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NFP 57 in Berner Zeitung und Bund
Verfasst: 13. Mai 2011 13:36
von Elisabeth Buchs
In der Berner Zeitung ist ein über zwei Seiten gehender Bericht:
Studie zeigt: Die Strahlen von Handys beeinflussen die Hirnaktivität
Wie die Forschung nun nachweist, hat die alltägliche Strahlenbelastung durch Handys, Elektrogeräte und anderes mehr einen Einfluss auf den menschlichen Körper. Eine Beeinträchtigung der Gesundheit gibt es nach dem heutigen Wissensstand aber nicht.
Weiterer Text in der BZ vom Freitag 13. Mai 2011 (leider online anscheinend nicht erhältlich, bzw. nicht gefunden)
Dann zu meiner Freude das Interview mit einer mir sehr bekannten Elektrosensiblen Elisabeth B.:
Ueberschrift: Schlaflosigkeit und Zittern
Rote Ueberschrift: Elektrosensibilität
Laut Nationalfondsstudien beeinträchtigen Handystrahlen die Gesundheit nicht. Elisabeth B. leidet trotzdem.
Rote Ueberschriften:
Das Geld ist knapp
Warnung der Aerztinnen und Aerzte für Umweltschutz
Induktionskochherd
Schlaf
Erbgut
Wahrnehmung
Dann im Bund vom 13. Mai 2011
Handystrahlen verändern unsere Hirnströme
Das Nationale Forschungsprogramm NFP 57 kommt nach vier Jahren zum Schluss, dass Mobilfunkstrahlung zwar biologische Prozesse beeinflusst, jedoch keine feststellbaren Auswirkungen auf die Gesundheit hat
Umstrittene Grenzwerte
"Es ist keine Scharz-Weiss-Studie"
Das Bundesamt für Umwelt will an den aktuellen Grenzwerten für Mobilfunkanlagen festhalten (N.B. Und nicht wie von der BDP vorgeschlagen noch erhöhen!)
Elisabeth Buchs
Verfasst: 13. Mai 2011 14:11
von nobody
"Das Nationale Forschungsprogramm NFP 57 kommt nach vier Jahren zum Schluss, dass Mobilfunkstrahlung zwar biologische Prozesse beeinflusst, jedoch keine feststellbaren Auswirkungen auf die Gesundheit hat "
Für so einen Schundbericht haber wir Steuerzahler also ein paar Millionen hingeblättert. Während chemische Stoffe durch beeinflussung biologischer Prozesse die Gesundheit gefährden, tut das Mobifunkstrahlung angeblich nicht. Tut mir ja leid, ich war nie an der Uni. Wahrscheinlich bin ich deshalb auch nicht in der Lage, dieses Paradoxon zu begreiffen.
Verfasst: 13. Mai 2011 17:46
von Elisabeth Buchs
nobody hat geschrieben:"Das Nationale Forschungsprogramm NFP 57 kommt nach vier Jahren zum Schluss, dass Mobilfunkstrahlung zwar biologische Prozesse beeinflusst, jedoch keine feststellbaren Auswirkungen auf die Gesundheit hat "
Für so einen Schundbericht haber wir Steuerzahler also ein paar Millionen hingeblättert. Während chemische Stoffe durch beeinflussung biologischer Prozesse die Gesundheit gefährden, tut das Mobifunkstrahlung angeblich nicht. Tut mir ja leid, ich war nie an der Uni. Wahrscheinlich bin ich deshalb auch nicht in der Lage, dieses Paradoxon zu begreiffen.
Ich habe nun die 58-seitige Programmsynthese gelesen und mein Eindruck ist, da sind einige biologische Auswirkungen gefunden worden, insbesondere bezüglich EEG, Hirndurchblutung (Parallen zu Prof. Belpomme) und DNS. Und das soll alles keine Auswirkungen auf die Gesundheit haben, obwohl Betroffene aus den technisierten Ländern über Gesundheitsbeschwerden berichten. Wers glaubt. Denn weshalb konnten die dazugehörenden Studien noch nicht veröffentlicht werden, sondern bloss eine sog. Programmsynthese durch eine industrielastige Leitungsgruppe? Und weshalb fand die dazugehörige Medienorientierung in einem bewachten Gebäude unter Ausschluss der Schutzorganisationen und der interessierten Bevölkerung statt? Jedenfalls werde ich mal die Orientierung vom 20. Mai besuchen.
