleicht kommen noch weitere "Erleuchtungswunder"?

Vielen Dank auch für alle, wie immer gut gemeinten, Ratschläge. Wenn die Lösung EINFACH wäre, hätte ich sie vor 1 Jahr, 11 Monaten und 2 Wochen gefunden gehabt!!! (So wie man bei Problemen zum - gut ausgebildeten Arzt - geht, der eine treffende Diagnose stellt, ein Therapie-Mittel verordnet, - und nach ein paar Tagen ist das Wehwehchen weg!)
Es ist aber in diesem Fall nicht so; vielmehr könnte ich inzwischen schon einen Roman schreiben über all die Erfahrungen, die ich gemacht habe! Woran das wohl liegen magt???

Re: Replik an den/die Wissenschaftler(in)

Verfasst: 23. August 2003 16:51
von Evi
Lieber Herr Masson

Das war ganz sicher kein Seitenhieb auf Sie und es tut mir leid, wenn Sie die Antwort als solche interpretiert und direkt auf sich bezogen haben. Bitte entschuldigen Sie!.

Ich habe nur bestätigt, was sich Elisabeth und mit ihr schon so viele Betroffene von unbetroffenen Mitmenschen und leider auch von Ärzten und Psychologen anhören mussten: Alles Ratschläge, die nicht praktikabel sind, solange die Ursache nicht ausgeschaltet ist.

Übrigens: auch Ratschläge können Schläge sein. Und als solche empfinden sie viele Hilfe suchende Menschen.

Es ist zugegebenermassen tatsächlich schwer, jemandem einen Rat zu geben, der eigentlich an jemand anderen gegeben werden müsste: an die Versursacher, die mit ihren Geräten und Anlagen die krank machende elektromagnetische Strahlung produzieren. So lange das nicht geschieht, ist alles nur Symptombekämpfung und Flickwerk. Da werden Sie mir sicher zustimmen.

Evi

Re: Replik an den/die Wissenschaftler(in)

Verfasst: 24. August 2003 09:53
von Elisabeth Buchs
Hallo Herr Claessens

Es würde mich und vermutlich auch andere in diesem Forum interessieren, wie man diese allfällige Pilzbelastung feststellen lassen kann und was man dann dagegen unternehmen kann.

Es ist allgemein wichtig, auf Darmgesundheit zu achten, damit ungute Bakterien und Pilze nicht überhand nehmen können z.B. durch gesunde Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel mit Ballaststoffen, Colon-Therapie usw.

Ich könnte mir vorstellen, dass der Einfluss von elektromagnetischen Feldern vielleicht gewisse Bakterien und Pilze fördert, andere hindert und das natürliche Gleichgewicht stört. Ausserdem wird durch Elektrosmog das Immunsystem geschwächt und dadurch können sich Pilze stark ausbreiten.

Von der Magnetfeldmatte z.B. Vitalife, Bemer und ebenfalls vom sogenannten Zapper habe ich gehört, dass dadurch Bakterien und Viren abgetötet würden. Mein Arzt sagte, dies sei nicht gesund, denn wenn es Viren und Bakterien killt, kann es für uns auch nicht gut sein.

Noch eine Frage: was kann man gegen die Zerstörung der negativen Luftionen tun? Ich habe eine Salzlampe, merke jedoch keinen Unterschied im Wohlbefinden und wenn diese zu lange brennt, entsteht kratzige Luft.

Dass die DECT besonders schlimm sind für Elektrosensible, kann ich voll bestätigen. Mir machen 1800 MHz-Antennen mehr als 900 MHz. Dass auch weiter entfernte Antennen Beschwerden verursachen können, kann ich ebenfalls bestätigen, diese merke ich jeweils beim Autofahren, scheinbar dort, wo der Strahl den Boden berührt. Kürzlich war ich auf dem Land, die Antenne war dort etwa 1 km weit entfernt, versorgt ein relativ grosses Gebiet und belastet die dort wohnenden Leute sehr. In diesem Haus bekam ich ebenfalls zu gewissen Zeiten stechende Kopfschmerzen, obschon die Messwerte nicht besonders hoch waren. In der Stadt hatte ich das bisher nicht so ausgeprägt.

Noch etwas zum vielen trinken: auch diesbezüglich kann man übertreiben, mehr als 2 höchstens 3 l scheint mir zuviel des Guten, alles was man oben reingiesst, muss auch wieder raus. Mich würde übrigens interessieren, ob andere unter dem Einfluss von Elektrosmog auch "den Biseler" bekommen, also viel öfter auf die Toilette müssen. Dieses Problem war bei mir besonders stark, als ich die Magnetfeldmatte getestet habe, evt. Reizung der Blasenmuskulatur, Einfluss auf das vegetative Nervensystem.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Replik an den/die Wissenschaftler(in)

Verfasst: 24. August 2003 12:40
von charles claessens
Hallo Elisabeth Buchs,
auch Ihnen kann ich raten das Buch *Elektrosmog-Wohngifte-Pilze* von Wolfgang Maes u.a. zu lesen. Ausser Maes schreiben da auch andere Kapittel.

