Die Schweiz bekommt mehr Gratis-Internet
Verfasst: 25. März 2012 12:39
[ur0http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/D ... /28202699l]Tagesanzeiger Online[/url]: Kostenloses Surfen im Internet ist in immer mehr Ländern eine Selbstverständlichkeit. Die Schweiz aber hinkt hinterher – auch wegen des Swisscom-Geschäftsmodells. Das soll sich nun ändern.
Wer mit seinem Smartphone, iPad oder Laptop ins Ausland reist, ist dort nie weit weg von einem drahtlosen Internetanschluss. Ob in Hotels, Restaurants oder an Flughäfen: Das kostenlose Surfen im Internet gehört in immer mehr Ländern zum Grundstandard.
Nicht so in der Schweiz. Thomas Winkler von Schweiz Tourismus sieht einen Grund dafür in der Geschäftspraxis der Swisscom: (SCMN 362.4 0.19%) «Die grösste Telecomanbieterin bindet Kunden aus dem Dienstleistungssektor durch langjährige Verträge an sich und stellt die nötige WLAN-Infrastruktur zur Verfügung.» Der Kunde entscheidet, ob er diese Kosten über eine Internetgebühr an Hotelgäste und Flughafenpassagiere überwälzt oder ob er sie selber trägt. Der moderne Reisende hat für solche Gebühren indes immer weniger Verständnis.
«Service für unsere Gäste»
Eines der Schweizer Hotels, das seinen Gästen kostenlos WLAN anbietet, ist das Montana in Luzern. «Wir betrachten das als Service für unsere Gästen. Gerade von Geschäftsleuten wird kostenloses WLAN heute erwartet», erklärt Simone Staubli, Marketingleiterin des Hotels Montana. Diese Erkenntnis muss sich in der Schweizer Hotellerie erst noch durchsetzen: Rund 75 Prozent aller Schweizer Hotels bieten zwar einen Internetzugang an, aber weniger als die Hälfte davon stellt den Service gratis zur Verfügung.Vorreiter in der Schweiz sind die US-Gastroketten McDonalds und Starbucks, die ihren Gästen in allen Filialen kostenlosen Internetzugang anbieten.
Auch die Vegi-Restaurants Tibits haben umgerüstet. «Der Bedarf an kostenlosem Internet ist sehr gross. Das gehört heute einfach dazu», erklärt Tibits-Chef Daniel Frei. Fast die Hälfte der schweizerischen Bevölkerung zwischen 15 und 74 Jahren besitzt ein Smartphone, wie vor kurzem eine Studie von Comparis zeigte. Auch die Zahl von iPads und anderen Tablets steigt rasant an. Sie werden gerne und oft beim täglichen Pendeln eingesetzt.
Auch bei den SBB ein Thema
Kein Wunder, dass öffentliche Verkehrsbetriebe auf den Trend aufspringen. Die Basler Verkehrsbetriebe lassen ihre Fahrgäste als erster städtischer ÖV-Betreiber kostenlos surfen. Und die Postauto Schweiz AG zieht nach ersten Pilotversuchen eine positive Bilanz: Ab dem 10. April 2012 haben Fahrgäste in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Schwyz, Aargau und Wallis kostenfreien Internetzugang. Bis Januar 2013 sollen 70 Prozent der Bus-Flotte mit drahtlosem Internet ausgestattet sein. Daniel Landolf, Leiter Postauto, war dies ein wichtiges Anliegen. «Diese Investition betrachten wir als Dienstleistung, als Standard von morgen.»
Die Kosten von rund einer Million Franken würden nicht auf die Fahrgäste abgewälzt. Die Fahrgäste sollen sich so über zeitnahe Fahrtinformationen erkundigen können. Die SBB werden bis 2014 viele der Nah- und Fernverkehrszüge nachrüsten. Ob kostenlos für die Passagiere, darüber hat das Bahnunternehmen noch nicht entschieden.
Was in Singapur, Las Vegas, Vancouver, Hongkong, Wien oder Hamburg kostenlos ist, muss am Flughafen Zürich bezahlt werden. Auch dies soll sich nun ändern. «Aufgrund zahlreicher Rückmeldungen der Flughafengäste plant die Betreiberin des Flughafens Zürich, ihre Infrastruktur bis Ende 2012 anzupassen, um ein zeitlich beschränktes, aber kostenloses WLAN im Flughafen anbieten zu können», erklärt Sonja Zöchling, Mediensprecherin des Flughafens Zürich.
Wer mit seinem Smartphone, iPad oder Laptop ins Ausland reist, ist dort nie weit weg von einem drahtlosen Internetanschluss. Ob in Hotels, Restaurants oder an Flughäfen: Das kostenlose Surfen im Internet gehört in immer mehr Ländern zum Grundstandard.
Nicht so in der Schweiz. Thomas Winkler von Schweiz Tourismus sieht einen Grund dafür in der Geschäftspraxis der Swisscom: (SCMN 362.4 0.19%) «Die grösste Telecomanbieterin bindet Kunden aus dem Dienstleistungssektor durch langjährige Verträge an sich und stellt die nötige WLAN-Infrastruktur zur Verfügung.» Der Kunde entscheidet, ob er diese Kosten über eine Internetgebühr an Hotelgäste und Flughafenpassagiere überwälzt oder ob er sie selber trägt. Der moderne Reisende hat für solche Gebühren indes immer weniger Verständnis.
«Service für unsere Gäste»
Eines der Schweizer Hotels, das seinen Gästen kostenlos WLAN anbietet, ist das Montana in Luzern. «Wir betrachten das als Service für unsere Gästen. Gerade von Geschäftsleuten wird kostenloses WLAN heute erwartet», erklärt Simone Staubli, Marketingleiterin des Hotels Montana. Diese Erkenntnis muss sich in der Schweizer Hotellerie erst noch durchsetzen: Rund 75 Prozent aller Schweizer Hotels bieten zwar einen Internetzugang an, aber weniger als die Hälfte davon stellt den Service gratis zur Verfügung.Vorreiter in der Schweiz sind die US-Gastroketten McDonalds und Starbucks, die ihren Gästen in allen Filialen kostenlosen Internetzugang anbieten.
Auch die Vegi-Restaurants Tibits haben umgerüstet. «Der Bedarf an kostenlosem Internet ist sehr gross. Das gehört heute einfach dazu», erklärt Tibits-Chef Daniel Frei. Fast die Hälfte der schweizerischen Bevölkerung zwischen 15 und 74 Jahren besitzt ein Smartphone, wie vor kurzem eine Studie von Comparis zeigte. Auch die Zahl von iPads und anderen Tablets steigt rasant an. Sie werden gerne und oft beim täglichen Pendeln eingesetzt.
Auch bei den SBB ein Thema
Kein Wunder, dass öffentliche Verkehrsbetriebe auf den Trend aufspringen. Die Basler Verkehrsbetriebe lassen ihre Fahrgäste als erster städtischer ÖV-Betreiber kostenlos surfen. Und die Postauto Schweiz AG zieht nach ersten Pilotversuchen eine positive Bilanz: Ab dem 10. April 2012 haben Fahrgäste in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Schwyz, Aargau und Wallis kostenfreien Internetzugang. Bis Januar 2013 sollen 70 Prozent der Bus-Flotte mit drahtlosem Internet ausgestattet sein. Daniel Landolf, Leiter Postauto, war dies ein wichtiges Anliegen. «Diese Investition betrachten wir als Dienstleistung, als Standard von morgen.»
Die Kosten von rund einer Million Franken würden nicht auf die Fahrgäste abgewälzt. Die Fahrgäste sollen sich so über zeitnahe Fahrtinformationen erkundigen können. Die SBB werden bis 2014 viele der Nah- und Fernverkehrszüge nachrüsten. Ob kostenlos für die Passagiere, darüber hat das Bahnunternehmen noch nicht entschieden.
Was in Singapur, Las Vegas, Vancouver, Hongkong, Wien oder Hamburg kostenlos ist, muss am Flughafen Zürich bezahlt werden. Auch dies soll sich nun ändern. «Aufgrund zahlreicher Rückmeldungen der Flughafengäste plant die Betreiberin des Flughafens Zürich, ihre Infrastruktur bis Ende 2012 anzupassen, um ein zeitlich beschränktes, aber kostenloses WLAN im Flughafen anbieten zu können», erklärt Sonja Zöchling, Mediensprecherin des Flughafens Zürich.