Elisabeth Buchs
Verfasst: 13. Mai 2011 18:40
von Wuff
nobody hat geschrieben:"Das Nationale Forschungsprogramm NFP 57 kommt nach vier Jahren zum Schluss, dass Mobilfunkstrahlung zwar biologische Prozesse beeinflusst, jedoch keine feststellbaren Auswirkungen auf die Gesundheit hat "
Für so einen Schundbericht haber wir Steuerzahler also ein paar Millionen hingeblättert. Während chemische Stoffe durch beeinflussung biologischer Prozesse die Gesundheit gefährden, tut das Mobifunkstrahlung angeblich nicht. Tut mir ja leid, ich war nie an der Uni. Wahrscheinlich bin ich deshalb auch nicht in der Lage, dieses Paradoxon zu begreiffen.
Wahrscheinlich gibt es zwischen der Wirkung von chemischen Stoffen und EMF einen wesentliche Unterschiede. Während die Toxikologie eigentlich durchgehend eine linearen Zusammenhang zwischen Menge und Wirkung feststellt (Paracelsus lässt grüssen), könnten einige Effekte von EMF ab einem Schwellenwert wirksam werden, der weit unter den Grenzwerten liegt, die uns vor dem Verschmoren schützen.
Angeblich soll vor Jahrzehnten der Beweis erbracht worden sein, dass schwache hochfrequente Felder überhaupt keine biologischen Wirkungen haben können. Das scheint nun mehrfach widerlegt zu sein, von Achermann mit seinen EEG-Ableitungen auch an überhaupt nicht besonders empfindlichen Menschen.
re
Verfasst: 13. Mai 2011 20:19
von nobody
Selbstverständlich ist die Wirkungsweise von chemischen Stoffen schwer mit der von EMF zu vergleichen. Die Wirkungsweise ist aber sekundär, denn das Resultat ist das Selbe: Beeinflussung biologischer Prozesse. Und warum das Eine schädlich wirken soll und das Andere nicht, das sollte mir mal jemand auf verständliche Art und Weise verklickern.
Immerhin gesteht die Studie die Existenz biologischer Effekte ein. Ein kleiner Fortschritt, welchen die 'Strahlenschützer' aber gleich wieder relativieren (siehe oben). Und die Medien verbreiten mit Wonne auf die Aussage, welche so gar nicht gemacht worden ist: Mobilfunkstrahlung ist ungefährlich.
Forenbeobachtung
Verfasst: 14. Mai 2011 08:03
von Elisabeth Buchs
Noch was amüsantes: im Rahmen der Risikokommunikationsstudien sei wie auf S. 33 im Synthesebericht erwähnt, "eine Inhaltsanalyse eines Webforums von Mobilfunkgegnern (Gigaherz?) durchgeführt worden".
Elisabeth Buchs
Auswirkungen auf die Gesundheit
Verfasst: 14. Mai 2011 09:59
von charles
Auswirkungen auf die Gesundheit
Dort liegt der Knix.
Was versteht man darunter?
Schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit.
UNd was versteht man unter schädlich?
Die direkte Zerstörung von z.B. Organe und Sachen die den Tod zur Folge haben.
Und das ist bei Elektrosmog nicht der Fall.
Ich brauche die lange Liste der Elektrosmog Symptome nicht zu wiederhohlen, aber die fallen nicht unter den Begriff *schädlich*.
Ausser Blutdruck und Herzrasen, sind die meisten nicht wissenschaftlich nach zu weisen.
Nehmen wir z.B. nur Kopfweh. Das kann das Leben zur Hölle machen, aber wird nicht als *schädlich* angesehen.
Also nicht als *Auswirkungen auf die Gesundheit*.
Die medizinische Wissenschaft sieht das alles als schwarz-weiss, und die Elektrosensitivität befindet sich in die Grauzone.