Eine allfällige Pilzbelastung kann der Arzt oder Krankenhaus feststellen.
Der Baubiologe kann in die Wohnung danach fahnden.
Für Candida Albicand habe ich mich auch Petrischalen mit Agar zugelegt.
Ich bin selber auch gespannt wie das aussehen wird. In ein paar Tagen kann ich sie über eine UV-Lampe liegen um sie zu zählen.
Mein Punkt war eigentlich, das die Elektrosmog Symptome grosse Übereinstimmung haben mit eine Pilzbelastung.

Ob Magneten Viren töten weiss ich nicht, aber Zapper tun das sehr gut.
Sie töten zuerst die Parasiten, die scheiden Bakterien aus, die werden dann getötet, die scheiden dan die Vires aus, die dann getötet werden.
Zusammen mit eine Parasiten-Kur nach Hulda Clark werden die schädliche Vires getötet. Die notwendiuge Bakterien werden in Ruhe gelassen.
Die Bücher von Hulda Clark beschreiben dies genau.

Es gibt drei Sorten von Zapper.
Der XXX *) Zapper mit zwei Handelektroden. Sie arbeitet mit nur eine feste Frequenz und muss 7 minuten, 20 Minuten Pause, 7 MInuten, 20 Minuten Pause und 7 MInuten täglich verwendet werden.
Der Terminator2 von XXX*) ist ein Dose wie ein Zigarettenschachtel, mit zwei Münze als Kontakten drauf. Die kann man 24 Stunden am Tag auf den Körper tragen.
Und es gibt den XXX Generator*) , wo man beliebige Frequenzen benutzen kann. XXX*) gibt da an, welche Frequenz für welche Bakterie, Virus oder Wurm man braucht um sie zu töten.

Gegen die Zerstörung der negativen Luftionen kann man nichts tun. Das einzige ist in die Wohnung einen Ionen-Generator plazieren.
Es gibt welche mit Luftfilter dabei, aber die Ersatzfilter sind teuer.
Dabei werden auch Ventilatoren gebraucht. Elektrosensible Frauen lieben das nicht, weil ihr Gehör sehr empfindlich ist. Empfindlicher als bei normale Menschen.
Dann gibt es Ionengeneratoren, die viel von ihre eigene Kapazität auffressen.
Und bei dei meisten sind die Geräte nicht abgeschirmt, wodurch sie Elektrosmog verursachen.
Aber es gibt Typen die es gut tun.
Die Salzlampen habe ich gemessen, aber sie erzeugen keine Ionen.

Wenn man mit einem Zapper oder andere Bioresonanz-Therapie arbeitet, muss man unbedingt mindestens 2 Liter Wasser trinken, um die Toxinen los zu werden.
Die getötete Parasiten, Bakterien und Viren müssen den Körper verlassen können.

Alles was magnetisch ist, wirkt ein auf den Körper.
Einmal in der Woche eine Magnettherapie ist nicht schlimm, aber man soll nicht ständig die Magneten am Körper haben, sicher nicht im Schlafzimmer.
Elektrosensible reagieren sehr heftig darauf.
Charles Claessens

XXX*) Anmerkung Gigaherz:
Wir wissen zwar, dass Charles Claessens keine Produkte verkauft und auch nicht als Werbeträger auftritt, dennoch möchten wir aus Gründen der Konsequenz Markennamen weglassen. Wer sich im Speziellen dafür interessiert, bekommt über seine E-Mail-Adresse bestimmt wertvolle Auskunft.
Gigaherz

Re: Replik an den/die Wissenschaftler(in)

Verfasst: 30. August 2003 02:22
von Esther Schärer
Liebe Frau Buchs

Etwas kann ich mit Sicherheit sagen, dass Pilze gerne Zucker mögen! Genau wie man Kefir Pilze und die Wasserpilze mit Zucker "füttern" kann und muss, sodass sie nicht eingehen, ist es wohl ähnlich beim Menschen.

Ich selbst hatte auch Candida Pilze vor Jahren. Doch im Zusammenhang mit meiner Nahrungsmittelallergie, war ich unter anderem auch auf Zucker (Rüben- und Rohrzucker) allergisch. So musste ich diese Zucker längere Zeit (etwa ein halbes Jahr) völlig meiden! Bis die Allergie (bei mir eine sogenannt erworbene) wieder verschwunden war! Und nur das bisschen Honig und Birnel, was ich zu mir nahm, vermochte den Pilz wohl nicht mehr unterhalten. Er ging ein und war eines Tages bei einer Kontrolle einfach weg - ohne spezifisches Dazutun. Die Behandlung war, als Nebeneffekt der Allergie, ihn nicht mehr füttern!

