Zur Abstimmung vom 11. März in Emmen über Mobilfunkantennen

Seppi

Zur Abstimmung vom 11. März in Emmen über Mobilfunkantennen

Beitrag von Seppi » 5. März 2007 20:41

Neue Luzerner Zeitung 03.03.2007


«Gesundheit an erster Stelle!»

«Diese Grenzwerte halten den jüngsten Forschungsergebnissen in keiner Weise stand.»

Zur Abstimmung vom 11. März in Emmen über Mobilfunkantennen

Das bestehende Netz von Mobilfunkantennen ist absolut genügend, um das mobile Telefonieren zu gewährleisten. Die zusätzlich in den letzten Jahren erbauten Antennenanlagen (vor allem UMTS) ermöglichen zusätzlich das Senden von Bildern, Musik und den Zugang zum Internet ­ diese Funktionen sind am Telefon unnötig, weil sie via Computer ohne schädliche Strahlenbelastung zugänglich sind (vorausgesetzt, die Verbindung ist nicht wireless).

Das Hauptargument der Gemeindebehörde ist, dass die Grenzwerte der NIS-Verordnung eingehalten werden. Diese Grenzwerte halten den jüngsten Forschungsergebnissen in keiner Weise stand. Bei ihrer Festlegung durch die ICNIRP wurden einzig die thermischen Wirkungen berücksichtigt. Besonders gesundheitsschädigend sind jedoch auch die nicht thermischen Wirkungen der gepulsten Strahlung.

In Winterthur musste wegen Gesundheitsschäden bereits eine erste Antenne abgebaut werden. Sie stand auf einem Stall, in welchem gehäuft missgebildete Tiere, Totgeburten und schwere Erkrankungen aufgetreten sind.

Mit der Annahme der Initiative «Zurück zur Vernunft» wird die Strahlenbelastung in unserer Gemeinde noch nicht abnehmen. Aber die Gemeinde Emmen kann mit dem guten Beispiel vorangehen und zeigen, dass beim Bau von Mobilfunkantennen Sorgfalt und Zurückhaltung geboten sind ­ weil es um die Gesundheit von uns allen geht. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger können an der Urne ein Zeichen setzen, ob die Gesundheit der Bevölkerung an erster Stelle kommen soll ­ oder die Interessen der Mobilfunkindustrie. Zurück zur Vernunft?

Daniella und Aurelio Nosetti-Bürgi, Emmenbrücke