Das ist unser Problem.
Es ist kein Problem nach zu weisen, dass Elektrosmog ein Einfluss auf den Körper hat (von Klitzing, Belpomme, Zwerenz, ich) aber das diesen Einfluss schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit hat ist ganz etwas anderes.
Verfasst: 14. Mai 2011 13:31
von nobody
Das ist ja nun wirklich interessant. Einflüsse, welche zwar nachweislich krank machen (=die Gesundheit beeinflussen), aber nicht direkt zum Tod führen, gelten per Definition also als "nicht schädlich"? Verzeihung, aber daran habe ich wirklich schwer zu kauen.
Verfasst: 14. Mai 2011 18:59
von Wuff
Keine Einflüsse auf die Gesundheit?
nobody hat geschrieben:Das ist ja nun wirklich interessant. Einflüsse, welche zwar nachweislich krank machen (=die Gesundheit beeinflussen), aber nicht direkt zum Tod führen, gelten per Definition also als "nicht schädlich"? Verzeihung, aber daran habe ich wirklich schwer zu kauen.
Was heisst "gesundheitsschädlich"?
Wenn ein Mensch 20 g vom heute viel verteufelten Zucker zu sich nimmt, dann hat dieses nachweisbare biologische Effekte auf diesen Menschen. Die 20 g schaden aber der Gesundheit des Durchschnittsmenschen überhaupt nicht. Im Gegenteil, es gab einmal Werbung: "Zucker sparen - grundverkehrt. Zucker braucht der Mensch, denn Zucker nährt." Anders ist es, wenn der Mensch Diabetiker ist, dann kann Zucker im falschen Moment durchaus seine Gesundheit gefährden.
Festgestellte Effekte: Der erste Schritt
Bis heute wurde bei EMF behauptet, diese hätten und könnten überhaupt keine nachweisbaren Effekt haben. Dieses quasireligiöse Dogma der Mobilfunker ist nun definitiv am Zerbröseln. Effekte schwacher EMF auf die Gesundheit sind nun zumindest für Teile der Wissenschaft möglich, wenn auch noch nicht nachgewiesen.
Wie krank machen EMF?
Charles macht immer wieder richtig darauf aufmerksam, dass es beim Phänomen der sogenannten "Elektrosensiblität" nicht um eine tödliche Krankheit geht, sondern um vorübergehende Beeinträchtigungen, die bei Deexposition verschwinden. Davon unterscheiden muss man bleibende Schäden, z. B. am Gehirn oder Kreislauf, wenn ein Mensch ständig unter "EMF-Stress" steht.
EMF beeinflussen alle, nicht nur "ES"
Was bis heute vom NFP57 bekannt ist, sind jedenfalls festgestellte biologische Effekte, die für sich keine gesundheitliche Schädigung bedeuten, die aber auf Wirkungsweisen hindeuten, die ihrerseits die Gesundheit und das Befinden beeinträchtigen, und zwar nicht nur der sogenannten "Elektrosensiblen". Darüber hinaus können sie Hinweise dazu geben, was im Organismus besonders empfindlicher Menschen vor sich geht.
Wissenschaft dauert, leider
Bis Tabakrauchen seit der Erfindung der Zigarette als so schädlich anerkannt wurde, dass Warnungen angebracht werden müssen, dauerte wohl 100 Jahre! Das nützt den Millionen Verstorbener nichts mehr. Auch bei den Wirkungen von EMF auf die Gesundheit wir es insgesamt Jahrzehnte dauern, bis nicht nur vor thermischen (Verbrennung, Koagulieren, Überhitzung) Wirkungen gewarnt wird, sondern auch vor schwächerer Strahlung, zu der nun von Mainstream-Wissenschaftlern überhaupt ein Einfluss festgestellt wurde.
Verbreitung der Wahrheit
Noch länger dauert die Verbreitung der Wahrheit. So wie es heute noch fanatische, dümmliche Gegner von Rauchverboten gibt, so gibt es in München gleich zwei Zentren, die an möglichst hohen Grenzwerten für EMF festhalten, die selbst ernannte ICNIRP, welche den Nationalstaaten und supranationalen Organisationen die heute gültigen Grenzwerte vorgeschlagen hat, und das verlogene, weil unter falscher Flagge segelnde izg(?mf, welches fanatisierte Strahlenschützer (Schützer der Strahlung) vereint, die sich einem gnadenlosen Kampf gegen einzelne EMF-Geschädigte widmen, die ihr Weltbild stören, aber auch gegen die EMF-Geschädigten im Allgemeinen.
Die Dummen sterben aber nicht aus. Das beweisen Verschwörungstheorien wie diejenigen zu 9/11 und die ernsthaft von der Leitung des izg(?)mf verbreitete, ich sei als Agent der Tabakindustrie beauftragt gewesen, das izg(?)mf zu unterwandern, um von der Schädlichkeit des Rauchens abzulenken.

Verfasst: 14. Mai 2011 19:05
von charles
Nein, nobody, Sie haben es noch nicht richtig verstanden.
Sie schrieben: Einflüsse, welche zwar nachweislich krank machen
Das stimmt nicht.
Diese Einflüsse machen NICHT nachweislich krank.
Erstens ist Kopfweh (bleiben wir beim einfaches Beispiel) nicht krank.
Der Artzt kann nicht beweisen (sicher nicht nachweislich) dass Sie Kopfweh haben. Auch kann er nicht feststellen ob Sie eine leichte oder sehr schweren Kopfweh haben.
Als Ausgangspunkt hat er nur Ihre Aussage; kein medizinische Befund.
Zweitens wird Kopfweh nicht als eine Krankheit angesehen.
Sie bekommen keine Krankenurlaub vom Arbeit. Sie werden nicht in ein Krankenhaus aufgenommen.
Man schickt Sie mit etwas Paracetamol wieder weg.
Also die Wissenschaft sieht Kopfschmerzen als ein kleines Übel, aber nicht als Krankheit.
Man kann durchaus sehr schwer Kopfschmerzen haben, in so ein Mass, dass man auf den Gedanken kommen kann, irgendwo Gewalt an zu wenden, wenn das nur helfen sollte. Sie rennen gegen die Wand, schlagen auf den Tisch, stampfen gegen ein Bau, usw.
Aber die Techniker bleiben es als ein kleines vorübergehend Übel sehen.
Es gibt Leute die es nicht mehr aushalten konnten und sich selber das Leben genommen haben.
Aber die Techniker bleiben bei ihr überhohltes Standpunkt.
Das ist unser gemeinsames Problem.
Elektrosensitivität soll als eine Krankheit anerkannt werden.
Verfasst: 14. Mai 2011 22:33
von Eva Weber
"Elektrosensibilität soll als Krankheit anerkannt werden".
Ich stelle mir nun tatsächlich die Frage, was man im Endeffekt davon hätte, abgesehen bei Rentenanträgen. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass mir das irgendwie hilft. Ändert sich etwas an der Verstrahlung von Mensch und Natur? Wird irgend jemand dadurch weniger Strahlung ausgesetzt? Diese wird sich im Gegenteil bis ins Uferlose verstärken. Da gibt es halt ein paar Kranke, die vertragen das halt nicht.
Ich sehe jedoch Wesentliches. Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass sie unter Strahlung leiden. Sie haben zwar Symptome wie Kopfschmerz, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, ständige innere Unruhe, hohen Blutdruck, Schwindel, können ihre Arbeit nicht mehr im geforderten Tempo verrichten, büßen Ihre Lebensqualität ein und fragen sich, warum das so ist. Manche sagen sogar, ich weiß nicht, warum ich mich so überfordert fühle, warum ich in angemessener Zeit nichts mehr schaffe. Es stürzt alles über mir zusammen. Ich fühle mich ausgebrannt. Ausgebranntsein, Kaputtsein, Schäden unter den "wärmenden" Grenzwerten.
Strahlung ausgesetzt sein bedeutet unaufhörlichen Stress. Mit äußerster Energie arbeitet schließlich der Mensch dagegen, denn er will seine Arbeit machen, das kann doch alles nicht so sein wie es ist. Er will doch auch noch etwas Lebensqualität. Warum es ihm so schlecht geht, weiß er nicht. Er liebt diese Technik, er kann keine Stunde "ohne" leben. Er ist eigentlich süchtig.
Am Erfolgreichsten und am Schnellsten geschieht dies bei Kindern und Jugendlichen. Handys werden sogar vom Bundesamt für Strahlenschutz zur Stoffvermittlung in der Schule befürwortet. Strahlung bewirkt nichts es sei denn evtl. unmittelbar am Ohr. Man beginnt also früh, ganz abgesehen von den Dauerstrahlern Masten, etc., dem sich nun wirklich niemand entziehen kann.
Folgen von Strahlendauerstress sind m.E. mit Sicherheit die rasant ansteigenden Depressionen. In neun Jahren soll es bereits 20% der Bevölkerung lt. WHO treffen. Eine WHO, die in Ihrem Fact Sheet 296 die Symptome genau aufzählt über die Patienten klagen, die unter EMF leiden, die Regierungen anweist, Ärzten gegenüber stets zu betonen, dass man keinen Wirkmechanismus kennt und Ärzte explizit anweist, nur die Symptome zu behandeln, nicht die Strahlung zu verringern weder am Arbeitsplatz noch im häuslichen Umfeld. Diese Anweisung passt nicht nur für diejenigen die über Strahlung klagen sondern auch für diejenigen, die die Ursache ihrer Beschwerden nicht kennen. Strahlung auf keinen Fall verringern. Der Slogan vom BfS, Strahlung möglichst gering halten, hat gegenüber der WHO nicht den geringsten Bestand. Es wird ja auch nicht danach verfahren, was der rasante Ausbau dieser Technik beweist.
Depressionen kosten bereits heute lt. einer Studie der Allianz und des Rheinisch-Westfälischen Instituts zufolge der Volkswirtschaft schon bis zu 22 Milliarden Euro jährlich. Manchmal denke ich, dass man solange weitermachen wird, bis die fehlenden Arbeitskräfte, entgehende Steuern und Sozialabgaben nicht mehr zu verkraften sind.
Anzeichen für biologische Auswirkungen von EMF werden so lange
als unbedeutend gelten, so lange dies irgendwie aufrecht zu erhalten ist.
Ein Zeichen hierfür ist mir auch die konsequente Ausblendung von EMF bei der Ursachenforschung bzgl. Depressionen.
Ich persönlich sehe in der Anerkennung von EHS als Erkrankung keinen Vorteil. Was sollte sich an unserer Lage ändern? Könnte ich wie früher ungestört in meinem Haus leben? Könnte ich wie ehedem wöchentlich in meine Stadt fahren und am Leben teilnehmen? Könnte ich wie ehedem stundenlang Klavier spielen oder einfach mit dem Zug irgend wohin fahren. Hätte ich etwas davon, wenn die Leute sagen, schau die ist krank?
Dass man für verrückt gehalten wird, daran gewöhnt man sich mehr oder weniger.
Das Einzige, was ich für wichtig ansehe, ist eben evtl. Erleichterung bei Verrentung. Alles andere ändert sich nicht. Ich weiß, ich stehe wahrscheinlich hier entgegen der Herkömmlichen Ansicht, aber ich habe auch den Begriff EHS schon äußerst ungern.
Eva Weber
Verfasst: 15. Mai 2011 00:32
von charles
Also Evan Weber,
Sie verstehen es auch nicht.
Wenn ich Sie richtig verstehe, wollen Sie weniger Strahlung.
Aber die zuständige Behörden sehen keinen Grund sie zu mindern.
Und die haben recht, weil es bis heute keine Gründe dazu gebe.
Elektrosmog macht nicht krank heisst es doch dort?
Eine MInderung der Elektrosmog kann nur pasieren wenn nachgewiesen ist, dass man davon krank werden kann.
Aber das geringe krank sein ist nicht krank genug.
Unter krank versteht man z.B. Krebs, aber Elektrosmog verursacht Krebs nur bei sehr hohe Dosierungen, bei z.B. Handys die hart strahlen und bei langjährlicher Gebrauch.