Somit wäre mein Rat, wie auch immer ein Candida angegangen wird, so sollte danebst auch der Zucker massiv eingeschränkt werden! Denn der Pilz kann sich so etwas wie selbständig machen und wie eine Zuckersucht hervorrufen! Ich habe mal von einem Betroffenen gehört, es hätte ihn jeweils buchstäblich in die Konditoreien hineingezogen!

Es scheint mir jede Behandlung diesbezüglich fragwürdig, wenn die Zuckerfrage gleichzeitig nicht auf den Tisch kommt. Doch sagen muss ich, dass ich das Buch darüber, wie es Charles Claessens schon mehrmals empfohlen hat, selber nicht gelesen habe. Vielleicht steht dort auch was über den Zucker.

Liebe Grüsse
Esther Schärer

Re: Replik an den/die Wissenschaftler(in)

Verfasst: 30. August 2003 15:33
von Elisabeth Buchs
Bevor man solche doch recht einschneidende Massnahmen durchführt, sollte man durch seriöse Tests genau abklären können, ob wirklich ein Pilz vorhanden ist. Kennen Sie eine Adresse eines geeigneten Arztes (wenn möglich nicht Bioresonanzler, an diese kann ich nicht mehr glauben). Und wenn eine erhöhte Pilzbelastung festgestellt würde, ob durch die Pilzbekämpfung wirklich eine Reduktion der Elektrosensibilität erreicht werden kann. Ausserdem bewirkt Elektrosmog eine Schwächung des Immunsystems und dadurch können sich Pilze stark ausbreiten. Ich habe nun das Buch von Herrn Maes bestellt und bin gespannt, was er dort darüber schreibt.

Ich war vor zwei Tagen an einem Vortrag von Herrn Frischknecht (Gründer einer Gesundheitspartei im Kanton Bern). Ich stellte ihm die Frage nach der Elektrosensibilität, er kann anscheinend mit dem Pendel gesundheitliche Probleme feststellen, er stellte bei mir eine erhöhte Schwermetallbelastung fest. Ich habe nun eine dreimonatige Kurpackung bestehend aus Vitaminen, Mineralien, Bioflavoniden und Algenpräparat gekauft. Ich stellte ihm auch die Frage nach einer Pilzbelastung, er sagte, dies sei bei mir nicht das Hauptproblem, Schwermetallbelastung könne Pilze fördern und der Darm arbeite dann auch nicht gut.

Er hat eine Weiterentwicklung des Zappers von Clark erfunden, diesen habe ich ebenfalls getestet. Er hat mir diesen jedoch nicht empfohlen zur Behandlung und ich fühlte mich während des Testens eher unwohl. Ich testete auch eine Spiralfeder zum Drehen des Blutspins, der bei Elektrosmogbelastung falsch sei.

Ausserdem sagte er noch, dass Elektrosensible Empfindungstypen seien, man erkenne das oft an der Grösse der Ohrläppchen. Ich werde das mal beobachten, ich selber habe tatsächlich kleine Läppchen und mein elektroresistenter Mann grosse.

Ich bin mal gespannt, ob mir die Kur zum Ausleiten der Schwermetalle zur Linderung der Elektrosensibilität hilft, jeder hat hier so seine eigenen Ansichten, schaden sollte es eigentlich nicht. Ich bin erstaunt, dass die Belastung noch immer so gross sein soll, nachdem ich bereits mit Bioresonanz, Bärlauch, Chlorella und Koriander ausgeleitet habe. Ein Kinesiologe hat übrigens damals vor Entfernung meiner 10 Amalgam-Plomben gesagt, er könne bei mir keine Schwermetallbelastung feststellen. Doch nach dreimonatiger Krankheit nach Entfernen dieser Plomben muss ich doch sagen, dass vermutlich eine Belastung vorhanden ist, wurde scheinbar durch das Entfernen noch verstärkt, vielleicht war auch ein Jahr zum Entfernen dieser Plomben eine zu kurze Zeit. Wenn ich noch mal zurück könnte, würde ich nicht mehr als 2 Plomben pro Jahr ersetzen lassen. Im Jahr 2000, vor Entfernen und vor allem vor Gebrauch der Magnetfeldmatte ging es mir bezüglich Elektrosensibilität besser. Es fragt sich jetzt nur, ob sich Amalgam, das in den Zellen und im Gehirn eingelagert ist, überhaupt wieder entfernen lässt.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs