Nach der österreichen Ärztekammer und der Amerikanischen Akademie für Umweltmedizin meldet sich nun auch die Organisation Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) zu Wort - ENDLICH:
22.03.2012
Mobilfunk: AefU verlangen schärfere Grenzwerte
Die Internationale Krebsagentur IARC bezeichnet Mobilfunkstrahlung als «möglicherweise krebserregend». Die IARC stuft das Krebs-Risiko dieser Strahlung somit gleich ein wie beim zu Recht verbotenen Insektengift DDT. Die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) stellen mit Besorgnis fest, dass die geltenden Grenzwerte die Schweizer Bevölkerung – insbesondere empfindliche Bevölkerungsgruppen wie Kinder und schwangere Frauen – ungenügend schützen. Sie verlangen deshalb in einem Brief an die Vereinigte Bundesversammlung die konsequente Umsetzung des Vorsorgeprinzips und – angesichts des Krebsrisikos – tiefere Grenzwerte.
Medienmitteilung
(PDF)
http://www.aefu.ch/typo3/fileadmin/user ... 22_NIS.pdf
Brief an den Bundesrat
(PDF)
http://www.aefu.ch/typo3/fileadmin/user ... ef_NIS.pdf
Interpellation Nationalrätin Y. Gilli Strahlenrisiko und "intelligente Stromnetze"
Eingereichter Text
Bei sogenannten intelligenten Stromnetzen (Smart Grids) erfolgt die Datenübertragung über Funk (z.B. GSM, WLAN), via Powerline Communications (PLC) und/oder via Leitungen (Cu-Kabel, Lichtwellenleiter).
Im Mai 2011 hat die Internationale Krebsagentur IARC der WHO nach den niederfrequenten elektromagnetischen Feldern z.B. von Stromversorgungen auch hochfrequente Felder als möglicherweise Krebserregend für den Menschen eingestuft. Solche Felder entstehen z.B. bei Mobiltelefonen und WLAN. Die IARC schätzt die Krebsgefahr dieser Strahlung somit als gleich gefährlich ein wie z.B. das verbotene Insektenmittel DDT.
Auch für die Frequenzen zwischen drin (Kiloherzbereich, dirty power oder dirty electricity) weisen Untersuchungen auf ein erhöhtes Krebsrisiko hin. Sie entstehen z.B. bei der Anbindung des Transformators zum Smart Meter.
Mit einer flächendeckenden Einführung der "intelligenten Stromzähler" und z.B. deren Anbindung mittel PLC, würde die Belastung der Schweizer Bevölkerung mit diesen elektrischen bzw. magnetischen Feldern massiv ansteigen, wie die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) festhalten. Diese Felder werden auch weit entfernt vom Smart Meter abgestrahlt, so z.B. von Leitungen in Gebäuden, dem Kabel des Geräts und vom Gerät selber. "Dies kann je nach individueller Ausgangslage und Expositionshöhe zu einem erhöhten Risiko für Erschöpfung (Burn out), Lernproblemen, Depressionen und Krebserkrankungen führen", so die Österreichische Ärztekammer 2012.
Meine Fragen:
1. Wie beurteilt der Bundesrat, dass die IARC z.B. Handy- und WLAN-Strahlen als möglicherweise krebsfördernd beim Menschen einstuft?
2. Welche Konsequenzen zieht er daraus?
3. Wie will er die Schweizer Bevölkerung vorsorglich vor solcher Strahlung schützen?
4. Wie denkt er das Vorsorgeprinzip durchzusetzen? Ist er bereit, die Grenzwerte zu verschärfen?
5. Teilt er die Meinung, dass durch GSM, WLAN bzw. PLC angebundene Smart Grids die Belastung der Bevölkerung durch Felder im Zwischenfrequenzbereich massiv erhöht?
6. Was gedenkt er dagegen zu unternehmen? Ist er bereit, flankierend Massnahmen zu ergreifen?
7. Wie hoch schätzt er die volkswirtschaftlichen Kosten z.B. durch die Zunahme von Multisystemerkrankungen bei einer flächendeckenden Einführung von intelligenten Stromnetzen ein, die mit GSM, WLAN bzw. PLC funktionieren.