Es ist sehr schade dass der Freiburger Appell so im Sand gelaufen ist. Weil nur die Ärtzte Aussagen wegen schädliche Folgen von Mobilfunk Aussagen machen können und dürfen.
Techniker dürfen das nicht, obwohl die es gerade machen.
Sie, Eva Weber, jammern schon lange. Aber Sie stehen allein.
Sie verfügen nicht über medizinische Atteste, die stichhaltig und unwiderlegbar beweisen, das Ihre Gesundheit unter den Elektrosmog zu leiden hat.
Nur Ärtze dürfen erklären ob den Einfluss *schadlich* ist oder nicht.
Auch Zwerenz ist naiv.
Er sollte dann in der Lage sein messen zu können ob jemand empfindlich für Elektrosmog ist, aber der Gang zur Gericht mit soetwas ist Unsinn.
Vor Gericht taucht auch wieder die Frage auf: Ist es schädlich?
Und darauf haben wir bis jetzt noch immer keine Antwort.
Das ist was zu beweisen ist.
Diese Frage muss schnellstens geklärt werden.
Die Symptome die Sie beschreiben sind real, sie sind schwer, aber nicht was man unter *schädlich* versteht.
Nicht nur in München behauptet man dass dies mit dem Alter zu tun hat, und vernachlässigbar sind.
Das muss ändern.
Verfasst: 15. Mai 2011 08:51
von nobody
Charles
Ich glaube schon richtig verstanden zu haben. Eigentlich bezog sich meine Fragestellung ja auch auf nachweisbare Einflüsse (Ursachen) und nicht auf Symptome. Es ist mir schon klar, dass sich gewisse Symptome nicht nachweisen lassen. Um damit gleich mal bei Ihrem Beispiel zu bleiben. Stress kann Kopfschmerzen verursachen, aber auch Alkoholkonsum oder etwa Infekte im Kopf (um die Sache nicht unnötig zu erschweren, verzichte ich an dieser Stelle auf weitere Möglichkeiten). Allerdings ist zu bemerken, dass sich ein alkoholbedingter Kater etwas anders anfühlt, als eine stressbedingte Migräne oder eine vereiterte Stirnhöhle. Also drei mal Kopfschmerzen und nur letzteres Beispiel stellt eine wirkliche akute Bedrohung dar. So werde ich für den Kater auch kein Attest erhalten, für die Migräne schon eher und für den Infekt aber ganz bestimmt.
Nebenbei: Ein Arzt, welcher nicht nach der Ursache sucht und den Patienten unbesehen mit einer Schachtel Pharmazeutika nach Hause schickt, verdient eigentlich nur einen Titel: Kurpfuscher. Aber egal. Ich bemerke sowieso gerade, dass ich im den heissen Brei herum rede.
Also zurück zu meinen eigentlichen Dilamma. Sie hatten geschrieben:
"UNd was versteht man unter schädlich?
Die direkte Zerstörung von z.B. Organe und Sachen die den Tod zur Folge haben."
Und ich will meine darauf folgende Frage mal umformulieren. Gilt eine Sache auch dann als 'schädlich', wenn sie zwar krank macht, man von der Krankheit wieder genesen kann (nicht zwingend daran stirbt)?
Ich hatte gehofft, das mit einem simplen Ja oder Nein zu beantworten wäre. Das Statement von Wuff zeigt mir aber, dass dem wohl nicht ganz so einfach ist.
Verfasst: 15. Mai 2011 09:53
von Eva Weber
Hallo Charles,
Sie haben recht, ich möche weniger Strahlung und viele Andere auch.
Sie sagen, "die Behörden haben recht, weil es bis heute keine Gründe dazu gibt. Elektrosmog macht nicht krank, heisst es dort."
Natürlich, wenn die Behörden nicht hinschauen, gibt es auch keine Gründe.
Beim Menschen ist evtl. Bezug zu Funk leicht in den Griff zu kriegen. Es liegt an der Psyche. Herr Prof. Lerchl hat Beweise für meine Aussage verlangt. Ich habe sie ihm bis hin zur Beurteilung eines für das DMF maßgebenden Umweltarztes gegeben. Antwort keine!
Eines ist doch heute festzustellen. Krankheit beginnt eigentlich erst bei Krebs und der gilt doch bei ionisierender Strahlung als bewiesen. Man schaue doch mal nach Tschernobyl was anerkannt ist! Sicher lediglich mWn Schilddrüsenkrebs. Bei den missgebildeten Kindern und dem vermehrten Brustkrebs geht es doch schon wieder los. Das kann man nicht sagen, dass das mit Strahlung zusammenhängt. Die Leute sollen sich nicht in der sozialen Hängematte ausruhen! Ein paarmal nach Kiew fliegen und man hat dieselbe Strahlung!!Einmal ins Hochgebirge und ein Kind hat mehr Strahlung als an einem AKW. Nur, die Kikk-Studie hat ergeben, dass eben an AKW's mehr Kinder Leukämie haben. Erklärungen hierfür liefert die Strahlenschutzkommission z.B. Frau Prof Blettner und Frau Dr. Friedl.
Eigentlich sollte der Mensch mWn vor ionisierender Strahlung geschützt werden. Schauen wir doch gleich mal in die unmittelbare Nähe und schauen wir doch wie lange man die Radarsoldaten durchgezogen hat. Was wurde denn anerkannt? Dort wurde auch hohe nichtionisierende Strahlung festgestellt. Anerkennung deswegen grauer Star. Ansonsten macht diese nichts! Schmerzensgeld gab es selbst nach zahlreichen Operation nicht. Ablehnende Begründung: Nicht bewiesen. Dabei ist bereits ca. ein Drittel der Betroffenen gestorben.
Es geht m.E. lediglich darum keinen Beweis zu erbringen!
Das erinnert auch an die stets gepriesenen Mittelwerte gepulster nichtionisierender Strahlung. All die Physiker und Elektriker sollten mal einen ausgedehnten Urlaub in der Sahara machen und feststellen, welchen angenehmen Durchschnittswert die Temperaturen dort haben, wenn man Tagestemperaturen (peak) mit Nachttemperaturen mittelt. Und dann sollen sie uns erklären, warum bei so angenehmen Klima die Menschen dort kaum leben können und nichts wächst und sie um nichts in der Welt sich dort niederlassen würden.
Warum werden denn keine realistischen Studien an Pflanzen gemacht? Da werden Bäume während einiger Monaten des Jahres, teils abgeschirmt, mit einem Schiffradar bestrahlt. Drei Jahre lang. Meine Bäume würden es sicher danken, nur während der Wachstumsmonate bestrahlt zu werden mit absehbarem Ende. Dann ginge es Ihnen mit Sicherheit besser. Von der Koniferen-Studie Lerchl et al. ganz zu schweigen.
Wo sind denn die Studien an Tieren, Kühen, Kälbern, Ferkeln usw. die nach Errichtung harmloser Mobilfunkbasisstationen schwerste Schäden aufweisen? Warum wurde denn die Rinderstudie in so wunderbarer Weise abgewandelt und ein Versprechen gegeben, diese zu wiederholen? Wieder wurde eine Wiederholungsstudie letztes Jahr im Bayer. Landtag abgelehnt und Sie sagen, die Behörden haben recht, weil es bis heute keine Gründe gibt!
Nein, Charles, da bin ich ganz anderer Meinung. Weil es Gründe gibt werden bestimmte Untersuchungen gemieden, wie der Teufel das Weihwasser. Darunter zählt auch der von Prof. Kappos, Bundesärztekammer, bei seiner Beurteilung von Betroffenen zum DMF, gemachte Vorschlag DECT-Telefon und Blutdruckschwankungen zu untersuchen. Dazu zählt auch Studien an Masten zu verachten. Mal sehen, was aus der Rimbach-Studie wird. Wahrscheinlich geht sie den gleichen Weg wie alle andern. Dafür bestrahlt man Ratten und zieht Schlüsse auf Kindergehirne.
Da kann man nur wieder das Beispiel Cholera anführen. Man stellte fest, dass diese von Brunnen ausging. Die Ursache kannte man nicht. Man nahm an, dass es mit Wasser zusammenhängt. Also schloss man die Brunnen. 30 Jahre später fand man den Erreger. weitere 40 Jahre später den Wirkmechanismus.
Heute stützt man sich auf nichts anderes als den mWn "angeblich fehlenden" Wirkmechanismus. Wer die Fortentwicklung dieser Technik betrachtet, sieht, dass in rigorosester Weise, allein auf diesen Wirkmechanismus gebaut wird. Die Antwort eines unbedingten Befürworters ohne jegliche Einwendung war: "Und wenn alle Menschen an den Masten sterben, so ist es kein Beweis." In meinen Augen ist es jedoch ein Beweis für Verblendung und fehlendes Hirn!"
Einer Anerkennung von EHS brächte natürlich gewisse Erleichterungen, aber an fortgesetzter Erhöhung von Strahlung und immer schlechteren Lebensbedingung für Mensch und Natur ändert das gar nichts.
Eva Weber
Verfasst: 15. Mai 2011 14:30
von charles
@nobody
Sie fragten:
Gilt eine Sache auch dann als 'schädlich', wenn sie zwar krank macht, man von der Krankheit wieder genesen kann (nicht zwingend daran stirbt)?
Die Antwort lautet: Ja.
Aber unter die Bedingung das *krank* ausführlich umschrieben wird.
Viele demonstrieren und protestieren gegen Sendemasten weil sie fürchten das diese ihre gesundheit etwas antun wird.
Vor Gericht bleibt Fürcht nur Fürcht.
Und die 1 Millionfrage bleibt: Wie wird das *etwas* verstanden?
Vorübergehende oder bleibende Beschwerden bleiben Beschwerden und werden (leider) nicht als Krankheit eingestuft.
Niemand will dies untersuchen, aber das ist für die Betroffenen das allerwichtigste.
Das Problem besteht aus zwei Sachen:
1. Die Beschwerden sollen als Krankheit eingestuft werden.
2. Und es muss eine Korrellation mit Elektrosmog bewiesen sein.
Merke, die Erfahrungen von vielen Personen sind zwar Hinweise, aber gar keine Beweise.
Das man den Einfluss van Elektrosmog auf den Körper mittels elektronisches Messen gut nachweisen kann ist eine Sache.
Aber damit kann man nicht beweisen dass diese Einflüsse auch *schadlich* sind.
Die Behörden sehen in ganz Europa kein Grund derartige Studien durchführen zu lassen.
Ich schätze die Anzahl von Betroffenen zwischen 5 und 10 %.
Dieses Gigaherz Kongress ist doch ein lächerliches Vorbild.
Wie ich gelezen habe war der Besucheranzahl ca. 180 Personen, wovon noch Personen aus dem Ausland.
180 interessierte Personen auf fast 8 Millionen Einwohner. Peanuts.
Und man kann nicht sagen das Gigaherz.ch unbekannt ist, und nicht entsprechend Werbung gemacht hat.
Auch hier kann man sehen das die Leute es müde werden. Nur wenn ein Sendemast in ihr Garten geplant ist kommen sie in Bewegung, aber nachher wird es still.
Viele sind zu begeistert von ihr Speilzeug, dass sie überall erreichbar sind, sogar aufs Klo. Unser Minister President hat sein Handy ins Klo fallen lassen, aber ihm wieder herausgehohlt.
Es ist eine richtige Droge geworden.
In 2009 hatten wir eine NationaleStrahlungsTag.
Der war an ein Sammstag und Sonntag, von morgens bis abends.
Nächte Woche ist sie wieder.
Nur einen Sammstagnachmittag.
(Wegen fehlende Interesse).
Mit andere habe ich auch mal diskutiert: In die Niederlande mit 16 Millionen Einwohner würde man maximal 5.000 Leute auf die beine bringen die ihre Besorgnis äussern würden.
Es macht aber ein Riesenunterschied zwischen die wenige Leuten die auf der Strasse gehen, und diejenigen die in aller Stille zuhause bleiben und nichts von sich hören lassen, aber trotzdem am schlimmsten leiden.
Es fehlt überall an eine seriöse Meldestelle.
PS. Dies ist meine persönliche Meinung!